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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-02-11 · 6 (11.2.1910) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
6 (11.2.1910)
Date
1910-02-11
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 113 Nr. 6 Wiederkehr des Geburtstages dieses Dichters gewidmet. Sekretär Fuchsgelb brachte die Biographie und eine Anzahl von Poesien Frankls pi Vortrage. Die nächstwöchentlichen Programme wurden, wie folgt, festgesetzt: Freitag den 11. d, M.: Bibelvortrag. Lehrer Leopold Weiß. — Samstag den 13. d M.: Konzert. Arrangement Prof. M. Storch. — Sonntag den 13. d. M.: Experimentalvortrag: „Ueber Kohlensäure und deren Anwendung in der Technik." Prof. Siegmund Feitler. — Montag den 14. d. M.: Rechtswissenschaftlicher Zyk us. Dr. M. Reiß. — Dienstag den 15. d. M.: Aus der jüdischen Geschichte und Philosophie. (Zyk us.) Rabbinatskandidat Bela Fischer. — Mittwoch den 16. d. M.: Lichtbildervortrag: „Der Ureuropäer und seine Kultur." Prof. Dr. E- Kohn. — Donnerstag den 17. d. M.: Ueber Geschlechtskrankheiten. Universitäts-Dozent Dr. M. Oppenheim. (Nur Männer haben Zutritt.) Freitag den 18. d. M.: Bibelvortrag. — Samstag den 19. d. M.: Kammermusikabend. Arrangement Herr Beitelheim. — Sonntag den 30. d. M.: Ibsen als Erzieher. (Zyklus. Dr. Bernhard Münz. Montag den 31. d. M. : Kindersterblichkeit und Säuglingsfürsorge. Dr. Heinrich Grün. — Dienstag den 33. d. M.: Literarischer Abend. Direktor Urbach. — Mittwoch den 33. d. M.: Reiseerinnerungen aus der Schweiz. (Lichtbildervortrag.) Lehrer Isidor Faltitschek. — Donnerstag den 34. d. M.: Ueber Frauenkrankheiten. Universitäts-Dozent Doktor M. Oppenheim. (Nur Frauen haben Zutritt.) — Freitag den 25. d. M.: Bibelvortrag. — Samstag den 26. d. M.: Konzert. Jüdische Toynbeehalle. XV., Herklotzgasse 31. Die Auswandererfrage ist für das Judentum von außerordentlicher Bedeutung geworden. Die tausende und abertausende von Glaubensgenossen, die bemüssigt sind, eine neue Heimat jenseits des Ozeans zu suchen, stehen oft rat- und hilflos, gewissenlosen Agenten preisgegeben, in der Fremde da. Es war eine überaus dankbare Aufgabe, die der Präsident der jüdischen Toynbeehalle Herr Dr. I. Samuely sich stellte, als er über seine Erlebnisse und Erfahrungen auf diesem Gebiete in einem Vorträge am 5. d. M. in der Fünfhauser Toynbeehalle berichtete. Herr Dr. Samuely hatte reichlich Gelegenheit, in den Hafenstädten Hamburg und Bremen das Auswandererwesen, die Einrichtungen der Auswandererhallen. Agenturen u. dergl. kennen zu lernen. Sein Vortrag gestaltete sich zu einer ebenso lehrreichen als hochinteressanten Besprechung der wichtigsten Auswandererfragen, so daß es im allgemeinen Interesse, namentlich aber im Jntereffe des jüdischen Proletariats gelegen wäre, wenn diese ausgezeichneten Ausführungen die weiteste Verbreitung finden könnten. An diesen mit begreiflichen großen Beifall aufgenommenen Vortrag schlossen sich Klavier- und humoristische Vorträge der Brüder Rudolf und Otto Pollak. Mit reizenden deklamatorischen Vorträgen des Frl. Irma Reichenfeld, die insbesondere in ihren Darbietungen als Naive besonderen Erfolg verzeichnen konnte, schloß der Abend. Am 19. d. M. spricht Herr Oberlehrer Riesenfeld, einer allgemeinen Aufforderung der Zuhörer seines letzten Vortrages folgend, über das Thema „Machtkämpfe und Judenschicksale zu Beginn des XIV. Jahrhunderts." Nach dem Vortrage folgt ein Konzert mit Gesangsvorträgen des Tenoristen Herrn Funkelstei« u. a. m. Beginn der Vorträge genau um halb 8 Uhr. — Zutritt nur für Erwachsene frei. —eb. Eine neue Toynbeehalle im XVI. Bezirk. Am 8. Jänner eröffnete die von dem jüdischen Bildungs- und Geselligkeitsvereine des XVI. und XVII. Bezirkes ins Leben gerufene Toynbeehalle ihre Tätigkeit. In Vertretung unserer Kultusgemeinde waren Herr Prof. Dr. Pollak und Herr Max Frank erschienen. Nach einigen einleitenden Worten des Obmanns Dr. Stern hielt Herr Prof. Dr. Pollak an die Versammelten eine zündende Ansprache, die mit ihrem von wahrer Liebe zum Judentum zeugenden Inhalte Begeisterung erweckte. Im Anschlüsse an einen Vortrag des Herrn Oberlehrers Riesenfeld und nach einer Begrüßungsansprache Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. Bach trug der Schauspieler Herr Julias Oskar die berühmte Szene von den drei Ringen aus Leffings Nathan mit vollendeter Künstlerschaft vor und erweckte einen nicht enden wollenden Jubel der Gäste, welche trotz mehrerer noch folgenden Gesangs- und Vortragsnummern nur ungern die gastliche Stätte verließen. Die Bildung der neuen Toynbeehalle wurde durch die vornehme Haltung des Ausspeisungsvereines erleichtert, der in munifizenter Weise seine Lokalitäten zur Verfügung stellte. Die Vorträge finden alle Samstage in der Zeit von 7 bis 9 Uhr im Lokale des Ausspeisungsvereines, XVI., Grüllemeyergasse 5 statt. Bisher sprach Herr Dozent Dr. Zappert über ansteckende Krankheiten und Jmmunisierungslehre, Herr Kommerzialrat Freund über die Geschichte des Hauses Rothschild, Herr Direktor Hecht über Sprache ohne Worte und Herr Dr. Meifel über Bodenreform. Wien. Der Humanit äre Verein der Kolom e.a e r und Umgebung in Wien veranstaltet Donnerstag den 17. Februar 1910 im Prachtsaale des Hotel „Bayrischer Hof", II., Taborstraße 39 eine Wohltätigikeitsakademie unter Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte mit anschließendem Ball. Wien. Die XXXII. ordentliche Plenarversammlung, der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien findet Samstag den 19. Februar 1910 statt. Ort und Zeit wird den Mitgliedern noch bekanntgegeben werden. Wien. (Wohltätigkeits-Akademie zu Gunsten armer, jüdischer Kurbedürftiger.) Der humanitäre Verein zur Unterstützung armer jüdischer Kurbedürftiger, mit dem Sitze in Wien II.. Iosephinengasse 7, veranstaltet am 17. Februar 1910 im Hotel Central, II., Taborstraße 8. eine Wohltätigkeitsakademie mit nachfolgendem Tanztränzchen. Ihre Mitwirkung haben in Anbetracht des eminent humanitären Zwecks in sichere Aussicht gestellt: Herr Hofopernsänger Iosef Schwarz, Fräulein Mizzi Grassi-Fanto, Klaoieroirtuosin Fräulein Kris, Herr Paul Morgen vom k. k. prio. Theater in der Josefstadt und Herr Robert Neubach vom Lustspieltheater. Karten sind zu erhalten beim Vereinsobmann, Herrn Dr. Isidor Braun, II.. Große Stadtgutgasse 7, (Telephon 15210) und beim Obmann des Vergnügung skomitees Herrn Dr. Oscar I a c o b o v i c s, II.. Taborstraße 11, (Telephon 18622); ferner beim Portier des Hotel Central, II., Taborstraße 8. Wien. Der Verein der Sabbathfleüoe empfing vom Vorstande der Schiffsynagoge ein Schreiben folgenden Inhaltes: Der Vorstand der Adaß Jisroel spricht dem Vorstande des Schomre Schabbos-Vereines den herzlichsten Dank und die uneingeschränkteste Anerkennung aus für die rastlose und zielwußte Tätigkeit, die zum Zwecke hat, die Erkenntnis von der Heiligkeit und Wichtigkeit des na® zu verbreiten und zu vertiefen. Ein besonderes Verdienst hat der Verein sich um die gesetzestreue Judenschaft in Wien erworben, für deren Jntereffen wir seit zwei Menschenalter kämpften, indem er uns das Glück verschaffte. Herrn Jacob Rosenheim aus Frankfurt als Gast hier begrüßen zu können. Vom Lichte der nwnpn mm und vom Glanz der allgemeinen Wissenschaft erfüllt, hat seine aus heiliger Begeisterung und freudiger Liebe zu unserem angestammten Judentum und zu dem Lande unserer Väter fließende Beredsamkeit uns alle mit Bewunderung und Begeisterung, mit tiefer Rührung und herzlicher Dankbarkeit erfüllt, die nie aus unserem Sinne schwinden wird. Wren. (Beth-Hamidrasch-Talmud-Thora. II., Malz gasse 16.) Freitag, den 11. Februar 1910, findet daselbst ein Vortrag, abends halb 8 Uhr, von Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Schenk, statt. Samstag, den 21. d. nachmittags 3 Uhr, Vortrag des Herrn Rabbinatskandidaten Bola Fischer, Thema: „Salomo Mn Gabirol". Wien. Mittwoch den 16. d. M. findet im Saale des „Wissenschaftlichen Klub", I.. Eschenbachgasse 9, auf Veranlaffung des Vereines „Emunah" ein Vortrag des Herrn Emanuel Reiß: „Das Elementare im Judentum", statt. Anfang 8 Uhr Abends. Wien. Am 30. d. M.. abends 7 Uhr, findet im Turnsaale der Talmud-Thora-Schule. II.. Malzgasse 16, ein Vortrag Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwaug statt. Wien. (Ablehnung eines Vorstandsmaud a t s.) Wie wir vernehmen, hat Herr Albert Winterberg die auf ihn gefallene Wahl zum Magliede des israel. Bethausvorstandes für den 1. und 2. Bezirk ablehnen zu müssen geglaubt. Vortragsabend -er Fran Professor Fnnk-Frennd. Bei humanitären Veranstaltungen gilt Frau Funk-Freund zu jenen selbstlosen Künstlern, die gerne ihr bestes Können in den Dienst der edlen Sache stellen und ihre Schülerinnen haben in den Vortragsabenden der Toynbeehalle wiederholt Beweise echter durch die treffliche Meisterin geförderter Talente erbracht. Kein Wunder, daß der Josefssaal, in dem am 36. Jänner Frau Professor Funk-Freund ihren Vortragsabend gab, bis auf das letzte Plätzchen von einem den besten Kreisen der Residenz angehörenden Publikum gefüllt war. Die Gäste sollten auch voll auf ihre Rechnung kommen. Die Leistungen der mitwirkenden Damen, Schülerinnen der Frau Profeffor Funk- Freund, rissen zu enthusiastischen Beifalls-Aeußerungen hin und die jungen Künstlerinnen mögen zu der Erkenntnis gekommen sein, daß der erreichte Erfolg nebst ihrer eigenen Begabung doch in erster Reihe der trefflichen Schule zu danken ist, die sie zur meisterhaften Ausbildung führte. Besonderen Erfolg hatten die Sängerinnen Frl. Jenny Frankel, Frl. Marie Neuwett. Frau Irene Matnschka, Frl. Annie Glücksmann, Frl. Meta Kobler, Frl. Henriette Günzburg. Frl. Frieda Hellmer, Frau Nadescha Römer, Frl. Jenny Frankel, Frl.

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