Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 6 (11.2.1910)
- Date
- 1910-02-11
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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«eue 118 Dr. Bwchs Wochenschrift. Ar. 6 Gott schaM im religiös aufwärts Ringenden, in ihm führt Gott fein Werk zu neuen Typen. Die Welt des bisher Geschaffenen wird überwunden, wie über ein Nichts erhebt sich über sie die Seele, die innig zu Gott hält. Christentum, Theologenlehre ist Fremdenlegion, Feindin und Hemmnis der wahren Religion. „Religiös ist ein Mensch, deffen Seele in der Ewigkeit zuhause ist." Aus dieser Distanz betrachtet sie die Welt. Sie durchglüht und reißt in unstillbarem Sehnen mit sich fort das Streben zum Jmmer-Höheren. „Habt die Welt lieb, wie der Künstler seinen Stoff lieb hat, frei über ihn, aber ihn foffend zur Arbeit." Das unbegrenzte Pathos der Propheten Israels verbindet sich in diesem Buche mit einer herrlichen, wie eigens dazu geschaffenen Sprache zu einem Meisterwerk religiöser Erhebung wie kunstvoller Gestaltung. _ P. A. Neue Bücher. Festrede des Präsidenten der Pester Chewra Kadischa, Julius Winterberg. Anläßlich der Schlußfeier des Aufuahmszyklus von 1910. Druck von Viola & Geist, Budapest, V., Aranyi-Janos-utcza 3. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für modernes Judentum. Herausgegeben von Leo Winz. Verlag Ost und West., Benins 8. Organ der Deutschen Konferenzgemeinschaft der „Alliance Jsraelite Universelle". Heft 2. 1910, X. Jahrgang. Inhalt: Dr. Simon Berv feld, Zwei jüdische Kongreffe. Ernst Altkirch, Benedittus Spinoza III. (Im Lande Spinoza, mit 21 Illustrationen). Chassidische Melodie (Noten). Dr. M. Friedländer, Hermann Burchhardt (mit Porträt).. Schachrubrik: Louis Gumpert. Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der „Alliance Jsraelite Universelle": „Die Vertragsrechte der Juden in.Rumänien (Eine Denkschrift). DieKnabenschulederAllianceinH a.W a d an (Persien) 1909 (mit Illustrationen). Die Lage in Rumäulcy. Die Miffion der Alliance nach dem Jemen. Amara. Die Israeliten in Marokko. Notizen: Die Schulen in Bulgarien. Alllance-Armensci ule in Bagdad. Zentral-Komitee der „Allianze Jsraälite Universelle". Lokal-Komitee, Berlin-Gnesen." Lokal-Komitee, Leipzig. Lokal-Komitee, Liffa i. P. Salamon Reich. Frau Otterberg. Die jüdische Einwanderung in New-Jork im Monate November. Kriefkaste«. „Natut". Große Freude wird den L i e b e r m a n n s widerfahren, denn einer der Ihrigen, der Selige Franz Maria Liebermann, Gründer der Kongregation des heiligen und unbefleckten Herzens Mariä soll in den Heiligen st and erhoben werden und die Kongregation der Riten — die derartige himmlische Standeserhöhungen betreibt — ist bereits eifrig bei den Vorarbeiten für die Promotion. Der neue Heilige war ein Rabbinerssohn aus Zabern im Elsaß. A K-, Petersburg. Das Begrüßungsschreiben Jakob Poliakoffs an den antisemitischen Schriftsteller und Redakteur Fürsten Meschtscherski kann nur peinlich berühren. Wenn Jakob Poliakoff in diesem Schreiben dem gefürchteten Pogrom-Anstifter ein langes Leben wünscht, damit er noch lange in der Lage sei, seine verdienstvolle Tätigkeit im Jatereffe des Vaterlandes auszuüben, wird wohl Manches in Rußland verständlich. „Astronom". Die Umlaufszeit des Halley'schen Kometen war den Talmudisten längst bekannt. Sie können das Nähere lesen, Hamburger RE. für Bibel und Talmud, Seite 81, Ersch und Gruber, II. 27. 1850, Sette 439. Sachs Poesien der Juden in Spanien, Seite 196. S. L. Daß die Japaner die Anregung Amerikas, die Mandschurei zu neuttalisieren, als eine politische Attion zugunsten der Juden darzustellen suchen, entspringt der Berechnung, dadurch den Plan bei den europäischen Nationalisten zu diskreditieren. Japan kennt seine Pappenheimer und weiß, mit welchen Mitteln man die Europäer am leichtesten ködert. I. Wiener Israel. Hilfsbereiu für Handwerker und Kleingewerbetreibende, Wien, XX., Nanscherstraße 12. Die Angelegenheit wollen Sie Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Schmied! persönlich vortragen. Ehrwürdeu Rabbiner Dr. Ostas Thon, Kraka«. Das blöde Geschwätz des Herrn Dr. Theodor Leffing erke nt jeder unbefangene Leser sofort als erfunden underlogen. So bedauerlich es ist, daß derlei gehässige Halluzinationen in einem jüdischen Blatt erscheinen konnten, so erachten wir es doch — nachdem Herr Dr. Kalischer in dem betreffenden Blatte selber die gebührende Abfertigung zu Teil werden ließ, nicht für wichtig genug, auf das blödsinnige Geschwätz nochmals zu reagieren. Geh. Justizrat Dr. L. S. in L- Von Julius Dessauer, Schlüffel zum Gebetbuche, Budapest 1878, ist eine zweite Auflage nicht erschienen. Auch ein gleichwertiges Werk ähnlichen Inhaltes ist seitdem nicht erschienen. T. B Noch nicht. Kantor Ster« in Austerlitz. Von den Sabbathgesängen existieren poetische Uebersetzungen, zerstreut in verschiedenen Zeitschriften. Die Ausgabe einer vollständigen Sammlung existiert unseres Wissens nicht. — Mit der Rezitierung der Pialmep nach dem Abendgebet wird in verschiedenen Gemeinden ein einheitlicher Usus nicht beobachtet. Siegfried 1910. Kommt in der Austrittsliste nicht vor. K. F. „Vorträge über die Sidra" zu notieren, würde der doppelte Umfang des Blattes nicht hinreichen. Unleserliche Manuskripte wandern in den Papierkorb. „Schaltjahr". Die in einem gewöhnlichen Jahr im Monate Adar abzuhaltenden Jahrzeiten fallen im Schaltjahr auf den Monat Weadar. Notizen. 4Vr°/«ige amortisable bulgarische Staats - Gold - Anleihe vom Jahre 1909. Durch den Wiener Bankverein, die Kais, kön. priv. Oefterreichifche Länderbank und die Anglo-Oesterreichische Bank in Wien wird die bezeichnete Anleihe zur Subskription in Oesterreich- Ungarn, London, Hamburg, Belgien. Holland und in der Schweiz aufgelegt. Die Subskription findet am Donnerstag den 10. Februar 1910. statt. Anmeldungen werden bei einem jeden der drei genannten Bankinstitute in Wien und bei deren auswärtigen Zweigniederlassungen während der üblichen. Geschäftsstunden entgegengenommen. Der Subskriptionspreis beträgt auf freie Stücke 91 Kronen für 100 Kronen Nominale, für . Zeichnungen mit sechsmonatlicher und einjähriger Sperrverpflichtung 90*7* Kronen für 100 Kronen Nominale. Die einzelnen Obligationen lauten auf 500 Frs. — 476 österr. Kronen und werden zum vollen Nennwerte innerhalb 50 Jahren laut Tilaungsplan rückgezahlt. Eine vorzeitige Rückzahlung oder Konversion ist bis Ende 1919 ausgeschloffen. Die Titres und Kupons der Anleihe sind in Bulgarien für immer von allen gegenwärtigen und zukünftigen Steuern, Gebühren oder sonstigen Ab gaben befreit. Niederösterreichische Eskompte-Gesellschast. Die stimmberechtigte i Herren Aktionäre der Niederösterreichischen Eskompte-Gesellschaft werden hiemit zu der am 4. März d. I., um 5 Uhr abends, imrjGebäude der Gesellschaft, Freiung Nr. 8, stattfindenden 57. ordentlichen Generalversammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen werden: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1909. 2. Bericht des Revisionsausschusses. 3. Antrag des Verwaltungsrates auf-Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsrates. 5: Wahl von vier Mitgliedern in den Revisionsausschuß« (§ 52 der Statuten.) Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche als solche drei Monate vor dem Zusammentritte der Versammlung in den Aktienbüchern der Gesellschaft eingetragen waren und an der Generalversammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen/ ihre Aktien von 9. Februar d. I. angefangen bis längstens 18. Februar, 4 U h r n a ch m i t t a g s, bei der Liquidatur der Niederösterreichischen Eskompte-Gesellschaft zu erlegen. Die Aktien sind, arithe metisch geordnet, mittelst einer einfachen Konsignation einzureichen, und dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgestellt werden. Je zehn Aktien geben das Recht auf eine Stimme. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Namen des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimations karte auszustellen. Jüdisches Theater. Regie M. Stiegler, Hotel Sefanie, II., Taborstrcrße 12. Freitag den 11. Februar 1910: „Der Deserteur" von I. Lateiner, Samstag den 12. Februar 1910: „S ch a b e s K o j d e s ch" von S. Feinman, Sonntag den 13. Februar 1910: „Die schöne Mirjam" von I. Gordin, »Nachmittags halb 4 Uhr halbe Preise: „Die Sedernacht" von I. Lateiner, Montag den 14. Februar Premiere: „D a s l u st i g e W a b e l" von Wilensky, Frau Siegler in der Titelrolle. In Vorbereitung: „Die goldene Chase ne. Danksagung- Herr und Frau Rabbiner Dr. David Feuchtwang danken auch im Namen ihres Benno zunächst auf diesem Wege herzlichst für die grossen Beweise der Sympathie und Freundschaft, die ihnen anlässlich dessen Bar-Mizwah in erhebender Weise von Nah und Fern zuteil geworden sind. Wien, Februar 1910. Josef and ßäcille Adler-Stiftung für Wohnungsmietebeiträge. Anzahl der Plätze: Unbestimmt in Beträgen von K 40 bis X 60, zusammen K 240. — Bewerbungsberechtigt sind arme Personen israelitischer Religion, — Bevorzugt sind arme Verwandte der Stifterin Frau Cäcilie Adler, Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, sowie dem Lehrfache angehörige Personen. —V e rl e i h u n g s t a g: 28. April 1910 Gesuchs b eilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. — LetzterTagderEinreichungsfrist: 28.Februar 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). —. Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen.