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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-08-06 · 32 (6.8.1909) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
32 (6.8.1909)
Date
1909-08-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 32 Dr. Vlochs Wochenschrift. Sette 555 A. F. Ob der jetzt verstorbene, frühere französische Kriegsminister General Gallifet, der während seines Ministeriums die Dreyfus-Affaire durch einen Gnadenakl des Präsidenten von Frankreich zu einem Abschluß brachte, jüdischer Abkunft war, können wir authentisch nicht feststellen. Jedenfalls behauptet das enalische Hofjournal „Truth", seine Familie in Ccupentras iei italienisch-jüdischer Abstammung „mit einer Beimischung eines Tropfens sarazenischen Blutes."_ Dr. Moriz Rappaport-Stiftung für Preisausschreibungen. Das Komitee der voa Dr. Jakob Kappaport za in Andenken an seinen Vater Dr. Moriz Rappaport errichteten Stiftung veröffentlicht hiemit folgende Preisfrage: „Das Judentum zu Ende des jüdischen Staates“. Es sollen die politischen, sozialen und religiösen Verhältnisse, welche zu Ende des jüdischen Staates bestanden, dargelegt und die Bedingungen nachgewiesen werden, welche den Bestand der jüdischen Religion auch nach dem Untergange des jüdischen Staates und unabhängig von demselben ermöglichten. Als Preissumme für die beste Schrift wurden Kronen viertausend (K 4000.—) bestimmt. Diejenigen Personen, welche um diesen Preis zu konkurrieren beabsichtigen, haben die Preisschrifc bis längstens 31. Dezember 1912, mittags 12 Uhr, an das Sekretariat der israel. Kultusgemeinde Wien, 1, Seitenstettengasse 4, III Stock, ohne Namensfertigung mit einem Motto versehen, einzusenden und in einem Kuvert, welches dasselbe Motto trägt, versiegelt Name und Adresse anzugeben. Bemerkt wird, dass stiftsbriefgemäss dem Autor das Recht des Eigentums bleibt und dass, falls der Autor die Publizierung der Preisschrift nicht selbst vornimmt, dem Vorstande der israel. Kultusgemeinde Wien das Recht zusteht, über Vorschlag des Unterzeichneten Kuratoriums die Publizierung zu veranlassen. Klara Krasnopolsky-Stlftuna für Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen K 110.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische Arme. — Bevorzugt sind: Arme Verwandte der Stifterin. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1909. — Verleihungstag: 13. Oktober 1909 (28. Tischri). — Einreichungsstelle: I, Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Josef und ßäcllle Adler-Stiftung für Wobnungsrnfetebelträge. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Beträgen von je K 40.— bis K 60.—. zusammen K 340.-. — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, israelitische Personen. — Berücksichtigung finden in erster Linie: Verwandte der Stifterin Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfache angehörige Personen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Totenschein des Gatten. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1909. — Einreichstelle: I-, Seitens tettengasae 4, IL Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 26. Oktober 1909. — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Wien. 1. August 1909. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Dr. Moriz Rappaport-Stiftung für Preisausschreibungen. Das Komitee der von Dr. Jakob Rappaport zum Andenken an seinen Vater Dr. Moriz Rappaport errichteten Stiftung veröffentlicht hiemit folgende Preisfrage: „Samuel Oppenheimer und sein Kreis“. Es wird eine eingehende Darstellung des Anteiles gewünscht, den Samuel Oppenheimer und jener Kreis von Juden, der sich um diese Persönlichkeit gruppieren lässt, an der Gestaltung der österreichischen Finanzwirtschaft in den letzten Dezennien des 17. und in den ersten des 18. Jahrhunderts genommen haben. Einleitend können die Beziehungen der Judenzu den österreichischen Finanzen in der früheren Zeit erörtert werden. Von einer Aufzählung jedes einzelnen Geschäftes, das 8. Oppenheimer und seine Genossen — es kommen da in erster Linie seine unmittelbaren Nachfolger in Betracht — gemacht haben, soll Umgang genommen, dagegen die wichtigeren kritisch erörtert und vor allem im Zusammenhänge mit der gesamten Finanzwirtschaft Oesterreichs in jenen Tagen die Frage erörtert werden, inwieweit das Verhalten Oppenheimers uud seiner Genossen dem Staate förderlich war. Bei der Untersuchung dieser Frage sollen die Geschäfte selbst, nicht aber günstige oder ungünstige Urteile der Zeitgenossen aller Epigonen das Urteil des Bearbeiters bestimmen. Kurze biographische Daten über das Leben S. Oppenheimers und der übrigen massgebenden Persönlichkeiten sind erwünscht. Als Pi eissumme für die beste Schrift wurden K 3000 (Dreitausend Kronen) bestimmt. Diejenigen Personen, welche um diesen Preis zu konkurrieren beabsichtigen, haben die Preisschrift bis längstens 31. Dezember 1911, mittags 12 Uhr, an das Sekretariat der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, ohne Namensnennung mit einem Motto versehen, einzusenden und in einem Kuvert, welches dasselbe Motto trägt, versiegelt Name und Adresse anzugeben. Bemerkt wird, dass stiftsbriefgemäss dem Autor das Recht des Eigentums bleibt und dass, falls der Autor die Publizierung der Preisschrift nicht selbst vornimmt, dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien das Recht zusteht, über Vorschlag des Unterzeichneten Kuratoriums die Publizierung zu veranlassen. Wien, 1. August 1909. Das Kuratorium der Dr. Moriz Rappaport-Stiftung. israelitische Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass die Bethauskarten für den Gemeindetempel Währing ab 8. August 1909 zur Ausgabe gelangen. Parteien, welche auf die im Vorjahre gehabten Plätze reflektieren, können die betreffenden Betsitzkarten bis zum 2. September I. 1. im Gemeinde-Bezirksamte Währing, Schopenhauerstrasse Nr. 39, täglich (ausgenommen Samstag) von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags beheben. Die bis zum 2. September 1. J. nicht behobenen Karten gelangen zum allgemeinen Verkauf. Wien im August 1909. Der Bethausvorstand Währing. In der Veraorgungsanstalt (Altersversorgungshaus und Siechenhaus) der israelitischen Kultusgemeinde Wien, IX., Seegasse 9, gelangen die Stellen zweier zu Besetzung. Bewerber müssen an einer österreichischen Universität promovierte Doktoren der gesamten Heilkunde, zur Ausübung der ärztlichen Praxis berechtigt sein und haben Spitalpraxis nachzuweisen. Die Anstellung erfolgt für ein Jahr und kann auf dis Dauer von vier Jahren verlängert worden. Die Sekundarärzte beziehen einen Jahresgehalt von je K 1700, sowie freie Wohnung und Verpflegung in der Anstalt. Die näheren Bestimmungen (Dienstinstruktionen für Aerzte enthalten im Organisationsstatut der Versorgunsaustalt) können im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, eingesehen werden. Mit den entsprechenden Personaldokumenten, Studien- und V er Wendungszeugnissen belegten Gesuche sind bis spätestens 18. August 1909 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, abzugeben. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. —- 'enrr vsr — Unter diesem Zeichen unter dem Titel „Schir Chodosch“ erschienen bereits aus der Feder des Gefertigten drei Hefte, enthaltend die feierlichsten Tempelgesänge für Kantor, Solo und Chor, welche nach zwei Richtungen Lin Andacht erwecken sollen, beim Gottesdienste im Rahmen neumodernen Judentums sowohl, als auch in den traditionell-jüdischen Kreisen geweihten Gotteshäusern. Die ersten drei Hefte enthalten die Gesänge I. mpm n:©n vrt-,2 ppin nann li. ■ptra rs snrpp UI. n^ir mn am nbijn *?2 bv "pba •b mar -r>r Nunmehr sind diese Tempelgesänge wirksam erweitert worden durch den herrlichen den rUOTl ©Hi-Festtag am Vorabend erhebend einleitenden ©rrp durch den Weihgesang -pBD '2 und worauf ich das Schwergewicht von Weihe, traditioneller Pietät und gläubige Innigkeit legte, durch die rrrey Alle diese Weihedichtungen, über die der alte Geist altjüdischer Kunst schwebt, haben lautes Echo geweckt bei den grössten Gesangs- und Musikprofessoren des In- und Auslandes. Das Werk ist in schönstem Drucke erschienen. Jedes Heft, auch einzeln, zum Preise von K 2.50 ist gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Bezugsbetrages erhältlich beim Verfasser: Josef Kijewsky, Kantor, Pozsony, sziiihi oeztiiiui 30 Zusendung franko, Abodah K 1.20.

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