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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-07-03 · 27 (3.7.1908) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
27 (3.7.1908)
Date
1908-07-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seüe 492 Nr. Llocv's Mlycvenscbrin. Rr. 27 Vermiscbtes. Wien. (Trauung.) Sonntag den 28. Juni, um 3 Uhr nachmittags, fand im Tempel des XX. Bez., Kluckhgasse, die Trauung des Frl. Berta Eltbogen, Tochter des langjährigen, verdienstvollen Präsidenten des Brigittenauer Tempelvereines Herrn Hermann Eltboge«, mit Herrn Richard Dubsky statt. Die interne Sektion des Tempelvereines, deren Obmann Herr Dr. Jakob Roth ist, benützte diesen Anlaß, um Herrn Ellbogen besonders zu ehren. Das Gotteshaus wurde in einen Blumenhain umgewandelt; ebenso der Sitzungssaal mit Teppichen, Blattpflanzen und einem Brautsessel mit Blumenbaldachin reich geschmückt, um welches Arrangement Tempelvorfteher Herr Juwelier Kohn sich viel bemühte. Beim Eintritt des Hochzeitszuges in das von zahlreichen Festgästen, Honoratioren und Deputationen dichtgefüllte Gotteshaus exekutierte ein Streichquartett mit Orgelbegleitung den Festmarsch aus der Oper „Ein Sommernachtstraum", worauf Oberkantor Herr Josef Basier, assistiert von einem gemischten Chor, vor der Bundeslade ein Natanwn-Solo zum Vortrag brachte. Die Trauung vollzog Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Abeles. In seiner erhebenden Ansprache würdigte er die Verdienste des Brautvaters auf kulturreligiösem wie humanitärem Gebiete und forderte das junge Paar auf, diesem edlen Beispiele eifrig nachzu streben. Später fand im Festsaale des Hotel äe France bei einem geschmackvoll arrangierten Buffet eine Gratulationskour statt. Deputationen entsandten: der Brigittenauer Tempelverein mit dem Obmannstellvertreter Herrn Dr. Roseuthal als Sprecher; der Brigittenauer israel. Frauen-Wohltätigkeitsverein mit Frau Dr. Emilie Weiß an der Spitze; der Brigittenauer israel. Unterstützungsverein geführt voui Obmann Juwelier Herrn Jakob Koh«; Obmannstellvertreter Herr Berthold Kaiser hielt eine Ansprache und überreichte eine Adresse. Die Tempeldiener, geführt vom Vorsteher Herrn Dr. Jakob Roth, überreichten mit einer Ansprache des Herrn Löbl eine Adresse. Der humanitäre Verein „Die Brüder", Sprecher Herr Dr. Moritz Kohn. Der Kindergartenverein mit Frau Kauders an der Spitze, Herr kais. Rat Dr. Krüger für den Verein für verkrüppelte Kinder u. v. a. Ferner sind wertvolle Geschenke und zahlreiche telegraphische Glückwünsche eingelaufen. — Herr Ellbogen seinerseits spendete dem Brigittenauer Tempelverein ein kleinformatiges Sefer Thora, welches ein wertvolles Kunstwerk ist, und den gedachten humanitären Vereinen namhafte Beträge. N. Ch. TVien-Mariahrlf. Am letzten Samstag hat im Mariahilfer Tempel die Barmizwah des Sohnes des ehrw. Rabbiners Herrn Dr. T a g l i ch t stattgefunden. In dem ungewöhnlich stark besuchten Tempel waren erschienen: der Gesamtvorstand des Tempelvereines unter Führung des Präsidenten Herrn Doktor E n g e l, die in Wien anwesenden Vorstandsdamen des Frauen- Wohttätigkeitsvereines mit Frau Präsidentin Fr. Strauß an der Spitze, Frau Direktor Heller, Direktor Hecht, Kustos Dr. Frankfurter, Prof. Kraus, Komponist Kafka, kais. Rat T o f f l e r u. v. A. Den Mittelpunkt der Feier bildete die Ansprache des Herrn Rabbiners an seinen Sohn. Der Barmizwah rezitierte seine Hafthora mit weit vernehmlicher Stimme und vielem Verständnis. Wie». Sonntag den 5. Juli d. I., 2 Uhr nachmittags, findet im israelitischen Tempel, Wien, VIII., Neudeggergasse, die Trauung des Fräuleins Dr. Leontine Dawidowicz, Tochter des Advokaten Dr. Adolf Dawidowicz, mit Herrn Norbert Liebermann statt. Wie». Zum Feldrabbiner in der Reserve wurde ernannt Herr Dr. Heinrich Schwengel, Rabbiner in Neuhaus. TalmudThoraVerein für die westliche» Bezirke. Mit einer sinnigen, schlichten Feier, deren Vorbereitung vor allem dem rührigen Vorstandsmitgliede Herrn Isidor Gehlbard zu verdanken ist, wurde am 28. v. M., vormittags halb 11 Uhr das Schuljahr beschlossen. Die Schüler und Schülerinnen unserer Anstalt hatten sich, zum Teil von den Eltern begleitet, im Sitzungssaale unserer Gemeinde, Turnergasse 22 versammelt. Nach einer kurzen Eröffnungsansprache des Vorstandes kamen für diesen Zweck gestiftete Geschenke an eine größere Anzahl von Knaben und Mädchen zur Verteilung. Eine Schülerin sprach der Leitung und den Lehrern der Schule die Versicherung aus, alle die Anstalt nun verlassenden Zöglinge würden ihnen ein dankbares Andenken bewahren. Herr Lehrer W i e s n e r ließ ein herzliches Abschiedswort an die Schüler in den Hinweis auf das leuchtende Vorbild unseres Kaisers ausklingen, worauf die Versammlung die Volkshymne anstimmte. Alle Anwesenden werden auch bei dieser.Gelegenheit den Eindruck gewonnen haben, daß der so verdienstliche Verein, zumal durch die Glaubensgenossen in den westlichen Bezirken, gefördert zu werden durchaus verdient. Israelitischer Humanitätsv rein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen, Wien, l\. Dieser Verein, der in kürzester Zeit es zu einer Mitgliederanzahl von zirka 6000 brachte, hielt am 22. v. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab, die sehr zahlreich besucht war. Zweck war hauptsächlich die mit Rücksicht auf die Höhe der Mitgliederzahl und stetes Anwachsen derselben erforderliche Aenderung der Statuten. Dieselben hatten hauptsächlich die Erhöhung der Beiträge und Erschwerung der Aufnahme unter Berücksichtigung der Altersgrenze von 15 Jahren und Schutz der Rechte der alten Mitglieder zum Zweck. Diese Statutenänderung wurde über Vorsitz und Referat des Präsidenten Herrn Heinrich Taub nahezu einstimmig angenommen. Hiemit erscheint der Bestand des Vereines auf lange Jahre gesichert und hat die rege Vereinstätigkeit wieder begonnen. Das Mannheimer-Gebetbuch in der Schute. Das Bedürfnis nach einem übersetzten Gebetbuche für unsere Jugend in der Schule macht sich immer mehr geltend und darf der Uebersetzung des unvergeßlichen Mannheimer, die wohl oft mehr frei als wörtlich, ' aber sinngemäß und schön ist — Psalmen und Bibelstücke sind meist wörtlich wiedergegeben — jetzt wieder, wo das Gebetbuch in der Schule in den Vordergrund treten soll, das Wort geredet werden. Dieses Gebetbuch gehört zu den populärsten Andachtsbüchern in der Wiener Gemeinde und es muß besonders mit Anerkennung hervorgehoben werden, daß der Vorstand jeden Konfirmanden und jede Konfirmandin mit diesem schönen Andachtsbuche beschenkt. Geben wir dieses Gebetbuch also wieder unserer Jugend wie in den früheren Jahren beim Religionsunterrichte in die Hand, verbessern wir, was im Interesse der Schule zu verbessern wäre, und die um die religiöse Belehrung unserer Jugend besorgten Eltern werden uns nur Dank wissen. Dieses Gebetbuch wäre außerdem das billigste unter den in Betracht kommenden, übersetzten Andachtsbüchern und könnte das übersetzte Machsor desselben Autors in den oberen Klassen unserer Lehranstalten auch gute Verwendung finden. Ein um die religiöse Belehrung unserer Jugend besorgter Familienvater und Mitglied der Wiener Kultusgemeinde. Wien. (Befähigungsprüfung für Kindergärtnerinnen.) An der mit der isr. Kinderbewahraustalt vereinigten und mit dem Oeffentlichkcitsrechte versehenen Ersten Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen in Wien, II. Schiffamtsgasse V>, (gegründet 1868) fand am 24. Juni d. I. unter dem Vorsitze des k. k. Landesschulinspektors Dr. Rieger die BefcHigungsprüfung statt, bei welcher sämtliche erschienenen Kandidatinnen approbiert wurden. Anmeldungen für den 41. Jahreskurs der Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen und den mit diesem verbundenen Bildungskurs für Kinderpflegerinnen (erforderliches Alter: das vollendete 16., bezw. 14. Lebensjahr) werden bei der Direktion entgegengenommen, welche auch über Wunsch Prospekte versendet. Austritte aus dem Judentum. vom 21. bis 27. Juni 1908. Baczewsky Dr. Max Leopold, Patentanwalt, geb. 1873, Wien, III., Marxergasse 5. Baczewsky Natalie geb. Steinhaus, geb. 1883, Zauchtel, Böhmen, III., Wichtelgasse 5. Burger Pauline, Private, geb. 1886, Wien, XVIII., Plenergasse 7.

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