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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-02-18 · 7 (18.2.1910) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
7 (18.2.1910)
Date
1910-02-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 7 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 135 daß die leidige Lokalfrage noch immer nicht gelöst und dadurch das Archiv nicht mit der Bequemlichkeit benützt werden kann, wie einige Schwesterinstitute hier in Wien, von auswärtigen ganz abgesehen. Wir schließen uns dem Wunsche des Herausgebers dieses Inventars an: „Möchte eme nicht zu ferne Zukunft die Möglichkeit einer streng einheitlichen Aufstellung und Ordnung gewähren J" x. O. Eberhard. Einst und jetzt im Heiligen Lande. Gütersloh 1909. E. Bertelsmann. M. 0'80. Der Verfasser geht von der mehrfach belegten Voraussetzung aus, daß sich in Sitte und Brauch der heutigen Bewohner Palästinas altbiblisches Volksleben wicderspiegelt. So durchstreift er mit durch gründliche Studien geschultem und auf das einschlägige Material sachkundig eingestelltem Blick all die durch die Pietät dreier Religionen geweihten Stätten und bietet dem Archäologen viel Brauchbares, dem Laien des Interessanten die Menge. x. KrirfKastr«- K. F. Die Verse von H. Heine lauten: „O, des heil'gen Jugendmutes O, wie schnell bist Du gebändigt. Und Du hast Dich kühlern Blutes Mit dem lieben Herrn verständigt. Und Du bist zu Kreuz gekrochen, Zu dem Kreuz, daß Du verachtest. Daß Du noch vor wenig Wochen In den Staub zu treten dachtest. Ja, das kommt vom vielen Lesen Jenes Schlegel, Haller, Burke; Gestern noch ein Held gewesen, Ist man heute schon ein Schurke." 8tuä. jur. M. Den Mitteilungen des internationalen Rechtsinstitutes ist zu entnehmen, daß zum Vorsitzenden der Beratungen der jetzt von den Antisemiten so viel gehetzte Dekan der Pariser juristischen Fakultät, Professor Lyon-Caen, gewählt wurde. Die wichtigsten Referate und Berichte liegen ferner in den Händen des holländischen Ministers, Staatsrates Aster, und des Rektors der Brüsseler Universität, Professors Dr. Paul Errera, welch' Letzterer bekanntlich auch Mitglied des Eonieils der „Jca" ist. Rabb. Friedmann, Horazdowitz. Ihre interessanten Witz- Worte wollen Sie der Redaktion der „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde", Wien, XV., Mariahilferstraße 167, zur geeigneten Verwendung übermitteln. Josef Löwinger, Religionslehrer, Wilhelmsburg. Sie haben Recht, das war ein Irrtum. A. C Daß der „Frauenhllfsverein" in Jerüsalem zur „Unterstützung militärpflichtiger Familien" auch Juden unterstützt, ist uns nicht bek nnt. M. Smetana, Ungarisch-Brod. Wir notieren hier Ihre interessante Mitterlung: Es war im Jahre 1876, ich diente als Feldwebel im 3. Jnf.-Reg. bei der 11. Komp, unter dem damaligen Kompagnie-Kommandanten Hauptmann Eiß, später Oberst Eiß bei der Landwehr. Da kam der seither verstorbene Feldmarschall Erzherzog Albrecht zur Inspizierung der Garnison nach Olmütz. Die ganze Garnison war ausgerückt und stand am Exerzierplatz. Nach der Inspizierung defilierte die ganze Garnison abteilungsweise vor dem FeldmarschaV. Als meine Kompagnie mit dem Hauptmann an der Tete vorüberdefilierte und der Hauptmann seine Ehrenbezeugung leistete, ruft der Erzherzog ganz laut. „Herr Hauptmann Eiß, grüß Sie Gott, unten i t Italien ist es lebhafter zugegangen". „Schaltjahr." Bezüglich der Abhaltung der Jahrzeiten im Schaltjahr ist auf Sch. Aruch Orach Chajim § 568, Al. 7 und Joreh Deah § 402, Al. 12 zu verweisen. „Wurzen" Da haben sich die Juden aller Länder beeilt, auf den süßlichen Zuruf hin der Königin von Rumänien zahlreiche Spenden zugunsten des von ihr begründeten „Blindenheims" zur Verfügung zu stellen. Die Königin beteuerte, daß Blinde ohne Unterschied der Konfession Aufnahme finden werden. Nun hat der König von Rumänien im Einvernehmen mit seiner Gemahlin diese Stiftung im Schenkungswege dem rumänischen Staate übertragen und die - Juden bleiben wieder einmal die „Gewürzten". Leopold Kohn. In Nummer 22 haben wir bereits notiert, daß Arthur Felder, geb. 6. Jänner 1887, aus dem Judentum ausgetreten ist. __ Notizen. Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank. In der am 26. März 1907 pattgehabten ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der kais. kön. privilegierten Oesterreichischen Länderbank wurde der Beschluß gefaßt, das Aktienkapital von 100 Millionen Kronen durch Ausgabe von 75.000 auf den Inhaber lautenden Aktien a 400 Kronen auf 130 Millionen Kronen zu erhöhen. Gleichzeitig wurde der Verwaltungsrat ermächtigt, die näheren Modalitäten der Begebung dieser neuen Aktien und insbesondere den Begebungskurs, sowie Termin selbständig festzusetzen und hienach die Kapitalserhöhung durchzufuhren. In Ausführung dieser Beschlüsse werden hiemit den Besitzern von Aktien der Länderbank Stück 25 000 Aktien ä Nominale 400 Kronen, welche an den Geschäftsergebmssen der Bank vom 1. Jänner 1910 ab partizipieren, zum Kurse von Kronen 475 — per Stück, zuzüglich der laufenden Stückezinsen ab 1. Jänner 1910 zu den nachstehenden Bedingungen angeboten: 1. Den Inhabern der derzeit im Umlaufe befindlichen Aktien wird das Recht eingeräumt, auf je zehn alte Aktien eine neue Aktie zu beziehen. Aktienbruchteile werden nicht berücksichtigt. 2. Das Bezugsrecht ist bei sonstigem Erlöschen derselben in der Zeit vom Donnerstag den 17. Februar bis inklusive Donnerstag den 24. Februar d. I. während der übllchen Geschäftsstunden anzumelden: In Wien bei der Liquidatur der kais. kön. privilegierten Oesterreichischen Länderbank. I., Hohenstaufengaffe 3, und den auswärtigen Filialen der Länderbank. Formulare der Konsignationen werden bei den Anmeldestellen unentgeltlich erfolgt. Die Aktionäre haben bei der Anmeldung des Bezugsrechtes bei sonstigem Verluste desselben für jede zu beziehende neue Aktie Kronen 475.— zuzüglich der laufenden Stückezinsen ab 1. Jänner 1910 bis zum Zahlungstage in Barem zu erlegen. Die neuen Aktien können nur bei der betreffenden Anmeldestelle behoben werden. Jüdisches Theater, Regie M. Siegler. Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Freitag den 18. Februar 1910: „Das lustige W a b e l" von Wilensky. Frau Siegler in der Titelrolle. Sonntag den 20. Februar 1910: Volkstümliche Vorstellung zu halben Preisen. „Die jüdische Neschome" von I. Gorvin. Montag den 21. Februar 1910: „Sulamith" von A. Goldfaden. Frl. Weintraub in der Titelrolle. Dienstag den 22. Februar 1910: „Der wilde Mensch" von I. Gordin. Mittwoch den 23. Februar 1910: „Kreutzer Sonate" von I. Gordin. Donnerstag den 24. Februar 1910: „Die Sedernacht" von Lateiner. Die Herren Studenten zahlen an Wochentagen die Hälfte. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Bäckstande sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Kiara Kiasnopolsky Gebet- und Wohltätigkeits-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 100.— — Bewerbungsberechtigt sind arme Israeliten, in erster Linie Verwandte der Stifterin. — Verleihungstag: 5. Ijar (14. Mai 1910). — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Eiuxeichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Ettel Goldschmidt Fromme-Stiftung fttr Handwerker. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200. Bewerbungsberechtigt sind Meister (Israeliten), welche sich selbständig niederlassen wollen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Armutszeugnis, Nachweise über die vollbrachte Lehr- und Gesellenzeit (Lehrbrief, Arbeitsbuch, Zeugnisse etc.), sowie über die Berechtigung, sich als „Meister selbstständig niederzulassen“. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, IL Stock (Einreichungs-Protokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Nanette Edle von Wertbelmsteln’scbe Ausstattungsstiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 240.—. — Bewerbungsberechtigt sind arme israelitische Mädchen zunächst aus der Tewandtschaft der Frau Nanette Edle von Wertheimstein, bei deren Abgang aus der Verwandtschaft des Stifters, Herrn Sigmund Edlen von Wertheimstein, sowie endlich, in Ermanglung auch solcher, arme israelitische Mädchen aus der israelitischen Kultusgemeinde Wien. — Verleihungstag: 27. April 1910. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis durch legale Dokumente. — LetzterTag derEinreichungsfrist: 28.Februar 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen, verlieren jeden Anspruch an diese Stiftung. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten.

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