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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-08-13 · 33 (13.8.1909) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
33 (13.8.1909)
Date
1909-08-13
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 33 Dr. Blochs Wochenschrift. Sette 571 Leo Tolstoi, Jüdische Legenden. Gesammelt von I. Tenoromo. Deutsch von Em. Mtschnajewsky-Rurin. Berlin—Leipzig 1909, Curt Wigand. Mit das Beste, was wir an Bearbeitungen des Midrasch besitzen. Wenn auch viel auf Rechnung der glänzenden Stilistik des deutschen Uebersetzrrs kommt, die gestaltende Kraft Tolstoischer Kunst hat diesen Kleinodien die würdigste Fassung gegeben. x. Horwitz L.» Die Kasseler Synagoge und ihr Erbauer. Kastei 1907, Carl Victor. Mk. —.75. Eine kurze, aber aufschlußreiche Geschichte der Kasteler Synagoge mit biographischen Daten über die hessischen Hoffaktoren, Benedikt Goldschmidt um die Wende des 17. Jahrhunderts, die Kasteler Juden in den Befreiungskriegen, darunter dcn auch sonsr bekannten Leutnant Feldstein u. a. m. Greßmann H., Palästinas Erdgeruch in der israelitischen Religion, Berlin 1909, Karl Curtius. Mk. 1.80. In stillen Stunden hat der Verfasser die Natur Palästinas auf sich wirken lassen und daraus auf den Anteil geschlossen, der ihr an mancher biblischen Erscheinung zuzuschreiben ist. Schirokko. Erdbeben, Gewitter und Gießbach findet er in den heiligen Schriften anschaulich geschildert, den brennenden Dornbusch führt er auf die Vorstellung von der Sonne als einen brennenden Baum zurück, der Tanz der Derwische gibt die Anschauung des Reigens der Baalspriester und ähnlicher Exerzitien in den Prophetenschulcn, für das Bestreichen der Türpfosten mit Tierblut findet er in den heutigen Volksbräuchen Analogien, die blaue Farbe der Häuser in der jüdischen Kolonie Jerusalems dient zur Abwehr des bösen Blickes usw. Die große Stabilität orientalischer Anschauungen und Bräuche bildet für solche dem Verständnis der Bibel dienende Beobachtungen eine brauchbare Grundlage. L- Frohsinn — eine Lebenskraft. Von O. SwettMarden. Uebersetzt von Emma Bake. Stuttgart, Kohlhammer. Preis 1 Mark. Wie so viele vermeintliche Widerwärtigkeiten nicht wert sind, sich und anderen das Leben zu verbittern, wie man sich die Heiterkeit, einen gewissen Gleichmut, eine stille, sanfte Zufriedenheit und innere Ruhe aneignen möge; daß man sich Mühe gebe, alles von der besten Seite anzusehen; wie diese Heiterkeit nicht nur auf den Organismus, sondern auch auf den Geist eine kräftigende, erfrischende Wirkung ausübt, das will diese kleine Schrift zeigen und dazu die Anregung geben. Neue Bücher. Lazarus Goldschmidt. Eine talmudische Real-Konkordanz. Die von Dr. Jakob Fromer geplante „Real-Konkordanz der talmudisch-rabbinischen Literatur" kritisch beleuchtet. Preis Mk. 1°50. Porto 10 Pfg. Verlag M. Poppela u e r, Berlin, 1909. Dr. Gustav Kolnig. Europäische Steuerwehen. Problemschrift. Verlag von Karl Konegen, Wien, Berlin, Leipzig, 1909. Dr. Franz Meffert. Freidenker-Schlagworte. Kritisch geprüft. Preis 20 Pfg. Volksverein s- Verlag, G. m. b. H. M. Gladbach, 1909. Festschrift aus Anlaß der 40jährigen Gründungsfeier des Vereines zur Förderung und Verbreitung der Wissenschaft desJudentums „Afike Jehuda" in Prag. Selbstverlag des Vereines „Afike Jehuda". Prag, 1909. L. Horwitz, Lehrer, Cassel. Die Verwaltung der j ud en sch a ftli chen Angelegenheiten im ehemaligen Kurhessen. Ein Beitrag zur Geschichte der Emanzipation der Israeliten. Vorsteheramt der Israeliten zu Cassel 1908. Krirfkastrrr« S. B. Wie „Rjetsch" berichtet, wurde in Kiew wieder eine Zensorstelle für jüdische Druckschriften errichtet. Die Zensorstelle für jüdische Publikationen wurde im Jahre 1905 ausgelassen, lieber die Gründe dieser neuen Maßregel wird nichts bekanntgegeben. B. D. in L. Unter den aus Anlaß der Fünfhundertjahrfeier der Universität Leipzig ernannten Ehrendoktoren befinden sich auch Mehrere jüdischen Glaubens, bezw. jüdischer Abstammung; u. a. Prof. Loeb—San-Franzisko. Abonnent in Au. Ihre Besprechung haben wir nicht erhalten, eine andere ist bereits in Druck. S. K. Dr. Bloch befindet sich derzeit auf einer Erholungsreise. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die znr Enthebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Heinrich Sternsche Ausstattungsttftang. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 260.— . — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, brave jüdische Mädchen, welche sich im Brautstände befinden, — Bevorzugt sind: Verwandle des Stifters Herrn Heinrich Stern, gestorben in Wien am 14. September 1887. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung der Stiftung verehelichen, verlieren den Anspruch an dieselbe. — Näheres in den von der Einreichnngsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesnchsblanketten Heinrich L. Reltllnger Wohltäligkeltsstiftnng für verarmte, würdige, Israelitische Familien. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 900. — Bewerbungsberechtigt sind: Die Oberhäupter verarmter, würdiger, israelitischer Familien, welche in Wien wohnhaft sind und in deren Mitte Sinn für die Religion herrscht. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Bestätigung des Rabbinates über die sittlich religiöse Lebensführung des Petenten und seiner Familie, — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. AUQUSt 1909. — Einreichungsstelle: I. Saitenstettengasse 4, IL Stock (Einreiehungsprotokoll). — Verleihungstag: 11. Oktober 1909 26. Tischri. — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesnchsblanketten. Adam Herzfeldsche Ausstattungsstiftung für Im Brautstände befindliche Verwandte. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 460.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Mit dem Stifter verwandte, arme, sittsame Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandszeugnis und Nachweis der Verwandtschaft. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1809. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).— Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Näheres in den von der EinreichungssteUe unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Theobald Uffenhachor’sche Gewerbestlftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 200.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Verarmte oder arbeitsunfähige wohl verhaltene Gewerbsleute israelitischer Konfession. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Zuständigkeit szeugnis, Armuts- oder Mittellosigkeitszeugnis, Ausweis über die Mitgliedschaft bei einer Genossenschaft, eventuell Bestätigung der Genossenschaft, dass der Bewerber sein Gewerbe wegen Arbeitsunfähigkeit zurücklegen musste, eventuell Verwandtschaftsnachweis mit dem Stifter Herrn Theobald Uffenheimer. —Letzter Tag der Einreichungsfrist: 22. September 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 28. November 1909. — Näheres in den von der Einreichnngsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuch sbl anketten. Wien, 1. August 1909. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Der theologische Verein der Hörer an der isr. theologischen Lehranstalt in Wien empfiehlt seine Mitglieder den p. t. Gemeinden u. Tempelvereinen als an den hohen Feiertagen. Gefällige Zuschriften sind zu richten an den Ferialleiter Dr. H. Torczyner, Mödling, Neusiedlerstrasse 82.

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