Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 7 (14.2.1908)
- Date
- 1908-02-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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«eite 1*8 Dr. Wiocb's MocbenscbrLrt» Nr. 7 Reue Bücher. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für modernes Judentum. Herausgegeben von Leo Win z. Verlag Ost und W e st. Berlin W. 8. Organ der Deutschen Konferenz-Gemeinschaft der „Alliance Jsraelite Universelle". 8. Jahrgang. Heft 2. Februar 1908. Inhalt: B. Samuel: Der Messias von Wien. Dr. Simon Bernfeld: Ein Moses Mendelssohn-Denkmal. A. Benesra: Jüdische Büchersammlung in alter und neuer Zeit-. Eine kulturgeschichtliche Skizze II. G. Kutna: Die Opferung Jsaks in der bildenden Kunst. (Mit 14 Illustrationen.) Adam S z y m a n s k i: In der Verbannung. (Erzählung.) Dr. M. Fried, Stockholm: König Oskar II. von Schweden. Das Lied vom Vögele. Jüdisches Volkslied. (Noten.) Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der „A llianceJsraolitellniverselle": L Bekanntmachung. II. Das neue Heim der „Alliance Jsraelite Universelle" in Paris. (Mit 5 Illustrationen.) III. Die Israeliten in Marokko. IV. Die Juden in Tunis. V. Leroy- Beaulieu über die europäische Einwanderung nach Amerika. VI. Die gegenwärtige Lage der Juden in Rumänien. VII. Die Falaschas.^ VIII. Fürst Urussow über die I. C. A. IX. Notizen. Illustration nach Kunstwerken. „Die Juden und die Freiheit der Wissenschaft". Im Verlage der „Selbstwehr" in Prag ist die Rede, die der Reichsratsabgeordnete Dr. Arthur Mahler im österreichischen Parlamente gehalten hat, als Broschüre unter obigem Titel erschienen. Adolf Gelber. Der Kaiser. — Der Erzherzog-Thronfolger. Separatabdruck aus der Zeitschrift: „Das Forum". Verlag „Das Forum", Wien 1908. Kriefkafterr. I. W., Gr.-Enzersdorf. Zur Beantwortung solcher Fragen ist ausschließlich das zuständige Nabbinat berechtigt. K. L. Bekanntlich hat sich im vorigen Jahre in Rußland ein Konsortium, bestehend aus Schriftstellern und Finanziers, zum Zwecke der Herausgabe einer jüdischen Enzyklopädie in russischer Sprache gebildet. Wie „Fraind" zu melden weiß, wird der erste Band dieses großen Werkes bereits im Marz dieses Jahres im Druck erscheinen. F. R. Auch von einer Versammlung jüdischer Handwerker in Petersburg wurde beschlossen, die Pttersburger Kultusgemeinde aufzufordern, durch rascheste Gründung einer Kommnnalfleischbank der täglich steigenden Teuerung des Koscherfleisches zu steuern. Da das Projekt von dem Rabbiner Katzenellenbogen gebilligt wird, dürfte die Fleischbank in allernächster Zeit errichtet werden. „Renegat." Da in Rußland in jüngster Zeit der Uebertritt .solcher Juden, die die höheren Schulen absolvieren, stark überhandnimmt, hat das Bildungsministerium angeorünet, daß in alle Zeuguisie und Diplome, welche an getaufte Juden ausgefolgt werden, der Vermerk aufzunehmen sei: „Entstammt dem Judentume". N. G in B. Der Librettist der „G e i s h a", ist Owe n Hall, der vom Haute aus James Davids hieß, er hat neben dem Text zur „Geisha" zahlreiche andere Libretti verfaßt. Ehe sich Owen Hall dem Theater zuwandte, war er 12 Jahre lang Advokat. BktthUde Kohu, Wien. Unterschriften und Zustimmungskundgebuugen sind an Herrn Dr. Friedrich E l b o g e n, Hof- und Gerichts- Advokat. I., Graben 29, zu richten. M. M«, Prag. Die Mitteilung, daß der Vorstand des Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Tempels für den Gottesdienst christliche Säuger ausgenommen und jüdische Choristen zurückgewiesen hat, können wir unmöglich als wahr annehmen. O. F. in G. Durch die inzwischen erfolgten Vorgänge bereits überholt. Aufruf. Fünfzig Jahre sind es nun, daß sich in Jerusalem ein Verein gebildet hat. der es sich zur Aufgabe gesetzt, ursprünglich den Kranken und Schwerkranken in Jerusalem Heilung oder zumindest Linderung zu verschaffen. Das Krankenhaus, wie es am Anfänge seines Bestandes war, hatte nur zwei Zimmer. Späterhin, als sich die Zahl der Leidenden vergrößerte, mußte durch Zubauten dem Raummangel Abhilfe geschaffen werden. Aber immer größer wurde die Zahl, denn es waren Leidende nicht nur aus Jerusalem, die um Aufnahme baten, sondern aus allen Kolonien strömt n die Unglücklichen herbei. Und in dieser Stadt, wo noch nie der Ausspruch getan worden ist: „Mir ist der Platz zu enge," mußte der den Kranken hartherzig erscheinende Ausruf getan werden: „Der Platz ist zu enge." Und nun, liebe Brüder! rüstet Euch Alle und tretet Jeder mit Euerem Scherflein dem drohenden Gespenst der Krankheit entgegen und helfet Alle, Jeder nach Vermögen, wirksamst zur Erbauung des neuen Hospitales. das nach den vorliegenden Plänen 200 Betten fassen soll, um so der Not und dem Raummangel wirksamü zu steuern. Der Fond des Bikur-Cholim-Hospitales ist durch Zubauten an das alte Krankenheim und durch das Versiegen der Geldspenden, die ihm sonst aus allen Ländern zukamen, gänzlich erschöpft. Und soll nun das neue Krankenhaus, welches das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden wird, dann muß schleunigst in pekuniärer Hinsicht geholfen werden Darum schnell geholfen, denn doppelt gibt, wer schnell gibt. Mit dem Ausdrucke der vorzüglichste» Hochachtung zeichnet in Vertretun; des Bikur-Cholim-Hospitales der Ergebenste E. J. L. Aufruf. Im Dorfe Czihoscht bei Leschtina in Böhmen lebt ein siebzigjähriger Jude Josef Horner, der seit Jahren schwachsinnig und brustkrank, nun auch noch gelähmt ist. Derselbe ist Witwer mit einer Tochter, die im Dienste gichtleidend wurde und nun auch arbeitsunfähig ist, besitzt nicht das geringste Vermögen, um sich Kleider, Wäsche, Schuhe oder etwas Kräftigendes kaufen zu können, und sind diese zwei Menschen .dem größten Elende preisgegeben, wenn wohltätige Menschen es nicht mildern werden. Jedoch das jüdische Herz wird nicht dulden, daß zwei arme kranke Menschen buchstäblich vor Hunger und Kälte umkommen, und wird die geringste Gabe gewiß dem Geber Segen bringen. Gütige Spenden würde Herr Adolf E i s n e r - H a b e r n, der aufopferungsvolle Schwager des armen Kranken, bestens für diesen verwalten und verwenden. Für diesen Armen sandte uns gleichzeitig eine Spende von K. 2.— Frau Mathiloe Kohn, Wien. V. Schönbrunnerstraße 85. Notiz. Allgemeine Depositen-Bank. Der Verwaltungsrat beehrt sich hiermit, die stimmberechtigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen- Bank zur XXXVI. ordentlichen Generalversammlung, welche Dienstag den 2.Y Februar 1908^ vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale des Anstaltsgebäudes (I., Schottengasse 1) stattfinden wird, einzuladen. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1907. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl von zwei Mitgliedern des Verwaltungsrates. 5. Wahl des Revisionsausschusses, bestehend aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmanue. Die Herren Aktionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden eingeladen, nach § 18 der Gesellschaftsstatuten ihre Aktien wenigstens acht Tage früher, das ist bis spätestens inklusive 18. Februar 1908, bei der Allgemeinen Depositen-Bank in Wien (I., Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungsabschluß pro 1907 wird den zur Generalversammlung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. — § 18. Jeder Aktionär ist in der Generalversammlung zu so vielen Stimmen berechtigt, so vielmal er.10 Aktien besitzt. — Aktien, auf Grund deren in. einer Generalversammlung ein Stimmrecht ausgeübt werden soll, müssen samt den noch nicht fälligen Coupons wenigstens acht Tage vor dem Tage der Versammlung an einem vom Verwaltungsrate kundgemachten Orte deponiert werden« Eitel fioJdschmid'scIie Stiftung für Mittelschüler. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass aus der obengenannten Stiftung für das laufende Schuljahr 3 Stipendien ä K 100 an Gymnasialschüler israelitischer Konfession zu verleihen sind. Die mit dem Geburtsschein, Studienzeugnissen und einem Mittellosigkeitszeugnisse versehenen Gesuche sind bis 29 Februar 1908 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters Herrn Moritz Eitter von Goldschmidt oder seiner Gattin Nanette, geborene Land,auer erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugehen, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, beziehungsweise wie hoch der Betrag desselben ist. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betrelenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet eingelangte Gesuche werden nicht berücksichtigt.