Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 46 (12.11.1909)
- Date
- 1909-11-12
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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»Rr. 46 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 795 S. Fritz (Fritz Singer). „Plaudereien eines Schweigsamen". Verlag von Heinrich Minden, Dresden und Leipzig. Dr. Bernhard Kuttner, Jüdische Sagen und Legenden, I. Bändchen. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt am Main. Theol. Tr. Alfons Schulz, a. o. Professor am kgl. Lyceum Hosianum in Braunsberg. Doppelberichte im Pentateuch. Ein Beitrag zur Einleitung in das Alte Testament. Freiburg im Breisgau. Herdersche Verlagsbuchhandlung 1908. Berlin, Karlsruhe, München, Straßburg, Wien und St. Louis. Paul Langenscheidt, Graf Cohn, Roman 1909. Verlag Dr. P. Langenscheidt, Groß-Lichterfelde-Ost. Dr. Paul v. Csizyeki, Geradeaus, Ein Kompaß für die Fahrt durchs Leben, herausgegeben von Dr. Max Kullnick. Zweite Auflage. Verlag von Karl Curius, Berlin. Dr. Bernhard Templer. Der Unfterblichkeitsglaube und die Bibel. Sozialpolitische Studie. 1909. Leipzig und Wien. Verlag der Buchhandlung M. Breitenstein, Wien, IX/3, Währingerstraße 5. Kriefkaftrrr» I. Hecht, Czortkow. Das Buch von Biach-Doktor erschien in der Verlagsbuchhandlung Gustav Engel, Leipzig. K. F. Der Fahnenflüchtling Rudolf I. Gußmann hat in das Cafe, das er besucht, eine Karte folgenden Inhaltes zugesendet bekommen: Wenn Du jetzt getauft auch bist, Du bleibst der alte — Jtzig, Was einmal angeschnitten ist, Wird niemals wieder spitzig. „Leuth". Ueber den Täufling Berthold Frankel wird uns mitgeteilt. daß dessen Vater durch zirka 8 Jahre Tempeldiener und Schächter in Jägerndorf war. Nach dessen Tode wurde für die Hinterbliebenen von den Gemeindemitgliedern eine Kollekte gemacht und die Frau beriebt eine Gnadenpension von der Gemeinde. - O. P. Der Wiedereintritt in das Judentum muß unbedingt dem Rabbinat derjenigen Kultusgemeinde gemeldet werden, in deren Mitte die betreffende Person wohnt, welche den Wiedereintritt vollziehen will. In dem von Ihnen erwähnten Falle ist das Wiener Rabbinat zuständig. An Dokumenten sind Geburtsschein, ev. Trauungsschein vorzulegen. D. G. in M. O. Wird verlangt, daß derselbe die Lehrbefähigung für den allgemeinen Unterricht besitze, so muß er entweder um die Nostrifikation beim Ministerium für Kultus und Unterricht ansuchen, oder wie jeder, der eine öffentliche Anstellung anstrebt, sich neuerlich einer Prüfung unterziehen. Handelt es sich aber nur um die Nostrifikation für den Religionsunterricht, so steht dem Gemeinderabbiner das Recht zu, dem Betreffenden die Erlaubnis zur Erteilung des Religionsunterrichtes zu geben. „Strebsam 111". Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an den Sekretär Josef Fuchs. Wien, II., Ferdrnanditraße 23. „Flüchtling." In der letzten Nummer der von Burzew in Paris herausgegebenen Zeitschrift „Obschtscheje Djelo" (Die Allgemeinheit), die sich die Entlarvung der russischen Lockspitzelei zum Ziele gesetzt hat. wird Mter dem Titel: „Das schwarze Buch der russischen Freiheitsbewegung" wieder eine große Liste von russischen Lockspitzeln und Spionen veröffentlicht. In dieser Liste finden wir auch folgende Namen: Simon M. Weißmann in Wien, ein Spion des Eendarmerieoffiziers, der der sogenannten balkanischen Agentur vorsteht. Sein Bruder Alerander ist ein bekannter Spitzel und dient in Bulgarien, Odessa, Warschau usw. Herr Weißmann hat eine leitende Stelle in dem Zentralauskunftsbureau für den russischen Fremdenverkehr. I., Stephansplatz Nr. 8, wo ihm also die russischen Opfer geradezu ins Garn lausen. In Kreisen der russischen Kolonie sollte man die Tatsache zur weiteren Kenntnis bringen. Zur gefäliigen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhehung derselben von nns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Pie Administration. Isaak Leeb und Lea WeInb8rgsc)ie'Stiftnng. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 650.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Mittellose Israeliten des jüdisch-deutschen Ritus, "welche in Wien an der Universität oder an der Technik oder an der Akademie der bildenden Künste ihre Studien mit günstigem Fortgange betreiben und ihre Vorstudien an einem öffentlichen Gymnasium oder an einer öffentlichen Realschule mit gutem Erfolge absolviert haben. — Bevorzugt sind unter gleichen Verhältnissen in Rumänien, in erster Linie in Bukarest geborene Bewerber. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, legales Armutszeugnis, Mittelschul- und Hochschulzeugnisse, Bestätigung über die Angehörigkeit zum jüdisch-deutschen Ritus und Bescheinigung über den öffentlichen Charakter der besuchten Mittelschule. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Leopold Wolfsche-Stlftimg für Arme and Kleingewerbetreibende Anzahl derPlätze: a) für Arme sechs im Betrage von je K 375.—; b) für Kleingewerbetreibende sechs im Betrage von je K 375.—. — Bewerbungsberechtigt sind: a) verschämte in Wien wohnhafte Arme jüdischer Konfession, und zwar Familienväter oder Witwen; b) m Wien wohnhafte arme Kleingewerbetreibende jüdischer Konfession. — Vorzugsberechtigt vor allen anderen Bewerbern sind: arme Personen israelitischer Konfession, welche nachweisen, dass sie mit dem Stifter oder dessen Gattin, Frau Sophie, geb. Runzel, verwandt sind, auch wenn sie nicht in Wien wohnhaft sind. Als Verwandte sind anzusehen Bewerber, welche in ehelicher Deszendenz von den Grosseltern des Stifters oder seiner Gattin in einem nicht entfernteren als dem sechsten Grade abstammen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Totenscheine, bezw. Gewerbeschein und gegebenenfalles Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 4. Februar 1910. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Oberrabbiner Fanny Güdemann-Stlftung für Kranke weiblichen Geschlechtes. Anzahl der Plätze: Einer oder zwei im Betrage von zusammen K80.-Bewerbungsberechtigt sind: Arme israel. Kranke weiblichen Geschlechtes. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Krankheitszeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 190h. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 16. Jänner 1910 (ö. Schebat). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Gustav Spltzsche Helratsaasstattungs-Stiftong für arme jüdische Mädchen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K310. — Bewerbungsberechtigt sind : Arme jüdische Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. — Bevorzugt sind: Würdige, arme, jüdische Bräute, welche mit dem Stifter, dem am 19. November 1907 in Wien verstorbenen Herrn Siegmund Spitz oder mit dessen Gattin, Frau Johanna, geb. Königsgarten verwandt sind. Als Verwandte sind anzusehen: a) die eheliche Deszendenz des Stifters und seiner Gattin; b) jene Bewerberinnen, welche mit dem Stifter, bezw. dessen Gattin in der Seitenlinie nicht über den sechsten Grad hinaus verwandt sind. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandszeugnis, Sittenzeugnis und eventuell Nachweis der Verwandtschaft mit dem Stifter, bezw. dessen Gattin. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 19. Februar 1910. — Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstag verehelichen, werden des Anspruches an die Stiftung verlustig. Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsbögen. Moritz Goldberger-Stiftung für einen Rabblnatskandidaten. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 600, — Bewerbungsberechtigt sind: Rabblnatskandidaten welche im Besitze aller Qualifikationszeugnisse für das Amt eines Rabbiners sind, aber noch keine amtliche Anstellung als Rabbiner haben. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Rabbinatsautorisation, sonstige Studienzeugnisse und Mittellosigkeitszeugnis. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — LetzterTag der Einreichungsfrist: 30. November 1909. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten.