Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-10-14 · 41 (14.10.1910) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
41 (14.10.1910)
Date
1910-10-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021873-3021915--19653-3044648
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 686 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 4 t einem Fassungsranme von mehr als 850 Personen käuflich erworben. Der Erstehnngspreis einschliesslich des mit 115.000 K vereinbarten Baugrundes wird anf etwa 860- bis 880.000 Kronen präliminiert. - Derzeit verfügt der Bethausverein nur über ein bescheidenes Kapital, das keinesfalls hinreicht, um mit dem Baue zu beginnen. Da dieses zur Erinnerung an den achtzigsten Geburtstag unseres ruhmgekrönten Monarchen zu erbauende Gotteshaus für ewige Zeiten den Namen „Kaiser Franz Joseph I. Huldignngstempel“ führen soll und da der 2. Dezember 1910, der Tag der Thronbesteigung unseres allseits verehrten Kaisers, für die Grundsteinlegung in Aussicht genommen ist, erlaubt sich der gefertigte Vorstand des Bethausvereines „Am Volkert“ an den bekannten und stets bewährten Edel- und Wohltätigkeitssinn des Gesamtjudentums im Allgemeinen und der Wiener jüdischen Bevölkerung insbesondere zu appellieren, um durch hochherzige Spenden das Gelingen des Baues dieses als ewiges Wahrzeichen für die Glaubenstreue des Volkes Israel und für die unter der glorrreichen Regierung unseres erlauchten und hocherhabenen Herrschers gesetzlich sichergestellte Gleichberechtigung und unverrückbare Gleichstellung der Judenschaft mit den übrigen Staatsbürgern und für die freie Betätigung und Ausübung unserer Religion dienenden Gotteshauses zu fordern. Für den Bethausvereiu „Am Volkert“. Schriftführer: Obmann: Dr. Moritz Kohn. Adolf Schramek, II., Novaragassse 21. * * * * Der Israelitische Bethausverein „Am Volkert“, II., Fugbachgasse 7, hat bedingungsweise einen an der Kaiser Josefstrasse liegenden Baugrund erworben, um auf demselben ein würdiges, 850 Personen fassendes Gotteshaus zu errichten. Die Leopoldstadt besitzt das grösste Kontingent unserer Gemeinde. Es ist daher ein höehst verdienstliches Unternehmen des genannten Bethausvereines, wenn er denjenigen jüdischen Bewohnern dieses Bezirkes, die in dem sonstigen Gemeindebethaus nicht Platz finden, eine' ständige und würdige Andachtsstätte bereitet, so dass sie nicht gezwungen sind, besonders an den hohen Feiertagen, in gelegentlichen Zusammenkünften ihre Andacht zu verrichten. Möge der Verein durch den bekannten Wohltätigkeitssinn unserer Gemeinde in die Lage versetzt werden, sein verdienstliches Unternehmen auszuführen. Ich richte deshalb an alle verehrlichen Mitglieder unserer Gemeinde die herzliche Bitte, das gute Werk durch zahlreiche Beiträge zu fördern. Dr. Adolf Schmiedl m. p. Dr. M. Güdemann m. p. Rabbiner Oberrabbiner. Mildtätige Merzen werden höflichst gebeten, einer über 70 Jahre alten bettlägerigen, jüdischen Witwe zu gedenken, die von ihrer ledigen Tochter gepflegt wird und ohne alle Mitteln dasteht. Gütige Spenden wollen gef. an Herrn Alois Bienenfeld, Kaufmann in R o h o z n a, Post Unter-Cerekwe, Böhmen, gesandt werden, u. z. für Witwe J dl i e Tran b, deren Würdigkeit der Ortsvorstandgerne bezeugen wird. Komponist Oskar Straus-Stiftung aus Anlass des 60. Regierungs- Jahres Sr. Majestät des Kaisers, errichtet für dürftige Mittelschüler ln Wien*. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 60.—. — Bewerhungsberechtigt sind arme, würdige, isr. Wiener Gymnasialschüler.—Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnis. —Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910.— EinreiChStelle: L, Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).— Verleihungstag: 27.Marcheschwan (29.November 1910). — näheres In den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden GesuchsbSgen. Abel Rappaport-Stiftung für Studierende. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Iv 1100.—. - Bewerbungsberechtigt sind: bedürftige Studierende jüdischer Konfession aus Galatz, welche in Wien an einem Ober-Gymnasium oder einer Ober-Realschule, oder an der k. k. Universität, oder an der k. k. technischen Hochschule oder an einer Handelsakademie den Studien obliegen, und in Ermanglung solcher Studierender aus Galatz: sonstige Studierende der k. k. Universität in Wien, welche ihre Bedürftigkeit, sittliche Unbescholtenheit und wissenschaftliche Verwendung auszuweisen vermögen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Nachweis der Zuständigkeit, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Dr. Adolf Schmiedl-Widmung für TalmudsahöJer. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je K 100 —. — Bewerbungsberechtigt Sind israelitische bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudien betreiben. ßesuchsbeilagen: Geburtszeugnis, Armutszeugnis, Nachweis des schulmässigen Talmudstudiums, Sittenzeugnisse. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910. — Einreichsteiie: I., Seiteustetteugasse 4, II. Stock (Emreichungsprotokoii). — Näheres in den von der Einreichsteile unentgeltlich zu beziehenden GesuchsbSgen. Isaak Leeb und Leo Weinbergsclie Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 699.—. — Bewerbungsberechtigt sind: mittellose Israeliten des jüdisch-deutschen Ritus, welche in Wien an der Universität oder an der Akademie der bildenden Künste ihre Studien mitgünstigem Fortgange betreiben und ihre Vorstudien an einem öffentlichen Gymnasium öder an einer öffentlichen Realschule mit gutem Erfolge absolviert haben. — Re vorzagt sind: Unter gleichen Verhältnissen in Rumänien, in erster Line in Bukarest geborene Bewerber. — Gesuchsbeiiageii: Geburtsschein, lega.es Armutszeugnis, Hittelschul- und Hochschulzeugnis, Bestätigung über die Angehörigkeit zum jüdisch-deutschen Ritus und Bescheinigung über den öffentlichen Charakter der besuchten Mittelschule. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: .31. Oktober 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichsteiie unentgeltlich zu beziehenden Gesuclisbögen. Osias H. Scliorrschc Stiftung für Hörer der israelit.-tlieol. Lehranstalt, Wien. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Gesamtbeträge von K 11.400, u. zw. a) für ltabbinatskandidaten im Betrage von je K 609.—b) für Lehramtskandidaten im Betrage von je K 409.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Seminaristen, welche sich an der israelit.-tlieol. Lehranstalt, a) zu Rabbinern oder b) zu Lehrern heranbilden und sich zumindest im zweiten Jahrgange ihrer Studienepoche befinden. Dieselben müssen aus dem ersten Studienjahre guten Fortgang und sittliches Verhalten answeisen und arm sein. — Bevorzugt sind: In eine galizische Gemeinde zuständige Bewerber, welche sich mittelst schriftlicher Erklärung verpflichten, nach Beendigung ihrer Studien in Galizien wirksam zu sein. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse der israel.-theol. Lehranstalt und der k. k. philos. Fakultät Wien, Indizes dieser Unterrichtsanstalten, Bestätigung des Rektorates der israel.-theol. Lehranstalt über das sittliche Verhalten des Bewerbers. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1910. — Einreichsteiie: L, Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuclisbögen. Elisabeth. Ungar-Stiftung für Rabbinatskandidaten. Anzahl der Plätze: unbestimmt, in Beträgen von Iv 200 bis Iv 500, zusammen- Iv 2000.—. — Bewerbungsberechtigt sind: 1. ordentliche Hörer a) der israelitisch-theologischen Lehranstalt in Wien oder anderer israel.-theol. Lehranstalten der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft; b) einer in Ungarn oder in Deutschland befindlichen israel.-theol. Lehranstalt, vorausgesetzt, daß nach dein Lehrplane und den Einrichtungen dieser Anstalt der Unterricht des Talmuds daselbst für alle Hörer und in allen Jahrgängen einen obligaten Lehr- und Prüfungsgegenstand bildet; 2. absolvierte Hörer der vorbezeichneten Lehranstalten, insoferne seit Ablauf der vorgeschriebenen Studienzeit in der betreffenden Lehranstalt ein Zeitraum von zwei Jahren noch nicht verstrichen ist, die Absolventen die Rabbinatsprüfung noch nicht abgelegt und das Amt eines Rabbiners noch nicht bekleidet haben oder bekleiden; 3. sonstige Israel. Studierende, welche sich durch ein Zeugnis eines in amtlicher Stellung befindlichen Rabbiners über eingehende Kenntnisse des Talmuds, sowie mit glaubwürdigen Bestätigungen darüber auszuweisen vermögen, daß sie sich für den Beruf eines Rabbiners heranbilden. Bewerber, welche als ordentliche Hörer eine der sub 1 b bezeicliueten Lehranstalten besuchen oder absolviert haben, sowie Bewerber der sub 3 bezeichnten Kategorien müssen dem österreichischen Staatsverbande angehören. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellojigkeitszeugnis, Nachweis über sittlich-religiösen Lebenswandel, sowie die für die Kompetenzberechtigung im Sinne der vorstehenden Bestimmungen erforderlichen Studiennachweise. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1910. — Einreichsteiie: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichsteiie unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.