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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-08-13 · 33 (13.8.1909) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
33 (13.8.1909)
Date
1909-08-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 568 Dr Blochs Wochenschrift. Nr. 33 Anläßlich des Ablebens des sei. Jakob Sguarenina: Von Fritz und Sziga Squarenina K 20.—, S. Duschinskh 10.—, Obering. S. Bäumcl K 20.—. Zusammen K 50.—. Anläßlich des Ablebens des sel. MorizKoref: Von Doktor Maxim. Saxl L 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Ernestine Beck: Von Gusti und Friedrich K 50.—, Kurt Goldschmidt 50.—. N. Schur 20.—, Arnold und Eveline Goldschmidt 30.—, Annie und Gustav Pollak 30.—, Emanuel Goldschmidt 20.—, Moriz P ck 10.—, Ludwig Bukowitz 20.—, Helene Kurier 10.- , Emil und Gertrud Goldschmidt 10.—, Richard Goldschmidt 10.—, David Weiß 10.—, Jenny Schor und Alice Spitz 10.- . Dr. Leopold Singer 50.— , David Neumann K 20.—. Zusammen K 350.—. Wien. (L iwias Chen. II. Be z, Stefanie st raße 2.) Samstag den 14. d. M., 5 Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn I. R o s n e r über „Pirke Owos". Wie«. (Be t h a u s „M ontefiore", II., T a b o r st r. 38.) Samstag den 14. August findet um 10 Uhr vormittag ein Vortrag des Herrn I. F r i s ch m a n n, Rabbinatskandidat aus Preßburg, statt. Gäste willkommen. Wien. Anläßlich des Allerhöchsten Geburt sfestes Sr. Majestät des Kaisers finden Mittwoch den 18. August d. I. in den Gemeindebethäusern der israelitischen Kultusgemeinde Wien feierliche Gottesdienste statt, und zwar: im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, um 9 Uhr vormittags; im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 3, um 5/410 Uhr vormittags; im Fünfhauser Tempel, XV., Turnergasse 22, um 9 Uhr vormittags; im Ottakringer Tempel, XVI., Hubergaffe 8, um 7 Uhr früh; im Währinger Tempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39, um 1I28 Uhr früh, im Floridsdorser Tempel, XXI., Schindlergasse 4, um 5 Uhr nachmittags. Ferner im Tempel, VI., Schmalzhofgaffe 3, um 1I28 Uhr früh; im Tempel, IX., Grünethorgaffe 13, um 6 Uhr abends; im Tempel des Synagogeuvereines „Beth-Jsrael", II., Leopoldsgaffe 29, um 9 Uhr vormittags; ebenso finden in sämtlichen Bethäusern Wiens Festgottesdienste statt. Austritte aus dem Judentum. Vom 1. bis 7. August 1909. Freud Moritz, Privat, geb. 10. April 1870, Nagyrippen (Ungarn), XVIII., Gentzgasse 13. Holz Charloüe, geb. 2. Mai 1879, Breslau, II., Malzgasse 4. Laub Eugen, Handelsakademiker, geb. 29. Mai 1890, Wien, VIII., Feldgasse 10. Laub Friedrich Leopold, Realschüler, geb. 16. Dezember 1892, Wien, VIII.. Feldgasse 10. Oesterreich er Bertha, geb. 4. Juni 1879, Wien, XX., Wolfsangasse 8. Renner Rosa, geb. Berger, geb. 20. Dezember 1880, Pressburg, XVI.. Wichtelgasse 6. Schack Adolf, Rechtshörer, geb. 2. September 1884, Schopka (Böhmen), VII., Burggasse 86. Schwarz Rosa, Private, geb. 8. Oktober 1888, Mähr.-Budwitz (Mähren), XVIII., Gentzgasse 54. Semmel. Gisela, Private, geb. 26. November 1885, Wien, II.,Volkertstrasse 23. Tyruau. In dem Hiefigen k. k. Garnisonsspital verschied dieser Tage ein jüdischer Feldwebel Namens K o h n aus Batorküß (Ungarn) im 92. Lebensjahre. Kohn wurde als zwanzigjähriger Jüngling dem Heere zugeteilt, wo er es ., bis zum Feldwebel brachte; er diente 72 Jahre treu und ununterbrochen seinem Vaterlande, während welcher Zeit er manchen Feldzug mitmachte. Rabbiner Eduard Reich hielt dem Verblichenen in Gegenwart des gesamten Offizierskorps der Garnison einen tiefempfundenen Nachruf. Jglau. (Goldene Hochzeit.) Am 18. August d. I. feiert der hiesige Kantor Herr Karl Brunner, Besitzer der Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste und Ehrenmitglied des österreichisch-ungarischen Kantorenvereines, mit seiner Gattin Minna, geb. Blum, im engsten Familienkreise die goldene Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut fich in allen Kreisen der größten Achtung und Beliebtheit. Luhatfchowitz. Samstag Abends veranstalteten die hiefigen Kurgäste eine Akademie, deren Erträgnis den Baufond zu einer Synagoge bilden soll. Eingeleitet wurde die Feier durch eine Begrüßungsrede des Dr. Frankl (Kremsier), welche auf die Versammlung einen tiefen Eindruck machte. In böhmischer Sprache begrüßte Herr cand. ehern. Winter st ein die Versammlung, Oberkantor Schwarz (Proßnitz) trug einige Lieder in meisterhafter Weise vor, dessen Tochter erntete durch ihr vortreffliches Klavierspiel reichen Applaus. Prof. Dr. Frankl (Karlsbad) trug Gedichte von Rosenfeld, Heine. Beda vor. Die Kurgäste lohnten die Vorträge durch reichen Beifall. Austerlitz. (Silberne Hochzeit.) Am 10. d. M. feierte Herr Jakob Strach im engsten Familienkreise mit seiner Gattin Susanne, geb. Müller, aus Gaya, das Fest der silbernen Hochzeit. Die beiden Söhne des glücklichen Ehepaares kamen aus Westfalen, wo sie als kommerzielle Beamte tätig sind', herbei, um im Vereine mit dem anmutigen Töchterchen Rosa persönlich die herzlichsten Glückwünsche zum seltenen Freudentage darbringen zu können. Außer aus dem Familienkreise, dem noch die greise, aber überaus rüstige * Mutter der Frau angehört, kamen dem Paare, das sich allgemein außerordentlicher Wertschätzung und Zuneigung erfreut — Herr Strach ist auch im Vorstande der israel. Kultusgemeinde Austerlitz — noch viele innige und herzliche Glückwünsche aus Freundes- und Bekanntenkreisen zu. Teplitz - Schönau. (Votivtafel-Enthüllung.) Am 3. d. M. fand im hiesigen israelitischen Badehospitale eine erhebende Feier, die Enthüllung einer Votivtafel, statt, welche die dankbaren Patienten in Verehrung ihres edlen Wohltäters, des Herrn Geheimen Sanitätsrates Dr. Ignaz Hirsch, gewesenen Stadtrates. Ehrenbürgers von Teplitz-Schönau, Ritter des Franz Joseph-Ordens re. und Primarius dieses Hospitales errichtet haben. Der erforderliche Betrag zur Errichtung dieser Gedenktafel wurde von einem zu diesem Behufe gebildeten Komitee unter den Patienten des Spitales in den denkbar kleinsten Beträgen zusammengetragen, und sohin ein Werk errichtet, welches den Ausdruck der Anerkennung der reichlich verdienten Liebe und Treue jener bildete, denen er zeitlebens seine Kunst geweiht, seine Fürsorge geschenkt, an die er noch in der letzten Stunde seines Lebens gedacht hat. Der Obmann dieses Komitees, Herr Wilhelm Stepper aus Wien hielt eine zum Herzen gehende tiefempfundene Ansprache, mit welcher er die Gedenktafel in die Obhut der Direktion übergab. Nachdem die Hülle gefallen war, wurde die prresterliche Weihe der Gedenktafel durch Se. Ehrwürden Herrn Rabbiner Professor Dr. Kurrein vorgenommen. Hierauf hielt Herr Sidney Riethof, Direktor des Hospitales eine die Verdienste des Verewigten würdigende Ansprache. Schließlich dankte Herr Dr. Rudolf Hirsch, derzeitiger Primarius des Hospitales und Sohn des Verblichenen tiefergriffen für die Ehrungen, die dem Andenken seines unvergeßlichen Vaters gewidmet. Dieser erhebenden Feier wohnten außer den derzeit im Hospitale untergebrachten Patienten bei: Bezirkshanptmann Graf, Oberlandesgerichtsrat Dr. Griinbaum, Bürgermeister Husak, Stadtrat und Zentralinspektor Uiklatsch und Myhxey, der Ovmann der Kursektion, Stadtrat Dr. Langstein, die Stadtverordneten Huberdih, Haueisen, Lande. Oberlehrer Mirsch und Pauzner, der Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde Med.-Dr. Stein, der gewesene Direktor des Hospitales Bankier Berthold Perutz, Medizinalrat Dr. Lieblein, Med.-Dr. Lederer, Med.-Dr. Hauser, Badeverwalter Spitzka. Das festlich geschmückte Vestibül, woselbst die Votivtafel angebracht ist, konnte die Masse der erschienenen Festgäste kaum fassen. Nach Schluß der Feier im Hospitale fand seitens aller Patienten eine feierliche Andacht am Grabe des verewigten Gönners statt, woselbst der von den Hospitalspatienten gewidmete prachtvolle Kranz niedergelegt wurde. Dem Aktionskomitee sind sehr zahlreiche briefliche und telegraphische Sympathiekundgebungen von Nah und Fern zugekommen. Frankfurt a. M. Der einzige noch lebende Sohn des verewigten Rabbiners Samson Raphael Hirsch, Kaufmann Julius Hirsch, ist im Alter von 67 Jahren plötzlich gestorben. Der Verklärte war ein bedeutender Talmudist und hielt streng an den Traditionen seines großen Vaters. Frankfurt a. M Diese Woche verstarb hier nach langjährigem, tückischem Leiden Frau Eva Pappenheim geb. Roos in noch jugendlichem Alter. Sie war eine „Esches chajil" im weitestgehenden Sinne des Wortes, und so wurde ihr Dahingang auch in weiteren Kreisen schmerzlich empfunden. Kiew. Hier ist ein Verein von jüdischen Soldaten und Reservisten, die am russisch-japanischen Kriege teilnahmen, begründet worden. Dem Verein sind 148 Mitglieder beigetreten. Als Ehrenvorsitzender ist der Verwalter des Kiewer Militärrayons, General Iwanow, gewählt worden.

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