Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 6 (10.2.1911)
- Date
- 1911-02-10
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 98 Dr. Vlochs Wochenschrift. Nr. 6 Politik der Päpste in der neuesten Zeit für uus als eine eminente nationale Gefahr erweist, deren sich die politischen Parteien wohl bewusst bleiben sollten. — Besonders den Bibliotheken dürfte dies in der Literatur wohl einzig dastehende Werk unentbehrlich sein. Volksbildung — Zukunftsglaube. Von V er u s. Eine Broschüre, welche in waimen Worten für die Bildung breiter Schichten des werktätigen Volkes plaidiert und in wuchtigen Sätzen das Volk zur geistigen Befreiung ruft. Das lesenswerte Werkchen ist im Verlage der Buchhandlung Brüder Suschitzky, Wien X., zum Preise von 20 Hellern erschienen. Bei freier Postzusendung 25 Heller. A. Hartlebens Volksatlas enthaltend 86 Karten in 125 Kartenseiten, nebst 84 Spezialkarten und Plänen. Mit Ttxt uul alphabetischem Namenregister. Fünfte, vollständig umgearbeitete und erneuerte Auflage. Gross-Folio-Format. Das Werk wird komplett in 25 Lieferungen zu CO h, in Halbfranzband geh. 18 K. Lieferungen 16—20. (A. Ha> Hebens Verlag in Wien uni Leipzig) „Die Quelle“. Dem Februarheft des III. Jahrganges folgte ebenfalls eine Hum o r is t en-N ummer. Sie bringt Eosegger s volkstümlich derbe Humoresken „Die Oltweiber-Mühl“ und „A vafluchta Kerl“, sowie die innige Erzählung „Das arme 8p atz er 1“ des beliebten Poeten. Die mit Porträt versehene Charakterstudie Fraungrubers „’s Rabmkoch“ und Gabriele Poppers die Modetorheiten schilderndes Kulturbild „Der kluge Babe“ leiten zu Max M o r o 1 d s tiefgründigem Essay über W i 1 h. R a a b e, dessen schönstes „Wiegenlied“ vorliegt, über. Lyrische Beiträge und Skizzen rühren von Ed. P öt z 1, Roh. Reinhard, F. Herold, Herma v. Skoda. B. Barher, Georg Muschner, A. Po llak und Else Onno her. A. E. Bonlands mit dem Bilde „Frauenlobs Begräbnis“ von Alfred R e t h e 1 gezierten „Erinnerungen an Josef Strauss“, A. Rottauschers köstliche Satire „Fragmente zu Goethes ,Faust' “, die neueingeführte „Konzertrevue“, die wichtige Kampfrubrik „Gegen den Strom“ und die reichhaltige Bücherschau bilden den Beschluss dieses inhaltlich gediegenen Heftes. Abonnementspreis ganzjährig 4 Kr. franko. — Administration: Wien, III. Linke Bahngasse 9. »Die Hilfe«, Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 5. 1. Februar 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Eisass und Preussen. — Paul Rohrbach: Vlissingen. — Gottfried Trau b: Zum Fall Jatho. — Friedrich Weinhausen: Das Versicherungsgesetz für Angestellte. Unsere Bewegung. Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Nur das Gewissen. — Dagmar Jörgenson: Die Letzten vom Danewerk. - Erich Köhrer: Die Tragödie des Alters. — Karl Wilhelm Fritsch: Um Michelburg. Roman. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“ Berlin-Schöneberg. Der Juden Anteil am Fortschritt der Kultur. Sonderabdruck aus den „Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus“. Berlin W, Magdeburgerstrasse 14. Briefkasten K. in Lemberg. Die Ausstreuung der Polnischen Antisemiten, die Juden waren bitdungsfeindlich, ist geradezu lächerlich. Das jüdische Volk trug den stolzen Namen „Am Hasefer", Wissenschaft war stets sein höchstes Ideal; das schönste, was unsere Propheten von der erhofften meffianischen Zeit erzählen konnten, war „Hmiziaun tezeh tauroh, ud*ar adaunai mijeruscholasim“. B. in B. Der Katalog und die Bibliographie der Arbeiten Solomon Reinachs in Paris aus dem Zeitraum vom Jahre 1874 bis zum Beginn des Jahres 1910 füllt 103 Druckseiten, wobei ein sehr brauchbarer und auch notwendiger Index inbegriffen ist. Unter Reinachs Publikationen sind nicht weniger als 50 größere Spezialwerke aufgeführt, während seine Monographien, Artikel, Nachrufe, Buchbesprechungen und kurzen Notizen in Enzyklopädien. Diktionairen, Jahrbüchern und Zeitschriften fast aller Kulturländer an 4000 (sage viertausend) Nummern beranreichen. Das wissenschaftliche Gebiet, das Reinach umfaßt, ist ebenso gewaltig wie seine Produktivität. Der erste, 1676 von ihm veröffentlichte Band war eine französische Uebersetzung von Schopenhauers Werk „Ueber die Freiheit des menschlichen Willens". Von diesem Buch ist jetzt die elfte Auflage erschienen. In uneigennützigster Weise hat Reinach mitten in seiner großen Vorlesungs-, Publikations- und Museums-Tätigkeit des amerikanischen Historikers Lea „Geschichte der Jnqusttion im Mittelalter" übersetzt und — mit pekuniären Opfern — in drei kleinen, handlichen Bänden zu Aufklärungszwecken verbreitet. Unzählige Beiträge haben die „Gazette des Beaux-Arts“, die „Revue Arch6ologique“, deren Mitherausgeber Reinach ist, und die „Comptes rendus“ der französischen „Academie des inscriptions“, aber auch deutsche, englische, amerikanische und italienische Zeitschriften veröffentlicht. Ueber medizinische Altertümer hat die engltsche Zeitschrift „Lancet“ Beitrage von dem französischen Forscher gebracht, und die Kuriositäten-Wochenschrift „Notes and Queries“ veröffentlichte einmal eine Notiz von ihm über die Geschichte des Damensattels. Es wird schwer sein, einen zweiten, ebenso fruchtbaren und zugleich gediegenen wissenschaftlichen Schriftsteller wie Salomon Reinach zu finden. „Jiid.Aktionär".Im Hause IX., Wrisenhausgasse Nr. 8, dessen Eigentümer Karl Harth, Beamter der Kreditanstalt, ist, werden Wobnungen an Juden nicht vermietet. Dem Herrn Karl Harth scheint das Geld der jüdischen Kreditanstalt-Aklionäre wohl weniger unsympathisch zu sein, als jüdische Mietparteien, da er sonst als glücklicher steigerungsfähiger Hausbesitz r wohl nicht nötig hätte, sich als Beamter sein Brot zu verdienen, als antrsemitischer Beamter bei einer „Judenbank". Notizen. Jüdisches Theater. Regie: M. Siegler Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Ab Freitag den 10. Februar, täglich: „Prinz B o st e n uj“, Operette von A. Wolfsthal, — Sonntag Nachmittag, halb 4 Uhr: „Sulamith", Operette von A. Goldfaden. — Montag den 13. Februar: „D i e S e d e r - N a ch t" , Operette von I. Latainer. — Dienstag den 14. Februar: „B e n I a k o j w", Operette von I. Latainer. — Mittwoch den 15. Februar: Ehrenabend des Direktors Herrn M. Siegler. - Z «r Aufführung gelangt : „Die Schöne M i r j a m", Operette von I. Gordin. — Donnerstag den 16. Februar: ,,K ö n i g S a l o m o n"' Operette von Professor Horowih. Die Begebung der össterreichischen Kronenrente. Das Postsparkassenamt ist mit den an der Emission beteiligten Instituten wegen der Details der Durchführung in Fühlung getreten und haben im Postsparkassengebäude die Besprechungen mit den Vertretern der einzelnen Bankinstitute wegen Abschlusses der Singularverträge mit diesen begonnen. Allgemeine Depositen-Bank. Der Verwaltungsrat beehrt sich hiermit, die stimmberechtigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen- Bank zur neununddreissigsten ordentlichen Generalversammlung, welche Montag den 27. Februar 1911, vormittags II Uhr im Sitzungssaals des Anstaltsgebäudes (I., Schottengasse 1) stattfinden wird, einzuladen. — Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1910. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beschlussfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Antrag auf Abänderung der Statuten (.§§ 3, 10 und 35). 5. Wahl von vier Mitgliedern des Verwaltungsrates. 6. Wahl des Revisions-Ausschusses, bestehend aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmanne. Die Herren Aktionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden eingeiaden, nach § 18*) der Gesellschaftstatuten ihre Aktien wenigstens 8 Tage früher, d i. bis spätestens inkl. 20. Feb uar 1911, bei der Allgemeinen Depositen-Bank in Wien (I.. Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungsabschluss pro 1910 wird den zur Generalversammlung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. Wien, 4. Februar 1911. Der Verwaltungsrat. Rimamuräny-Salgo-Tarjäner Eisenwerks - Aktien-Gesellschaft. Die am 7. Februar a c. abgehaltene ausserordentliche Generalversammlung hat beschlossen, das Aktienkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 40.000 Stück neuer Aktien um 8 Millionen Kronen zu erhöhen und 25.000 Stück dieser Aktien, welche vom I. Juli 1911 angefangen an den Geschäftserlrägnissen teilnehmen, den alten Aktionären anzubieten. Auf Grund dieses Beschlusses bieten wir den Aktionären die oberwähnten 25 600 Stück Aktien unter folgenden Bedingungen zum Bezüge an: 1. Auf je 25 alte Aktien können 4 neue Aktien bezogen werden. 2. Der Uebernahmskurs einer neuen Aktie ist mit 600 Kron°n festgesetzt. 3. Das Bezugsrecht ist — bei sonstigem Erlöschen — vom 8. Februar bis inklusive 16. Februar 1911 an den Wochentagen während der üblichen Kassastunden auszuüben, und zwar: in Budapest an der Zentralkasse der Gesellschaft, V., Nador-utcza 36, an der Kasse der Fester Ungarischen- Kommemalbank, V., Fürdö-utcza 2, ander Kasse der Ungar. Filiale des Wiener Bank-Verein, V., Nador-utcza 4, in Wien an der Kasse des Wiener Bank-Verein, I., Herrengasse 8. Bei Ablauf dieser Frist erlischt das Bezugsrecht. Wer sein Bezugsrecht geltend machen will, hat die alten Aktien ohne Kuponbogen zur Abstempelung bei einer der oben genannten Kassen einzureichen und gleichzeitig eine Einzahlung von 800 Kronen in barem zu leisten. Auf diese Zahlung werden dem Einzahler 6% p. a. vom Einzahlungstage bis zum 1. Juli 1911 sofort vergütet. 4. Die eingereichten alten Aktien werden nach erfolgter Abstempelung sofort zurückgestellt. Ueber die Einzahlung wird eine Kassabestätigung ausgefolgt, gegen Rückgabe welcher, vom 15. März a. c. angefangen, ein den Statuten entsprechend aus- *) § 18. Jeder Aktionär ist in der Generalversammlung zu so vielen Stimmen berechtigt, so vielmal er 10 Aktien besitzt. Aktien, auf Grund deren in einer Generalversammlung ein Stimmrecht ausgeübt werden soll, müssen samt den noch nicht fälligen Coupons wenigstens 8 Tage vor dem Tage der Versammlung an einem vom Verwaltungsrate kundgemachten Orte deponiert werden.