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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-03-26 · 13 (26.3.1909) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
13 (26.3.1909)
Date
1909-03-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 13 Sette 230 für nötig befunden, die Redner deshalb zur Ordnung zu rufen. Wir find der Meinung, daß dieses Verhalten des Präfidenten unrichtig ist und ersuchen den Präfidenten, die Redner zu ermahnen, in Zukunft solche Redensarten zu unterlassen." Bei der brannten Geistesverfafiung des Herrn Chomjakow ist freilich famn auzuuehmen, daß er diesem Protest irgend welche Folge geben wird. Von einem Präfidenten, der selbst kürzlich äußerte, daß er ftoh wäre, wenn er eines Morgens beim Erwachen in Rußland keine Juden mehr fände, kann man kaum viel erwarten. Vermischtes. Kranzablösnngsfpeudeu zugunsten der Chewra-Kadifcha in Wien I., S eiten stetteng affe 4 für arme kranke Glaubensgenoffen. Anläßlich des Ablebens des sel. Eugen Wolfner: Von Therese Weiß K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Hermann Vöwy: Von O. T. K 20.—. Hirschhorn und Landesmann, Pötzleinsdorf K 20.—. Zusammen K 40.—. Anläßlich des Ablebens des sel.Leon Weißenberg: Bon Josef Weitzenberg K 50.—, Leopold Munk 20 —, Adolf Pisko 20.—, Leopold Harpner 15.—, Alois Lemberger und Frau 30.—, Berthold Schwarzkopf und Frau 10.—, Rudolf Bisteghi 20.—, Josef Karrach, Lemberg K 50.—. Zusammen K 215.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Albert Handowsky: Von Arnold Frank K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Louis Meller: Von David Tänzer K 10.—, Nathan Schrenzel L 6.—. Zusam. K 15.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob Sokal: Von Bernhard Sokal K 100.—, M. und B. Rappaport 5.—. Isidor Rappaport 3.—, Joachim Sprecher K 10.—. Zusam. K 118.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Leopold Rausnitz: Von desien Kindern K 10.-. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Robert Goldberger: Von Cousin Jakob Krauner K 10.—, F. M. L 10.—. Zusammen K 20.—. Wien. (Trauung.) Sonntag, den 28. Marz l. I., um 2V2 Uhr nachmittags, findet in der Synagoge, II., Leopoldsgaffe 29, die Trauung des Fräulein Ottilie Ko lieb, Tochter des Herrn David Ko lieb, mit Herrn Alfred Alten statt. Wiener Beth-Hamidrasch Verein. H, Ferdinandstraße 23. Montag den 29. März 1909, halb 8 Uhr abends, Vortrag Seiner Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. D. Feuchtwaug über: «Der Midrasch zu Schirath ha Jam." Eintritt ftei. DerVorstand. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien. Der für das laufende Sommersemester gewählte Ausschuß hat sich in folgender Weise konstituiert: Jur. Paul Diamant, Präses; jur. Haus Fisch! und jur. Otto Herzka, Vizepräses; techn. Karl Saborsky und med. Armin Seidl, Schriftführer; jur. Robert Wurmfeld und jur. Arthur Pollatschek, Kassiere; phil. Berthold Hirschl, Zeitungsverweser; jur. Fritz Oberläuder, Bibliothekar und phil. Arthur Wachsberger, Hausverweser. Aktionskomitee für de» Tempelban Wieden- Margaretheu in Wien. Sonntag den 4. April d. I., halb 3 Uhr nachmittags, findet im Wiener Bürgertheatcr zum Besten des Baufondes für den Kaiser- Jnbiläums-Tempel der Bezirke Wieden-Margarethen eine Festvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt: Drei Stufen. Festspiel von Franz Frankl. Hierauf: Das Heiratsnest Lustspiel in 3 Atten von Gustav Davis, von den ersten Straften des Theaters zur Aufführung gebracht. Der Kartenverkauf findet^in der Kanzlei des Vereines V/l, Siebenbrunnengaffe 1 von 5—7 Uhr nachmtttags und beim Schriftführer Herrn Franz' Fraull, V/2, Schönbrunnerstraße 125 (Telephon Nr. 3386) tagsüber statt. Schriftlich oder telephonisch bestellte Karten werden bereitwilligst zugesandt. Wien. Von Herrn Gememderabbiner Dr. S. Gelbhaus, erschien soeben im Verlag des Herrn W. Breitenstein in Wien: «Der alte Orient und das Auftreten und Wirken Serubabels." Wien. Der I. W i e n e r Jüdische Tu rnv e re in veranstaltet am Samstag den 3. April d. I. im Kursalon (Stadtpark) ein Kränzchen mit turnerischen Vo führungen. Karten sind bei allen Vereinsmitgliedern und am Turnplätze, 'IX., Liechtensteinstraße 20, erhältlich. Wien. (Festkonzert.) Mittwoch den 31. März 1909, abends 1 Uhr, findet im Josef-Saal, VIII, Josefsgaffe 12, (Lehrerhaus) ein von der Musikschule Max Adler anläßlich der Zentenarfeier für Chopin, Haydn und Mendelssohn veranstaltetes Festkonzert statt» Karten zu diesem Konzerte sind, erhältlich in der Musikschule, IX., . Roßauergaffe 4. Wien. (Jüdisch - akademischer Juristenverein.) Der in der letzten Nummer Ihres geschätzten Blattes (vom 19. März 1909) besprochene Vortrag des Dr. Rubin wurde nicht für den «Jüdisch-akademischen Zionistenverein" (dieser existiert gar nicht), sondern für den neubegründeten „Jüdisch-akadernischen Juristenverein" gehalten. Wien. Ueber einstimmigen Vorschlag des Vorstandes des Vereines^ „Simmeringer Waisenrat" beschloß die Generalversammlung mit Stimmeneinhelligkeil, das Vor-, standsmitglied Herrn kais. Rat Friedrich Vogel mit Rücksicht auf die besonders hervorragenden Verdienste, die. er sich seit Bestehen des Vereines um diesen erworben hat, zum Ehrenmitgliede zu ernennen. Jüdische Toynbeehalle, Wien, XV., Herklotzgaffe 21.! Im Hause des Vereines zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder.. „Zwei Geisteshelden aus Judas Stamme" nannte Oberrevident Strach, den Vortrag, den er am 20. d. M. vor einem spannungsvoll lauschenden Publikum hielt, das die beiden Säle der Halle bis auf das letzte Plätzchen füllte. In einer Parallele zwischen Mendelssohn und Heine stellte sich der Redner die Aufgabe, das Rätsel zu lösen, das darin zu liegen scheint, daß der eine unangefochten, anerkannt von der ganzen Menschheit, selbst von den Feinden des Judentums gewürdigt, seinen Ehrenplatz in der Geschichte behauptet, während der Dichter trotz seiner Genialität, trotz der höhen Kunst, die er geschaffen, oft mehr geschmäht, als bewundert wird. Der Redner bewies, wie es der. Jude Mendelssohn im Gegensatz zu Heine verstand, durch Charakterfestigkeit, Treue an dem angestammten Glauben auch dem Feinde Achtung, Ehrfurcht und Anerkennung abzuringen, wie denn die verschiedene Beurteilung der zweifellos großen Verdienste, die beide Männer sich um Kunst und Wissenschaft erworben, beeinflußt erscheint durch ihre Stellung zum angestammten Glauben. Vor dem Vortrage hatte die Konzertmeisterin Frau Fnnk- Frennd mit ihren Schülern und Schülerinnen herrliche Proben der Gesangskunst geboten. In Solos und Duetten erbrachten die Damen Fräulein Helene Fischbein, Anny Smert, Helene Fock, Jenny Frankel den Beweis außerordentlicher Begabung und trefflich geschulter Stimmen. Mit besonders lebhaftem Beifalle waren auch die Gesangsvorträge des Herrn Adolf Hanvzel, der über einen breiten kräftigen Baß verfügt, ausgenommen worden. Samstag, den 27. fr M. spricht Herr Oberlehrer Riesenfeld über das Thema: „Jüdische Kirchenfürsten". Wie gewöhnlich folgt auch diesem Vortrage eine Konzertaufführung. Beginn der Vorträge um halb 8 Uhr abends. Internationale Sammlerzeitnng. Unter diesem Titel erscheint seit kurzem in Wien (Redaktion, I., Wipplingerstraße 21) ein Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfteunde, als dessen Herausgeber Norbert Ehrlich und I. Hans Pros! zeichnen. Das Blatt will in weiten Kreisen die Liebe zum Sammeln wecken, Sammlern selbst aber Anregung und Belehrung bieten.

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