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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-07-31 · 31 (31.7.1908) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
31 (31.7.1908)
Date
1908-07-31
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 31 Dr. Llocb's Mocbenscbrtkk. ergangen, Vorlesungen zu halten. Der Ofner Rabbiner Dr. Arnold K i ß, der Uebersetzer Rosenfeld'scher Dichtungen ins Ungarische, denkt auch daran, ihn für eine Vorlesung in Budapest zu gewinnen. Brünn. (Auszeichnung.) Der Oberkantor Josef Heller in Brünn hat zur Feier des Allerhöchsten sechzigjährigen Regierungsjubiläums Sr. k. und k. Apostolischen Majestät eine „Kaiser-Jubiläumshymne", deren Text den mährischen Landesrabbiner Dr. B. Placzek zum Verfasser hat, komponiert und Sr. Majestät mit der Bitte um Annahme dieser Widmung überreicht. Laut Erlasses des k. und k. Oberstkämmereramtes vom 14. Juli 1908, Z. 2006, und des Erlasses des k. k. mährischen Statthalterei-Präsidiums vom 18. Juli 1908, Z. 6313, wurde unter Erteilung der Zustimmung, daß das überreichte Musikstück den offiziellen Titel „Kaiser-Jubiläumshymne" führen darf, dem Komponisten für diese Vorlage der Allerhöchste Dank mit dem Beifügen bekanntgegeben, daß die Einverleibung der Kaiser-Jubiläumshymne in die k. und k. Familienfideikommiß-Bibliothek verfügt worden ist. Kaiser Franz Joseph-Jubilüums-Seehospiz. Die Zeit des Aufenthaltes der 15 Mädchen im Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Seehospiz in Grado naht ihrem Ende. Anfangs August sollen 15 Knaben an die Reihe kommen. Ein Zufall erlaubt es dem Vereine, diesmal noch einen 16. Platz, und zwar nur gegen Entrichtung der Verpflegskosten zu besetzen. Eltern oder Vormünder, die ein Kind diesem Seehospiz in Grado anvertrauen wollen, werden gebeten, sich mit dem Vereine (Bureau IX., Türkenstraße 17) ins Einvernehmen zu setzen. Binkovee. (R a b b i n e r w a h l.) Herr Rabbiner Dr. A. Marmor st ein aus Jamnitz ist zum Bezirksrabbiner in Vinkovce einstimmig gewählt worden. Jüdische Reisende in Rußland. Das englische auswärtige Amt erhielt vom englischen Botschafter in Petersburg die telegraphische Mitteilung, daß die russische Regierung bereit sei, für die britischen Handlungsreisenden jüdischen Glaubens dieselben Privilegien, welche für die reichsdeutschen Untertanen jüdischen Glaubens auf Grund des Handelsvertrages vom 28. Juli 1904 bis zum 31. Dezember 1917 zu verlängern. Der bezogene Vertrag bestimmt, daß reichsdeutsche Untertanen jüdischen Glaubens das Recht haben, sich Reisenden-Zertifikate zu lösen, die ihnen das Recht einräumen, auf dem ganzen russischen Gebiete, sowohl persönlich als auch durch Reisende Geschäfte zu machen. Diese Reisezertifikate werden in Hinkunft im Sinne desselben Vertrages für 150 anstatt 500 Rubel, wie früher ausgegeben. London. (Direktor für internationale Ausstellungen.) Aus London wird berichtet: Die hiesige Handelskammer hat ein eigenes Departement für internationales Ausstellungswesen errichtet, dessen Zweck es ist, sestzustellen, ob England sich an irgend einer im Auslande veranstalteten Ausstellung zu beteiligen habe oder nicht. Zum Honorar-Direktor dieses Departements wurde unser Glaubensgenosse Sir Isidore Spielmann erwählt. Ihm wurde auch die Leitung der britischen Ausstellungen überantwortet. Paris. (Akademiepreise in Paris.) Die Pariser Akademie für politische und Moralwissenschaft hat soeben die Preise für die besten Werke des verflossenen Jahres ausgegeben. Drei Juden erhielten den Titel „Laureate" u. s. w. Herr Jakob, Professor der Höheren Töchterschule in Sevres, für sein Werk über die „Pflichten", Eduard Petit, Generalinspektor des öffentlichen Unterrichtes, für seine Arbeit über „öffentliche Erziehung" und Herr Tschernoff für seine Publikation über die „Republikanische Partei zur Zeit des Staatsstreiches und zweiten Kaiserreiches". Ferner verlieh die Akademie Frantzaise unserem Glaubensgenossen G. Milhand einen großen Preis für sein Werk: „Studien über den wissenschaftlichen Gedanken unter den Griechen und den modernen Nationen." Jüdischer Konsul in Japan. Mr. I. Delpourgo wurde von der argentinischen Republik zum Generalkonsul in Kobe, Japan, ernannt. Mr. Delpourgo residierte bisher in Shanghai und wurde vor Kurzem zum Präsidenten der dortigen Zionistenorganisation gewählt. Petersburg. (Ableben eines jüdis ch-r us s ischen Schriftstellers.) Vorige Woche starb in Petersburg der bekannte russische Schriftsteller P. I- Weinberg im Alter von 78 Jahren. Er wurde im Jahre 1830 in Nikolajew geboren, absolvierte in Odessa das Gymnasium und die historischphilologische Fakultät an der Charkower Universität. Schon im Jahre 1852 begann er zu schreiben. Die meisten der berühmten Weltklasfiker, wie Shakespeare, Goethe usw. find in seiner Uebersetzung in russischer Sprache erschienen. Als Jude hat er mit besonderer Vorliebe Arbeiten mit jüdischen Sujets für seine Uebersetzungen gewählt. So hat er z. B. „Nathan der Weise", „Die Geschichte der jüdischen Literatur" von Karpeles, „Die Juden von Barnow" und „Judith Trachtenberg" von Karl Emil Franzos ins Russische übertragen. Besonders gelungen und viel gelobt find seine Uebersetzungen Heinescher Lieder. Anfangs der 80er Jahre schrieb Weinberg viel für den „Wschod". Auch war er Ehrenmitglied der jüdischen Bildungsgesellschaft. Weinberg genoß unter den russischen Schriftstellern großes Ansehen, hauptsächlich wegen seiner Ehrlichkeit als Publizist und seines edlen Charakters. Es gibt aber auch kaum eine nennenswerte literarische Gesellschaft in Rußland, in welcher Weinberg nicht eine Ehrenstelle innegehabt hätte. Rew-Aork. (103 Jahre alt.) Zahlreiche Freunde und Verwandte hatten sich anfangs dieses Monates bei Josua Z itlin in New-Dork eingefunden, um ihn zu seinem 103. Geburtstage zu beglückwünschen. Zeitlin ist trotz seines hohen Alters noch ganz rüstig und versichert wiederholt, daß er sich wohl nicht „alt" fühle. Besonders staunenswert ist sein kolossales frisches Gedächtnis und seine Gäste waren verblüfft, als Zeitlin, der aus Rußland nach Amerika gekommen, die minutiösesten Einzelheiten über den Einzug Napoleons in RuDmd zum Besten gab. Feuilleton. Ans dem Reiche der Traume. Von Jg. Kramphliöek. Unter der Ueberschrift „Eine interessante rabbinische Frage" brachten die Nummern 27 und 28 der „Oesterreichischen Wochenschrift" Artikel, welche berichten, daß sich hervorragenden Gnostikern des Judentums durch Visionen oder Traumgebilde verborgene Dinge und Geschehniffe offenbaren. Herr Dr. Friedmann beruft sich in seinem Artikel Nr. 28 auf Stellen in Bibel und Talmud, welche dartun, daß Träume nicht immer Schäume find und mit Recht dieses Thema für intereffant und diskusfionsanregend findet. Es ist erwiesen, daß die alten Völker, besonders Egypter, Perser und Griechen den Träumen einen hohen Wert beilegten und gewinnen auch solche bei uns bis noch vor kurzer Zeit für so locker gehaltene geistige Vorgänge im Menschen durch den. nach langen und schweren Kämpfen nunmehr von der Wiffenschaft anerkannten Hypnotismus an Härte und Glaubwürdigkeit. Gemäß der Theorien über den Hypnotismus liegt die Anschauung der bedeutendsten Forscher dieses Gebietes in der Annahme eines allverbreiteten Fluids, welches alle Körper in gegenseitige Verbindung bringt und eine beiderseitige Einwirkung von Körper auf Körper und von Geist auf Geist vermittelt. Treten wir dem Inhalte des Merkchens „Dan Medaniel" näher, so finden wir, daß Rabbi Daniel Proßnitz, segnenden Andenkens, an einem Samstag Nachmittags während des

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