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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-08-19 · 33 (19.8.1910) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
33 (19.8.1910)
Date
1910-08-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Serie 566 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 33 Wien. (*£ asomir", VereinzurFörderung jüdischer Literatur und Kunst.) Der genannte Verein eröffnet nächste Woche die Gesangssektion und ladet alle Damen und Herren, die in dieselbe eintreten wollen, zu der Dienstag den 23. d. M. um 8 Uhr abends im Souterrainlokal des Hotel Guth", 3X, Stefaniestraße 14, stattfindenden ersten Gesangsprobe höflichst ein. Austritte aus dem Judentum Vom 7. August bis 14.-August 1910. Back Pauline, geb. 12. Oktober 1882, Wien, V., Pilgramgasse 8. Czerwenka Melanie, geb. 9. November 1890, Iglau. Ernst Paula, Schauspielerin, geb. 18. April 1883, Graz, V. Bez., Wehrgasse 23. Frisch Hilda, geb. 21. April 1889, Xanitz, IX., Alserkaserne. Haas Julius, Lehramtskandidat, geb. 23. Juli 1883, Wien, VIII., Laudongasse 46. Heichler -Josef, geb. 10. Oktober 1884, Czernowitz, (Bukowina), IX. , Hahngasse 12 Honigsberg Fritz, Privatier, geb. 28. April 1888, Wien, VI., Gümpendorferstrasse 22. Klamper Rudolf, Steindruckeraufleger, geb. 16. Juni 1889, Wien, XIV., Schwendergasse 9. König geb. Pollak Helene, Tonkünstlers-Witwe, geb. 23. Dezember 1842, Budapest, VIII., Jbsefstädterstrasse 29. Lehner Jacob, geb. 2. Mai 1879, Wien, III., Trubelgasse 4. Mahler Regine verehelichte Pavel, geb. 12. August 1881, Wien, X. , Quellengasse 209. Frager Josef, Privatbeamter, geb. 27. November 1879, Wien, IX., Säulengasse 17. * Herr Max Hiss ist am 15. Mai 1910 zum Judentum zurückgetreten. Wie». (Verein jüdischer Portiers und Hausbesorger.) Vorigen Mittwoch hielten im „Hotel Guth" mehrere jüdische Portiers und Hausbesorger unter Vorsitz des Portiers der israel. Kultusgemeinde, Herrn Karl Z e rk o w i tz, eine Beratung ab, in welcher die Gründung eines Vereines jüdischer Portiers und Hausbesorger für Wien und Umgebung beschlossen wurde. Sämtliche Redner wiesen auf die traurige Tatsache hin, daß die jüdischen Hausbesitzer in Wien und Umgebung noch immer von dem Vorurteile befangen sind, daß Juden sich für die Arbeiten eines Portiers oder Hausbesorgers nicht eignen und daher prinzipiell keine Juden als Hausbesorger anstellen. Dem gegenüber wurde festgestellt, daß diejenigen Hausbesitzer, welche sich von diesem Vorurteile befreit und Juden üngestellt haben, mit diesen die besten Erfahrungen gemacht haben. Die jüdischen Hausbesorger und Portiers die ein Handwerk verstehen, zeichnen sich durch ihre Nüchternheit, Verträglichkeit und Ehrlichkeit aus. Die Versammlung beschloß, bei allen jüdischen öffentlichen Anstalten, sowie bei jüdischen Hausbesitzern im Wege der Presse und durch Aufklärungsschriften für die Unterbringung jüdischer Hausbesorger und Portiers eifrige Propaganda zu machen. . Diesem Zwecke wird auch der vom Vereine einzuführende Stellungsnachweis dienen. Nach Verlesung und Annahme der Statuten wurden die Herren Karl Zerkowitz, Samuel Zwillinger und Simon Kaspar ins Vorbreitungs- und Proponentenkomitee gewählt und die Versammlung geschloffen. Zuschriften sind bis auf weiteres an Herrn Karl Zerkowitz, Portier, I., Seitenstettengoffe 4, zu nchteu. „Toiletteschau." Hauswiesenfest in Baden, Sonntag, den 31. August 1910. Für diese unter dem Protektorate Ihrer Durchlaucht der Prinzeffin Solms-Braunfels und dem Ehrenpräsidium der Frau Bürgermeister Dr. Franz Treuner statlfindende vornehme Gardenparty, bei welcher sich die Wiener Gesellschaft in den entzückenden Rahmen der Hauswiese ein sommerliches Rendez-vous gibt, werden glänzende Vorbeilungen getroffen, welche in einer ganz eigenartigen, äußerst sinnigen Kaiserhuldigung einen originellen Höhepunkt erreichen werden. Schon als Einleitung des Festes wird ein in den österreichischen Nationalkostümen gekleidetes Kinderballet die Vielartigkeit der Völker demonstrieren, welche die Regierung unseres geliebten Kaisers segnen. Hierauf wird durch eine von den ersten Konfektionären des „Wiener Modeklubs" vorgefüh'le Toilettenschau, in welcher schon Neuheiten der Herbst- und Wintermode zur Exposition gelangen werden, die führende Rolle demonstiert werden, welche die Wiener Mode während der Regierungsleit unseres Kaisers sich erobert hat. Gleichzeitig findet eine Toilettenpromenade statt, bei welcher die Besucher immer ihrerseits Gelegenheit haben werden, zu zeigen, mit welcher Grazie die W:enerin die Erzeugnisse heimischen Kunslfleißes zu tragen versteht. Damit ist eine mit wertvollen Preisen bedachte Prämiierung der von den Damen getraaenen Toiletten verbunden und bürgt die aus den Fachkünstlern Herrn C. Wawruschka, Mod. C. Bojka, Maler Arthur Kurh und Herrn k. u. k. Majorauditor Ernst Mauczka zusammengesetzte Im y. für eine gerechte und sachverständige Würdigung der von den Damen zur Geltung gebrachten Kleider und Kleidchen. Den Glanzp mkt des Festes bildet nebst Champagner-, Blumen- und Coriandolizelten, ein die bosnisch-herzegowinische Annexion darstellendes Z lt, dessen Arrangement Herr Majorauditor Mauczka übernommen hat. Dasselbe wird alles enthalten, was sich auf das Soldatenleben unserer jüngsten Standesbrüder bezieht, vom Offizier bis herab zum letzten Bosniaken und wird ein animiertes Bild des Lebens der jüngsten Landeskinder Unseres Monarchen geben. Das Reinerträgnis dieses neuartigen Festes, welches in einer musikalischen, deklamatorischen Akademie im Kursaale seinen Abschluß findet, ist unter dem höchsten Protektorate Ihrer k. u. k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Theresia stehenden Spitale für skrophulöse Kinder in Baden, der unter dem höchsten Protektorate Seiner k u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Friedrich stehenden Erzherzog Rainer-Stiftung und dem Vereine „Zuflucht" gewidmet, dient also ganz emminent humanitären Zielen. Vukovar. Die hiesige israel. Kultusgemeinde hat einen unersetzlichen Verlust erlitten. Ihr größter Wohltäter seit ihrem Bestände, der zehn Jahre hindurch der allgemein verehrte Präsident, später lebenslä -glicher Ehrer-präses war, Victor Baum ist nach längerem Leiden Samstag nachts im 56. Jahre seines gesegneten, der Wohltätigkeit gewidmeten Lebens heimgegangen. Die Nachricht von seinem Hinscheiden hat überall die schmerzlichste Teilnahme hervorgerufen. Am Sonntag hielten der Vorstand der Kultusgemeinde und der Chewra-Kadischa Sitzungen, um der tiefen Trauer Ausdruck zu geben und bezüglich der Leichenfeier Verfügungen zu treffen. Die Kultusgemeinde beschloß einstimmig, das Andenken ihres seltenen Wohltäters mit einer Stiftung zu verewigen. Unter imposanter Kundgebung der Teilnahme und Trauer wurde der Heimgegangene Montag nachmittags zu Grabe getragen. Im Trauerhause nahm namens der Leidtragenden Oberrabbiner Dr. Julius Diamant vom Dahingeschiedenen rührenden Abschied, worauf der Sarg von den Mitgliedern des Vorstandes der Kultusgemeinde und der Chewra-Kadischa in den geräumigen Tempelhof getragen wurde, wo eine riesige Menge der Träüerfeier harrte. Nachdem Oberkantor A. Schwarcz mit einem Männerquartett einen Trauerpsalm wirkungsvoll exekutierte, widmete der Oberrabbiner dem Wohltäter, der für die Gemeinde eine Stiftung von 20.000 Kronen hinterließ, einen wohlverdienten Nachruf. Eine unabsehbare Menge gab das Geleite zum Friedhofe, wo des Heimgegangenen Nachfolger im Ehrenamte Dr. Albert Gottlieb im Namen der trauernden Kultusgemeinde herzliche Worte des Abschiedes und des Dankes sprach. An Kranzablösungen wurden 1100 Kronen gespendet. Damboritz. Infolge des in der geschätzten, vielgelesenen „Oesterr. Wochenschrift" von dem Gefertigten erschienenen Aufrufes für einen ehrenhaften, verarmten Familienvater sind ihm von edlen Menschen, Freunden (Israeliten und Nichtisraeliten), Katholiken folgende Spenden gesandt worden: Von Herrn Bernhard Fischer aus Gaya in Vöslau gesammelt von Israeliten und 15 Perzent Katholiken K 218, von- Frau Rosa Horner aus Mieslitz X 5, von Frau Irene Löwh aus Hotzenplotz X 3, von Frä» lein Johanna Trude, Marianne Liebstein, Pilsen- X 3, von H:rm M. Brestina, Revident der k. k. Staatsbahu, in Lemberg 3 X 36 h, von Herrn R. Wotzilka, Znaim, X 3, von einem ungenannt sein wollenden Advokaten in Böhmen X 4, von Herrn A. Heller, Alstengbach. K 10, von Herrn Alois Sachs, Damboritz, X 2, von Herrn Heinrich Wachsmann, Damboritz, X 2, von Herrn Moritz Stiaßny, Damboritz. X 1. von Herrn Josef Grünhut, Machmann,. Proßnitz, bei einer Tischgesellschaft gesammelt, X 8, von Herrn Dr. Lagodschinsky, Kantor in Eiwanowitz, gesammelt X 25 und von der Zedakah X 5, zusammen X 30, von Herrn Josef Hilfreich, Qualkowitz, Mähren, X 3, von einem anonymen Armen X 1, detto von einem anonymen Armen X 1, zusammen 297 X 36 b. Besten, herzinnigen Dank von dem Gefertigten und von dem betreffenden ehrenhaften, verarmten Familienvater in erster Linie dem hochverehrten, verdienstvollen Herrn Redakteur der „Oesterr. Wochenschrift", sowie allen edlen Spendern und Sammlern, Möge der Allgütige es Allen im reichsten Maße lohnen und vergelten und es ihnen zum bevorstehenden Neuen Jahre zum Guten gedenken! Amen! „Freiwaldair-Gräfenberg.^ In Nr. 26 Ihrer werten Zeitschrift sah sich die Kultusgemeinde Freiwaldau veranlaßt, zu erklären, daß sie für das „streng rituelle" in der Restauration Deutsch keine Haftung übernimmt. Zu ihrem Bedauern sieht sich die Kultusgemeinde neuerlich veranlaßt, auf diesem Wege zu veröffentlichen, daß

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