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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-08-20 · 34 (20.8.1909) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
34 (20.8.1909)
Date
1909-08-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 584 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 34 gedichten von Erzherzogin Marie Valerie, Erzherzogin Maria Josefa, vom deutschen Kaiscrpaar und von der Königin von Holland. Wien. (A u s k u n f t s b u r e a u.) Um den aus dem Osten an die Wiener Hochschulen kommenden Studierenden in Studienangelegenheiten. sowie in Angelegenheiten der Wohnung, Verpflegung rc. die nötigen Auskünfte zu bieten, hat der akademische Verein „Jüdische Kultur" für die Zeit der Ferien zwei Auskunftsbureaux errichtet. Studierende aus Galizien und Bukowina können alle nötigen Auskünfte vom Auskunftsbureau in Czernowitz (Adresse: Auskunstsbureau des akademischen Vereines „Jüdische Kultur" in Czernowitz), die aus den übrigen Ländern, vom Auskunftsbureau in Wlev (Adresse: Auskunftsbureau des akademischen Vereines „Jüdische Kultur", Wien, IV/1) erhalten. Die Auskünfte werden nur schriftlich erteilt, und ist das Porto für die Auskunft immer beizulegen. Akad. Verein „Jüdische Kultur", Meisner, dz. Leiter. Wie». (Goldene Hochzeit.) Am Sabbat Nachmu beging das Ehepaar Herr Josef Robitschek und seine Gattin Frau Marie Robitschek, geborene Klemperer, im Tempel des IX. Bezirkes das Fest seiner goldenen Hochzeit. Kinder und Enkel, sowie eine zahlreiche Schar von Freunden waren im Gotteshause erschienen, um dem feierlichen Akte beizuwohnen. Der Jubilar, welcher ein Levi ist und oft als Levite in diesem Gotteshause fungiert, wurde zur Thora gerufen. Hierauf erklang ein feierlicher Chorgesang unter der Leitung des Kantors P ck a r n i k. Rabbiner Dr. Gelbhaus hielt eine Rede, in welcher er die Bedeutung des Tages für das Jubelpaar und für die ganze Familie in begeisternder Weise schilderte. Oberkantor Kläger rezitierte einen von ihm zu diesem Anlasse verfaßten Mischeberach. Die FeierTmachte auf alle Anwesenden einen erhebenden Eindruck. Wie». (Ordensverleihung.) Der Präsident von Venezuela General S. V. Gömez hat Herrn Ph. Dr. Paul Cohn, Professor in Wien und Mitglied des Italienischen Wohltätigkeitsvereines in Prag, den Bolivar-Orden 3. Klasse (Komtur) verliehen. Wien. („Liwias Chen", II.. Stefaniestraße 2.) Samstag den 21. d. M., 5 Ubr nachmittag, findet ein Vortrag des Herrn I. R o s n e r über „Ptrke Owos" statt. — Anläßlich des bevorstehenden Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers hielt Herr I. Rosner Samstag den 14. d. M., anschließend an seinen Vortrag, an der Hand des Schlußsatzes der Sidra: '*t ro^CS ,1T roriös ant eine patriotische Rede, die auf die zahlreichen Anwesenden einen sichtlich tiefen Eindruck machte. Austritte aus dem Judentum. Vom 8. bis 14. August 1909. Ferda Leopoldine, Komptoiristin, geb. 6. März 1874, Wäliisch- . Birken (Böhmen), IX., Pramergasse 18. Flaschner Adele, Wirtschafterin, geb. 4. November 1868, Prag, XIV , Prinz Karlgasse 12. Kalt Abraham, Fremdenführer, geb. 5. Oktober 1866, Mosciska (Galizien), XIV., Tossgasse 2; zur katholischen Kirche Kleiner (alias Klein) Emil, Spänglergehilfe, geb. 3. Juli 1882, Leipnik (Mähren), XU., Draschegasse 7. Ornstein Regina, Private, geb. 20. März 1864, Schaffa (Mähren), IV.. Mahlga>se 29. Podwinetz Hugo, Vertreter, geb. 23. September 1878, Gablonz a. d. Nensse, VI., Magdalenenstrasse 40. Schuschny Ernst, Handelsgesellschafter, geb. 21. April 1893,Wien, VL, Gumpendorferstrasse 93. Singer Helene, Dienstmädchen, eeb. 38. Oktober 1891, Kis-Sztankos bei Trencsin (Ungarn), XIV., Märzstrasse 110. Stern Norbert, stud. techn., geb. 21. Dezember 1885, Wien, VII., Manabilferstrasse 4. Preßburg. Das vom Ahavat-Zion-Verein alljährlich veranstaltete bl a» weiße Sommerfest fand vorige Woche am 6. d. M. unter allgemeinem Beifall statt. Besonderes Lob verdient der vorzügliche Männer- und Knabenchor, der unter der Leitung des Kantors Herrn H B. Zenker der israel. Rettgionsgemernde stand. Bei der Gelegenheit sei erwähnt, daß Herr Kantor Zenker unter dem Titel ..Simrasz Hakodesch" 4« Synagogengesang»-Vorträge, Rezitative für Kantoren und Responsen für den Sabbath-Gottesdienst veröffentlicht hat. K. H. Brün«. Am 24. Juli starb in Brünn im 87 Lebensjahre sanft, wie sie gelebt, die durch wahre Frömmiokeit, besondere Klugheit ausgezeichnete Frau Dora Hirsch geb. Waffertriüing, eine Schwester des vor einigen Jahren m Wien verstorbenen Talmudiften Herrn SamuelWaffertrillmg. Die Verblichene wurde in ihrem Geburtsorte Boskowitz, nächst ihrem Urgroßvater Rabbi Samuel Löw, genannt Machacis haschekel, dieses weltberühmten Talmudgele hrlen, unter großer Beteiligung bestattet. Was die Verstorbene, die einer jüdischen, ehrbaren Familie der altehrwürdigen Gemeinde Boskowitz entstammte, so sehr auszeichnete, war ihre Pietät und seltene Friedensliebe. Wie freute sie sich, als die Boskowitzer Gemeinde vor einigen Jahren den loo. Todestag des Gelehrten Rabbi Samuel Löw beging, ihre Neffen aus Wien und Brünn und sonstige Verwandte von auswärts kamen, um bei dieser Jahrzeit anwesend zu sein, Bevor sie von Boskowitz übersiedelte, ließ sie dem Herrn Dr. S. Fink, mähr. Landesrabbinersteüvertreter und Rabbiner in Boskowitz. ais Andenken ein Mifchnajoth von Machacis haschekel übersenden. Mit der Verklärten ist wahrlich ein Stück der alten Gemeinde Boskowitz ins Grab versenkt worden und konnte man selbe als ein „Esches chajil" im wabren Sinne des Wortes betr.-chten. Die Verstorbene hmterläßt mehrere Kinder, unter ihnen auch Advokat Dr. M. Hirsch, Mügl'tz. Max Hirsch. Kaufmann, Brünn, zahlreiche Enkel und Urenkel. Prag. (Von der isr. Gemeinde-Repräsentanz.) Im Sitzungssaale der isr. Gemeinde-Repräsentanz hat Sonntag den 15. d. M. um 11 Uhr vorm, eine Sitzung des Vorstandes der israel. Kultusgemeinde stattgefunden. Der Hauptgegenstand der Beratung war die Vergebung des Baues eines ifr. Siechenhauses in Zizkow. Der Bau dieses Humanitätsinstitutes, das mit einem Aufwand von einigen hunderttausend Kronen nach allen Erfahrungen der modernen Krankenhaustechnik nach den Plänen des Architekten Kafka auf den Gründen bei Straschnitz errichtet werden soll, wurde nach dem Berichte der Baukommission dem Baumeister Rudolf Schlosser, der sich bereits bei der Errichtung der neuen Talmudthora chule günstig bewährt hat, übertragen. Ferner wurde beschlossen, den Dr. Hugo Lieben für das Jahr 1909/10 zum Religionslehrer am Altstädtec deutschen Obergymnasium an Stelle des zurücktretenden Prof. Grün der Schulbehörde in Antrag zu bringen. Genehmigt wurde der Bericht des Unterstützungskomitees für Wöchnerinnen pro 1908 und den Komiteedamen für ihr humanitäres Wirken der Dank ausgesprochen. Der Böhmischen Sparkasse wurde für eine Spende von 600 X und dem Allg. isr. Krankenhause ebenfalls der Dank votiert. Der Antrag des Herrn Oberrabbiners über einen von Wien eingesandten Religions-Lehrplan wurde einem Referenten und Berichterstatter überwiesen. Schließlich wurde mitgeteilt, daß der ehemalige Obmann des Baukomitees des Kaiser Franz Joseph-Jubiläumstempels sich eine Forderung dieses Tempels an der Prager Stadtgemeinde für Gassengrundabtretung zur Deckung einer ihm gegen den ehemaligen Synagogenverein zustehenden Forderung hat einantworten lassen. R dantz. (Anerkennung.) Dem Gemeindearzte Herrn Dr. Josef Vierer in Radautz wurde im Grunde Erlasses vom 15. Juli l. I. für die sorgsame, verständnisvolle und ersprießliche Trachombehandlung in Andreasfalva die Anerkennung der Landesregierung ausgesprochen. Proßnitz. (Jüdischer Turnverein.) Das turnerische Programm für das Fest am 22 d. M. umfaßt: Frei- und Geräteübungen der Männerriege, Frei- und Geräteübungen der Damenriege und schwedische Freiübungen der Damensonderricge, Freiübungen, Spiele und Pyramiden der Schülerriege. Der Verein hat durch die Veranstaltung von Sonntagsausflügen, die feit Bestehen der Damenriege zu einer steten, bald sehr populären Einrichtung geworden sind, eine große Zahl neuer Freunde und Gönner gewonnen. Durch die Entsendung einer Turnerrrege zu einem Gartenfest des Jüdischen Turnvereines in Boskowitz. der erst vor kurzem seinen „liberalen" Namen gegen diesen umgetauscht hat und gleichzeitig dem jüdischen Turnverbande beigetreten ist, hat er sich die Boskowitzer zum Besuche der Proßnitzer Veranstaltung verpflichtet und schließlich kann er darauf rechneu. daß, wie so oft bisher, auch diesmal zahlreiche Gäste aus den Nachbarstädten der Einladung zu einer der bestbekannten P oßnitzer Unterhaltungen gern Folge leisten werden. Für einen starken Besuch des Festes ist sonnt gesorgt und dem Verein ist ein erfolgreicher Tag gewiß. Moses Bloch. Anläßlich des Ablebens des Budapester Seminardirektors Moses Bloch kamen sowohl dem Landesrabbinerseminar in Budapest, als auch der in allen Gesellschaftskreisen hochgeschätzten Familie aus allen Weltteilen Beileidskundgebungen zu. Ein besonders herzliches Beileidstelegramm sandte der Vorstand der Wiener israelitischen Kultusgemeinde. K o m L r o m. Am 16. d., Krerv Rosch-hs^chodesch, wurde in der hiesigen Synagoge eine solenne Trauerfeier für den verewigten Rabbi Moses Blochs. A. abgehalten. Nach den ein-

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