Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 20 (14.5.1909)
- Date
- 1909-05-14
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 20 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 363 L a ch m a n n. — Chief - Rabbi Dc. Hermann Adler (mit Porträt). — Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der „Alliance Jsraslite Universelle": I. Einladung an die Berliner Mitglieder der A. I. U. II. Bericht des Chacham Baschi Haim Nahum über seine im Auftrag der A. I. U. unternommene Expedition zu den Falaschas, III. Der zehnte Jahrestag des Todes der Baronin Hirsch. IV. Die Alliance- Schulen in Alexandrien. V. Notizen. Dr. Eugen Tärrbler. Mitteilungen des . Gesamtarchivs des Judentums. Jahrgang I. Ladenpreis M. 2.—, (Heft 1, M. —.80, Heft 2, M. 1.20,) Buchhandlung Gustav Fock, G. m. b. H. Leipzig 1908 und 1909. Krirfkaftrrr. A. B. in Brünn. Jawohl, der Junge darf konfirmiert werden. M. S. Ueber „Zangwills Pläne" können wir Ihnen eine Auskunft nicht erteilen. Nach der „Franks. Ztg." will Zangwill mit der „Jewish Territorial Organisation" nach dem Fehlschlüßen des Planes einer jüdischen Besiedelung der Cyrenarct in großem Maße die Kolonien in Mesopotamien ansiedelu. Er soll hierzu von großen Finanziers, besonders von Jakob Schiff-Newyork, ausgiebige Unterstützung erhalten. Von türkischer Seite hat Achmed Riza kürzlich dem Oberrabbi der Türkei gegenüber erklärt, die russischen Israeliten würden in Mesopotamien willkommen sein, und sogar den Wunsch geäußert, daß die jüdischen Organisationen dem Gedanken nähertreten möchten. „Ein Zionist". Wir notieren hier über Ihren Wunsch: Der jüngst in dem offiziellen Organe „Die Welt" veröffentlichte Schekelausweis macht kund, daß aus Jnnerösterreich pro 1908 M. 294.16 als Schekel nach Köln abgeführt wurden. „Brunnerianer". In dem Programmartikel der ersten Nummer der „Oefterr. Wochenschrift" im Jahre 1884 wurde die Forderung nach einer gemeinsamen Verfassung des österreichischen Judentums klar formuliert und eingehend begründet. Das erste und alte Statut der „Oesterreichisch-Jftaelitischen Union", verfaßt vom damaligen Abgeordneten Dr. Bloch, statuierte in den Vereinszwecken die Aufgabe, für eine gemeinsame Verfassung der österreichischen Judenheit einzutreten. In den Neunziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts hat der Herausgeber der „Oefterr. Wochenschrift" dem Referenten für jüdische Angelegenheiten im Kultusministerium auf sein Ansuchen einen vollständigen Gesetzentwurf über eine gemeinsame Verfassung der österreichischen Juden mit einem dazu gehörigen Motivenbericht überreicht! Nun aber erzählt der Officiosus der „Brunnerianer" seinen Lesern folgende Neuigkeit: „Die Idee, eine gesetzliche Organisation der österreichischen Jüdeuschaft zu schaffen, ist ein Kind des jüdisch-nationalen Gedankens. Sie ist gesund und wird fortbestehen." Nicht allein inbezug auf jüdische Literatur und Geschichte herrscht bei diesen sogenannten Schriftleitern eine krasse Unwissenheit; sie sind nicht einmal von den jüdischen Vorgängen d r Gegenwart gehörig unterrichtet. K. in B. Alle Gerüchte, daß die Hauptniederlage von L. u. T. Piow a ti, Fleischselcher, I., Adlergasse 3 und Franz Josefs-Quai 19 verkauft wurde, entbehren jeder Begründung. A. F. Der Ghettodichter Leopold K o m p e r t war am 15. Mai 1822 zu Münchengrätz geboren. Er war mehrere Jahre hindurch Mitglied des Wiener israelitischen Kultusvorstandes und des niederösterreichischen Landesschulrates. Dr. L. in G. „Ewiger Jude" nächste Woche. — Salomon Altmann-Waisenstiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 63. — Bewerbungsberechtigt sind: Vater- und mutterlose Waisen ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. — Bevorzugt: In erster Linie Verwandte des Herrn Salomon Altmann, in zweiter Linie aus Oesterreichisch-Schelsien Stammende; endlich in deren Ermanglung solche Bewerber, deren Eltern der Wiener Kultusgemeinde als Mitglieder angehört haben. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenscheine, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, letztes Schulzeugnis, ev. Bestätigung des Chefs oder Lehrherrn über zufriedenstellende Verwendung. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 8. August 1909 (21. Ab.) — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Albert Gansl’sche Stiftung für Israelitische Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 310.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige Israeliten. — Bevorzugt: Bewerber, welche mit der Familie Albert Gansl oder mit den Heinrich und Begine Kohn’schen Nachkommen verwandt sind. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 17. Juli 1909 (28. Tamus). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. L. 8. Goldsteln’scüe He Iratsausstattungs-Stiftung. Anzahl der Patze: Einer im Betrage von K 300.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, verwaiste, israelitische Mädchen. — Bevorzugt: Verwandte des Stifters L. G. Goldstein, geboren zn Altstadt in Böhmen (ehemaliger Kreis Tabor) oder seiner Gattin Katharina, geborene Landauer. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, Nachweis der Verwaisung (Totenschein etc.), eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 4. August 1909. — Gesuchsstellerinnen, welche vor der Verleihung heiraten, haben keinen Anspruch auf die Stiftung. Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelitische Mädchen Charlotte Merores Itzeles“ in Wien, I., Schottenbastei 5. Im „Waisenhause tiir israelitische Mädchen Charlotte Merores Itzeles“ in Wien, werden ab September 1909 zehn mittellose, ganz oder halb verwaiste oder verlassene, gesunde israelitische Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren aufgenommen. Die Zöglinge besuchen, solange sie im schulpflichtigen Alter stehen, die öffentliche Volks- oder Bürgerschnle, erhalten vom vollendeten 14. bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres den Unterricht in allen Zweigen der Hauswirtschaft, werden sodann für einen Beruf ausgebildet und bis zur erlangten Erwerbsfähigkeit, spästestens aber bis zum vollendeten siebzehnten Lebensjahre in der Anstalt erhalten. Aufnahmsgesuche sind namens der Bewerberinnen von deren gesetzlichen Vertretung unter Beilegung des Geburtsscheines, des Heimatsscheines, des Nachweises der Verwaisung oder der Verlassenheit, des Mittellosigkeitszeugnisses und eventuell Schulausweises, des Impfzeugnisses, eines Gesundheitszeugnisses, sowie im Falle der überstandenen natürlichen Blattern eines besonderen ärztlichen Zeugnisses hierüber bis 31. Mai Mai 1909 an das gefertigte Kuratorium zu Händen des Herrn Dr. Felix Katzau, Wien, I., Schottenbastei 3, zu richten. Unter den Bewerberinnen werden jene, welche nach Wien zuständig sind oder deren Eltern durch längere Zeit im Wiener Gemeindegebiet gewohnt haben, in erster Linie berücksichtigt. Der Eintritt in die Anstalt kann nur gegen Beibringung eines vom Gemeindearzte ausgestellten, gemeindeamtlich bestätigten Zeugnisses erfolgen, laut dessen in den letzten vier Wochen vor dem Eintrittstermin im Hausstande des Mädchens kein Fall einer infektiösen Erkrankung vorgekommen ist. Kuratorium der Stiftung „Waisenhaus für israelitische Mädchen Charlotte Merores ltzelesu in Wien. Neu erschienen! Neu erschienen! Ein geeignetes Konfirmationsgescltenk! „BERURIA“ " (320 Seiten) modernes deutsches Gebet- und Andachtsbuch von Rabbiner Dr. Max Grunwald. Ausgabe für junge Mädchen. Preis in elegantem Leineubande K 3.—. Verlagsbuchhandlung Jos. Schlesinger, Wien, I., Seitenstettengasse 5.