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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-03-27 · 13 (27.3.1908) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
13 (27.3.1908)
Date
1908-03-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr- 13 Dr. JSlocb’s TOocbenscbrltt, Seite 241 Neues aus dev Textilbranche! Es gibt wenige Erzeugnisse, an die so hohe Ansprüche betreffs Haltbarkeit und Gediegenheit gestellt werden, wie dies bei den Teppichen der Fall ist. Ein kostbarer Teppich wird meistens nur einmal angeschafft und soll den Käufer durch das ganze Leben befriedigen. Mit Recht werden deshalb die höchsten Ansprüche an die Vorzügliche Auswahl des zur Verwendung gelangenden Rohmaterials, sowie an die Farbenechtheit, Farbenschönhrit und Farbendauerhastigkeit, sowie an die Gediegenheit der Arbeit, die gleichmäßige feste Ausführung der Knoten gestellt. Der Laie ist aber meistenteils nicht imstande, beurteilen zu können, ob diese Grundbedingungen erfüllt find, und wenn er sich lediglich durch billigen Preis um Kaufe verleiten läßt, so rächt fich dies gewöhnlich durch schlimme Erfahrungen. Ost schon in den ersten Monaten ihres Gebrauches zeigen die Teppiche ihre Minderwertigkeit durch Verlieren an Aussehen, Verblüffen d,r Farben und* vorzeitige Abnützung. Jeder Teppichkauf ist deshalb Vertrauenssache, und wer bei Teppichen nur der Billigkeit nach kaust, kaust sicher zu teuer, denn das Beste ist hier auf alle Fälle auch das Billigste. Es kann daher nicht dringend genug dazu geraten werden, nur bei jener Firma zu kaufen, die durch ihr Renommee die größte und umfassendste Garantie dafür bietet, deren Ruf für beste Ware und reellste Bedienung bürgt. Die Firma S. Schein, Wien, I. Bezirk, Bauernmarkt Nr. 12, deren Chef k. u. k. österreichisch-ungarischer Hoflieferant, Kammerlieferant Seiner Majestät des Kaisers und Sachverständiger und Schätzmeister des k. k. Wiener Handelsgerichtes ist, welche zur Bequemlichkeit ihrer Kunden nebst Mustlagern in Karlsbad, Marienbad, Franzensbad und Abbazia eine ständige Filiale in Lemberg, H etwa n s k a 8, errichtet hat, bietet in ihren prachtvollen echten .orientalischen Teppichen eine in ganz Oesterreich- Ungarn einzig dastehende Kaufgelegenheit. Das Lager der Firma, welche so in der Zentrale Wien, I. Bezirk, Bauernmarkt 12, wie in der Filiale in Lemberg, Hetmanska 8, eine ständige Ausstellung unterhält, bildet da wie dort eine Sehenswürdigkeit, eine Hauptanziehungskraft für Fremde. Es kann auch nicht unerwähnt bleiben, daß der Leiter der Lemberger Filiale soeben nach einem längeren Aufenthalte in der Zentrale in Wien wie auch in den Fabriken der Firma, wo er seine Wahl nicht nur in den feinsten Spitzenartikeln, konfektionierten Portieren, Vorhängen, Bett-, Tisch- und Klavierdecken, orientalischen Teppichen und verschiedenen Kunststickereien, wie auch in einfacheren und feineren Möbelstoffen, Zimmer- und Wandteppichen Bettvorlegern, Lauf- und Spannteppichen, Vorhängen und Decken aus eigenen Fabriken der Firma getroffen, um zu jeder Zeit den Anforderungen der p. t. Kunden aus Galizien und Bukowina gerecht zu sein, nach Lemberg zurückgekehrt ist. Außerdem bereist dieser Filialleiter jedes Jahr einige Male alle größeren Städte Galiziens und der Bukowina, um den p. t. Kunden, welche den brieflichen Verkehr und die größeren Transportkosten aus Wien vermeiden wollen, Gelegenheit zur persönlichen Rücksprache zu geben. Wien. Der jüdische Frauen-Wohltätigkeitsverein „Zuflucht" veranstaltet Samstag den 28. März 1908, Abends 8 Uhr, im Hotel Guth, II., Stefaniestraße, die VIII. ordentliche Generalversammlung. Beth-Hamidrasch „Montefiore". II. Bezirk, Taborstraße 38. Sonntag den 29. März, halb 7 Uhr abends, Vortrag aus Midrasch-Rabba. Mittwoch den 1. April halb 7 Uhr abends, Psalmen. Wien. (Ottakring) Donnerstag den 19. März d. I. veranstaltete der Verein zur Ausspeisung armer israel. Schulkinder des XVI. und XVII. Bezirkes für seine Zöglinge im Arbeiterheim, XVI. Bezirk, Kreitnergasse 17, eine Purimfeier. Zu dieser Feier waren erschienen: Se. Ehrwürden Herr Dr. I. M. Bach, in Vertretung dss Zentralhortes Herr Robert Kolisch, der Gesamtvorstand des Ausspeisungsvereines mit dem Obmanne Herrn Leopold Trebttsch» das Damenkomitee mit ihrer Präsidentin Frau Dr. Adele Bach, in Vertretung des Vereines „Kinderfreunde" Herr Dr. Jakob Deutsch, in Vertretung des Frauenvereines XVI. Bezirk Frau S. Bach, in Vertretung des Vereines „Kinderstütze" der Obmannstellvertreter Herr Singer und ein zahlreiches Publikum. Unter der Leitung der Hortlehrerin Fräulein Weiß wurde von den Zöglingen des Mädchenhortes ein kleines Theaterstück „Das Häuschen am Strande" aufgeführt. Tänze arrangiert und deklamiert. Die Zöglinge des Knabenhortes sangen Lieder unter der Leitung des Hortlehrers Herrn Großmann. Das Publikum war ganz entzückt von den besonderen Leistungen der Kinder des Hortes und rührend war es anzusehen, wie die Kinder durch den reichen Beifall von Seite des Publikums hocherfreut waren. Wenn auch dieser Hort erst seit einem halben Jahre besteht, so hat er gezeigt, wie Vortreffliches man bei diesen Kindern, die leider fich selbst überlassen find, leisten kann. Nach der Feier wurden die 140 Zöglinge des Ausspeisungsvereines mit Bäckerei und Obst beschenkt. Der Verein will eben unsere arme israelitische Jugend nicht nur ausspeisen, sondern diese auch zu nützliche Menschen der Gesellschaft heranbilden und appelliert dabei auf die Mithilfe seiner Glaubensgenoffen. Wien. Die am 17. März d. I. im „Hotel Central" stattgefundene Purimfeier des Vereines der Kolomeaer nahm einen glänzenden Verlauf, der alle Erwartungen der Veranstalter übertraf. Der Saal des „Hotel Central" und dessen Nebenräume waren dicht gefüllt und eine freudige Stimmung herrschte insbesondere unter der Jugend, die zahlreich vertreten war. Von den studentischen Vereinigungen erschienen die Vertreter der „Jüdischen Kultur", der „Bar Giora". „Bar Kochba", „Esperanza" außerdem kamen Vertreterinnen des Mädchenvereines „Mirjam". Die Festrede hielt Herr Friedrich Kruh, die er in dem Wunsche ausklingen ließ, daß die in der Diaspora lebenden Juden recht bald nur Feiertage und keine Trauertage begehen mögen. Entzückend waren die Vorträge der Herren Baffer und Perlmann und der Damen Grab und Perlmann. Die Piece de resistance bildete der Einakter „Die Purim-Sudeh", welcher vom Publikum sehr viel belacht und von einer polnisch-jüdischen Schauspielertruppe unter Leitung des Herrn Stepler gespielt wurde. Nach den Produktionen huldigte die Jugend dem Tanze bis zum Hereinbrechen des neuen Tages. An dem Feste nahm auch der Obmann des zionistischen D. C. Herr Max Markts und Herr Dr. Josef Zipser, Ehrenpräsident des Vereines der Kolomeaer, teil. Um das Gelingen des Festes machten sich besonders verdient: Herr Friedrich Kruh, Herr S. Weiuinger. das Vergnügungskomitee und die Mitglieder des Vereines „Jüoische Kultur". Die Musik besorgte die aus zehn Mann bestehende jüdische Kapelle Wegner, welche jüdische Weisen in künstlerisch vollendeter Form zum Vortrage brachte. Austritte aus dem Judentum vom 7. bis 16. März 1908. Deutsch Ludwig, Buchhalter, I., Tuchlauben 13. Bernstein Richard, Redakteur aus Wien, dzt. Gablonz. Morgenstern geb. Fischer Stefanie, I., Elisabethstrasse 26. Medak Emil, Schauspieler, II., Ybbsstrasse 16. Galote Adele, Priv.-Beamtensgattin, VI., Kaunitzgasse 33. Heinzeimann Willy Jones, cand. med., I., Schottenring 3. Geiringer Rudolf, Jurist, III., Beatrixgasse 4 a. Schwarz Vera, Schülerin, Margarethenstrasse 10. Gail Dr., Heinrich, Arzt, I., Naglergasse 1. Goldstein Rebecca, Bedienerin, III., Erdbergstrasse 74. Adler Sigmund, Realitätenbesitzer, VI., Gumpendorferstrasse 18. Schnabl Leonie, Private, IX., Porzellangasse 24. Kohn Johann, Bürgerschüler, IX., Währingergürtel 142. Haas Heinrich, Privatbeamter, XVIII., Semperstrasse 8. Schopf geb. Schatz Margarethe, XX., Traunfelsgasse 6. Grünberger Sigm. Leop., Privatbeamter, III., Kegelgasse 2a. Meitner Gisela, Dr., Aerztin im k. k. Allg. Krankenh., I., Esslingg. 15 * Mit Bezug auf den Bericht in der letzten Nummer der „Oesterr. Wochenschrift", betreffend den Austritt der Frau Anna L ö w y aus dem Judentume, werden wir von unterrichteter Seite ersucht, mitzuteilen, „daß die Sache auf ein bedauerliches und verhängnisvolles Mißverständnis zurüchuführen sei und daß die genannte Dame tatsächlich nach wie vor dem Judentume angehört."

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