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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-01-03 · 1 (3.1.1908) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
1 (3.1.1908)
Date
1908-01-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1 2>r Moed's Mscdenscbnrr« Seite 5 angenommen als Mindererträgnisse in den Bethäusern Seitenstetteugaffe, Seite 6 K 1800 und Tempelgasse, Seite 18 X 1000. Ich übergehe jetzt zu dem Voranschlag für den Abschnitt 6 Unterrichts-Angelegenheiten, ab Seite 38, der gegen das Vorjahr einen Mehrbedarf von K 25.786 anfweist, die ich in den Hauptzügen damit rechtfertigen kann, daß als Beitragsrate an die Talmnd-Thvra-Sckinle X 15.000 in die außerordentlichen Ausgaben, Seite 49. Zahl 47, eingestellt wurden. Ein Mehrerfordernis von zusammen X 4000 ist bei den ordentlichen Ausgaben, Seite 39. Zahl 2/3, definitive und provisor ische Lehrer; der Grund liegt darin, daß einzelne Lehrer II. Klasse in die I. Klasse vorrückten, demnach ans 28 Stunden zu bringen sind und daß ferner infolge Klassenteilung einerseits und anderseits einer fakultativen Unterrichtsstunde in der II. Volksschulklasse, welche probeweise für drei Jahre au zwölf Schulen eingeführt wurde, Mehrstuuden zu bezahlen sind. Die vfr nötige Klassenteilung bildet eine nicht unbedeutende Last für uns und es ist gewiß ein großes Unrecht, daß wir diese Kosten ganz allein zu tragen haben. X 1500 sind Seite 47, Zahl 2, für Unterstützung au arme Schüler mehr eingestellt, K 1000 für Restrve. Seite 45, Zahl 18, weil teils neue Jugendgottesdienste geplant sind — in Maria - hilf — für die Mittelschulen separi-.rL abgehalten werden. Die Bibliothek Seite 5l, Zahl 1/2, hat ein Mehrerfvrdernis von X 250-o.— für Gehalte und außerordentliche Erfordernisse. In den Ausgaben Seite 41, Zahl 59, ist eine um X 8000.— gegen das Vorjahr erhöhte Reserve eingesetzt, welche für Teuerungszulagen an unseren Lehrkörper bestimmt ist und den nicht budgetierten aber tatsächlich in diesem Jahre erfolgten Ausgaben entspricht. Eine definitive Regulierung des Einkommens unserer nichts weniger als materiell gntgestellten Lehrer wird sich übrigens bei halbwegs gnnst'gereu finanziellen Verhältnissen wohl nicht lange mehr aufscbieben lassen, denn es ist dies nicht nur eine Forderung der Gerechtigkeit, sondern vielmehr eine solche der Menschlichkeit. Unsere Lehrer, denen wir unser Höchstes, unsere Zukunft, anvertcauen, sollten durch Alltagssorgen, soweit wir im Stande sind, dies zu verhindern, nicht bedrückt sein. Wenn wir bisher noch nicht au diese Regulierung geschritten sind, so geschah dies, abgesehen von den gegenwärtig finanziell ungünstigen Verhältnissen, auch deshalb, weil eine, wenn auch nicht genügende Regulierung des Einkommens unseres Lehrkörpers zuletzt vor 2 Jahren erfolgte, während jenes unserer Beamtenschaft seit dem Jahre 1897 keine Regulierung erfuhr und schon deshalb dringender erschien. Aber wir haben immerhin den durch die Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse geänderten Verhältnissen doch insofern Rechnung getragen, als wir unserem Lehrkörper im Vorjahre Teuerungszulagen bewilligten und dies auch im nächsten Jahre zu tun beabsichtigen. Der Beitrag für den Religionsunterricht aus dem Landes-Schnlfoud Seite 38, Zahl 1. ist gegen das Vorjahr mit X 65.000.— höher bndgetiert. Die für die Brigittenauer Bibel- und Leseschnle Seite 47. Post 13,budgetierten X 15.000 und andere kleine Ueberschreitungen gegen den vorjährigen Voranschlag werden durch sonstige Ersparnisse im Unterrichts- Budget gedeckt. Ich übergehe nun zu Abschnitt 0 ab Seite 54. Der Voranschlag für das Friedhofswesen weist insgesamt ein Mindererträgnis von X 23.582 33 auf und zerfällt in mehrere Teile. Der erste Teil Kap. XVIII Beerdigungswesen ergibt gegen das vorjährige Budget eine Mehreinnahme von X 10.774.—. In den Einnahmen Seite 54„ Zahl 2, für Leichen-Ueberführungen sind X 5000.— mehr, dagegen bei Zahl 3 bis 12 Ergänzungs-Leistungen X 10.000 weniger eingesetzt, allerdings kompensieren sich diese letzteren X 10.000 teilweise mit dem damit zusammenhängenden Mindererfordernis bei der gleichen Post im Ausgang Seite 57 Zahl 46 bis 54, per X 5000.—. In den Ausgaben dagegen ist ein Plus von X 1000 Seite 55. Zahl 1, Gehalte, ferner von X 1000.— bei Zahl 29 Wäsche, und von X 4000.— bei Zahl 60 Reserve für Anschaffung neuer Leichenwagen, dagegen ist in den Ausgaben ein Mindererfordernis von X 2500.— bei Reparaturen Seit«' 55, Zahl 35, von X 3000.— bei Holzsärge Seite 55, Zahl 32. und von X 3000.— bei Leichen-Ueberführungeu Seite 57, Zahl 55/59, endlich von X 7000.— für Eatfallen der im Vorjahr eingestellten Reserve Seite 57, Zahl 61, und von X 12 >0.— tu verschiedenen kleinen Posten. Der zweite Teil Kap. X!X. Zentralfriedhos ab Seite 57 hat insgesamt ein Mindererträgnis von zirka X 35.000.—. In den Einnahmen Seite 58 ist zusammen ein Plus vvn X 10.000.— in verschiedenen Posten hauptsächlich bei Zahl 6, 7, 9, 17, in den Ausgaben ein Mehrerfordernis von X 1100.— Gehalte Seite 59, Zahl 1, von X 9000.— Beitragsleistung an Kommune Zahl 16, dies deshalb, weil das nennmonatliche Ergebnis im Jahre 1907 gezeigt hat, daß der im Vorjahr budgetierte Betrag zu niedrig angenommen war, X 1500.— für Zahlung von Hydranten an die Kommune Seite 59. Zahl 17, ferner bei Instandhaltung rc. Zahl 21/23 X 4000.—, Entlohnung für Kontrolle Seite 61, Zahl 41, X 1000—, Gebäude - Renovierung Zahl 50 X 15.000.—, endlich vvn X 15.336 33 für Annuitätenzahlung an die Kommune Wien, eine Post, welche früher unter Darlehensrückzahlnngen und Annuitäten Seite 135 enthalten war, dagegen.sind zirka X 2000.— verschiedene kleine Ersparnisse gegen das vorjährige Budget. Bei Kapitel XX Friedhof Floridsdorf, Seite 62/63, ist eine Einnahme von X 800, bei Kapitel XXI, alte Friedhöfe, eine Minderausgabe von ca. X 200 angenommen worden. Zu erwähnen ist bei dem letztgenannten Kapitel die Ausgabe Seite 65. Zahl 15, X 1500 für Renovierung des Administrationsgebäudes aus dem Währinger Friedhof und die Erhöhung der allgemeinen Reserve für Seegaffe und Währing, Zahl 16 um X 1000, wogegen die Reserve Zahl 3 per X 1400 und das Pauschale an den Friedhofs- Aufseher, Zahl 10, per X 700 entfällt. Unser Spital, Abschnitt D ab Seite 66 ergibt ein Mehrerfordernis von X 34.354 40 gegen das Vorjahr und der Zuschuß bei dieser unser Budget so überaus schwer belastenden Post ist gegen das Vorjahr allein um mehr als 18"/., gestiegen. Trotzdem gibt es nicht leicht eine Post, welche im Vorhinein auf das Absolutorium nicht nur von uns, sondern seitens der gesamten jüdischen Bevölkerung rechnen könnte, wie eben diese. Kennzeichnet sie doch am klarsten den unaussprechlichen Jammer, der gerade ans den breiten Schichten unserer Bevölkerung ruht, und gewährt sie uns doch die große Genugtuung, daß es uns vergönnt ist, für die Aermsten der Armen, für mittello'e Kranke, hellend einzutreten. Und daß wir bei der in Wien herrschenden Spitalnot sogar fast über das Maß unserer Kräfte gehen, daß wir es nicht über uns bringen, einen Juden abzuweisen, der hilfesuchend an die Tür unseres Krankenhauses klopft, so lange wir nur noch ein Bett einpreffen können, ist, so bedenklich dies auch dem kühlen Kritiker des Budgets erscheinen mag, doch, und das erfüllt uns mit hoher Freude, ein Ruhmesblatt in der Geschichte unserer Kultusgemeinde. Ins Detail übergehend, erlaube ich mir anzuführen, daß die Gehalte Seite 67, Zahl 1. um X 6000 gestiegen sind, Beheizung. Zahl 15, um X 1700, Wäsche-Anschaffung, Zahl 23, um X 1000, Verbandstoffe, Zahl 29, um X 2000, die Verköstigung, Zahl 35, um X 16.000, Medikamente, Zahl 37/38, um X 1800, Wäsche-Reinigung, Zahl 40, um X 1700. Die restlichen Kosten der Baracke für die Pflegerinnenschnle, Seite 71, Zahl 74, für welche X 5000 bereits in diesem Jahre verauslagt wurden, haben wir mit X 8000 veranschlagt, und endlich sind in den präliminierten Ausgaben, Seite 6ä, Zahl 34, X 2680 als Betriebskosten der

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