Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 28 (10.7.1908)
- Date
- 1908-07-10
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3021764-3021793--17498-3042375- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 28 Ar. Lwcv's USiccoengcötfrT Seilt. 509 Neufeld Emil, geb. 21. August 1878, Wien, XIV., Fenzlgasse 1. Neufeld Emma geb. Wertheim, geb. 23. Jänner 1875, Wien, Privatbeamtens-Gattin, XIV., Fenzlgasse l. Pick Elsa, Modistin, geb. 1. Juli 1885, Wien, XV., Karmeliterhofgasse 7. Schick Ella, geb. 5. März 1884, Wien, laut Zuschrift der israelitischen Gemeinde Prag zur römisch-katholischen Kirche. Stern Siegfried, geb. 18. März 1858, Wien, Architekt, I., Köllnerhofgasse 1. Suschitzky Adele geb. Bauer, geb. 19. November 1878, Brünn, X., Raaberbahngasse 8. Suschitzky Wilhelm, geb. 22. Dezember 1877, Wien, X., Raaberbahngasse 8. Wesel Klementine Anna Katharina geb. Laudisch, verwitwete Widäkowich, geb. 23. November 1848, Budapest, Kautmannswitwe, I., Bäckerstrasse 18. Wesel Louise, geb. 23. Oktober 1888, Wien, Private, I., Bäckerstrasse 18. Lnndenburg (Vierzigjähriges Dien stj u b i l ä u m.) Herr Gustav Elsner, Direktor der Kuffnerschen Lundenburger Zuckerfabriks-Aktiengesellschaft, feierte am 5. Juli 1908 das vierzigjährige Dienstjubiläum. Geboren in Ungarisch-Skalitz, absolvierte er daselbst das Untergymnafium, besuchte dann die Oberrealschule in Preßburg und den kommerziellen Fachkurs an der Brünner technischen Hochschule. Direktor E l s n e r ist seit 1885 in Lnndenburg heimatsberechtigt, erfreut sich in der Gesellschaft großer Beliebtheit, ist Mitglied der Stadtgemeinde, Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde und Mitglied vieler humanitärer Vereine und Anstalten. Lnndenburg. (Schulfeier.) Anläßlich des Jahresschlusses fand an der hiesigen zweiklaffigen deutschen Volksschule Samstag den 4. Juli eine Schulfeier statt, welche einen erhebenden, überaus würdigen Verlauf nahm. Welcher Sympathien sich der seit 1. März l. I. hier angestellte Oberlehrer Isidor Robitschek allseits erfreut, gab am besten die große Teilnahme am Schulfeste kund. Außer den zahlreich erschienenen Eltern der betreffenden Kinder nahmen am Feste teil der Herr Bürgermeister M. Holländer und die Gemeindevertretung, der Herr Kultusvorsteher I. Holländer und der Ortsschulrat. Die Schüler der ersten Klaffe brachten das Liederspiel „Der Schwalben Heimkehr" zum gediegenen Vortrage und ernteten reichen Beifall. Die Schüler der zweiten Klaffe brachten zur Aufführung den Schwank „Der Dank des Gnomenkönigs" und das Liederspiel: „Gott erhalte unseren Kaiser" und entledigten sich ihrer Aufgabe zur größten Zufriedenheit. Der Obmann des Ortsschulrates Herr I. Gold hielt eine gediegene Ansprache und dankte dem Lehrkörper für die erzielten ilnterrichtserfolge. Hierauf hielt der Oberlehrer I. Robitschek eine Ansprache, welche auf die zahlreich Erschienenen mächtig wirkte. Den Abschluß der herrlichen Schulfeier, die nicht so bald in Vergessenheit geraten wird, bildete das Absingen der Volkshymne. Jägerndorf. Nach treuer, hingebungsvoller, vierzigjähriger Tätigkeit in unserer Gemeinde wurde unser verdienstvoller Kantor und Religionslehrer Herr Samuel Grünblatt über seinen Wunsch am I. Juli in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Herr Kantor Grünblatt hat sich während seiner hiesigen, vierzigjährigen, selten pflichtreuen Erfüllung seines heiligen Amtes durch seine hervorragenden. kantoralen Eigenschaften, wie nicht minder durch seinen ehrenhaften, biederen und tadellosen Charakter die Liebe und Verehrung der ganzen Stadt zu erwerben gewußt. In Anerkennung dieser großen Verdienste, die in unserer Gemeinde unvergeßlich bleiben werden, hat der Vorstand dem verdienstvollen Beamten einen Pensionsgehalt gewährt, der es ihm ermöglicht, seinen Ruhestand angenehm und sorgenlos verbringen zu können. Wir wünschen dem verdienstvollen Beamten noch ein langes, zufriedenes Leben, daß er seine Ruhe in ungetrübter Gesundheit und Zufriedenheit genießen möge. Als sein Nachfolger wurde Herr Kantor Beer aus Königsberg (Pr.) gewählt. Brünn. Herr Dr. Richard Fialla wurde in die Liste der mährischen Advokatenkammer als Advokat mit dem Wohnsitze in Brünn eingetragen und hat seine Kanzlei mit der seines Vaters Herrn Dr. Hieronymus Fialla, Advokaten und Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, vereinigt. Lobositz. Die bei der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde in Erledigung gelangte Stelle eines Rabbiners wurde Herrn Dr. S. Frankfurter, zurzeit in Köln am Rhein, verliehen. Der neue Rabbiner wird sein Amt Mitte August antreten. Karolinenthal. (Ein Jude Vizebürgermeister.) In der am 1. d. M. stattgehabten Sitzung der Stadtvertretung von Karolinenthal wurde Herr Fabrikant Engelmann zum Vizebürgermeister gewählt. Tarnow. Am 5. Juli l. I. beging der Vorsteher der hiesigen iscaelitschen Kulmsgemeinde üjj-rr Josef Maschler di- Feier der goldenen Hochzeit. Der Juvi'.ar, welcher sich wegen seiner großen Verdienste der größten Beliebtheit unter der hiesigen Jndenschaft erfreut, empfing aus allen Schichten der Bevölkerung Beweise der Sympathie. Der Kultusrat in corpore mit dem Rabbinate begab sich in die Wohnung des Jubilars, wo zuerst der Vizepräsident der Kultusgemeinde Herr Dr. Eduard Rappaport eine Ansprache an drn Gefeierten hielt, in welcher er die hervorragenden Leistungen desselben für die Gemeinde hervorhob und den Wunsch äußerte, daß es ihm noch lange gegönnt sein möge, sich dem Gemeindewohle zu widmen. Nachher ergriff das Wort unser Rabbiner Herr Abraham Schnur, wricher im Namen der ganzen Gemeinde den Vorsteher begrüßte und ihm sowie seiner Gemahlin die Segenswünsche überbrachte. Jmpoi-inr war, wie die Angestellten des Jubilars, welcher Dampfmühlenbesitzcr in, in der Zahl von 80 Personen vor ihm erschienen und in treuen herzlichen Worten ihre Wünsche zum Ausdrucke brachten. Fast alle Vereine sandten Deputationen, um den Kultusvorsieher zu beglückwünschen; der Handwerkerverem „Jad Eharnzim" ernannte ihn anläßlich dieser Feier zum Ehrenmitqliede. Die Judenschaft unserer Stadt ist ihrem Vorsteher dankbar für seine väterliche Obsorge um das Wohl der Gemeinde, besonders für seine Bemühung um die Vollendung einer Synagoge, die den schönsten Synagogen Oesterreichs angereiht werden dürfte. Lauenburg. Herr Dr. Salomon, zurzeit Religionslehrer an den höheren Unterrichtsanstalten in Charlottenburg, ist zum Rabbiner der hiesige» Gemeinde gewählt worden. Keszthely. Der Berichterstatter aus Nagy-Kanizsa referierte in Nr. 23 der geschätzten „Oesterr. Wochenschrift" über das fünfundzwanzigjährige Jubiläumsfest, das die dortige Gemeinde zur Ehrung ihres Rabbiners Dr. Neumann feierte. Der Referent schtlderte in umständlicher Weise den würdigen Verlauf desselben, ging aber über den gesanglichen Teil der gottesdienstlichen Funktiou mit der platten Bemerkung „nach der musikalischen Einleitung" hinweg. Darum erachte ich es als Kantor einer Nachbargemeinde — der das mustergiltige Wirken des als Koryphäe berühmten Oberkantors Katschmaroff und des verdienstvollen Chordirigenten Eckstein seit einer langen Reihe von Jahren zu schätzen und zu würdigen Gelegenheit hatte — für eine unabweisliche Pflicht, über den Erfolg der gesanglichen Funktion, n rchdem ich mir von authentischer Quelle die objektive Auskunft verschaffte, nachträglich zu referieren. Es herrschte nämlich über d.n tklatanten Erfolg der besagten Funktion die Volksstimme in der Gemeinde, welche laut verkündete, daß die Gesangsfaktoren, welche bei jeder Gelegenheit Hervorragendes leisten, bei diesem Jubiläumsseste in ihrer Funktion geradezu brillierten. Nach dem Schlüsse des Gottesdienstes traten der Vorstand und sämtliche anwesenden Dignitäre, mit dem Kurialgerichtspräsidenten an der Spitze, an die ivürdigen Faktoren des gesanglichen Gottesdienstes gratuliernd heran itub verliehen, begeistert von dem glänzenden Erfolge des Gesanges, ihrer Anerkennung beredten Ausdruck. L—r. Zabloeie bei Saybnsch. Am 25. Juni beging die hiesige israelitische Volksschule und mit ihr ihr Leiter, Herr E. Schn-, das 25jährige Jubiläum ihrer Wirksamkeit. Auf Veranlassung des Präses der Kultusgemeitide, Herrn Dr. Broder, d.r sich um die Schule schon viele Verdienste erworben hat. wurde die Doppelfeier in würdiger Weise abgehalten. Im festlich dekorierten Schulsaale erschienen der k. k. Bezirkshauptmann, der k. k. Bezirksschulinspektor, der Direktor der Staatsrealschule aus Saybusch, ferner Mitglieder des k. k. Bezirksschulrates, der gesamte Kultusvorstand, das Schulkomitee und die meisten hiesigen Gemeindemitglieder. Mit einem von den Schulkindern nater Harmoniumbegleitung gesungenen Gebete wurde dte Feier eröffnet. Hierauf folgten Deklamationen und Gesänge in deutscher und panischer Sprache, welche von den Schülern und Schülerinnen in exakter Weise vorgetragen wurden. Nun hielt Herr Schulleiter Schiitz eiite Ansprache, in welcher er die Geschichte der Entwicklung dieser Schule, der ersten, welche vor 25 Jahren die große Kulturaktion der „Jsr. Allianz" in Galizien inaugunerte, anschaulich entrollte. Mit : 0 Kindern hat die Schule ihre Tätigkeit begonnen, heute zählt sie 80. Bedeutend sind die Erfolge, welche die Schule schon erzielt hat. Zahlreiche Schüler und Schülerinnen dieser Schule stehen schon im Leben und füllen ihre verschiedenen Berufsarten, gelehrte wie praktische (besonders viel Handwerker), mit Eifer und Geschick aus. Mit Stolz hob der Redner hervor, daß noch kein Kmd dieser Schule verdorben ist. Zum Schluffe seiner Rede wies er auf das 60jährige Regierungsjubiläum des Kaisers hin, den er besonders als Menschenfreund und Wohltäter pries, worauf ein begeistertes dreimaliges Hoch auf Seine Majestät ausgebracht und die Volkshymne von sämtlichen Schulkindern gesungen wurde. Nun brachten die Schulkinder, geführt von einer Lehrerin, dem Schulleiter eine herzliche Ovation dar. Hierauf ergriffen der Bezirkshauptmann und nach ihm der Bezirksschulinspektor das Wort, indem sie das segensreiche Wirken der hiesigen israelitischen Volksschule in schwungvollen Worten priesen und besonders hervorhoben, daß diese Schule zu den besten des Bezirkes gehöre. Der Schulinspektor überreichte hierauf dem Jubilar ein vom k. k. Bezirksschulräte ausgestelltes Belobungsdekret als Anerkennung für seine an glücklichen Erfolgen reiche, verdienstvolle 25jährige Berufstätigkeit. Nun hielt noch das Mitglied des Bezirksschulrates, Herr Dr. Blmuenfeld,