Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 45 (11.11.1910)
- Date
- 1910-11-11
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3020846-3021873-3021919--19722-3044721- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr 45 De. Bkochs Wochenschrift. Sette 751 nebenbei von der Angelegenheit, was natürlich angesichts der Sachlage in Polen genügte. Endlich kam die langerwartete Verhandlung (Dezember 1605). In Krakau erschien als Vertreter der Stadt der Bürger Anserinus, die Juden vertraten: Nachman Jsäatowicz, Mose Babad aus Lublin (von der Vierländersynode) und der Advokat Laurentius Zarebski die Anklage führte der Instigator Witkowski. Nach langer Debatte fällte der oberste Gerichtshof folgendes Urteil: Die Objekte wurden in drei Kategorien geteilt: 1. Das Haus der Erben Süßkinds gehörte schon einmal der Geistlichkeit, daher sollen es die Jesuiten von den Juden loskaufen und den Kaufpreis samt Hauswert bezahlen. 2. Alle anderen Häuser — außer dem Synagogenkompler — soll der Stadtrat von den Juden um jeden Preis binnen 6 Monaten loskaufen. 3. Alle Häuser am Synagogenkompler beläßt der König in den Händen der bisherigen Besitzer, da der Verkaufsakt im Jahre 1581 vom König Stephan Batory genehmigt wurde, nur die Synagoge soll binnen acht Wochen konfisziert und den Jesuiten übergeben werden.^) Dieses Urteil war das letzte Wort im ganzen Rechtsstreit, laut damaliger Prozedur war von dem Urteil kein Rekurs Mehr. _ (Fortsetzung folgt.) The Jewish Review. Edited by norman bentwich and Dr. Joseph Hoehmann. November 1910. Yol. I. Nr. 4 Contents: Editorial Notes; Board of Deputies. English in the Synagogue. The Sabbath Observance Em-Ployment Bureau. Jewish Immigration. — The Beginnings of Jewish »Wissenschaft« S. Schechter. — Judaism and the Gospels: A. Repli Rev. 11. S. Lewis. — Antisemitism in France: Georges Levv. -r- The Organisation of Anglo- Jewry for Religious. Purposes: Ernest Besser. — Hebrew Fables and Epigräms: Rev. Dr. J. Chotzner. — The Jews in Bukowina: Max Rosenberg. — Studies in the Lilurgy. Nr. 2. A. Mishcon. — Reviews ofBooks: Aspects of the Hebrew Genius: Lady Magnus. — Mysticism in Heathendom and Christendom; East London Yisions. etc. London: — Geo. Routledge & Sons Ld. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Stanstlk der Juden, Berlin, 2. An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin. — Redigiert von Dr. Beuno Blau. 6. Jahrgang. November 1910. Heft Nr. II. Inhalt: I. Abhandlungen. I. Dr. W. Hanauer, Frankfurt a. M.: Zur Statistik der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt a. M. (Schluß.) — 2. Dr. Salomon Margolin, St. Petersburg: Die Zerstreutheit der jüdischen Bevölkerung in Rußland und die Großtndustrie. — 3. Dr. S. Weissenberg, Elisabethgrad: Studententum und Judentum in Rußland. — II. Statistisches Archiv. — III. Literatur. „Die Hilfe." Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Heransgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 44 vom 6. November 1910. Aus dem Inhalte: Theodor Heuß: Konservative Kampfansage. — Paul Rohrbach: Potsdam und die Konstellation im Orient. — Robert Drill: Der erste deutsche Soziologentag. — G. v. Schulze-Gaevernitz: Was fällt von M.irx — was bleibt von Marx? — Gottfried Traub: Mütterlichkeit. — Johannes Naumann: Friedrich Ahlfeld. — Erich S ch l a i k j e r: Fritz Reuter. I. — Karl Wilh. Fritsch: Um Michelburg. — Verlag der „Hilfe". G. m. b. H. Berlin- Schöneberg. _ Literatur. In der Sammlung G. I. Göschen (Leipüg) sind erschienen: Rud. Kleinpaul, Die deutschen Personennamen (1901) und von demselben, Länder und Völkernamen (1910). Preis M. 0.80. Unter den Personennamen werden Isidor Moritz u. a. als „jüdisch", bezeichnet. S. 75 heißt es: Die N-Fotm, die den Juden Veranlassung gegeben hat, den Namen Aaron hineinzumischen, usw. S. 70: „Wenn man an der Börse vorbeigehe und rufe: Meyer hat Pleite gemacht!" usw. Die erste Bemerkung trifft nicht zu, die anderen zeigen eine Form, die ohne dem Wert des Buches Abbruch zu tun, eine andere Fassung vertragen hätte. Wir sind nicht überempfindlich, höchstens gegen Verletzungen des guten Geschmackes. Wozu die krampfhafte Witzelei? Von solchen Schwachen frei, eine Meisterleistung sind die „Länder- und Völkernamen". x. Oskar Wilde, Die Erzählungen und Märchen. Mit 10 Vollbildern sowie Initialen, Titel- und Einbandzeichnungen von Heinrich Vogeler- Worpswede, in Pappband M. 3.—, Insel- Verlag, Leipzig. Diese Erzählungen und Märchen gehören zum Köstlichsten, was Oskar Wilde in Prosa geschaffen hat. Nun treten sie in einem erstaunlich wohlfeilen Band aufs Neue hervor, dessen Reiz nicht zum Geringsten darin besteht, daß der feinste lebende Illustrator Deutschlands, wo es gilt, Märchenzauber zu schaffen, Heinrich Vogeler- Worpswede, diesen eigenartigen Dichtungen seinen Stift lieh. Alle Vorzüge, alle Pracht Wilde'scher Muse und des vornehmen Geschmackes des verdienten Verlages sind verschwenderisch über dieses köstliche Buch gestreut, das von der ersten Seite an den tiefgreifenden Einfluß verrät, den die biblischen Dichtungen auf den jungen Wilde auSgeübt haben. x. Die Stimme. Zentralblatt für Stimm- und Tonbildung. Gesangsunterricht und Stimmhygiene. Herausgegeben vom SanitätSrat Dr. Theodor S. Flatau, Rektor Karl Gast und Rektor Alois Gusinde. Monatlich ein Heft. Bei F r o n i tz s ch u. Sohn, Berlin SW. 48. Dieses Heft, das erste Heft des V. Jahrganges, bringt Aufsätze aus der Feder von berufenen Fachmännern über wichtige Gegenstände der Stimm- und Gesangskunde. Jeder, der irgendwie mit Stimme und Gesang sich beschäftigt, wird in den mannigfaltigen Abhandlungen musiktheoretischen, gesangstechnischen, stimmhygienischen und praktischen Inhalts viel Wissenwertes finden. Die Zeitschrift sei Gesangslehrern und Kantoren besonders empfohlen. Sanders Handwörterbuch der deutschen Sprache, Verlag Otto Wigand, Leipzig, Roßplatz 3, liegt nun in der neuesten Auflage vollständig vorein Buchdas kein Deutschredender, der die Feder führt, entbehren kann. x. ") Stadtarchiv: Ratsakta aus dem Jahre 1606, pag. 44—50, zweite Kopie in dem Grodarchiv. Castr. Leop. Bd. 361, pag. 216 ff. ' . grufJwftm D. Reichsfeld in B. Bei der Konferenz waren die Wiener Allianz, die Jca, der Hilfsverein der deutschen Juden, die Alliance Jsraelite Universelle und der Galizische Hilfsverem durch Delegierte vertreten. Unter den Anwesenden befanden sich u. a. James Simon, Dr. Paul Nathan und Professor Philippsohn (Berlin), Jnstizrat Blau, Großindustrieller Halvany-Deutsch (Wien) und David R. v. Gutmann. Die Beratungen wurden noch nicht abgeschlossen. Klattau. Der gegenwärtige Bürgermeister in Rom, Herr Nathan ist ein Jude. Ebenso der Ministerpräsident. Oskar Wertheim. Roseggers Heimgarten, geleitet von Hans Ludwig Rosegger, kann seinen Lesern eine geistige Kost, wie es scheint ohne antisemitische Würze, nicht vorlegen. Die Geschmacksrichtung der deutsch-österreichischen Leser muß berücksichtigt werden. In der Erzählung „Die Legion" feiert alter Franzosenhaß seine Triumphe. Die Juden haben hier wenigstens Gesellschaft. E. Bruck, Wien. Rabbiner Dr. Adolf S ch m i e d l vollendet im nächsten Jänner das 90. Lebensjahr. Herr Oberkantor Bela Guttmann hat seine Funktionen im Leopoldstädter Tempel im Jahre 1900 angetreten. K. F. Das von Eampe angekaufte Heine-Denkmal, das die Kaiserin Elrsabeth von Hasfelries auf der Insel Korfu hatte errichten lassen, ist am 27. Oktober im Barkhof in Hamburg aufgestellt worden. Das Denkmal steht in einer von Säulen getragenen Nische. Den Hintergrund bildet dunkler Muschelkalk. O. G. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. Notiz. Indisches Theater. Regie: M. Siegler. Hotel Stefanie. II.» Taborstraße 12. Ab Freitag den 11. November täglich: „Die kluge Frau" von N. M. Scheikewitz. — Sonntag, 13. November, nachmittags halb 4 Uhr, halbe Preise. Zur Aufführung gelangt: „Die Seder-Nacht" von I. Latainer. — Dienstag, 15. November, Nachmittags halb 4 Uhr, halbe Preise: „Gott. Mensch und Teufel“ von I. Gordin. Donnerstag, 17. November, für den Verein „Die Kolomeaer" „Mensch s o l men sein" von M. Schor. — In Vorbereitung: „Mosch i ach s Zeiten" von Schalom Asch. Unter Leitung des Vereines „Hasomir". Voranzeige! Mitte November 1. J. erscheinen im Selbstverläge des Herausgebers Herrn Moritz Frühling. Wien, I., Postfach 31, „Militärbiographische Daten der k. u. k. Generäle, Stabsand Oberoffiziere, sowie der sonstigen Gleichgestellten jüdischer Nationalität“, (zirka 3000) von den ältesten Zeiten bis auf dio Gegenwart, nach Chargengraden geordnet, mit Angabe ihrer Verdienste und Auszeichnungen. Preis Kl.5t (auch in Briefmarken) an angegebene Adresse.