Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 31 (30.7.1909)
- Date
- 1909-07-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 527 der Lade zu nähern. Trotzenden bützten daher ihre Unvorsichtigkeit mit dem Tode, indem sie von. den elektrischen Entladungen der Lade getroffen wurden. Nur der amtierende Priester war infolge seiner Amtstracht, .die zum Teil aus Goldgewebe bestand, gegen die elektrischen Entladungen gefeit, da seine Kleidung eine Schutzkleidung gegen dieselben darstellte. Die Anführung einiger Bibelstellen möge den obigen Darlegungen noch hinzugefügt werden, um sie zu bestätigen. Es heitzt im 2. Moses., 25, V. .10: „Machet eine Lade von Akazienholz: dritthalb Ellen soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe. Und sollst sie mit feinem Gold überziehen, inwendig und auswendig." Als Erdung diente wahrscheinlich die Vewandung der Stiftshütte, welche aus mit Goldbelag versehenen Brettern bestand, welcher unter sich sorgfältig leitend verbunden war und mittels silberner Fütze geerdet war. 2. Moses, Kap. 26 heitzt es: „Und sollst den Mittlern Riegel mitten an den Brettern Hindurchstotzen, und alles zusammenfassen von dem einen Ende zu dem andern. Und sollst die Bretter mit Golde überziehen und ihre Ringe von Gold machen, datz man die Riegel drein tue. Und die Riegel sollst du mit Gold überziehen. . . ." In Kap. 27 ist erwähnt, datz um den Hof her Säulen mit silbernen Querstangen und silbernen Haken und ehernen Fützen standen. Diese Gegenstände sind dort genau vorgeschrieben, woraus sich ergibt, datz Moses schon genau wutzte, datz -Silber ein besserer Leiter als Erz ist, und datz «für die Erdung Erz genügt, wie denn überhaupt, wo es auf gute Kontaktbildung ankam, er Gold oder Silber verwendete. Die erwähnte Vorschrift lautet (2. Moses, 27, P. 17): „Alle Säulen und den Hof her sollen silberne Querstäbe und silberne Haken und eherne Fütze haben." Im 2. Moses, Kap. 28 ist die Kleidung der Priester beschrieben. Es geht daraus genau hervor, datz sie eine Schutzkleidung gegen die Entladungen der Bundeslade, welche eine grotze Leydener Flasche war, diente: denn zwischen die kostbaren Gewebe war ein zusammenhängendes Gewebe von Gold angebracht, und es ist (in dem Kapitel) vorgeschrieben, datz der Gürtel dasUnter- und Oberkleid gut zusammenhält, datz also guter Kontakt besteht. Datz diese Kleidung auch wirklich eine Schutzkleidung gewesen ist, geht am deutlichsten aus.dem letzten Vers dieses Kapitels hervor, welcher lautet (Vers 43): „Und Aaron und seine Söhne sollen sie (nämlich diese Schutzkleidung) anhaben, wenn sie in hie Hütte des Stifts gehen, oder hintreten zum Altar, datz sie dienen in dem Heiligtum, datz sie nicht ihre Missetat tragen und sterben müssen. . ." Im Kap. 28, .V. 35 des 2. Buch Moses heitzt es: „Und Aaron soll ihn (nämlich den Schutzmantel) anhaben. wenn er dienet, auf datz er nicht sterbe." Die Bemerkungen: . „datz sie nicht sterben müssen" und „auf datz er nicht sterbe", stimmt mit andern Stellen in der Bibel überein, wo erzählt wird, datz Leute, die gegen das Perbot im Heiligtum hantierten, plötzlich getötet wurden. Sie wurden durch die Entladungen der Leydener Flasche erschlagen. Die Söhne Aarons, Radab und Abihu, gingen einmal in das Heiligtum, nur mit leinenen Kleidern angetan, da (3. Moses, Kap. 10, V. 2) fuhr ein Feuer aus von dem Herrn und verzehrte sie, datz sie starben..." Nach diesem Unfall erhält Aaron den Befehl: „Du und deine Söhne mit dir sollt keinen Wein, noch stark Getränke trinken, wenn ihr in die Hütte des Stifts gehet, auf datz ihr nicht sterbet." (Vers 9.) Die Priester sollten also vollkommen klaren Kopf besitzen, wenn sie sich an ihren, bei Unvorsichtigkeit für ihr Leben gefährlichen, Dienst an Lade und Altar begeben, damit kein ähnlicher Unfall mehr vorkommt. 4. Moses, 4, V. 20 steht Mter den Verordnungen für die Leviten: „Sie aber sollen nicht hinein gehen, zu schauen das Heiligtum auch nur einen Augenblick, datz sie nicht sterben." Im 4. Kap. des 4. Buch Moses ist die Vorschrift für die Verpackung und das Tragen der Lade und der Altäre gegeben, dabei kommt folgender Satz vor: „Wenn nun Aaron und seine Söhne solches ausgerichtet haben, und das Heiligtum und alle seine Geräte bedeckt, wenn das Heer aufbricht, darnach sollen die Kinder Kabath hineingehen. datz sie es tragen: und sollen das Heiligtum nicht anrühren, datz sie nicht sterben. . . ." In dem 1. Buch Chronika ist beschrieben, wie beim Tragen der Lade ein Mann namens Ufa .die Lade anfatzte und dadurch erschlagen wurde. Die betreffende Stelle heitzt (Kap. 13, V. 9 und 10): „Da sie aber kamen zur Tenne Chidon, reckte Usa seine Hand aus, die Lade zu halten: denn die Rinder schritten beiseil aus. Da erzürnte der Grimm des Herrn über Usa und schlug ihn, darum datz er seine Hand hatte ausgereckt an die Lade, datz er daselbst starb. . . ." Im 2. Buch Samuel. Kap. 6, V. 6 und 7 ist ebenfalls von Usas Tod die Rede, es heitzt dort: „Und da sie kamen zur Tenne Nachons griff Usa zu, und hielt die Lade Gottes: denn die Rinder traten beiseit aus. Da ergrimmte des Herrn Zorn über Usa und Gott schlug ihn daselbst um seines Frevels willen, datz er daselbst starb bei der Lade Gottes." Es ist wohl kaum anzuneymen. datz die Priester so unvorsichtig gewesen sind, die Lade vor der Beförderung nicht zu entladen: wahrscheinlich wurde Usa von dem Rückstand der elektrischen Ladung erschlagen, dasselbe braucht gar nicht einmal wirklich unmittelbar tötlich gewirkt zu haben, wenn nur der Schlag .ein kräftiger war, so konnte schon bei der heiligen Scheu, welche die Israeliten vor der Lade und ihrer übersinnlichen Kraft hatten, in dem von dieser Scheu erfatzten Person auch ein durch den Schreck des elektrischen Schlages hervorgerufener Nerven- oder Herzschlag tötliche Wirkung haben, wie ja auch noch heutzutage bei geringen elektrischen Schlägen schon der Tod eingetreten ist. Durch diesen Vorfall gewitzigt, liefe König David die Lade zurück und liefe sie erst später wieder holen, und gab dann den Befehl, datz die Lade von niemand anders als von den Leviten getragen werden solle (1. Chron.. 15, V. 2), da dies die einzigen Leute waren, die mit der Lade umzugehen wutzten. Obgleich nicht ganz genau die Anordnung des Altars beschrieben ist, so genügen doch die gemachten Angaben im Verein mit der Bemerkung in Vers 43 des 28. Kap. des 2. Buch Moses, in welcher vor dem Hinzutreten zum Altar ohne die Amtskleidung wegen der damit verbundenen Lebensgefahr gewarnt wird, um auch den Altar als eine grotze Leydener Flasche anzusehen: wahrscheinlich wurde das Brandopfer, zu welchem ja auch Oel gegossen wurde, durch künstlich herbeigeführte Entladung dieses Kondensators entzündet. Auch scheint der Räucheraltar, welcher ebenfalls aus Akazienholz und mit Gold überzogen war, ähnlich wie die Bundeslade angeordnet gewesen zu sein. Für die Räucherung ist besonders Balsam milerwähnt: dieser strömt ätherische Oele aus, welche sich bei der Entladung des Kondensators durch den dabei entstehenden elektrischen Funken entzündeten. Ein Beweis dafür ist gegeben im 3. Mos., Kap. 9, V. 24, wo es heitzt: „Denn ein Feuer kam aus von dem Herrn, und verzehrete auf dem Altar das Brandopfer und das Fett. . . ." Ein weiterer Beleg dafür ist 1. Chron.. Kap 21. V. 26, dort heitzt es: „Und David baute daselbst dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer, und da er den Herrn anrief, erhörte er ihn durch das Feuer vom Himmel auf den Altar des Brand-