Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 13 (27.3.1908)
- Date
- 1908-03-27
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Sette 240 Dr. Vloch's WochsnjchrM. Nr. 13 Vermischtes. Kranzablösuugsfpendeü zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I., Seitenstettengaffe 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens der fel. Sarah Goldberg: Von der Familie K 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Emma Licht: Von Emanuel Feuerstein L 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Regine Glattauer: Von H. Bauer K 10.—, Max Pollak 10.—, Sigmund Goldschmidt K 10.—. Zusammen K 30.—. Anläßlich des Ablebens des sel Jakob Hoffenreich: Von Heinrich Hoffenreich und Frau K 10.—, Anton und Katharina Seidel 10.—, Sigmund Kubinyi K 5.—. Zusam. K 25.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jaroslav Wohlmuth: Von I. Spira K 5.—, Hugo Weiß K 10.—. Zusamm. K 15.—. Anläßlich des StblebenS der sel. Rudolfine Mallowan: Von Familie Mallowan 15.—, der Enkelin Rosa X 3.—. Zusammen g Itz._ Anläßlich des Ablebens des sel. David Stransky: Von Sofie Nierensee K 10.—, Margarethe Tischler K 5.—. Zusammen K 15.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Therese Mandelbaum: Von Bernhard Dreikurs K 2.—, Martin Stern K2.—. Zus. K4.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Baumwald: Von den Kindern K 100.-, Ludwig De isch 20. -, A. Freund 30.—, Salomon Beck 4.—, I. B. 5.—, Ernst Feilendorf 20.—, Fischer, Tyrnau 20.—. Therese Beer K 20.— . Zusammen K 219.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Dörfler: Von Hugo Dörfler K 2 —, Ludwig Dörfler 3.—, Jetti Rosenthal K 3.—. Zusammen K 8.—. Baron Fould-Springer. Wie die Tagesblätter melden, hat der Kaiser Herrn Eugen Fould, dem Schwiegersöhne des bekannten Bankiers und Großindustriellen Baron Gustav Springer den österreichischen Freiherrnstand verliehen und ihm gestattet, seinem Namen den Namen Springer beizufügen. Baron Eugen Foul d-S p r i n ger ist der Gatte, der einzigen Tochter des Baron Gustav Springer, der sonst keme Nachkommenschaft hat. Die beiden Brüder des Barons, die Freiherren Hermann und Alfred Springer, sind unverehelicht gestorben und somit wäre das Geschlecht nachdem einstigen Ableben des gegenwärtigen Namensträgers erloschen. Der einstige Erbe des nach vielen Millionen zählenden Vermögens des freiherrlichen Hauses Springer ist nun durch die kaiserliche Verleihung auch der Erbe des Wappens geworden. Lese- «nd Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien. Die Ausschußwahlen für den Sommer-Semester ergaben folgendes Resultat: med. Albert Baum, Präses; zur. Josef Ruf eisen, I. Vizepräses; zur. Siegfried Milch, II. Vicepräses; phil. Emil E. H olzmann, I. Schriftführer; zur. Otto H e r z k a, II. Schriftführer; med. Emil Gahlberg, I. Kasfier; zur. Adolf Unger, II. Kassier; phil. Karl Teller, Bibliothekar; phil. Leo Finke lstein, Zeitungsverweser; phil. Arthur Donath, Hausverweser. Akad. Verein „Jüdische Kultur". Samstag den 28. d. M. hält Herr Dr. Josef Z i p s e r im Lokale des genannten Vereines (II., Floßgasse 9/6) einen Vortrag über: „Die derzeitige gesetzliche Organisation der israel. Kultusgemeinden in Oesterreich". Beginn Präzise 8 Uhr abends. Gäste herzlichst willkommen. Wien. Der israelitische Tempelverein für den X. Gemeindebezirk Wiens, X., Humboldtgasse 27, veranstaltet Montag, deu 30. März 1908, präzise 8 Uhr abends, im Lehrsaale des jüdischen Schulvereines, X., Hasengasse 7 die 32. ordentliche Generalversammlung. Wien. Bei der konstituierenden Versammlung des neu gebildeten Damen-Schwimmklubs, welcher den Titel „Erster österreichischer Damcn-Schwimmklub „Wien" führen und die Farben rot-weiß auf schwarzem Kleid tragen wird, wurden in den Vorstand gewählt: Fr. Eleonore Döry, Fr. Leopoldine Fasset, Fr. Antonie Graf, Fr. Balduin Groller. Fr. Berta Käs, Fr. Elsa Neuhut-Döry und Fr. I. Sinek. Die Klubstunden finden im Dianabad von halb 5 bis halb 7 Uhr an Dienstagen und Freitagen statt. Sowohl Anfängerinnen als vorgeschrittene Schwimmerinnen werden in allen Schwimmarten und im Springen unterwiesen. Meisterschwimmer und Meisterspringer haben sich in liebenswürdigster Weise dazu erbötig gemacht. Erster Klubabend: Dienstag, den 7. A p r i l. Wien. Dienstag den 17. März, am Purimabend, veranstaltete der Brigittenauer israel. Unterst ü tz u n g s v e r e i n, der unter der Aegide des Juweliers Jakob K o h n steht, in den Räumen des Kursalons seine obligate Maskenredoute. Der Zuspruch war ein außerordentlich großer und daher sehr erfreulicher. Durch die weiten herrlichen Räume wogte ein ausgewähltes und frohbewegtes Publikum. Die Jugend beiderlei Geschlechtes war in sehr hübschen Kostümen erschienen. Man sah geschmackvolle Einzelmasken und originelle Gruppen. Bei den Klängen einer Regimentskapelle wurde bis zum Morgengrauen umso flotter getanzt, als das Fest einen überaus befriedigenden Reingewinn für die jüdischen Armen in der Brigittenau geliefert hat. Zwölf als besonders originell anerkannten Gruppen und Einzelmasken wurden je vier Preise, zu je K 30, 20, 10 zuerkannt, sämtliche Prämiierte jedoch widmeten aber sofort die erhaltenen Beträge wieder dem Vereine. Ferner gelangten drei Schönheitspreise zur Verteilung. Um das Gelingen des überaus schönen Festes machten fich besonders verdient die Damen Frau Dr. Emilie Weiß, Frau Sekretär Marie K o h u und die Gattin des Obmannes Frau Juwelier K o h n. Unter den anwesenden Honoratioren bemerkten wir: Herrn Hermann Eltbogen, Sekretär Josef Kohn, Hauptmann Dermancek samt Gemahlin, Dr. I. Roth. Heinrich Weiner, Adolf Feuer samt Gemahlin, Sigmund L i f c z y c samt Gemahlin, Michael Reiter samt Gemahlin, Dr. K r a u s z samt Gemahlin, Jg. B a r ch e l e s samt Ge- * mahlin, Dr. Barcheles, Architekt Süß als Obmann des Jungeherrenkomitee, Herrn Max samt Gemahlin, Herrn Neuh a u s, B. S ch i ck samt Gattin, Dr. F r e u n d, Dr. Hönigsm a n n u. v. a. V. Ch. Wien. In der am 14. d. M. stattgefundenen Vorstandssitzung des Brigittenauer Tempelvereines wurde die Resignation des langjährigen Vorstehers Herrn Adolf Schreiber mit Bedauern zur Kenntnis genommen und Herr Michael Reiter, öffentlicher Gesellschafter der Firma Benedikt, Schneid & Reiter, I, Zelinkagasse 12, durch einstimmigen Beschluß in den Vorstand kooptiert. Durch diese Kooptierung hat der Tempelvorstand dem Wunsche eines großen Teiles der Brigittenauer Judenschaft Rechnung getragen. Herr Michael Reiter ist ein solk made man. Hebräisches wie humanistisches Wissen verbindet er mit Bescheidenheit und Schlichtheit, weshalb er sich allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung erfreut. Jüdische Toynbeehalle XV., Herklotzgasse 21. Die herrlichen Dichtungen unserer jungjüdischen Kunst in guter Auswahl meisterhaft vorgetragen, gaben den Zuhörern am 21. d. M. Gelegenheit zu reichen Beifall. S. Strauß' Vortragskunst steigerte ihn zeitweilig bis zum Enthusiasmus. Samstag den 28. d. M. findet ein großes Konzert, arrangiert von der Gesangsmeisterin Frau Elsa Freund-Funck, statt. Eintritt frei. Beginn 8 Uhr. Für das Kind. Getreu dem Wunsche des Kaisers, die Kundgebungen loyaler Gefühle aus Anlaß des Regierungsjubiläums dem Wohle des Kindes zu widmen, hat das „Kaiser Franz Josephs- Ferienheim" ein Komitee hervorragender Männer und Frauen berufen, das sich die Errichtung eines Seehospitzes für skrofulöse Kinder an der Adria zur Aufgabe gestellt hat. In diesem Hospitz sollen kranke Kinder aus allen Kronländern Oesterreichs Aufnahme finden.