Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 13 (31.3.1911)
- Date
- 1911-03-31
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 216 Dr. Blochs WochenWrist «r. is und schwarzen Beilagen, bestehend aus den schönsten und seltensten bildlichen Dokumenten zur Sittengeschichte desBarock- und Rokokozeitalters. Komplett in 2V Lieferungen ä 1 Mark, in Leinen gebunden 26 Mark. Verlag von Albert Langen in München. Von diesem Werk liegen uns die Lieferungen 17—20 vor, mit welchen denn nun auch der zweite Band des grossen Werkes zur Vollständigkeit gelangt ist, mit dem Gefühl grosser Befriedigung stellt man dies fest. Eduard Fuchs zeigt hier wieder, dass gerade er zu einer umfassenden Darstellung der Sittlichkeit im öffentlichen und privaten Leben in den unserer Zeit vorangegangenen Epochen der Berufenste erscheint. Sein schönes, glänzend illustriertes Werk verpflichtet zu grossem Dank, den Eduard Fuchs niemand versagen wird, der eine solche Leistung zu würdigen vermag. , x. Ad. Kohut, Aerzte als Philosophen. Berlinische Verlagsanstalt, Berlin, Claudiusstrasse 1&. Kohut zeigt in diesem ansprechenden Heftchen von neuem, dass er, bei aller enormer Fruchtbarkeit, sich nicht ausschreibt. Sein universeller Blick findet immer ein interessantes Stück Kulturgeschichte, das er in fesselnder Form zu servieren weiss. Besonders in Aerztekreisen wird das Büchlein Freunde finden, x. A. Harileben’s Volksatlas, enthaltend 86 Hauptkarten und 81 Nebenkarten in 125 Kartenseiten. Mit Text und alphabetischem Namenregister. Fünfte, vollständig umgearbeitete und erneuerte Auflage. Gross-Folio-Format. Das Werk ist komplett in 25 Lieferungen zu 60 Heller. Lieferungen 21 bis 25 (Schluss). (A. Hartleben’s Verlag in Wien und Leipzig.) Schon ein flüchtiger Blick in den Atlas zeigt, dass die einzelnen Karten, in vielen Farbentönen sich abstufend, klar und deutlich auf vorzügliches Papier gedruckt sind. Auch in den Details der Karten finden sich alle Wünsche erfüllt. In der Terraindarstellung erscheinen die Erhebungen in der bekannten Raupenform mit Gefällsschraffen dargestellt, alle Verkehrslinien sind dem neuesten Stande entsprechend ersichtlich gemacht, die Topographie ist eine vorzügliche. Das Schlagwortregister von über 26.000 Namen ist ein Musterbeispiel korrekter und verständnisvoller Arbeit, jeder Namen lässt sich sicher und schnell auf den Karten auffinden. Sinaibriefe. Eine moderne Glosse von einem Rechtsgelehrten. Neuwied am Rhein. J. Meinckes Verlag. M 1.80. In der Form, die mittelalterliche Religionsphilpsophen bereits angewandt haben, in Anknüpfung an die hehren' Zehngebote wird hier in Form von Briefen an einen jungen, durch philosophische Spekulationen in seinem Glauben wankend gewordenen Verwandten der ganze Inhalt des Gottesglaubens und der Ethik in streng logischer Schlussfolge dargelegt. Das Buch empfehlen wir allen Pädagogen und darum allen Eltern aufs wärmste. x. Ride&mus, Burlesken. 3 Einakter. „Harmonie“ Verlagsgesellschaft für Literatur und Kunst. Berlin, W. 35. Zu Rideamus’ Ehre müssen wir gestehen, dass uns diese Einakter enttäuscht haben. Der erste kann allenfalls noch als „Rideamus“ passieren, — aber der zweite und noch mehr der dritte scheinen auf Schauspieler zugeschnitten zu sein, deren Kunst unbedingt die Lacher auf ihrer Seite hat. Der Autor hat sie gewiss nicht. Wir hoffen, recht bald wieder dem originellen „Rideamus“ gehorchen und seiner nächsten Gabe das Opfer des Zwerchfells weihen zu können. x. M. Ahrens, Gelehften-Anekdoten, Berlin-Schöneberg Herrn. Sack, 1911, M 2.—.. Das Buch ist nicht eine einfache Sammlung unkontrollierter Anekdoten. Es stellt den ersten Versuch dar, jedem einzelnen überlieferten Bonmot kritisch auf den Zahn zu fühlen. Und da wird manches „geflügelte Wort“ arg zerzupft und zerzaust. Doch wirkt der wissenschaftliche Apparat so wenig drückend, dass mau jedem, dem man eine Stunde humorvollen, literarischen Genusses gönnen will, dieses Werkchen getrost in die Hände legen darf. x. A. F. Gerhard, Höhenopfer, Verlag Fritz Ecker, Leipzig Preis brosch. M 2.—, geb. M. 3.—. In die Uranfänge der Menschheit, wie sie die Bibel schildert, führt uns hier ein erlesener Geist, der mit wahrhaft poetischer Phantasie das Allgemeinmenschliche, Liebesnot und -Leid, jenen nebelhaft verschwommenen Gestalten der Urzeit andichtet. Der Weg nach Eden, Nach der Sintflut, Der Turm zu Babel — diese drei Kapitel sind glänzende Vorbilder, die die strengen Gestalten der biblischen Geschichte durch das Rankenwerk der Dichtung uns menschlich näher bringen. x. Kotelmann, die Ophthalmologie bei den alten Hebräern, Leopold Voss in Hamburg (u. Leipzig). Preis M. 16.—. Wer die früheren Arbeiten des ausgezeichneten Forschers über die Geburtshilfe bei den Hebräern, über die Farben im alten Testament u. a. kennt, wird sich über die unglaubliche Belesenheit und peinliche Akribie in diesem seinem posthumen Werke nicht wandern. Die Einleitung enthält eine fast erschöpfende Literaturangabe über die biblisch-talmudische Medizin. In weitausholender Darstellung werden die Anatomie, die Pathologie, Physiologie und Therapie des Auges bei den Hebräern behandelt; weit mehr, als der Titel erraten lässt, enthält das Buch, besonders in den grundgelehrten Anmerkungen. Es wird dadurch zu einer unerschöpflichen Quelle für die jüdische Archäologie. x. Im Insel-Verlag, Leipzig, erschienen: Schillers Gespräche. Berichte eines Zeitgenossen über ihn. Herausg. von Julius Petersen. M 3.—, Leinen M 4.—, Leder M 6.—. Fichendorffs Dichtungen. 2 Bände, ausgewählt und herausg. von Franz Schnitze, M 3.—, Leinen M 4.—, Leder M 10.—. Nachdem für Goethes Biographie so unendlich viel geschehen, beginnt man seit dem Schillerzentenarium auch diesem zweiten der Dioskuren deutscher Klassizität näheres Augenmerk zu widmen. Man muss gestehen, dass dieser Einzigartige nur gewinnt, je schärfer man ihn ins Auge fasst. So überragend, wie er einem Goethe erschien, so war er in jedem Zuge seines Wesens. Petersens Buch bedeutet für alle Schillerfreunde eine Festgabe, ihren Kreis wird es erweitern helfen. Die Auswahl der Werke Eichendorffs, den so viel Fäden mit Oesterreich, speziell Wien, verbanden, ist glücklich getroffen. Hölderlin, Scheffel, Baumbach, alle die Sänger ewiger Jugend, sie klingen in unserer Seele auf, wenn wir durch diese duftenden, taufrischen Blüten eines prächtigen Sängerherzens schreiten. Die lieblichsten Erinnerungen werden wach bei den Ueberschriften : Aus dem Lebens eines Taugenichts, Schloss Durande, Die Glücksritter u. s. w. Man tut gut daran, das Andenken dieses Gefährten froher Stunden nicht verkümmern zu lassen. x. Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden. Herausgegeben von Dr. Eugen T ä u b 1 e r. Zweiter Jahrgang. Zweites Heft. Inhalt: Uebersicht über den jüdisch-geschichtlichen Inhalt des königlichen Staatsarchivs zu Hannover von M. Zuckermann (Hannover). — Verzeichnis der Neuerscheinungen zur Geschichte der Juden in Deutschland. — Buchhandlung Gustav Fock, G. m. b. H., Leipzig, Schlossgasse 7 bis 9 Le Traducteur, The Translator, II Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Das Studium einer fremden Sprache auf Grundlage der Uebersetzung bezweckt vorzüglich einen eingehenden Vergleich mit der Muttersprache und bedingt deshalb ein tieferes Eindringen in die Eigenheiten beider Sprachen. Obige Zeitschriften bringen die modernen und der Umgangssprache ungehörigen Redewendungen, wie mau sie meist vergebens in klassischen Werken suchen würde. Die in jeder Nummer enthaltenen praktischen Gespräche sind so recht dem Leben entnommen und leiten auf zweckmässige Weise zum praktischen Gebrauch der zu studierenden Sprache hin. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur“ in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Die Hagada aus Aegypten. Israels Bedrückung in Aegypten nach den dortigen zeitgenössischen Inschriften in kurzer populärer Form geschildert von Rabbiner Dr. Sigmund J a m p e 1, Schwedt a. 0. Nebst Bildern der betreffenden Pharaonen und ihrer interessantesten Denkmäler. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt am Main. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 12: 23. März 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Grossbetriebsprobleme. — Otto Pantsch: Glossen zur Kultusdebatte. Jakob Scherer: Reichszollverwaltung. — Eugen Katz, Georg Gottheim, M. d. R.: Liberale Bauernpolitik. — Unsere Bewegung — Soziale Bewegung. — Karl Friedrich Nowak! Karl Schönherr’s „Glaube und Heimat“. — Karl Friedrich Nowak: Die Aufführbarkeit des „Faust II“. — Leo Erras: Politische Aphorismen von Adolf Glassbrenner. — Karl Wilhelm Fritsch: Um Michelburg. Roman. — Gustav Schüler: Selig sind die Toten. Gesegnete Tote. Gedichte. — Martin Dibelius: Die Entstehung des Judentums. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buch Verlag der „Hilfe“ Berlin- Schöneberg. F. Losmann. Tagebuch einer geschiedenen Frau. Verlag Buchhandlung Sigmund Pollak, VI., Stumpergasse 7. Wilmas Weiß Ut N.-Bogsarr. Die jüdischen Neujahrsfeiertage fallen 1912 auf den 12. und 13. September; 1913 auf den 2. und 3. Oktober; 1914 auf den 21. und 22. September; 1916 auf den 9. und 10. September; 1916 auf den 28. und 29. September; 1917 auf den 17. und 18. September; 1918 auf den 7. und 8. September; 1919 auf den 25. und 26, September; 1920 auf den 13. und 14. September; 1921 auf den 3. und 4. Oktober; 1922 auf den 23 und 24. September'