Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 46 (12.11.1909)
- Date
- 1909-11-12
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 46 Dt Blochs Wochenschrift. Seite 789 wies. Im Jahre 1843 gelang es ihm, seine Erfindung vorzuführen, und er erbaute einen Stahldampfer „Gyp'y Queen", der mit seiner verbesserten Maschine versehen war. Am 12. November unternahm er auf seinem Schiffe eine Probefahrt, die allen Erwartungen entsprach, so daß, als das Schiff in den Hafen zurückkehrte, beschlossen wurde, die Maschinerie als Ganzes mit jenem maximalen Dampfdruck auszuprobieren, dem einzelne Teile bisher ausgesetzt waren. Samuda stand eine glänzende Karriere bevor, als ihn das tragische Schiksal erreichte, das ihn gleichfalls mit Robert Fulton vergleichen läßt. Infolge Unvorsichtigkeit eines Schiffs arbeiters erlitt Samuda durch Verbrühung schwere Brandwunden, denen er bald darauf im Alter von 33 Jahren erlag. Der neue Bürgermeister von New-Aork und die Juden. Es besteht darüber kein Zweifel, daß der neugewählte Mayor von New-Aork, Mr. Gaynor, niemals diesen Sieg errungen hätte, wenn die East End nicht nahezu wie ein Mann für ihn gestimmt hätte. Gaynor hat sich schon als Richter des Supreme Court durch seine Gerechtigkeit und sein ausgeprägtes Verständnis für die besonderen Verhältnisse des Ghettos die Liebe der Juden erworben. Diese kam auch in jener Deputation der Rabbiner aller Synagogen der Ostseite zum Ausdrucke, die Gaynor einige Tage vor der Wahl empfangen hat. Die Deputation dankte dem Richter für sein bisheriges Verhalten den Juden gegenüber und versicherte ihn ihrer Unterstützung im Wahlkampfe. Gaynor sagte in seiner Antwort unter Anderem: -Ich stnde keine Worte, der großen Freude Ausdruck zu geben, die mir Ihr Besuch bereitet hat, in dem ich ein Zeichen außergewöhnlicher Freundschaft zu mir erblicke. Sie find die Kinder einer Rasse und einer Volksfamilie, deren Ursprung am Anfang der Geschichte in jener Grenzlinie liegt, wo die Legende aushört und die Geschichte beginnt. Sie gehören einer Rasse und einer Volksfamilie an, die in königlichen Palästen gestanden hat, zu einer Zeit, da die Sachsen und Kelten vielleicht auch Römer noch nackt durch die Wälder streiften und in Höhlen wohnten. Das Christentum hat allen Grund, stolz zu sein, aber es bleibt stets eingedenk, daß es Ihre heiligen Schriften gänzlich übernommen und sich angeeignet hat — natürlich mit Ihrem vollständigen Einverständnisse. Das Neue Testament, das darauf kam, ist gänzlich oder fast gänzlich — kan es kann hierüber Meinungsverschiedenheiten geben — von Menschen Ihrer Raffe verfaßt worden. Die ganze Welt hat Ihnen viel zu danken. Zunächst in der Religion, dem Glauben an einen einzigen, wahren Gott, von dem Sie niemals abwichen. Sie dankt Ihnen, auch viel auf dem Gebiete der Wiffenschaft, Literatur und Staatskunst. Ich kann mich leider jetzt nicht auf di: Aufzählung aller jener Angehörigen verbreiten, deren Verdienste um die Förderung von Kunst, Musik und all' dessen uneingeschränkt anerkannt werden, wovon die Aufklärung, das Glück, die Zivilisation unserer Zeit abhängt. Die Christen hatten niemals wahre Gründe, Sie zu hassen. Der Haß entstand aus Böswilligkeit, entstand in Zeiten der Finsternis, der großen Mißverständnisse. Dieser Haß kann sich heute nur noch bei jenen Völkern halten, die noch in Unwissenheit verharren, die auf einer niedereren Kulturstufe stehen als die Uebrigen und die noch der Einwirkung der wahren Zivilisation bedürfen, um von diesem Hasse befreit zu werden." Gaynor versprach schließlich, der Mayor aller Bürger zu sein und dafür zu sorgen, daß diejenigen Juden, die den Sabbath halten, nicht gezwungen werden, auch am Sonntag zu ruhen. Vermiscbtes. Spenden zur Plenarsitzung vom 17. Oktober 1909. Im Stadttempel: für die Armenanstalt. „ „ Allianz . „ den Frauenverein I. „ die Chewra-Kadischa I. „ „ öiterr. Gemeinden Jerusalem . „ den Waisenverein. X 166.95 „ 38.84 „ 65.28 „ 224.26 „ 9810 „ 382 88 Im Leopoldstädter-Tempel: für die Chewra-Kadischa.X 96 29 „ den Waisenverein ........ „ 73 — „ die Armenanstalt.. 91.— „ „ österr. Gemeinden Jerusalem . * 8 65 „ den Frauenverein I.. » 6-78 Im Stadttempel. I. Galerie: j Im Tempel. XV., Turne'-gass : In der Versorgungsanstalt: für den Versorgungshaus-Erhaltungsfond Im Tempel XVI., Hubergusse: für die Armen im Bezirke Ottakring . . K 976 31 X 275-72 K 206-73 K 158-20 K 11455 K 2009 Tempelspenden. Im Tempel II.. Tempelgasse: Von Herren: Bernhard Krosner X 50.—, Siegmund Subak 90.—, Rabbiner Dr. Adolf Schmied! 50.-. Jakob Ripper 200.—, Josef B. Böhm 120.—, Salomon Herz! 250.—, Dr. Gustav Kahn 60.—. Wilhelm Herzog 40.-, Rabbiner Dr. E. David 20.—, kals. Rat Albert Saborsky 120.—, Zacharias Korner 120.—, Karl Lemberger 450.—, Dr. Adolf Herzfeld 10.—. David Tänzer 6.—, Friedrich Karbach 400.—, Dr Hermann Löwi 250.—, Friedrich Fanto 700.—, kais. Rat Wilhelm Pollak 400.—, Ludwig Herschmann 300.—, Jakob Kann 500.—, Michael Glogau 140.—, Julius Figdor 400.—, Louis Waller 100.—, Josef Kowanitz 80.—, Rektor Dr. Adolf Schwarz 80.-, Theodor Eisler 240.—, Adolf Fein 80.—, Simon Menzeles 60.— , Hermann Ehrenfeld 60. -, Anton Loew 30.—. Jsaras Deutsch 20.—, Bernhard Schlesinger 100.— , David Färber 10.—, Gustav Holzer 200.—, Dr. Simon Rubin 10.—, Benjamin Planer 20.—, Leopold Weinwurm 30.—, Gustav Planer 45.—, Leopold Piowali 200.—, Rubin Nathaniobn 20.—, Leopold Löbl 10.—, Daniel Wiener 30.—, Doktor Max Schönfeld 10.—, Dr. Elias Münz *0.—, Karl Freund 250.—, Salomon Stein 150 —, Moriz Deutsch 80.—. Ignaz Bruckner 150.—, Wilhelm Freund 10.—, Siegmund Spiegler 10.—, Emanuel Mandl 5.—, Nalhan Lustig 20.—, Samuel Löwinger 10.—, Defider Llchtenstein 5.—. (Von 54 Personen zusammen K 6851.—.) I m Tempel XV., Turnergasse: Von Frau Laura Taussig K 115.-. Von Herren: Wilhem Glaser 130.—, Emanuel Kohn 91.—, Arnold Landsberger 100.—, Heinrich Reichsfeld 70.—, Dr. Samuel Friedländer 160.—, Siegmund Oesterreicher 145.—, Heinrich Sonnenfeld 140.—, Moritz Tritsch 120.—, Jonas Same! 80.—. Hermann Strach K. R- 50.—, Hermann Weinberger 130.—, Doktor Max Deutsch 85.—, Josef König 50.—, Samuel Bernhardt 50.—, Jonas Königstein 200.—, Samuel Mohr 100.—, Josef Löwy 45.—, Alexander Simon 200.—, Jsak Scher 30.—, Heinrich Schnabl 350.—, Moritz Almasi 70.— , Ludwig Pollak 100.—, Bernhard Deutsch 90.—, Simon Dürrheim 90.—, Siegmund Seiler 180.—, Heinrich Kirsch - mann 30.—, B. Buckwald 60.—, Samuel Steiner 40.—, Salomon Beer 60.—, Jakob Duschinsky 50.—. Jakob Herzog 50.—, Jakob Sonnenschein 30.—, Ignaz Sonnenfeld 130.—, Jakob Goldsand 30.—, Julius Fritz 20.—, Ignaz Pataki 20.—, David Schimetschek 20.—, Ludwig Spitzer 15.— , Ignaz Klein 15.—, Heinrich Drill 20.—, I. Kraus 20.-, Max Haas 12.—, Josef Braumann 20.—. (Von 44 Personen zusammen X 3613.—.) Im temporären Bethause I., Musikvereinssaal: Von Herren: Alois Löwy X 40.—, Direktor Brüll 40.—, S. Friedmann 60.—, Isaak Schrötter 50.—, Ludwig Same! 250.—, Wilhelm Löwy 15.—, Friedrich Wiener 60.—, Robert Wortmann 75.—, Arnold Friedmann 150.—, Eduard Jonas 40.—, Alexander Kallir 60—, Mori Korwill 60—, Anton Beck ICO.—, Rabbiner Dr. Armand Kaminka 20.—. Emil Wiener 85. , Dr. Jakob Ornstein 100.—, Dr. Heinrich Benies 40.—. S. Chiger 50.—, Hermann Weinberg 80.—, Emil Weiner 170.—, Dr. Gustav Kohn 40.—, Leopold Wafservogel 20,—, Siegfried Rathe 60.—. (Von 23 Personen zusammen X 1665.—.) Im temporären Bethause, I., Hotel Post: Von Herren: N. Kohn 5.—, N. Schlesinger 30.—, Körpner 10.—, Dux 2.—, Tretter 2.—, Bendiner 2 —, Wottitz 2.—, Offner 25.—, Zimmer 10.—, Dr Koref 10.—, Horwitz 40.—, Fried 8.—, Metz! 4.—, Handl 4.— Josef Bauer 10.—, Franzos 10. —, Kohn 20.—, Dr. E. Münz 60.—, Dr. Gustav Rosenberg 15.—, Ludwig Großlicht 30.—, Salomon Jaßniger 10.—, Samuel Wasservogel 30.—, Volkmann 20.—, Antscherlik 2.—, Jacques Banhegyi 10.—, Emil Pollatschek 20.—,