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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-09-17 · 38 (17.9.1909) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
38 (17.9.1909)
Date
1909-09-17
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 650 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 38 Anläßlich des Ablebens des sel. Hugo Weiner: Vor Julius Weiner K 6.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ladislaus Hönigsbcrg: Von Benedikt Kolliner und Familie K 20.-—, Moritz Katz 10.—, Max Kalvor K 10.—. Zusammen K 40.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob Goldner: Von „Ungenannt" K 5.—, Isidor Wünsch K 6.—. Zusam. K 10.—. Mädchen -Unterstützuugsverein, II., Pillersdorfgasse 8. An den Schulen dieses humanitären Vereines finden Einschreibungen für die Frauen-Tewerbeschule und — insoweit noch Plätze verfügbar sind — für die Fortbildungsschule und die kommerziellen Kurse von Montag den 20. d. M. ab statt. Der Unterricht wird durchwegs unentgeltlich erteilt. Aufnahmsbewerberinnen, mittellose israelitische Mädchen, die das 14., für. die kommerziellen Kurse das 15. Lebensjahr erreicht haben, können sich unter Beibringung des Geburts-, Impf- und Schulentlassungszeugnisses in der Schulkanzlei, II., Pillersdorfgaffe 8, melden. Wien. (TanzInstitut Heimann.) Mit Beginn der kommenden Saison tritt das renommierte Tanzinstitut Julius Hermann, 2. Bez., P.aterstraße 43, in das zweite Vierteljahrhundert seines Bestandes. Die verflossene Saison war für das Institut eine Jnbclsaifon und brachte sowohl der Anstalt, wie auch deren Inhabern zahlreiche Ehren. Nahezu 8600 Schüler und Schülerinnen aus den besten Familien der Residenz haben seit Bestände der Schule dieselbe frequentiert, ein untrüglicher Beweis für die große Beliebtheit, deren sich das Tanzln^titut Hermann in allen Kreisen der Wiener Gesellschaft erfreut. Nunmehr hat, wie wir erfahren, dcr Sohn des Inhabers, Herr Rudolf Hei mann, die Leitung des Instituts übernommen. Herr Rudolf Heim an n, der seit mehreren Jahren in derselben Tanzschule als Tanzlehrer tätig ist, hat sich durch seine Tüchtigkeit aui dem Gebiete des Tanzunterrichtes und der Anstandslehre bereits einen Namen gemacht und sein konziliantes Wesen ist zweifellos geeignet, das anerkannte Renommee des alten Tanzinstitutes zu erhalten und womöglich zu erhöhen. Wien. (Musikschule Adler.) An dieser Anstalt hat der Unterricht für Voline, Klavier und theoretische Fächer bereits begonnen. Höchst beachtenswert ist der Perfektionsunterricht (Ko-rekturmethodej in den genannten Fächern, schnelle Ausaleichung der Tonleiter 2c. (Pmktations Methode), Entwicklung des G sanastones (Zngfingermethove), dadurch Gehörsverbesserung, ä vi.sta-@piel. Neueinschreibungen werden täglich in der Direktionskanzlci, IX., Roßauergaffe 4, vorgenommen. Austritte aus dem Judentum. Vom 5. bis 11. September 1909. Feldbauer Hugo, Vertreter, geb. 13. Jänner 1883, Wien, III. Löwengasse 5. Grosz Helene, Private, geb. 2. Mai 1832 in Lukovistye, Komitat Gömör in Ungarn, V., Margarethenstrasse 67. Langfelder Elsa, Private, geb. 12. Juli 1883, Wien, III., Parkgasse 6. Löhri Friederike, geb. 80. September 1890, Schauspielerin, XVIII., Höhnegasse 19 a. Oesterreicher Otto, Beamter, geb. 29. Jänner 1860, Pardnbitz, Böhmen, IX., Pramergasse 8. Rabinowicz Ettel Friede, Bilfsarbeiterin, geb. 24. Dezember 1885, Boryslav, Galizien, V., Hauslabgasse 37. Törok Bernhard (Bela), Kaufmann, geb. 12. März, 1879, zu Wien, I., Elisabethstrasse 24. Der serbische Patriarch und die Juden. Zemun (Kroatien). Für das gute und friedliche Zusammenleben der serbischen und jüdischen Bevölkerung in unseren Gegenden lieferte uns ein schönes Beispiel die Ztägige Anwesenheit des Oberhauptes der serbisch-orthodoxen Kirche, Seiner Heiligkeit, Patriarchen und Erzbiichofs, Geh. Rates L u c i a n Bogdanoviö in unserer Stadt. Eingeladen von der serbischen Kirchengemeinde, beteiligten sich sämtliche hiesige jüdische Korporationen an den Festlichkeiten zu Ehren Seiner Heilig- Eett und hatten auch die Ehre, empfangen zu werden. Bei dieser Gelegenheit erkundigte sich der Patriarch über die Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung und erklärte mit Nachdruck, daß sich seine Beziehungen zu den Juden allezeit sehr freundschaftlich gestaltet haben. Einen angenehmen Eindruck rief eine schöne Szene während des Bankettes hervor. Als Rabbiner Dr. H. Urbach au de» Patriarchen eine gediegene Ansprache, die in einen Segeusspruch ausklang, gerichtet hatte, beantwortete dieselbe im Aufträge des Patriarchen dessen Sekretär, Prof. Dr. Cirie in einer formvollendeten, kurzen hebräischen Rede. Zum Schluffe sei noch hervorgehoben, daß der Patriarch vor seiner Abreise noch den Vorstehern der askenasischen und sephardischen Gemeinde Besuche abstattete. Miltitz. Zum Empfange Sr. Majestät in Grußbach war auch unser. Rabbiner Dr. N. Schyrstein, zu besten Sprengel Grußbach gehört, eingeladen und Sr. Majestät vorgestellt worden. Der Kaiser beehrte unseren Rabbiner, der an der Spitze der Herren Kultusbeiräte Adolf Grünbaum und Sal. König erschienen war, mit einer Ansprache, erkundigte sich nach den Verhältnissen der Mißlitzer Gemeinde und verabschiedete sich in huldvollster Weise, indem er seinem allerhöchsten Dank für die Beteiligung unserer Gemeinde an dem Empfange Ausdruck gab. Trebitsch. Beim Empfange des Kaisers in Studenetz wurde.. auch der Präses der israelitischen Kultusgemeinde in Trebitsch, Herr Josef T a u s s i g, durch eine Ansprache des Kaisers ausgezeichnet, an deren Schluß der Monarch bemerkte: „Ihr Erscheinen hat Mich sehr gefreut und Ich danke Ihnen." Budapest. (I u b i l ä u m.) Der Chordirigent am hiesigen Rombachtempel, Herr Ferdinand Singer, feiert am ersten Roschhaschona Tage sein 25jähriges Jubiläum als Chordirigent. Dem Jubilar, der sich in den Kreisen der Gemeindemitglieder großer Beliebtheit erfreut, sind vielfache Ehren aus Anlaß seines Jubelfestes zugedacht. Neusatz (Ujvidek). Unter großen Feierlichkeiten und unter Teilnahme der gesamten Bevölkerung hat hier die Einweihung des neuen israelitischen Tempels stattgefunden. Der neue, prachtvoll ausgeführte Tempel ist ein Meisterwerk der Baukunst und wurde mit der in der Nachbarschaft gelegenen Schule und dem Gemeindehause von dem Budapester Architekten Leopold Baumhorn erbaut. Der feierlichen Schlußsteinlegung wohnte die gesamte Intelligenz des Komitats und der Stadt Ujvidek bei, darunter Obergespan Dr. Balla, Bürgermeister Dr. Demetrovics, die Vertreter sämtlicher Konfessionen, die Spitzen der Militärbehörden; die Feier galt gleichzeitig dem Jubiläum des verdienstvollen Oberrabbiners der Stadt Ujvidek, Dr. Ignaz Pap und des Obernotärs der israelitischen Gemeinde, Jakob Fischer. Die Tätigkeit der beiden Jubilare fand in allen Bevölkerungskreifen allgemeine Anerkennung. Der Einweihung folgte ein Bankett, an dem mit dem Präsidenten der Ujvideker israelitischen Gemeinde Josef Ernßt all jene teilnahmen, welche durch ihre Opferwilligkeit die Erbauung des Tempels ermöglicht haben. Chicago. Es ist gelungen, im Staate Georgia eine Landstrecke von 32.400 Acres für jüdische Kolonisationszwecke zu erlangen. Der Boden ist besonders für Anbau von Tabak, Seide und Zucker geeignet. Die Strecke wird von zwei Eisenbahnlinien durchquert und in ihrer Nähe ist jetzt eine dritte Eisenbahnlinie im Entstehen begriffen. Feuilleton. Vor dem Schofarblasen. Gebet Herr, unser Gott, Du unsrer Väter Gott, Gib Heiligkeit den sinnenden Gedanken Und gib Erholung unsern bangen Herzen! Vor Deinem Angesichte stehn wir harrend Des Schofars heil’ge Töne zu vernehmen! Geheimnisvoll und fremd erklingen sie, Gleich fernen Kufen ans verklung’nen Zeiten Und mächtig hebt bei ihrem dunklen Elange Sich die Vergangenheit vor uns empor — Der Lärmdrometenton, er hallt gewaltig Wie er dereinst dem alten Israel

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