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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-01-24 · 4 (24.1.1908) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
4 (24.1.1908)
Date
1908-01-24
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite T% Sr. LlmEs WochenjchrW Rr. 4 llermwcbtes. Kauzablösungsspeudeu zuguastenderChewra-Kadischa in Wien, I. , Seitenstettengasse 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens des sei. Dr. Leo Ni re n stein: Von seinen Geschwistern K 250 - . Anläßlich des Ablebens des sel. Alfred Ger »groß: Von Josef Thieben X 2*—, F Meck 25—, Schur 50—, Ernst Regenhart 3o. . Ludwig Berglers Nackiiolger 20.—, Alois Lemberger 40.—, Bernhard Steinhof 50.—, Familie Gerngroß 5(0.—, Noe Siraß A -G. X 50—. Zusammen X 790.— . Anläßlich des Ablebens der sel. Henriette Kornniehl: Von Leopold Färber X 5 —, Sigmund Kornmehl 10.—, Martin Kornmehl 10.—. Rudolf Kornmehl 5.-, Samuel Fellner K 5.— . Zusammen X 35.-. Anläßlich des Ablebens der sel. Minna Kohn: Von Heinrich Spiegler K 10.—, Ludwig Spiegler K 20.— . Zusammen K 30.—. Vortragszyklus aus jüdischer Geschichte, Literatur uud Kultur. Donnerstag den 30. Jänner 1908, präzise halb 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, l., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Rabbiners Dr Max Gruuwald statt. Thema: „Ch. R Bialik und die hebräische Reuaissanee iu Rußland " — Eintritt frei, ohne Karten. Wien. (Kundmachung.) Die Religionsprüfungen für Mittelschüler finden im I. Semester dieses Schuljahres Mittwoch den 29. Jänner 1908, 3—5 Uhr nachmittags, in d.r Religionsschule, I, Seitenstettengasse 2, 2. Stock, durch Herrn Professor Dr. H. P o l l a k statt. Wien. Der Bethausverein „Am Volkert" hält Sonntag den 26. Jänner l. I., präzise halb 6 Uhr abends, seine 31. ordentliche Generalversammlung im Bethauslckale, II., Fugbachgasse 7 ab. Die P. T. Mitglieder werden somit höfl'chst eingeladen und werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Wien. Der „Israelitische Humanitäts- Verein für den zehnten Gemeindebezirk Wiens" veranstaltet am 12. Februar 1908 in den „Rosen- Sälcn", X., Favoritenstraße 89, eine Wohltätigkeits- Akademie, deren Reinerträgnis den humanitären Bestrebungen des Vereines zugeführt wird. Beth-Hamidrasch „Monteftore^. II. Bezirk, Taborstraße 38. Sonntag den 26. Jänner, 5 Uhr, Vortrag aus Midrasch- Rabba. Mittwoch den 29. Jänner, 5 Uhr, Vortrag aus den Psalmen. Wien. (Trauung.) Sonntag den 2. Februar 1908, 12 Uhr Mittag, findet im Tempel, I., Seitenstettengasse 4, die Trauung des Fräulein Emma Koppel, Tochter des Herrn und Frau kais. Rat Carl Koppel, mit Herrn Paul Neumann. in Firma Neumann & Ehrenfeld, Sohn des Herrn Heinrich N e u m a n n, Inhaber der bekannten Auer-Filiale, statt. Eine Viersache Trauung. Im Tempel in der Tempelgasse wurden am Sonntag den 19. d. M., mittags, vier Brautleute getraut, die es einem erst seit Jahresfrist bestehenden Wohltätigkeitswreine zu danken haben, wenn sie in der ersten Zeit der Ehe sorglos ihr junges Glück genießen können. Der israelitische Wohltätigkeitsverein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen hat es sich zur Aufgabe gemuht, seine Mitglieder der Sorge um die Ausstattung ihrer Heiratsfähigen Töchter zu entheben. Außer den kleinen Jahresbeiträgen hat nach den Statuten jedes Mitglied die Verpflichtung, für die Tochter jedes Vereinsmitgliedes als Ausstattungsbeitrag eine Krone zu entrichten. Die ersten vier Brautpaare, die vom Begine ansgestattet wurden, waren: Fraulein Rosa P o l l a ck und Herr Siegmund Guttmann; Fräulein Gisela Goldfinger und Herr Leo Leichter; Fräulein Hedwig K w e l l e r und Herr Jacob Zimmeth; Fräulein Fanny Fürst und Herr Julius Reißmaun. Tie vierfache Trauung hatte in der Leopoldstadt viel von sich reden gemacht. Das Gotteshaus war festlich beleuchtet und Hunderte von Hochzeitsgästeu hatten sich eingefundcn. Der Tempel und seine Umgebung war von Schaulustigen gefüllt und eine lange Wagenkolonne hatte vor dem Tempel Aufstellung genommen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. welcher den humanitären Bestrebungen des Vereines das größte Entgegenkommen bewiesen hat, war bei der vierfachen Trauung vertreten. Der Vorstand des Ausstattungsvereines war vollzählig mit dem Präsidenten Herrn Gelber und Vizepräsidenten Herrn S u e ß, insgesamt 14 Herren, erschienen. Unter Orgelklänaen zogen die Brautpaare unter den Trauhimmel und Rabbiner Dr. David nahm nach einer Ansprache die Trauung vor. Oberkantor Bela Guttmann absolvierte im Vereine mit dem Tempelchare den gesanglichen Teil der Zeremonie. Nach der Trauung begaben sich die Brautpaare in die Vereinskanzlei in der Großen Sperlgasse. wo jeder Braut 1200 Kronen als Äusstattungsbeitrag eingehändigt wurden. Wie». Dienstag den 28. Jänner l. I. findet in Berlin, Synagoge Lützowstraße, die Trauung des Herrn Hans Fischl, Sohn des Herrn Julius F i s ch l aus Wien, mit Fräulein Lucie F r a e n k e l statt. Die Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler Wien, IX., Grünethorgasse Nr. 34 veranstaltet am Mittwoch den 5. Februar 1908 in den Sofien-Sälen eine Wohltätigkeits-Akademie mit anschließendem Tanzk r ä n z ch e u, ru welcher ihre freundliche Mitwirkung zugesagt habe», die Damen: Helene Haas, Mitglied der Volksover; Pepi Kramer- Glöckner, Mitglied des Volkstheaters; Lia Rosen. Mitglied des k. k. Burgtheaters; die Herren: Franz Ondrieek, k. k. Kammervirtuose; Otto Treßler, k. k. HofsLauspicler; Friedrich Hartvig- Weidemann, k. k. Hofoperusänger. Beginn 9 Uhr. Das Reinerträgms dieser Veranstaltung fließt dem Fond des neuzugründendcn Studentenheimes zu. Wien. (FreieVersammlungdesWähl erverein es.) Das Proponentenkomitee eines zu gründenden jüdischen Wähler- Vereines, dess n Tätigkeit sich über ganz Wien erstrecken wird, veransta'iete ani 20 d. M. in Horvaths Gasthauslokalitäten, XVI., Hubergasse 10, eine Agitationsversammlung, welche ans den Bezirken Ottakring und Hernals sehr zahlreich besucht war. Es ist dsts ein Beweis für die Sympathien, deren sich die Idee, welche dem Vereine zugrunde liegt, erfreut, und ein Ansporn für die Proponenten, den betretenen Weg bis zur endlichen Erreichung des Zieles zu verfolgen. Es muß hier vor allem vorausgeschickt werden, daß der Verein kein Karnpfverein gegen die Kultusgemeinde ist, sondern dessen Hauptziele darin bestehen, erreichbare Reformen, betreffend das jetzige Wahlsystem und das Steuerstatut auf legalem Wege zu erzielen, sowie Vorschläge und Petitionen deni'Knltusvorstande zu unterbreiten, welche im Interesse des ganzen Judentums von Wien gelegen sind. Der Initiator des Vereines Hirr B. Trnka begrüßte die so zahlreich erschienenen jüdischen Wähler des XVI. und XVII. Bzirkes, insbesonders den Tcmpelvorstand Herrn Pollitzer, sowie den Obmann der Cbewra - Kadiscba Herrn S. Weiler und gab in kurzen Umrisse» Ziele und Zwecke des zu gründenden Vereines bekannt. Aus dem stürmischen Beifall am Schlüsse seiner Auseinandersetzungen war zu ersehen, daß seine Anregungen auf fruchtbaren Boden gefallen. Die nächstfolgenden Redner, Herr Alexander Goldblatt. Siegfried Stein und Rudolf Urbach, ernteten für ihre durch wiederholten Beifall ausgezeichneten Ausführungen lebhafte Zustimmung. In treffender Weise schilderte Herr Goldblatt die Reformen, welche notwendig sind, um die Tätigkeit der Bezirkskommissionen zu einer fruchtbringenden zu gestalten. Herr Stein entwarf ein allgenieines Bild der Tätigkeit, welche dem zu gründenden Verein bevorsteht, und fordert in beredten Worte» die Anwesenden auf, für den Verein allerorten zu agitieren. Herr Urbach beleuchtet in klarer, präziser Weise einige Uebelstände, welche daS heutige Wahl- und Steuersystem der Kultusgemeinde aufweise, und erntete gleichfalls lebhafte Zustimmung. Die sich entspinnende Debatte, an der sich die Herren Pollitzer, Weiler, sowie die Herren Sittig, Schickler und Schreiber beteiligten, endigte mit einer von Herrn Urbach vorgeschlagenen, dem Kultu»Vorstände zu überreichenden Resolution, in der die Tendenz und Zweck des zu gründenden Wählervereines auseinandergesetzt werden. Wien. Die bestbekannte Konzertsängerin Fräulein Grete Modlinger veranstaltet Mittwoch den 19. Februar abends */,8 Udr im Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines ihren diesjährigen Liederabend. Die'.Künstlerin hat folgendes Programm gewählt: Pergolese: Ltabat naater. Schubert: a) Greisengesang, b) Wiegenlied. Mozart: Das Veilchen. Brahms: a) Sappbische Ode, b) Wann der silberne Mond. Grieg: Mein Sinn ist wie der mächtige Fels. Goldmmk: Herzeleid. Franz: Rosmarin. Saint-Satzns: Arie der Delila aus der Oper „Simson und Dklila". — Wir empfehlen auf das Wärmste den zahlreichen Besuch dieses Konzertes, welches gewiß einen hohen Kunstgenuß verspricht, schon mit Rücksicht darauf, daß die Künstlerin, als Tochter des verewigten, in der Literatur und Gclehrtenwelt rühmlichst bekannten Philosophen und Hebraisten Samuel Modlinger, nur auf ihre Kunst allein angewiesen ist. Karten zu diesem Konzerte sind erhältlich in dem Zentralkartenbureau Kehlendorfer, I., Krugerstraße 3, bei der Konzertgeberin VII., Westbahnstraße 18 und am Konzertabend an der Kassa.

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