Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 5 (31.1.1908)
- Date
- 1908-01-31
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Nr. 5 Sette 87 Dr. Lloch's Wochen:christ. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosalia Eidlitz: Von Ignaz Preis X 10.—, Therese Engler K 7.—. Zusammen K 17.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Wilhelm Heß: Von Heinrich Bloch K 3.—, Felix Stricker 3.—, Samuel Heß K 8.—. Zusammen X 9.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Hugo Neurath: Von Familie Josef Flesch X 50.—, Anna Löwy 5.—, Rudolf Weinwurm X 3.—. Zusammen K 58.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Fanny I a r m n t h: Von Leopold Pfeifer X 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. B e t t i O r n st e i n : Von Alfred Epstein K 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Agnes Schulhof: Von Mathilde und Josef Sittig X 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Karoline Singer: Von S. Steiner und Frau K 10.—, Frau Dr. Weisel 10.—, Ignaz und Jenny Zweig 15.—, Familie Bach, Paris 30.—, A. Del Porto und Frau, Paris 30.—, R. Leon und Frau, Paris 30.—, F. Gentili und Frau, Paris 30.-, Fam. Dr. de Castro-Bay, Konstantinopel 30.—, O. de Castro und Frau, Rom 30.—, I. Castel-Bolognesi, Rom 30. —, E. Enrique; und Frau, Paris 30.—. Alfred und Gustav Löwenbach, Bukarest 40.—, Stefi Aghion, Alexandrien X 25.—. Znsam X 340.- . Vortragszyklus aus jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur. Donnerstag den 6. Februar 1908, präzise l/.ß Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architekten- Vereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn k. k. Regierungsrates Professor Dr. Wilhelm Jerusalem statt. Thema: „Spinoza und das Judentum". Eintritt frei, ohne Karten. Konzerte der Toynbee Halle. Die letztwöchentlichen Konzerte der Toynbee-Halle wiesen qualitativ und quantitativ ein glänzendes Programm auf. — Samstag den 26. Dezember haben die Sängerinn-n Fräulein Pines und Fräulein Helmer sowie die Pianistin Fräulein Korda lebhafteste Anerkennung gefunden. — Am 18. Jänner d. I. ernteten die Sängerin Fräulein Grete Holm, Pianist Kornelms Czerniawski, ein Spüler Leschetitzkys, der Violinist Herr Buchbinder und Kapellmeister Stolz pom Theater an der Wien, welcher eigene Liederkompositionen feinfühlig begleitete, reichen Beifall. Stürmisch akklamiert wurde die Arrangeurin der beiden Abende, Gesangsmeisterin Frau Else Freund- Funk. — Den Konzertabend, welcher am 25. d. M. in der Toynbee- Halle stattfand, hatte die Gesangspädagogin Fräulein Hilda Goldberg arrangiert. Basfist Altmann, Baritonist Schwarz. Tenorist Neumann, die Sängerinnen Fräulein Hammerschlag und Weist, durchwegs Schüler derselben, legten Proben reichen Könnens ab. Fräulein Zellermayer erwies sich als treffliche Pianistin. Wohlverdienter Applaus lohnte die schönen Darbietungen dieses Abends. Jüdische Toynbeehalle XV. Herklotzgasse 21. Der Eröffnungsabeud am 25. d. M. wurde zu einer besonde's gelungenen Veranstaltung. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Obmann des Lokalkomitees ergriff Se. Ehrw. Dr. Grnnwald das Wort, um in einer den bekannten Meister des Wortes kennzeichnenden Art die Bedeutung der Toynbeehalle im allgemeinen und für die peripheren Bezirke im besondern zu schildern. In herzlichen Worten gedachte er der Verdienste jener Männer, welchen diese segensreiche Institution ihr Wesen und Wirken verdankt. Seine Ausführungen klangen in einen besonderen Dank an den Lnter dieser Veranstaltungen im XV. Be;. Herrn Oberrevidenten Strach aus. Der mit reichem Beifall belohnten Rede folgten meisterhaft vorgetragene Dichtungen, mit welchen Herr Sekretär Fleischer unter dem Titel: „Das Judentum in d e r W e lt l i t e r a tu r" eine Auswahl der besten Gedichte bot, die Juden und Judentum behandeln. Im folgenden Konzerte ernteten Frl. Fritzi Steiner (Klavier) und Herr Pa«l Engländer (Violine) reichen Beifall. Die Leitung der mnsikalischen Darbietungen liegt in den bewährten Händen des Herrn Kommerzialrates Bast und seines tüchtigen und künstlerisch geschulten Sohnes Herrn Ingenieur Bast. Die Veranstaltungen finden regelmäßig jeden Samstag bei freiem Eintritt (ohne besondere Einladungen) statt. Am i. Februar d. I. spricht Herr Oberlehrer L. Riesenfeld über das Thema: „Von Maria-Theresia bis zum jüngsten Katholikentag". (Beginn der Vorträge 7 '/, Uhr Abds.). — h. Beth-Hamidrafch „Montefiore". II. Bezirk, Taborstraße 33. Sonntag den 2. Februar, 5 Uhr, Vortrag aus Midrasch- Rabba. Mittwoch den 5. Februar, 5 Uhr, Vortrag aus den Psalmen. Künstlerabend und Ball. Einen gesellschaftlich und künstlerisch gleich großartigen Erfolg hatte die Veranstaltung zu verzeichnen, die am Montag den 20. d. M. zu Gunsten dreier eminent wohltätig wirkender Institutionen, und zwar des „Verein zur Errichtung und Erhaltung von Horten für schulpflichtige Kinder", des „Kaiserin ElisabethPflegerinnen- Jnstitutes" und des „Verein zur unentgeltlichen Verpflegung Brustleidender auf dem Lande", in den Sophiensälen stattfand. — Parkett und Logen waren bis auf dos letzte Plätzchen von einem vornehmen Publikum be'eyt, das mit einer bei derartigen Veranstaltungen seltenen Ruhe und Aufmerksamkeit den erlesenen Genüssen lauschte, die das geschmackvoll gewählte Programm bot. Männer der Gelehrtenwelt,Industrie und Haute finanee batten in ansehlicher Zahl mit ihre» Familien der Einladung des Komitees Folge oeleistet. — Rach einigen von der Kapelle des Musikdirektors Johann Müller unter dessen persönlicher Leitung exakt vorgetragenen Piöcen leitete die Violinistin Fräulein Erna Samueln den Avend mit der trefflichen Wiedergabe zweier Konzertstücke ein. Der schöne, vorzüglich geschulte Bariton des Berliner Konzertsängers und Kesangmeisters Gnstav Friedrich und dessen vornehme Vortragsweise fanden lebhafte Anerkennung. Ihr starkes Talent bewies Lia Rosen in ernsten und heiteren Rezitationen, nnt denen sie die größte Wirkung erzielte. Lauten Beifall erntete Hofopernsängerin Grete Forst für den Vortrag einiger Koloratur- Arien und mit Hellen Jubel begrüßt, mußte Kammervirtuose Alfred Griinfeld immer wieder Zugaben leisten. — Nunmehr leitete Frau Pepi Glöckner-Kramer in ihrer bekannt wirkungsvollen Weise durch Liedervorträae den heiteren Teil des Abends ein. Burgschauspielcr Otto Trestler. dessen bumoristische Vorträge wahre Lachsalven erregten, wurde lebhaftest akklamiert. — Den Abschluß des Akademie-Programmes im großen Saale bildeten die temperamentvoll vorgerragenen Lieder des Frauteui Luise Kartousch und nun begann daselbst ein vornehmes Ballfeit, für welches Balletmeister Julius Singer das Tanz-Arrangement übernommen hat. — Der kleine Sophiensaal war indessen in ein „Gemütliches" verwandelt worden. — Eine Reihe von Knnstkräften — allen voran Frau Mela Mars mit Kapellmeister Bela Laszky — sorgten hier bis m die frühen Morgenstunden für die Unterhaltung der Gesellschaft. — Den schönen Zwecken dieser höchst gelungenen Veranstaltung wird gewiß ein reichliches Erträgnis zufließen. — Alle Anerkennung gebührt dem tüchtigen Komitee, das mit Geschick und Umsicht seine Aufgabe gelöst hat. Dem Exekutiv-Komitee gehörten an die Damen: Frau Prof. Dr. S. Ehrmann. Frau Prim. Dr. Karl Fleischmann, Frau Sophie Griinfeld. Frau Irma Granichstätten, Frau Dozent Dr. Markus Hajek, Frau Julie Kaufmann. Frau Fanny Langer. Frau Kottlieb Lederer. Frau Dozent Dr. Artur Mahler. Frau Hofrätin Amelie Oser, Frau Elle Pollack von Parnegq, Frau Alfred Pollak von Rudi», Frau Ottilie Rosenthal, Frau Klara Samuely, Frau Jai Schnabel, Frar Wilhelmine Steiner, Frau Dozent Dr. Julius Zappert, Frau Prof. Dr. Otto Zuckerkandl, ferner die Herren: Prof. Dr. Khrmann, Max Frank. Karl Freund, Isidor Kaufmann, Dr. Alois Klemperer, kais. Rat Leopold Langer, Siegfried Lemberger, Edmund Melcher. Prof. Dr. I. Pollak, Dr. I. Samuely, Dr. Moritz Schnabel, Friedrich Seligmanu, Leopold Spitzer, Theodor Wantoch. Wien. Der jüdische Bildungs- und Geselligkeitsverein für den XVI. und XVII. Bezirk veranstaltet Sonntag den 2 Februar 1908, in I. Hieß Restaurationsfaal, XVI.,. Thaliastraße 58, präzise halb 5 Uhr nachmittags eine Vorlesung des Schriftstellers Herrn HeinrichVork-Steiner. — »Eine gute Partie" humoristisch-satyrische Novelle, sowie andere eigene Erzählungen und Novellen. Hierauf Konzert (Lieder- und Jnstrumentalvorträge). Saaleröffnung 4 Uhr. Ende gegen 7 Uhr. Der humanitäre Geselligkeits-Berein der BoSkowitzer veranstaltet Sonntag den 16. Februar 1908 in den Festsälen des „Hotel Continental". II., Taborstraße 6, einen Kostümball (ohne Kostümzwang). Die Musik besorgt die Kapelle deS k. u k. bosnischen Infanterie- Regimentes. Im Gemütlichen wird sich ein Wiener Schrammel-Quartett mit seinen Naturiänqern produzieren. Beginn 9 Uhr. — Eintrittskarten im Vorverkauf X 2.50, an der Kassa X 3.— , Familienkarten (für 3 Personen giltig) X 7.—, an der Kaffa X 8.— sind erhältlich im Galanteriewarenhause M. Munk jun., I, Stefansplatz II und bei allen Vereins- oder Komiteemitgliedern. Tranerfeier für Abraham Goldfade«. Der akademische Verein „Jüdische Kultur" veranstaltet am Samstag den 1. Februar 1908 im „Goldenen Widder" (II., Taborstraße 36) eine T r a u e r f e i e r für den verstorbenen jüdischen Dichter und Begründer der jüdischen Bühne Zl. Goldfaden mit folgendem Programm: 1. Prolog: Gibojre Jehudu von A. Goldfaden. 2. Dr. Berkowitsch: Goldfaden der Mensch und Dichter 3. Kantor I. Grob: Einige Lieder von A. Goldfaden. 4. Deklam a t i o n von Gedichten von A. Goldfaden 5. M. Geier: A. Ge'd-