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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-09-09 · 36 (9.9.1910) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
36 (9.9.1910)
Date
1910-09-09
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 606 Dr. Blocks Wochenschrift. , Nr. 36 Alfr. Segre, Ebrei, luänstria e commereio in Pisa nei seeoli XVII. e XVIII. 1907. (Verlag des Verfassers, Pisa, via laniarelia 26.) Die kleine Studie zeigt, wie viel auf dem Gebiete der jüdischen Handelkgeschichte nachzuholen ist. In Pisa, wo die Juden anfangs des 17. Jahrhunderts den 30. Teil der Bevölkerung bildeten, und noch im 16. ihre bestimmten Geschäftsstraßen innehatten, beteiligten sie sich an verschiedenen Industrien. R. Jsaae Schwartz, L’amour de l’etranger. Bruxelles 1908, Michel van Dantzig, rue du midi 29. Eine Predigt zum 7. Tage Peffach, die mit gewandter Argumentierung und in schwungvoller Darstellung dem Vorwurf entgegentritt, daß das Judentum in der Haltung seiner Sittengebote zwischen dem Volksgenossen und dem Fremden unterscheide und somit selbst das mosaische Gebot „Du sollst nicht morden" nicht als allgemein gegen Jedermann gültig sei. R. Der Reichtum der Nationen. Von Adam Smith. Nach der deutschen Uebersetzung von Max S t i r n e r. Herausg. von Dr. Heinrich Schmidt (Jena). Volksausgabe. Zwei Bände. Kartoniert Preis 2 Mark. Adam Smiths „Untersuchungen über den Reichtum der Nationen" ist das berühmteste Buch der Nationalökonomie. Es ist, obwohl schon 1785 geschrieben, heute noch grundlegend für diese grundlegende Wissenschaft. Ein äußeres Zeugnis für seine Bedeutung sind die zahllosen Ausgaben, in denen das Buch bis zur Gegenwart herab dem politisch interessierten Staatsbürger immer von Neuem wieder dargeboten wird. Die Smithschen Erörterungen über die Arbeitsteilung als Ursache des Fortschrittes, über den Freihandel als den besten Förderer des Gemeinwohles, über den freien, nicht durch Staatseingriffe behinderten Wettbewerb der Arbeit, über Arbeitslohn und Kapitalsgewinn, über die Grund- und Bodenrente, über Ausfuhrprämien, Handelsverträge, Kolonien, über das Merkantil- und Agrarsystem wird Niemand ohne großes Interesse und bedeutenden Gewinn für seine politische Einsicht lesen. Der „Unionkalender" 1910/11. Der treue jüdische Haus- und Familienfreund ist wieder da. Der 19. Jahrgang des „Unionkalenders" repräsentiert sich in ebenso eleganter und handlicher Form wie seine Vorgänger. Dieser Führer durch das jüdische Gemeindeleben der österreichisch-ungarischen Monarchie hat sich bereits so sehr eingelebt, daß es überflüssig erscheint, seine Unentbehrlichkeit noch weiter zu begründen. Im schematischen Teile findet der Leser Alles, was zur Kenntnis der jüdischen Oeffentlichkeit erforderlich ist. Ein genaues Verzeichnis aller israelitischen Kultusgemeinden Oesterreich-Ungarns und der neu annektierten Provinzen mit namentlicher Angabe der Kultusrepräsentanzen, der Rabbiner, Kantoren, Lehrer und sonstiger Gemeindefunktionäre, der Einnahmen und Ausgaben jeder Gemeinde und ihrer rituellen und Humanitären Institutionen, ferner ein Verzeichnis sämtlicher jüdischer Vereine in Wien und in den Provinzgemeinden und ein Verzeichnis der jüdischen Zeitungen und Zeitschriften. Der literarische. Teil des Kalenders bringt Heuer einen wertvollen Essay von Rabbiner Dr. M. Rosenmann über Isak Noah Mannheimer. Zwei charakteristische Porträts des gefeierten Kanzelredners, ferner ein Bild, welches Füster, Mannheimer und Sulzer am Grabe der Märzgefallenen darstellt und ein Faksimile aus Mannheimers Tagebuch über die Märztage des Jahres 1648 schmücken den Kalender. Der beliebte Novellist Julius Uprimny stellt sich auch diesmal wieder mit einer Erzählung aus der aktuellsten Gegenwart unter dem Titel „Dorfjuden" ein. — Der Kalender ist zum Preise von Kr. 1.60 vom Bureau der „Oesterreichisch-Jsrarlitischen Union", Wien, IX., Universitätsstraße 8, zu beziehen. Das freie Wort. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Sänger. Herausgegeben von Max Henning. Nr. 11. Inhalt: Zum Streik der Werftarbeiter. — Rußland in Jnnerasien. — Die Zerfahrenheit der deutschen Parteipolitik. Von Dr. Th. Butz. — Professor Harnack und die Boromäus-Enzyklika. Von A. Döring. Dr. h. c. Vom Reformator. — Der katholische Geist als Geist der Wahrheit und der Liebe. Von Dr. Georg M. Kietz. — Ignaz Heinrich von Weffenberg. Von E. C. R u p e r t. — Der Weltkongreß für freies Christentum und religiösen Fortschritt. Von Doktor Rudolf Penzig. Kleine Mitteilungen. — Frankfurt am Main. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Ids Jewlsh Review. Vol. I. Nr. 3. September 1910. Edited by Norman Bentwich and Dr. J. Hochman. Contents: Editorial Notes: Past and Fature. The Russian. Rabbinical Commission and Conference. Jewish. Religions Edncation in London. Jewish Statistics. Acbad Ha’am: Judaism and the Gospels. Max J. Köhler, New-York: The American Immigration Laws in their Relation to the Jews. M. Simon: Jewish Philosophy of the Middle Ages. Herbert M. Adler: The History of the Prayerbook (conclnded). 8. Landinan: Voltaire and the Jews. J. L. Perez: The Ghetto Ad“»s Collector — a poem Translated by Helena Frank. Reviews of Books. London: — Geo. Routledge & Sons5 Ld. „Die Hilfe." Nummer 35 vom 4. September 1910: Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Aus dem Inhalte: Friedrich Naumann: Von Gottes Gnaden. — Paul R o h r b a ch : Japans Festlandspolitik in Asien. — Arthur Hübner: Die soziale Lage der Handlungsgehilfen. — Erich Ehk: Johann Baptist von Schweizer. — Gottfried Staub: Heimbringen. — Walter Aßmus: Die realen Werte der Volksbildung. — Paul Z s ch o r l i ch: Reise in Siebenbürgen — Hermann Hesse: Ballonfahrten übers Meer. — Karl Hans Strobl: Der lebendige Tote. — Buchverlag der „Hilfe". G. m. b. H. Berlin-Schöneberg. „Jüdischer Almanach 56?0." Herausgegeben aus Anlaß des 25semestrigen Jubiläums von der Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien Bar-Kochba in Wien. Kommission: Jüdischer Verlag G. m. b. H., Köln a. Rh., 1910. Kriefkasterr» D. K. E. M. Wir können nur das Angedeutete wiederholen. Der Sachverhalt ist klar. Die Bibel bestimmt in Deuteronomium Cap. 15, Vers 19: „Jedes Erstgeborene, das unter Deinen Rindern und Schafen geboren wird, sollst Du dem Ewigen, Deinem Gotte, heiligen. Du sollst keine Arbeit mit Deinem erstgeborenen Stier verrichten, noch Dein erstgeborenes Schaf scheren." Es darf daher ein im Besitze eines Israeliten geworfenes männliches Erstgeborene nicht zum persönlichen Genuß, weder so lange es lebt, noch, wenn es eingegangen ist, verwendet werden. Im letzteren Falle bleibt daher, da das Fleisch nicht genossen werden darf, nur übrig, das Tier der Erde zu übergeben. Würde nun ein verendetes Tier inmitten des Orts in der Nähe von Wohnungen in die Erde gelegt, so würde dies von den Anwohnern vermutlich nicht sehr gerne gesehen werden und zu Rekriminationen führen. Daher wohl ist es gebräuchlich geworden, es seitwärts vom Friedhof in einer Ecke und in entsprechender Tiefe in die Erde zu legen, wohin man bekanntlich die unbrauchbar gewordenen heiligen Schriften legt, eine Sitte, durch die manche unschätzbaren literarischen Kostbarkeiten jetzt wieder aus der „Geniza" ans Licht gefördert werden konnten. Das ist die Veranlassung jenes Vorkommnisses. L. St. in N. K. Der *. März 1823 war am 19. Adar 5583. Der 11. Dezember 1839 war am 4. Tebeth 5600. Der 2. Mai 1865 war am 6. Jjar 5625. Der 4. Februar 1888 war am 22. Schebat 5648. ,.Kaph." Das Gesuch um Erlangung der Großjährigkeit ist vom Vater oder Vormund an das Bezirksgericht des Wohnortes zu richten und mit einem Kronenstempel zu versehen. Im Gesuche muß ausgeflihrt werden, daß der Minderjährige geistig und körperlich so entwickelt ist, daß er bei Entlassung aus der väterlichen Gewalt seine Angelegenheiten selbst verwalten'" ann. Max Marmarosch-Stiftung für Schüler der .Wiener Handelsakademie. Anzahl der Plätze: Einer oder zwei im Betrage von K 680.—, bezw. K 340.—. — Bewerbungsberechtigt sind: arme israelitische Schüler der Wiener Handelsakademie. — Bevorzugt sind: Bewerber, welche mit dem Stifter, Herrn Jakob Marmarosch, mit dessen Gattin,- Frau Rachel, geborene Löbl, oder mit deren Schwiegersöhnen, Herrn Hermann Lemberger und Herrn Karl Pisling, verwandt sind, ferner in zweiter Linie solche, welche in Bukarest geboren oder dort ihre Erziehung ganz oder zum Teile genossen haben. — Verleihungstag: 6. Dezember 1910 — 5. Kislew. — Gesuchsbeilagen : Geburtsschein, Armutszeugnis, Schulzeugnisse, eventuell die ein Vorzugsrecht begründenden Nachweisungen. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. September 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Dr. Adolf Sacks’sche Stiftung, für Herz- und Aortakranke. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart hiermit, daß aus den Stiftungserträgnissen der obigen Stiftung per K 8300.—, a) Jahresunterstützungen für das Jahr 1911 im Betrage von je K 600.— für Herz- und Aortakranke zur Verleihung gelangen und daß b) der nach a) unverteilte Rest der Stiftungsinteressen von Fall zu Fall an ebensolche Kranke verteilt wird. Anspruch auf diese Stiftung haben bedürftige Personen, ohne Unterschied des Geschlechtes, des Standes und der Religion, welche mit hochgradiger Herz- und Aortakrankheit behaftet sind, an Kongestionen gegen den Kopf leiden und infolge dessen ihren Beruf aufgeben müssen. Ledige Männer haben den Vorzug. Die ungestempelten Gesuche sind bis 30. September 1910 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werdenkönnen, während der Amtsstunden, zwischen 9 und 12 Uhr vor-.

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