Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-03-11 · 10 (11.3.1910) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
10 (11.3.1910)
Date
1910-03-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021873-3021884--19115-3044079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 179 Nr. io Verein zur Gründung und Erhaltung des Kaiserin Elisabeth-Institutes für isr. Krankenpflegerinnen. Sonntag, 13. März 1910, 11*/, Uhr vormittags, findet in den Räumen des Humanitäts-Vereines „B'nai B'rith", IX., Universitätsstraße 4, die Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassabericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Wahlen in den Vorstand. 5. Eventuelle Anträge. Hochachtungsvoll Primarius Dr. C. Fleischmann als Präsident, Tr. M. Laub als Schriftführer. Wien. (Kaufmännischer Unterstützungs- Verein „Osten".) Dienstag den 15. März 1910, 8 Uhr abends, findet im Restaurant Guth, II., Stefaniestraße Nr. 14, die 3A. ordentliche Generalversammlung des kaufmännischen Unterstützungsvereines „Osten" in Wien mit nachstehender Tagesordnung statt: 1. Erstattung des Verwaltungs- und Rechenschafts-Berichtes für das Vereinsjahr 1909 und des Berichtes der Revisoren. 2. Erteilung des Absolutoriums an das Komitee. 3. Wahl von 5 Mitgliedern ins Komitee, ferner 3 Kassa-Revisoren und 3 Schiedsrichtern. 4. Eventuelle Anträge. Chanteeler im Apollotheater. Wie uns mitgeteilt wird, hat die Figur des Moritz Rebhuhn in der Ballettoperette „Chanteeler in Wien", die ganz gegen die Absicht der Direktion, der Autoren und des Darstellers bei einigen Besuchern Befremden erregte, bereits eine Abänderung erfahren. Der Vorname Moritz wird auf dem Zettel und im Dialog weggelassen. Der Darsteller wurde ersucht, den jüdischen Tonfall vollständig zu meiden und auch in der Maske sich die größte Diskretion aufzuerlegen. Es wurde sogar die Stelle gestrichen, daß das Rebhuhn einen krummen Schnabel hat, damit nur ja niemand eine Anspielung, die gewiß nicht beabsichtigt ist, dahinter vermutet. Uebrigens war Herr Moritz Rebhuhn selbst in der ursprünglichen Fassung nicht mehr Jude, sondern schon getauft. Nun ist er vollständig — konfessionslos. Wien Der humanitäre Bethausverein „Marpe Lanefesch", Wien, II., Glockengüsse 4, hielt am 37. Februar l. I. in seinem Vereinslokale seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Obmann Abraham Fischer begrüßte den in Vertretung der israel. Kultusgemeinde erschienenen Herrn Josef Wunsch wärmstens. worauf dieser den Verein unter seiner jetzigen Leitung der vollsten Sympathien der Kultusgemeinde versicherte. Der Rechenschaftsbericht wurde genehmigt und dem Vorstande das Absolutorium erteilt, welcher sodann mit Akklamation wiedergewählt wurde. Dieser Verein, welcher sich die Unterstützung sowohl einheimi'cher, als auch zugereister armer Kranker und Rekonvaleszenter zur Aufgabe gemacht hat, verdient nicht nur dieser Tendenz wegen, sondern auch deshalb, weil daselbst täglich sehr interessante, religiöse Vorträge abgehalten werden, vollste allsertige Förderung. Wien. Korpskommandant G. d. I. Ritter v. Versbach hat dem Major Marimilian Mändl des Infanterieregiments Nr. 51 anläßlich der Transferierung zum Infanterieregiment Nr. 31 für seine 27^ »jährige, stets ersprießliche und von sehr gutem Erfolg begleitete Dienstleistung im Regiment die belobende Anerkennung des Korpskommandos ausgesprochen. Major Mändl ist auch als Militärschriftsteller durch Herausgabe der Geschichte des Regimentes, ehemals Splenyi, und durch fein Wirken im „Weißen Kreuz" und im Militärwissenschaftlichen und Kasinoverein bekannt. I. Wiener jüdischer Turnverein, Wien, IX., Liechtensteinstraße 20. Der „I. Wiener jüdische Turnverein" veranstaltet Samstag den 12. März abends im Bürgertheater zugunsten des Turnhallenfonds eine Theatermatinee. Zur Aufführung gelaugt: „Hinter dem Vorhang", Komödie in drei Akten von Marco Brociner. Aufgeführt von den ersten Kräften des Bürgertheaters. Karten zu gewöhnlichen Abendpreisen bei den Vereinsmitgliedern und im Turnlokale IX, Liechtensteinstraße 20. Telephonische Bestellungen nehmen entgegen: Hugo Spitzer, Telephon 9790; Dr. Arthur Jmmerglück, I, Neuthorgaffe 15, Telephon 15632. Wien. Die Lese- und Redehalle der jüdischen Hochschüler hat den Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Karl Lifczis in ihrer letzten Sitzung zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt. Israel. Kraukenunterstütznngsverein „Der Wiener Dienftmann". Dienstag den 15. März 1910 um 7 Uhr abends findet im Saale der Restauration „zum goldenen Widder" II., Taborstraße 36, die XVI. ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Erstattung des Rechenschaftsberichtes; 2. Bericht der Revisoren und Erteilung des Absolutoriums; 3. Interpellationen und Anträge; Wahl des Vorstandes. Wien. Der Vorstand der Chewra-Kadischa für die Bezirke VI., VII., XII.—XV. veranstaltet am 7. Adar, d. i. 17. März 1910, 6 Uhr abends, im Knltustempel, Fünfhaus, Turnergasse 21 eine T r a u e r f e i e r für die verstorbenen Vereinsmitglieder. Adaß Jisroel (Schiffschul) II.. Gr. Schrffgasse 6. Die ordentliche Generalversammlung findet am Sonntag den 13. März d. I., um l/a3 Uhr nachmittags, im Beth- Hamidrasch statt. Tagesordnung: 1. Mitteilungen des Obmannes. 2. Rechenschaftsbericht und Vorlage des Kassenausweises. 3. Bericht der Revisoren. 4. Ersatzwahlen. 5. Anträge und Interpellationen. Verein zur Beförderung der Hundwerke unter den inländischen Israeliten. Mittwoch den 16. März um halb 7 Uhr abends veranstaltet der Verein im Saale des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, IV., Schwarzenberxplatz 16, zur Feier unseres 70jährigen Bestandes eine Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Erstattung des Rechenschaftsberichtes 1900 bis 1909. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Eventuelles. Toynbee-Halle, XVI.. Grüllemeyergafse 3. Am 5. März überraschte Frau Piowati unsere Gäste mit dem Vortrage einiger Lieder. Hoffentlich werden wir diese Sängerin, welche alle Eigenschaften einer Meisterin im Koloraturfache besitzt, auch bald in unseren größeren Konzertsälen bewundern können. Frau Doktor Piowati ist Schülerin der gewesenen Hofopernsängerin Frau Doktor Eggert-Kusmitsch und wurde von der bekannten Virtuosin Fräulein Liebner auf's Trefflichste begleitet. Den Abend leitete Herr Schickler mit einem Vortrage über die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Ottakring und fand lebhaften Beifall. Jüdische Toynbeehalle. XV., Herklotzgasse 21. Das Thema des am 5. d. M, abgebaltenen Vortrages „Zufall und Notwendigkeit" gab Herrn Professor Otto Simon Gelegenheit, die Theorien der Wahrscheinlichkeiisrechnung einem verständnisinnigen Publikum darzulegen und den besonderen Weit der Nutzanwendung dieser Lehren für das praktische Leben zu beweisen. Professor Simon zeigte beispielsweise, wie gering die Gewinsthoffnung im Lotto, bei den Glücksspielen in Monte Carlo :c. sei und wie unverhältnismäßig loch nach den Grundsätzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung sich die Einsätze des Spielers stellen. Das dankbare Publikum lohnte die lehrreichen Ausführungen durch lauten Beifall. Am 12. v. M spricht Herr Dr. Ph. Schönfeld „lieber Rassentheorie und Judentum". Für den musikalischen Teil des Abends hat Herr Kapellmeister Günther von der Volksoper seine Mitwirkurg zugesagt. Die Vorträge beginnen genau halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Jüdische Toynbeehalle XX., Othmargaffe 46. Das dieswöchentliche Programm wurde wie folgt festgesetzt: Samstag den 12. d. M. Orchesterkonzert. Arrangement Frau Wodniansky. — Sonntag den 13. d. M. Schluß des Zyklus „Ibsen als Erzieher". Bibliothekar Dr. Bernhard Münz. — Montag den 14. d. M. Thema Vorbehalten. Dr. Karl Lifezis — Dienstag den 15. d. M. „Jebuda Halevis Al chusari." (Forsetzung.) Rabbinatskandidat Bäla Fischer. — Mittwoch den 16. d. M. „lieber das Auswanderungswesen" (mit Lichtbildern). Dr. I. Taumelt) — Donnerstag den 17. d. M. „Moses." Lehrer H. Löw-Bogel — Freitag den 18. d. M. Bibelvortrag. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. I. Samuely Wien, I.. Fischerstiege 6, gelangen lassen. Wien. (Schönlatern-Bethaus.) Dienstag den 15. d. M., um 5 ühr nachmittags, wird daselbst Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Dr. G ü d e m a n n für den vor kurzem verstorbenen ehemaligen Obmann dieses Bethauses, den sel. Herrn David H o r w i tz, Sohn des vormaligen Rabbiners Eliasar H o r w i tz s. A. eine Trauerandachr abhalten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.