Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-02-25 · 8 (25.2.1910) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
8 (25.2.1910)
Date
1910-02-25
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021873-3021882--19081-3044043
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 8 Sette 147 Dr. Blochs Wochenschrift. Ein Monument für Ludwig August Frankl. Es sind bereits vorgeschrittene Verhandlungen im Zuge, dem Dichter Ludwig August Frankl in seinem 100. Geburtsjahr in Wien ein Monument zu errichten. Universiiätsprofessor Dr. Lothar von Frankl, Besitzer der von dem in Florenz lebenden österreichischen Bildhauer Ferd. Beer ausgeführten lebensgroßen Bronzebüste Frankls, eines trefflichen Werkes, hat sich auf vielseitigen Wunsch bereit erklärt, diese Büste für ein öffentliches Denkmal zu widmen, welches auf dem freien Platze vor dem Gebäude des jüdischen Blindeninstituts auf der Hohen Warte, um dessen Errichtung sich Frankl unvergängliche Verdienste erworben hat, seine Aufstellung finden soll. Die Pläne für den Sockel, auf dem die Bronze-, büste ruhen soll, sind schon in Ausarbeitung begriffen, die Enthüllung des Denkmals ist für den heurigen Hochsommer oder Herbst in Aussicht genommen. Frankl-Feier im Jüdischen Museum. Di? Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums veranstaltet Sonntag den 27. d. M., halb 8 Uhr abends, im Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, Eschenbachgasse 11, eine Feier aus Anlaß des 100. Geburtstages von Ludwig August Frankl. Herr Direktor Adolf W eiss e wird Dichtungen Frankls zum Vortrage bringen. Hieran schließt sich die Wiedergabe jüdischer Dichtungen verschiedener Autoren. Eintrittsbelege im Jüdischen Museum, II., Praterstraße 28, Samstag und Sonntag 11 bis 1 Uhr. Verband der israelitischen Religionslehrec an den österreichischen Mittelschulen. In den Semesterferien trat der Ausschuß des Verbandes unter dem Vorsitze des Obmannes Professor Doktor H. Pollak zu einer Sitzung zusammen, stn der mebxere Anfragen aus den Kreisen der Mitglieder erledigt wurden. Auch war der Ausschuß wieder in der Lage, neue Mitglieder aufnehmen zu können. Aus der Reihe der gefaßten Beschlüsse sind heroorzuheben: Eine Petition an die zuständige Behörde in Angelegenheit der anzustrebenden Ruhegenüsse für nichtdefinitive Religionslehrer an Mittelschulen, ferner über Antrag des Prof. Dr. A. Weiß die deputative Vorstellung der Verhandsoertretung bei dem neuen Vizepräsidenten des k. k. n.-ö. Landesschulrates Dr. v. Khoß. Wien. (Verlobung.) -Fräulein Adele Leitner, Tochter des Fabrikanten Herrn Julius Leitner, hat sich mit Herrn Josef Belf, Mitchef der bekannten Buchhandlung l. M. Belf, verlobt. Wien. (Verein zurBekleidung und Unterstützung armer, alter Männer israelitischer Konfession.) Samstag den 26. Februar d. I., halb 7 Uhr, findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, die Generalversammlung des Vereines statt. Nach Erschöpfung der Tagesordnung Vortrag Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. T a g l i ch t. Toynbee-Halle, XVI., Grüllemeyergasse 5. Die bekannte Musikschule Goldberg stellte sich Samstag den 19. d. M. in den Dienst unserer guten Sache Herr Schimsky erntete mit dem Vortrage des Prologes aus „Bajazzo" stürmischen Beifall. Herr Noe wußte eine Arie aus „Liebesdranq" (Domzetti) mit echter Empfindung zum Vortrage zu bringen. Herr Prokopovitsch versetzte das Publikum mit Liedern von Schubert in Enthusiasmus. Zu Beginn und Schluß des Konzertes fesselte Herr Nieswiezky durch sein virtuoses Klavierspiel. Wien. Samstag den 26. Februar hält Dr. Karl Lifczis in der Toynbee-Halle, XV., Herklotzgasse 20, einen Vortrag über das Thema: „Der Staat und die Religion (mit besonderer Berücksichtigung des Judentums)". Anfang halb 8 Uhr. Jüdischer Kolonisationsverein in Wien. Die rege Propaganda des Jüdischen Kolonisationsvereines für die Palästina-Kolonisation, über die wir in der letzten Zeit wiederholt berichten konnten, gewinnt in immer steigendem Maße die Sympathien unserer Glaubens- und Stammesgenossen. Nachdem der Verein in jüngster Zeit von hervorragenden Persönlichkeiten Lichtbildervorträge über Palästina hat halten lassen, wendet er sich nunmehr mit Zuschriften an die Kultusgemeinden und Gemeindemilglieder der Monarchie, um der Palästinasache neue Anhänger und Freunde zuzuführen. Eine intensive Agitation in Ung.-Brod hat soeben einen sehr erfolgreichen Abschluß gefunden, der darin besteht, daß dem Vereine eine große Anzahl von Mitgliedern und Spendern zugeführt wurde. Wie aus den dem Sekretariate des Jüdischen Kolonisationsvereines zugegangenen Subskriptionslisten zu ersehen ist, haben die Herren vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Ung.-Brod keine Mühe gescheut, um dieser populären Sache alle verfügbaren Kräfte dienstbar zu machen. Besonders verdient gemacht haben sich hierbei die Herren Kultusvorsteher M. H. Brammer und Johann Brief sowie seine Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Mar Jung, denen neben den Herren Mitgliedern und Spendern der wärmste Dank und uneingeschränkte Anerkennung gebührt. Auszeichnungen und Ernennungen. Der Kaiser hat dem Mitherausgeber der „Korrespondenz Wilhelm." in Wien, Richard Wilhelm, das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens verliehen. Herr M. Munk, Chef des Galanteriewarenhauses M. Munk jun., Wien. 1., Stephansplatz, wurde vom König von England, Eduard VII., mit Spezialdekret zu seinem Hoflieferanten ernannt. Die Ernennung wurde auch von unserem Kaiser bestätigt. Diamantene Hochzeitsfeier. Samstag den 26. d. begeht das hochgeachtete Ehepaar Herr Salomon und Frau Julie Hoffmann das Fest seiner diamantenen Hochzeit. Das Jubelpaar steht im 88., respektive 86. Lebensjahr und führt nach alter Weise ein streng religiöses Haus und erfreut sich in weiten Kreisen allgemeiner Sympathien. Das Fest findet Samstag vormittags im Israelitischen Tempel II., Tempelgaffe statt. Gratulation in der Wohnung II., Zirkusgaffe 35. Wien. Das Vorbereitungskomitee des „Hasomir", Verein zur Förderung jüdischer L-t ratur und Kunst, veranstaltet am 7. März 1^10 im Saale des jüdischen Theaters (II., Taborstraße, „Hotel Stefanie") einen literarischen Abend, bestehend aus: 1. Gesangsvorträgen. 3. Conference. 3. Schalom Asch: „Zurik gekimen", Schauspiel in zwei Akten. Karten zu K 3, 2, 1.40, 0.80 sind zu haben: Bei H. M, Hammer, I., Rotenturmsiraße 2«; im ..Cafe Marienbrücke", I, Rotenturmsiraße; im „Cafe Mocca", I.. Scholtenring 12; im „Cafe Stefanie", II., Stefmiestraße. Wien. Der Verein „Ferienhort" im 1«. und 17. Bez., der es sich zur Aufgabe gestellt, arme, kranke Kinder d.'s 16. und 17. Bezirkes in eine Ferienkolonie zu entsenden, sowie eine Heimstätte für verlassene, jüdische Kinder zu errichten, veranstaltet Mittwoch den 2. März 1910 in den Saallokalitäten, XVII.. Hernalser Hauptstraße 41, einen geschlossenen Maskenball. Das Reinerträgnis wird der Ferienkolonie, respektive Heimstätte zugeführt. Den jüdischen Vereinen, sowie Honorationen werden Aufrufe zur gütige» Unterstützung dieses eminent wichtigen Vereines zugesendet werden und bittet die Vereinsleitung um geneigte Unterstützung dieses Unternehmens. Wien. Die 3. ordentliche Plenarversammlung des Jüdisch-akademischen Philosophenvereines findet am 3. März d. I. um 7 Uhr abends im zionistischen Zentralbureau IX., Türkenstraße 9, statt. Wien. Der israelitische Frauenwohltätigkeits-Verein Floridsdorf veranstaltet am Samstag den 5. März 1910 im Hotel Continental, Wien, II., Taborstraße, ein Wohltätigkeits-Kränzchen. Soiree-Toilette. Beginn ll$9 Uhr. Tanzarrangement: Herr Tanzmeister Rudolf Heimann.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.