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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-03-25 · 12 (25.3.1910) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
12 (25.3.1910)
Date
1910-03-25
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 216 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 12 mo -p* mm» Prima Nlazzoth offeriert für Gemeinden und Wiederverkäufer die seit 32 Jahren bestehende nnd bestrenommierte, unter strengster Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der israelit. Kultusgemeinde Wien stehende Mazzoth-Fabrik des E. Fried man n’s Eidam ADOLF SCHMIEDL Fabrik: Wien, XXI., Kaiserin Elisabeth#. 19. Verkaufslokal: I. Bezirk, Börsegasse Nr. 9. - ■ ■■- Mehl aus der Budapester Dampfmühle. -=-^- ♦mn ’iöiun e\D;r,n riru&n nnn nts*j»n Voranzeige! Wir beehren uns anzuzeigen, dass wir für die kommenden Pessach-Feiertage ms» WIAZZES unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner S. Fürst erzeugen Wir ersuchen die verehrlichen Gemeinden, Vereine und Konsumenten, die unser in jeder Beziehung erstklassiges Produkt beziehen wollen, um Mitteilung. Der Vorstand „ADASS JISROEL“, 1125 Wien, II., Grosse Schiffg. 5. üä Chocolat Hoff - m Cacao Hoff wird unter strengster Aufsicht des Rabbiners 8. Fürst der Schiffschul in Wien erzeugt und% ist jedes Paket und jede Dose mit der Siegelmarke versehen. JOHANN HOFF, Wien-Stadlau Tüehtiges Mädchen ÄSSÄSil Guter Lohn. Kunstadt. Wien, II., Grosse Schiffgasse Nr. 6. m Restauration E. HERLINGER li« Die anerkannt besten Speisen und Getränke IX. Bez , Rote Löwengasse Nr. 5. RÜRHFR J25ÄÄ MW. Kaufmann IIU UilJull kauft und verkauft Leipzig, Brühl 65. ■I Angebote erbeten. Kataloge gratis n. franko.} Blut ist Leben. „Blut ist ein ganz besonderer Saft." Dieses Wort Goethes, zu dessen Zeit die Kenntnis der Zusammensetzung des Blutes noch wenig entwickelt war, weist vorahnend auf die wichtige.Rolle hin, die dem Blut im menschlichen Organismus zufallt. „Blut ist Leben." Ohne Bült, ohne seinen Kreislauf im Körper ist keine Lebenstätigkeit denkbar. Innerhalb weniger Minuten durchstromt sämtliches Blut einmal den menschlichen Körper. Blutreichtum entspricht reichem Lebensgefühl; Blutarmut bewirkt eine geschwächte Lebensbetätigung. Die wichtigsten Faktoren für die Erhaltung der Lebensvorgänge sind die Nahrungsaufnahme und die Atmung. Das Blut vereinigt das durch diese beiden Vorgänge dem Körper zugeführte Material und verteilt es auf alle einzelnen Organe. Bei dieser Aufgabe ist es natürlich von größter Wichtigkeit, daß das Blut von guter gesunder Beschaffenheit und in genügender Menge vorhanden ist. Erfüllt es diese Bedingungen nicht, so treten Erscheinungen ein, die wir mit Bleichsucht und Blutarmut bezeichnen uud die eine große Menge von Leiden im Gefolge haben. Es ist bekannt, daß namentlich das weibliche Geschlecht diesen Leiden ausgesetzt ist. Eine Erläuterung dessen, was Blut ist und wie es beschaffen sein muß. ist deshalb für die Frau von besonderem Interesse. Blut besteht aus einer Hellen Flüssigkeit, die nährendes Eiweiß enthält, und aus darin schwimmenden zahllosen außerordentlich kleinen roten und weißen Blutkörperchen. Für die obengenannten wichtigen Funktionen der Ernährung und Atmung kommen die Blutflüssigkeit nnd die roten Blutkörperchen in Betracht. Das Blut liefert beim Durchströmen des Körpers das nährende Eiweiß für alle Gewebe zur weiteren Verarbeitung. Bei der Bildung der Milch durch die Brustdrüse, bei dem Aufbau von Fleisch und Muskeln, ja bei der Ergänzung der Nervensubstanz enstammt das Elweißmaterial ursprünglich dem Blute. Die roten Blutkörperchen enthalten einen eigenartigen Eiseneiweißkörper, den roten Blutfarbstoff. Diese roten Körperchen haben die wichtige Aufgabe, den Sauerstoff der Lust, der ihnen durch die Atmung zugeführt wird, im Körper zu verteilen. Wie die Heizkohle im Ofen unter Wärme und Lichtentwicklung im Kohlensäure verwandelt wird, so erhält auch der menschliche Körper Wärme und Energie dadurch, daß die Nährstoffe durch den Sauerstoff der Atmung verbrannt werden zu Kohlensäure: diese aber wird wieder mit der ausgeatmeten Luft abgegeben. Ist nun infolge anormaler Vorgänge oder Zustände die Blutflüssigkeit gering an Menge und arm an Eiweißgehalt, so ist die Ernährung der Körpergewebe unzureichend und manches bereits gebildete Gewebe wird aufgezehrt, statt daß es erhalten und gekräftigt wird. U.id ist die Zahl der roten Blutkörperchen gering, was durch blaffe Hautfarbe erkennbar wird, so fehlt es an den Sauerstoffträgern, deren Tätigkeit die Herstellung der Lebensenergie ermöglicht. Die Folgen stnd Atemnot, Frösteln, allgemeine Mattigkeit und Unlust zur Arbeit. Der Körper sucht sich durch beschleunigte Herztätigkeit zu helfen, als ob er durch häufigen Umlauf der roten Blutkörperchen die durch den Mangel an denselben herbeigeführten Erscheinungen wieder gut machen will. Dies gejchieht natürlich auf Kosten der vorhandenen Kraft unter vermehrter Abnutzung des Körpers und wird oft als beängstigendes Herzklopfen empfunden. Wie wird dem abgeholfen? Es gilt in erster Linie die nährende Kraft des Blutes wieder herzustellen, die Blutflüssigkeit mit einer genügenden Menge Eiweiß zu versehen, und dieses gekräftigte Blut nimmt dann Nährstdffe und Salze, auch hinreichende Mengen Eisen aus der gewöhnlichen Nahrung wieder auf. In der richtigen Ernährung liegt hier die Hilfe. Durch die fehlerhafte Blutzusammensetzung leidet die Gesamternährung, also auch die Verdauungstätigkeit und der Appetit. Diesem Umstande muß durch eine Aenderung in der Diät Rechnung getragen werden; man muß dem Körper durch konzentrierte leicht verdauliche Ernährungsmittel zu Hilfe kommen, wenn er nicht imstande ist, das für ihn Erforderlichaus großen Mengen gewöhnlicher Nahrung herauszuschälen, deren unverdauliche Abfälle ihn belasten und seine Darmtätigkeit stören. Nicht jede Nahrung ist zu diesem Zwecke gleichgeeignet, und es liegt auf der Hand, daß besonders bei geschwächten Verdauungsorganen, wie sie bei Blutarmut vorhanden sind, ein Nährmittel in Frage kommt, das größte Reinheit und Kräftigungswert mit leichtester Verdaulichkeit in sich vereinigt. Die Erfolge, die Gutachten der Aerzte und des Publikums erklären als das für diese Zwecke geeignetste Mittel das Sanatogen. Sanatogen wird auch vom schwächsten Magen gut ausgenommen, es wird schnell resorbiert und bereichert nach kurzer Zeit das Blut mic den wichtigsten Bestandteilen. Durch dies nährkräftige Blut werden die.Organe des Körpers gekräftigt. zur Bildung neuen Blutes angeregt und befähigt. Die allgemeine Ernährung bessert sich, und in naturgemäßer Weise wird auch das dem Blute notwendige Eisen aus den Nahrungsmitteln ausgenommen. So ist gerade die Vermehrung des Eisengehalts und der roten Blutkörperchen eine Folge der durch Sanatogenzufuhr verbesserten Nahrungsaufnahme. Schlechte Verdauungstätigkeit und mangelhafte Blutbeschaffenheit stehen im engsten Zusammenhang mit Nervosität und Neurasthenie. Sanatogen verbindet mit seiner Wirkung als blutverbefferndes Kräftigungsmittel die Eigenschaft, auch den Nerven die für ihre Neubildung und Tätigkeit erforderliche Nahrung in leicht verdaulicher Form zuzuführen. Mit Sanatogen wird also auf dem natürlichen Wege die Ursache der Bleichsucht und Blutarmut beseitigt, der Körper wird durch die beffere Ernährung seiner Organe in den Stand gesetzt, sich selbst zu kräftigen, das heißt, sich selbst zu helfen. Darum hat die blutbildende Wirkung des Sanatogens sich so tausendfältig bewährt in allen Zuständen von Schwäche und Mattigkeit und namentlich in bestimmten Krankheitsfällen, wo von schneller Auffrischung und von der Ernährung des Blutes die Genesung abhängt, so z. B. nach starken Blutverlusten nach Operationen, im Wochenbett, in zehrenden Krankheiten usw. usw. Herausgeber uud verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sobn, Wien. VIT.

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