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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-03-25 · 12 (25.3.1910) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
12 (25.3.1910)
Date
1910-03-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 12 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 215 Krirfkaftrn- I. P. Wenden Sie sich an den Obmann des Vereines Doktor Braun, II., Große Stadlgutgasse 7. Ein alter Abonnent. Jüdische Unterschriften bei Aufrufen „zur Rettung des Deutschtums" machen den Eindruck einer Donguichoterie. sind ein Zeugnis von geringer Verstandesschärfe und noch weniger gutem Geschmack. „Luzionist". Die Pöbeleien der Preßbuben berühren nns wenig. Wenn sie den Herausgeber unseres Blattes, weil wir zu Wahrheitsfälschungen nun einmal uns nicht mißbrauchen lassen, im üblichen antisemitischen Jargon als „Rabbi Bloch", als „Pfaffenseele". „Geschwür" beschimpfen, so ist das kennzeichnend für Talent und Charakter der von Herrn Luzian Brunner bezahlten Skribenten. Jeder leistet nur, was er kann. Die langatmige, angeblich von Dr. Strancher der «Oesterr. Wochenschrift" übermittelte „Berichtigung" ist eine krasse Unwahrheit, wir haben keine erhalten. Der Inhalt dieser angeblichen Berichtigung ist diesem Verfahren entsprechend. Abonnent in R. Der 4. Juni 1897 war Freitag am 6. Sivan 5657, also am 1. Tag des Schwuoßfestes. Ihre zweite Anfrage ist uns unverständlich. Dr. H. Sobald Raum! „Ungewiß". Der Komponist Georg Bizet, ebenso wie der große Physiker Friedrich Herz waren jüdischer Abstammung. Doktor Zamenhof lebt als jüdischer Arzt in Warschau. Germaniens. Gewiß, es entbehrt nicht eines ganz besonderen Interesses, daß sich unter den sechs Berliner Herren der Lauts Finance und der Großindustrie, die mit einer Einladung des Kaisers zur Teilnahme an der Nordlaud-fahrt des Monarchen beehrt worden sind, sich auch zwei Herren jüdischen Bekenntnisses befanden, die also zur Reisegesellschaft des Kaisers zugezoaen worden sind. Es sind dies die Herren Geheimer Baurat Dr. E. Rathen au und der Direktor der „Deutschen Bank" Paul Mankiewitz Zwei weitere Herren «jüdischen Geblüts", die heute aber nicht mehr dem Judentum angehören, befanden sich auch noch unter den restlichen vier, nämlich Geheimer Kommerzienrat v. Friedländer-Fuld und der Chef des Hauses Bleichröder Dr. Paul v. Schwabach. Notiz. Jüdisches Theater. Regie M. Siegler. Hotel Stefanie, IL, Taborstraße 12. Ab Sonntag den 27. März: Neu! Großer Schlauer! „D e Ger" von Zalatarowsky. Sonntag nachmittags, halb 4 Uhr: „Die g o l d e n e C h a s e n e", halbe Preise. Mittwoch den 30. März: Benefizvorstellung des beliebten Dnettenpaares M. und P. W e i n b e r g, zur Aufführung gelangt „Das X. Gebot" von A. Goldfaden. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeir.de in Klattau, Böhmen, gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten n i Oberkantors zur Besetzung. Mit dieser Stellung ist ein Jahresgehalt von 2000 Kronen und der Bezug der üblichen Emolumente verbunden. Musik- und Gesangslehrer finden Gelegenheit zur bedeutenden Erhöhung des Einkommens. Eintritt nach Uebereinkommen. Bewerber wollen ihre Offerte bis längstens 15. April 1910 dem Kultusvorstande einsenden. Nur dem zum Probevortrage Berufenen werden die Reisespesen vergütet. ns.-* Konkursausschreibung. Znr Besetzung des erledigten Kantor-Postens bei der israel. Kultusgemeinde in Radautz wird hiemit der Konkurs ausgeschrieben. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 1600 K und ein jährlicher Chorbeitrag von 400 K verbunden. Bewerber um diesen Posten haben ihre mit Moralitäts- und Verwendnngszengnissen versehenen Gesuche bis längstens 17. April d. 1 beim gefertigten Kultusvo.-stande eiuzubrinxeu und im hierortig. Tempel an einem Samstage, wenn möglich unter Mitwirkung des Chores, probeweise vorzubeteu. Reisekosten werden nur demjenigen vergütet, welcher aufgenommen werden wird. Für den i s r. Kultusvorstand Radautz: Der Kultnsvo: steher: kais. Rat Berl Terner. Konkurs. Bei der Stelle eines isr. Kultusgemeinde Prerau Gemeindebeamten gelangt die (Schames), der musikalisch, Sehochet, Koreh und Bodek sein soll, zur Besetzung. Gehalt K 800 fix, freie Wohntmg und Nebeneinkommen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Gesuche bis 15. Mai I. J. an den gefertigten Kultusvorstand. Der Kultusvorsteher: 8. Donath. (Nachdruck wild nicht honoriert) Verein „Kinderstütze“ (Ferienhort) für dzn XVI. und XVII. Bezirk in Wien sucht seine Zöglinge iu Partien zu 20 Kindern bei gewissenhaftem Restaurateur iu Mähren oder Ungarn, womöglich Bahnstation, zum Landaufenthalt nnterzubringen. Offerte von jüdischen Reflektauten sind unter Preisangabe bis 20. Apnl a. c. an Sekretär Kurzweil, Wien, XVI., Hubergasse 8 (Tempelgebäude), zu richten. Sekretär Kurzweil Philipp Blan Obmann der Ferien-Sektion. Obmauu. Tempel-Einrichtung Bänke, Almemor, Luster etc., aus dem Bethause, Wien, V., Margaretenstrasse 73, sind billig abzugeben. Zu besichtigen täglich zwischen 5 und 7 Uhr abends. Erteile gratis engl. Unterricht an 1—2 Schüler aus intelligenten jüdischen Familien. Rascher Erfolg garantiert. Joseph Szold, II., Ansstellungsstrasse Nr. 15. Qohrn'Pf'od'öl 1 on se^ drei Jahren au einem für die Odli lJLbobüllUI Jaden der österreich.-ung. Monarchie höchst nützlichen statistischen Werke arbeitend, dabei bereits seine Ersparnisse eingebüsst hat, bittet um nachmittägige Beschäftigung — sei es als Sekretär, Korrespondent oder Buchhalter, welch alle Täiigkeiten ihm sehr geläufig sind — die ihm die Vollendung seines Werkes ermöglichen würde. Gef. Zuschriften erbeten an die Redaktion dieses Blattes unter „Schriftsteller“. G. Konkurs. Behufs Besetzung der Stelle eines RaK)binei*S in der israelitischen Kultusgemeinde in Stryj, wird hiemit ein Konkurs ausgeschrieben. Bewerber haben im Sinne des Gesetzes vom 21. März 1890 Rg-Bl. Nr. 57, ihre mit dem 1. Nachweise allgemeiner Bildung, 2. Nachweise des österr. Bürgerrechtes, 3. Nachweise einer unbescholtenen Lebensführung, 4. sofern sie noch kein Rabbineramt bekleideten einen von drei galizischen rabbinischen Autoritäten der konservativen Richtung gefertigten Nachweis über Hatoras-Horaah versehenen Gesuche bis längstens den 15. Mai 1910 einzusenden. Der Posten gelangt zur Besetzung nach der Konstituierung des neuen Kultusrates. Die Anstellung geschieht zuerst provisorisch auf drei Jahre und kann dann auch stabilisiert werden. Gehalt nach Uebereinkommen, eventuell können die p. t. Bewerber ihre Ansprüche selbst bekannt geben. Reisespesen werden nicht vergütet. Die Verwaltung der isr. Kultusgemeinde Stryj: 1181 Der Regierungskommissär. Vtreis der 5abbathfr«imde „Schotnre 5<babbos“. 9ii Wien, 11., Kleine Schiffgasse 10. Kanzleistunde: 8—9 Uhr vormittags. Offene Stellen: Buchhalter, Komptoiristen, Strazzisten, Reisender aus der Eisen- und Maschinenbranche. Stellengesuche: Buchhalter, K unptoiristeu, Kommis aus der Manufakturbranche, Platzagenten, Komptoiristinnen. ." Bastollungen auf - — nm Osterbrode™ unter streng: ritueller Aufsicht allerfeinst. Qual. v. 0-000 nimmt die Erste Gödinger Osterbrodbackerei d. Bernhard Glaser, Göding (Mähren) Bahnstrasse 62 entgegen. Auf Wunsch der p. t. Kultusgemeinden können dünne Mazzes auch anf Stahlplatten gearbeitet werden. 1157

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