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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-07-31 · 31 (31.7.1908) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
31 (31.7.1908)
Date
1908-07-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 556 Dr. Bloches WochrnschrW. N. 31 Anläßlich des Ablebens des sel. Sigmund Schreiber: Von Albert Kaiser K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Hermann: Von Karl und Johanna Mislap K 40.—, S. Silberstern und Söhne 20.— , Karl Giani jun. K 20.—. Zusammen K 80.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Adolf M. Weiler: Von Ing. F. Weiler K 10.—, Regina Weiler 20.—, Dr. Karl Weiler 10.—, Gustav Weiler 20.—, Albine Malicek K 5.—.Zusam. K 65.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Redlich: Von Hermann Reif K 20.—, Richard Wiener 20.—, Dr. Isidor Braun K 15.—. Zusammen K 55.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Edgar Löwy: Von Alois und Fanny Schnitzer K 20 —, W. Periber und Komp. 10.—, Karl Schnitzer und Frau 10.—, Personal der Firma Löwy und Schnitzer K 10.—. Zusammen K 50.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Simon Schwarz: Von Dr. Gustav Arens K 20—. Anläßlich des Ablebens des sel. Eduard Knöpflmacher: Von Hermann König K 10.—, M. Sonnenschein 10.—, Eugen Rosenberg 10.—, I. Z. Schütz K 50.—. Zusammen K 80.—. Wie». (Verlobung.) Fräulein Olga Lemberger, Tochter des Bethausvorstehers Herrn Karl Lemberger, hat sich mit Herrn Adolf Böhm, in Firma M. Böhm u. Sohn, Wattafabrik, verlobt. Wie». Sonntag den 26. Juli d. I. fand im Festsaale der k. k. Universität in Wien die feierliche Sponsion des Fräulein Karola Bader zur magistra pliai maeiae statt. Fräulein Bader, eine Tochter des Oberlehrers Herrn Moriz Bader in Pohrlitz, absolvierte ihre gymnasialen Studien in Brünn, praktizierte sodann durch drei Jahre in einer Apotheke und vollendete ihre Studien an der Wiener Universität. Sie ist der erste weibliche Apotheker Mährens. Wie». Das k. und k. österreichisch-ungarische Konsulat in Jerusalem hat in einer vom 17. Juli d. I. datierten, sehr ehrenvollen Zuschrift Herrn Professor A n t s ch e r l in Wien für seine Schrift „Elise Herz oder Geschichte der Lämelschule in Jerusalem" Dank und Anerkennung ausgesprochen und gleichzeitig das große Interesse hervorgehoben, das die k. und k. österreichisch-ungarische Regierung und deren Konsulat dieser vor 52 Jahren in Jerusalem durch eine hochherzige Wiener>Dame, Frau Elise Herz geb. Edlen von Lämel — durch deren Abgesandten Dr. Ludwig August Frankl — gegründeten und unter dem Kuratorium der Wiener israelitischen Kultusgemeinde befindlichen Anstalt stets entgegenbringt. Austritte aus dem Judentum. vom 19. bis 25. Juli 1908. Dickes Adolf, Strassenkehrer, geb. 29. Oktober 1859, Wien, II., Untere Augartenstrasse 31. Kann Richard, Hochschüler, geb. 3. Mai 1887, Wien, II. Glockengasse 2. Kuh Felicia von, geb. Rapoport Edle von Porada, k. k. Bauratsgattin, geb. 9. Februar 1873, Krakau, IV., Theresianumgasse 6. Kuh Heinrich Ritter von, k. k. Baurat, geb. 9. April 1869, Wien, IV., Theresianumgasse 6. Kuh Georg Alfred Ritter von, geb. 6. Jnni 1902, (namens der Eheleute Heinrich Ritter von Kuh und Felicia Edle von Kuh.) Skrein Margarethe Emilie, geb. 6. Juni 1894, Wien, I., Schottenbastei 1. Schwarz Georg Emanuel, Student, geb. 10 März 1889, I., Ebendorferstrasse 6. Schleifer Friedrich, Krankenkassenbeamter, geb. 1880, Ybbs a./D., IX., Seegasse 21. Schwoner Oskar, Privatbeamter, geb. 17. Mai 1882, Wien, XVIII., Dittesgasse 3. Schwariz Lipa Leopold, Ingenieur, geb. 25. Dezember 1869, Jassy, Rumänien, IX., Nussdorferstrasse, rHotel Union“. Weisz Anna, Näherin, geb. 22. August 1882, Budapest, XVI., Hippgasse 18. Weisz Hermine, Studentin, geb. 13. Dezember 1885, Kimpolung, Bukowina, VI., Gumpendorferstrasse 35. Holleschau (Goldene Hochzeit eines Radetzky- Veteranen.) Unter diesem Titel brachte das „Extrablatt' die Nachricht und Bildniffe des Ehepaares Herrn J.q«. Lustig und seiner Gattin Anna und wir Holleschauer waren nicht wenig überrascht davon, daß dieses freudige und seltene Ereignis niemand früher erfahren hatte. Tatsächlich erfreut sich das Ehepaar ob seines bescheidenen Wesens großer Beliebtheit in unserer Gemeinde und begab sich auch eine Deputation der Chewra-Kadischa zu den lieben alten Leuten, die sich dieser Ehrung freuten und Ausdruck gaben. Herr Jgn. Lustig, der 1848—1849 in Ungarn und 1852—1853 in Italien vor dem Feinde stand und noch immer Soldat mit Leib und Seele ist, zeigte ganz stolz dieser Deputation eine Abschrift des „Befehles", den Marschall Radetzky am 6. Februar 1853 an die Mailänder Armee erließ. Herr Lustig befindet sich, ebenso wie seine Gattin, in voller körperlicher und geistiger Frische und geht seinem Erwerbe, einem bescheidenen Kleiderhandel, nach. Eibenschütz. In der am 22. Juli dieses Jahres abgehaltenen Sitzung des Vertretungskörpers der israelitischen Kultusgemeinde Eibenschütz wurde über Antrag des Kultusvorstehers Herrn Gustav Neubauer-Samek beschlossen, anläßlich des glorreichen, sechzigjährigen Regierungsjubiläums Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät unseres allergnädigsten Kaisers Franz Joseph I. eine Kaiser-Jubiläumsstiftung zum Zwecke der Unterstützung der Kinder armer, jüdischer Handwerker zu kreieren. Savanyukut (Sauerbrunn). Vor total ausverkauftem Hause, welches die Creme der Gesellschaft gefüllt hatte, fand Freitag den 24. Juli die in unserem Blatte bereits angekündigte Akademie in den Prachtlokalitäten des Cafetiers Herrn Bank statt. Eingeleitet wurde die Akademie mit einer Piece, die die Kuimusik vortrug. Als Zweiter erschien Herr R. Haas, welcher ein Gedicht von Rideamus mit viel Verve rezitierte Die dritte Nummer bezauberte das Publikum. Es war Herr Max Fuchs aus Wien aufs Podium getreten und trug den Prolog aus der Oper „Bajazzo" vor. Seine herrliche Baritonstimme und seine Vortragsweise entfesselten einen noch nie erlebten Beifallssturm. Als Vierte sang Fräulein Mitzi Bellin aus der Oper „Die Klocken von Corneville" mit echt französischem Chic. Die fünfte Nummer füllte Herr Fritz Jellinek aus Wien aus. Er trug die Parodie aus der „Lustigen Witwe"' wunderbar vor. Als Zugabe mußten sowohl Fräulein Bellin als auch Herr Jellinek das „Piccolo-dschin" aus dem „Walzertraum" zum Besten geben. Sie ernteten für dieses liebreizende Duett einen rauschenden Applaus. Aufrichtig gesagt, waren die beiden Vortragenden entzückend in Tanz, Gesang und Spiel. Ein Cellosoli, das Lied an den Abendstern aus der Oper „Tannhäuser" folgte als sechste Nummer. Dann kam Fräulein Emma Wollner, eine Tochter des Kabarettisten und Komikers Herrn Wollner, diese brachte zwei allerliebste Lieder zum Gehör, die das Publikum beifällig aufnahm. Darauf folgte eine Ouvertüre, vorgetragen vom Quartett der Kurkapclle und endlich ein Einakter betitelt: „Ja, so sind sie", Lustspiel von Györessy. Es waren darin die Damen Frl. Olga Grünwald, Frl Theffa Horty, Frl. Mitzi Bellin, Frl. Emma Wollner und Frl. Grete Schermann beschäftigt. Frl. Grünwald gab die „Hermine". Sie spielte mit gewandter Sicherheit und Noblesse. Frl. Thessa Horty (Gregor) war in ihrer Hosenrolle ausgezeichnet. Fräulein Mitzi Bellin und Fräulein Emma Wollner, wie auch Fräulein Schermann verdienen in diesem kleinen Stückchen auch besondere Beachtung. Es wurde flott gespielt und das Publikum kam auf seine Rechnung. Den Schluß des Abends bildete ein Tanzkränzchen, das Herr Heinrich Ullmann aus Oedenburg zur Zufriedenheit leitete. Das ziemlich große Reinerträgnis ist dem „Kinde", d. h. zur Bekleidung und Verköstigung armer Kinder gewidmet. Die artistische Leitung lag in den Händen des Herrn Theaterdirektors Charle aus Düsseldorf und des Herrn Juristen Dr. Straßer aus Wien. Das Vergnügungskomitee, besonders dessen Obmann Herr Heinrich H. Hufserl aus Wien, kann sich für den Erfolg ihrer llnterhaltungsabende gratulieren. Dienstag am 4. August findet ein großes Kinderfest unter der Leitung des bewährten Komitees statt. Das Reinerträgnis ist ebenfalls dem „Kinde" gewidmet. Heinrich Ullmann jun. aus Oedenburg. Morris Rosenfelds Vortragsreise in Galizien. Ueber Morris R o s e n f e l dder gegenwärtig in Karlsbad zur Kur weilt, wird uns von dort geschrieben: Der Gesundheitszustand des jüdischen Volksdichters hat sich wohl in letzter Zeit wesentlich gebessert, doch läßt er noch viel zu wünschen übrig. Er leidet noch stark an Nervosität und als Folge davon an zeitweilig recht heftigen Kopfschmerzen. Trotz allem ist sein schöpferischer Geist immerfort tätig. In letzter Zeit war er noch einer der eifrigsten und produktivsten Mitarbeiter der New- Jorker sozialistischen Zeitschrift „Vorwärts". Seine Glossen „Ueber Welt und Menschen", seine von Zeit zu Zeit erscheinenden Feuilletons, die von tiefer Beobachtungsgabe und bezwingenden Humor zeugen, atmen pulsierendes Leben und können von Jedermann mit Interesse gelesen werden. Der Dichter hat die Absicht, einen Monat lang in Karlsbad zur Kur zu bleiben. Nach erfolgreicher Kur gedenkt Rosenfeld eine größere Vortragstour durch die größeren Städte Galiziens zu unternehmen. In Karlsbad hat sich ein Komitee gebildet, das die Turnee arrangiert und aus zahlreichen galizischen Städten sind bereits an den Dichter Einladungen

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