Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 46 (12.11.1909)
- Date
- 1909-11-12
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 790 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 46 Felix Stricker 30.—, Plaschkes 4.—, Horwitz 10.—, Deutsch 50.—, Wlczek 20.—, Schönblüh 5.—, Simon Horwitz 10.—. (Von 35 Personen zusammen K. 520.—) Im Stadttempel: Von Herren: Dr. Alexander Bin K 100.—, Josef Grünberger 20.—. Von Frau Prof. Rosa Hermann 100.—. Von Herren: Rudolf Glas 20.—, Simon Kohn 30.—. Dr. Macell Hoffman» 100.—, Dr. Alexander Kohn 40.—, Alexander Nirenstein 200.—, Albert Mandelbaum 300.—, Moritz Sonnenschein 150.—, Adolf Freund 300.—, Ignaz Selinko 550.—, Jacques Fettler 400.—, kais. Rat Leopold Langer 500.—. kais. Rat Leopold Sachs 2000.—, Michael Benies 1000.—, kais. Rat Ignatz Gewitsch 1000.—, Theodor Reitlinger 500.—, Karl Hirsch 600.—, Leopold Harpner 100.—, Julius Wolf 500.—, k. k. Bergrat von Gutmann 3000.—, sel. Trebitsch 1000.—, Gouverneur Ritter v. Taussig 2000.—, Rudolf Kohn 200.—, S. Simon 50.—, Michael Lichtenstern 60.—, Dr. Heinrich Benies 40.—, Edmund Löwy 10.—, Alfred Schuschny 200 —, Adolf Nußbaum 26.—, Max Abeles, Teplitz 20.—, Max Klaber 10.—, Sal. Herzl 30.—, Bernhard Bachrach 40.—, Alois Grauaug 50.—, Dr. Felix Katzau 500.—, Dr. Siegfried Goldstein 100. Dr. Adolf Kapralik 50.—, Marc. Kunke 20.—, Moritz Schreiber 20.—, Oberrabbiner Dr. Güdemann 60.—, Alfonds Freiherr von Rothschild 2000.—, Albert Freiherr v. Rothschild 4000.—, Adolf Löwy 240.—, Oskar Tonello 60.—, Prof. Dr. S. Ehrmann 50.—, Karl Körmendi 150.—, Ernst Hirsch 1000.—, Adolf Schreiber 100.—, Kommerzialrat Max Schweiger 150.—, Moritz Schur 1500.—, Siegfried Löwy 40.—. (Von 53 Personen zusammen K 25.175.—). Galizischer Hilfsbereit!. Vom galizischen Hilfsverein erhalten wir folgende Mitteilung : Herr Alexander S ch o r r in Wien hat dem Galizischen Hilfsvereiue in Wien vierprozentige Kronenrenten im Nominalwerte von 18.000 Kronen mit der Bestimmung übergeben, daß dieses Kapital als Anlagekapital einer von diesem Verein zu gründenden Erwerbs- und Wirtschastsgenoffenschast (Vorschußkassa) in einem Orte Galiziens verwendet werde. Diese hochherzige Spende ist umso höher zu bewerten, als gerade in den kleineren Städten Galiziens unter der mittellosen, aber erwerbstätigen, jüdischen Bevölkerung ein dringendes Bedürfnis nach billigem Kredit besteht. Nachschrift der Redaktion: In Nr. 42 der „Oesterr. Wochenschrift" vom 15. Oktober 1909 hatte Herr Alexander Schorr in Wien über die Aktionen des Galizischen Hilfsvereines einen instruktiven Artikel: „Der Kampf ums Dasein und ums Recht der Juden in Galizien" publiziert, welcher in den Appell ausklingt, daß die in günstigen Verhältnissen lebenden Juden in und aus Galizien sich ihrer in Marter und Kampf, in Not und Elend daheim zurückgelasieneu und verlaffenen Glaubensbrüder nicht nur wohlwollend, sondern auch wohltätig annehmen, dem „Galizischen Hilfsverein" durch werktätige Beteiligung in angemessener Weise — zur Mithilfe kommen und mit vereinten Kräften durch Schaffung größerer Mittel die Erfüllung der erweiterten wichtigen statutarischen Vereinsaufgaben und die erhöhten, kulturellen und wirtschaftlichen Leistungen fördernd ermöglichen." Nun ist Herr Schorr mit dem guten Beispiel vorangegangen und wir geben der Zuversicht Ausdruck, daß dieses edle Beispiel zahlreiche Nachahmer finden und daß sein Appell bei den wohlhabenden Glaubensgenoffen aus Galizien nicht ungehört und ohne Erfolg verhallen werde. Wien. (Beth-Hamidrasch-Verein „Talmud Thora", Wien, II., Malzgaffe.) Freitag den 12. November, präzise halb 8 Uhr, findet ein Vortrag des Herrn Professor Moritz Antscherl statt. Thema: Perlen aus der jüdischen Neujahrs-Liturgie. Jüdische Toynbee Halle. Im Vortragssaale XX., Othmargaffe 46 fand Sonntag den 7. d. M. die Eröffnung der Vortragssaison 1909/10 statt. Obmann- Stellvertreter Karl Freund widmete dem dahingcschiedenen und um diese Jnstttution eifrig bemüht gewesenen Mitgliede Oberrevidenten PH. Austerweil einen warmen, tiefempfundenen Nachruf. Obmann Dr. I. Samueln begrüßte die Hörer, welche diese Bildungsstätte bis auf das letzte Plätzchen füllten, und den Vortragenden, Ehrwüiden Rabbiner Dr. D. Feuchtwaug, deffen Vortrag eigener Skizzen aus dem Jüdischen Leben stürmischen Beifall fand. Mittwoch den 10. d. M. fand in der Toynbee-Halle eine Schillerfeier statt. Unter Vorführung von Lichtbildern gab Sekretär Guido Fuchsgebb den Hörern eine eingehende Schilderung von Schillers Werden und Schaffen. Dankbare Anerkennung wurde dem Vortragenden zuteil. Das Vortragsprogramm der nächsten Woche wurde wie folgt festgesetzt: Sonntag den 14. d. M.: Schriftsteller Adolf Gelber „lieber Shylokfrage". Montag den 15. d.: Kommerzialrat Julius Freund „Die Entstehungsaeschichte eines geldfürstlichen Hauses". Dienstag des 16.: Dr. Carl Lifezis „Das Verwaltungs- und das Reichsgericht". Mittwoch den 17.: Prof. M Antscherl «Unsere Mutter". Donnerstag den 18.: Uuiv. Prof. D. Jos. Pollack „Der Philosoph Senecca". Freitag den 19.: Religionslehrer Leop. Weiß „Bibelvortrag". Samstag den 20.: Konzert, Arrangement: Gesangsmeisterin Fr. Else Freund-Funk. Jüdische Toynbeehalle. Die Toynbeehalle im XV. Bezirk. Herklotzgasse 21, eröffnet die nächste Folge ihrer Vortragsabende Samstag den 13. d. M. mit einer großen Akademie, bei welcher die Mitwirkung von bekannten Künstlern und Künstlerinnen gesichert ist. Die Vorträge finden bis auf weiteres jeden Samstag im jüdischen Vereinshause (XV., Herklotzgasse 21) statt und beginnen jedesmal Prä äse 7 Uhr. Wien. (Vorlesungen im Wiener Beth- Hamidrasch, II., Ferdinandstraße 23.) Herr Gemeinde- Rabbiner Lektor Dr. Gelbhaus liest in diesem Wintersemester : „Die Psalmen" für Lehramtskandidaten .für Volks- und Mittelschulen Dienstag und Mittwoch abends von 6 bis 7 Uhr. Unentgeltliche Unterrichtskurse. (Englisch für Anfänger und Vorgeschrittene, ferner Stenographie.) Die Anmeldungen für diese von der Toynbee-Halle in der Religionsschule der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 2, veranstalteten Kurse sind so zahlreich, daß die Eröffnung von Parallelabteilungen beabsichtigt wird. Demzufolge findet Samstag den 13. d. M. v o n 7 bis halb 9 Uhr abends eine Einschreibung im Unterrichtslokale statt. Die Einschreibegebühr beträgt pro Kurs eine Krone. Behördliche Genehmigung zur Erhöhung der Krankengelder im Kranken-, Witwenu. Waisen- Unterstützungsvereine „6tie8eä schel Emes“ (2Wahre ^Wohltätigkeit) i., Sterngasse 2. In den Tagen wirtschaftlicher Depression und steigender Tendenz der Preise für alle Lebensbedürfnisse verdient eine Tatsache verzeichnet zu werden, die sich wohltuend aus diesen Bestrebungen hervorhebt. Der Vorstand des seit mehr als 40 Jahren bestehenden Kranken-, Witwen- und Waisen-Unterstützungsvereines „Chesed schel Emes“, welcher Verein sich ob seines Humanitären Wirkens in allen Kreisen größter Wertschätzung erfteut, hat bekanntlich aus eigener Initiative den Beschluß gefaßt, ab 1. Jänner 1910 die Kranken gebühren für die ersten vier Wochen der Krankheitsdauer bei Belastung der bisher bestehenden Mitgliedsbeiträge um 50 Prozent zu erhöhen. Diesem Beschlüsse wurde nun vor einigen Tagen die behördliche Genehmigung erteilt. Der Verein „Chesed schel Emes“ hat hiemit einen Weg gewiesen, wie der allgemeinen Notlage beizukommen sei. Die Tragweite seines Beschluffes läßt sich erst ermessen, wenn man sich vor Augen hält, in welche Bedrängnis eine Familie durch die Erkrankung ihres Ernährers geraten kann, falls derselbe einem Berufsstande angehört, der bisher noch keiner obligatorischen Krankenfürsorge teilhaftig ist. In solchen Fällen wird einem Mitgliede des Vereines „Chesed schel Emes“ nunmehr wirksame Hilfe geboten werden können. Nicht unerwähnt kann bleiben, daß dieser Verein bei dem bescheidenen Monatsbeitrag von X 1°80 auf jede Weise bemüht ist, seinen Mitgliedern materiellen Vorteil zu verschaffen. Eine wirkfame Witwenabfertwung, die der Verein im Gegensätze zu den meisten Krankenvereinen vollständig aus eigenen Mitteln bestreitet, Spesenbeiträge für Badekurreisen, Schüwogelder und sonstige Benefizien (ermäßigte Bäder re. re.) gewinnen dem Vereine täglich neue Mitglieder und Freunde. Da für die nächste Zeit die Gewinnung einiger eminent wichtiger Vorteile für die Vereinsmitglieder in Aussicht steht, liegt es in jedermanns wohlverstandenem Interesse, diefem angesehenen Vereine anzugehören.