Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 50 (13.12.1907)
- Date
- 1907-12-13
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 834 Dr. Vlocb's MocbenscbrLN» Nr. 80 die Haltlosigkeit und Bestreitbarkeit der übrigen unrichtigen Tatsachen und Darstellungen, sowie die Inkompetenz der österreichischen Gemeinde, als ausländische Vereinigung, in der lokalen Rabbiner-Frage bei den Aschkenasim zu beweisen. Schließlich wäre zu bemerken, daß die Frage der Aschkenasim-Gemeinde bei der Regierung anhängig ist, welche nach gründlicher Untersuchung und Studium der Sache baldigst die erforderlichen Maßregeln ergreifen wird, um dieser unklaren Situation ein für allemal ein Ende zu machen. Vermischtes. Kauzablösungsspendeu zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien, I., Seitenstettengasse 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens der sel. Charlotte Mandl: Von Dr. F. Mandl X 50.—, Dr. Al. Mandl 5%—, Wilhelm Mandl 20.—, Leopold Mandl 20.—, R. Schor K 10.—. Zusam. K 150.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jagues Kreisch: Von der Familie X 180.—. Anläßlich des Ablebens des sel. k. k. Hofrat Bernhard Frankl: Von Ingenieur Weinberger K 20.—, Gen.-St.-Arzt Dr. Zuckermann X 10.—, Familie Weinberger 10.—, Kam.-Rat Leopold Hutter 10 —, Med. Dr. Josef Steiner, Papa 20.—, Dr. Julius Bondy 20.—, Max Bocher 5.—, Max Blau 20.—, Fanny Neumann 20.—, Dr. Ludwig Blau und Frau 20. . Alexander Fröhlich und Frau 20.—. Dr. Adolf Hermann 10.—, Theodor Reitlinger 20.—, Max und Fanny Zerkowitz 20.—, Samu Gayduschek 10.—, Alexander Reichenstein 10.—, Michael Benies 30.—, Leopold Löwy 40.—, Gabriel Frankl 10.—, kais. Rat Ad. Neumann 30.—, Viktor Tiring 10.—, Friedrich Fanto 30.—, Henriette Benies 30.—, Georg Adlerstein 10.—, Hermann Korty K 20.— . Zusammen K 455.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Eduard Heikler: Von Dr. Max Neumann K 10.—, Alexander Musitzky 3.—, Rudolf Kahler 20.—. Dr. Alfred Mittler 10.—, Ernst Oplatek 10.—, Ignaz Keiner und Frau X 10.—. Zusammen K 63.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Roubitschek: Von Josefine Dubsky K 4.—, Ignaz Roubitschek X 20,—. Zusam. X 24.—. Anläßlich des Ablebens des sel. k. k. Regierungs-Rat Michael Kulka: Von Dr. A. Bloch X 10.—, Ludwig Kolliner 10.—, Oberoffizial Kulka 6.—, Dr. Leopold Berg und Frau X 20.—. Zusam. X 46.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Leopold Weinberger: Von Therese Weinberger X 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Heinrich Husserl: Von Karl Kohn X 20.—, H. Krämer 20.—, Jakob Husserl 10.—, Max Husserl 10.—, Regine Roschitzer 10.—, Wilhelm Husserl 10.—, Max Eisenberger 10.—, Dr. V. Robitschek 10.—, Natalie von Goldschmiedt X 50.—. Zusammen X 150.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Otto Wohlmntb: Von Karl Seligmann X 10.—, Benno Deutsch 10.—, Max Weiß 10.—, Jakob Straßberg 10.—, Guido Frank 2.—, Dr. Josef Weiß 10.—, Dr. Moritz Schnabel X 10.—. Zusammen X 62.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Emanuel Deutsch: Von Ed. Kraus X 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ludwig L i b o ch o w i tz: Von Siegfried Spitzer X 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Helene Neurath: Von Michael Neurath X 40.—, Dr. Rudolf Neurath 10.—, Dr. Moritz Hellmann 10.—, Ing. Richard Kann 10.—, Emil Neurath 10.—, David Fanto 20.—, Verwaltuugsrat der ö'sterr. Bugholz-Aktengesellschaft 50.—, Gustav Schlesinger 10.—, S. Chiger und Frau 10.—, Gustav Hollitscher und Frau 10.—, Ludwig Ullmann 10. — , Felix. Georg und Alfred Neurath 20.—, Hugo Weiner und Frau 10.—, Ludwig Weiß 10.—, ßeo und Louise Kann X10.—. Zusam. X 240. -. Vortragszyklus aus jüdischer Geschichte. Donnerstag den 19. Dezember 1907, Präzise halb 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Dr. Ludwig Stein, Professor an der Universität in Bern, statt. Thema: „Der religiöse Optimismus." Eintritt frei, ohne Karten. Fraueu-Wohltätigkeitsvereiu für Mariahilf und Neubau. Wie alljährlich fand auch Heuer am letzten Chanuckatage eine Kinderbeteilung statt und wurden dieses Mal 60 arme Schulmädchen in überaus reicher Weise mit Kleidungsstücken und Backwerk bedacht. Vor der Verteilung hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. T a g l i ch t eine sinnige Ansprache an die versammelten Kindes die, ohne ihr Zartgefühl zu verletzen, ihnen diesen Akt der Nächstenliebe erläuterte und in der Mahnung gipfelte, der empfangenen Wohltaten nicht zu vergessen. Um das Zustandekommen dieser reichen Bescherung haben sich die Vorstandsdamen des Vereines und insbesondere die unermüdliche Präsidentin Frau Frieda Strauß große Verdienste erworben. Wien-Mariahilf. Die am 8. d. M. im Tempel, VI., Schmalzhosgaffe, stattgefundene Trauer-Andacht für den verewigten Herrn Leopold Bauer gestaltete sich zu einer erhebenden Kundgebung der allgemeinen Verehrung und Wertschätzung, deren sich der Verblichene in weiten Kreisen zu erfreuen hatte. Der schwarz-drapierte Tempel konnte die Zahl der erschienenen Trauergäste kaum fassen; nebst der Familie des Verewigten sah man: Herrn Kultusvorsteher S. Steiner, den Obmann des Tempelvereines für den TV. und V. Bezirk Herrn Adolf Hofmann, die Vorstände des Vereines „Beth-Jsrael" und des Tempelvereines im XIX. Bezirke, sowie Vertreter anderer Tempel- und Kultusvereine, Herrn Präsidenten Dr. Karl Löwy vom Vereine „Nachlat Jeschurun", eine starke Deputation des Mariahilfer Frauen-Wohltätigkeitsvereines, zahlreiche Vorstandsmitglieder des „Vereines reisender Kaufieute", den Gesamtvorstand des Mariahilfer Tempelvereines mit dem Präsidenten Dr. Jakob Engel an der Spitze und eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern und Berufsgenossen und Freunde des Verblichenen. Die kantorale Funktion versah Herr Oberkantor Dünmann in gewohnter künstlerischer Vollendung; die ergreifende Gedenkrede hielt Herr Rabbiner Dr. Taglicht, der in derselben ein neues Meisterwerk seiner bewährten und charakteristischen Beredsamkeit schuf. Wien. Unter großer Teilnahme fand Freitag den 6. d. M. die Leichenfeier der Frau Helene Neurath, gebornen von Frankfurter, Gattin des industriellen Konsulenten der Kreditanstalt, Ludwig Neurath, statt. Im Trauerhause hatten sich eingefunden: Magnatenhausmitglied Präsident Siegmund Kornfeld, die Direktoren Bernhard Popper und Fischer, Franz Graf Hardegg, Baron Robert Bied ermann-Turony, kaiserlicher Rat Doktor Alois T h o r s ch, Kommerzialrat Hugo H e r z f e l d e r, die beiden Chefs der Firma A. Hermann Frankl & Söhne, die Direktoren Blum, Dr. Hammerschlag, Mikos ch, Naumann, Deutsch und Ritter v. Taussig, die Direktoren-Stellvertreter Löwy und Regierungsrat Alois Wis meyer, Hofrat Professor Dr.-- Escherich, die Dozenten Dr. Alfred Fuchs und Dr. W. K n ö p f e l m a ch e r, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Ignaz Kornfeld, Direktor Eugen O r n st e i n, Kommerzialrat Fanto, Direktor Alfred H e r z l, Direktor Adler rc. Helene Neurath besaß nebst hoher Bildung seltene Herzensgüte. Sie hatte, als es noch nicht Mode war, daß Mädchen aus reichen Häusern das Gymnasium besuchten, im Hause ihrer Eltern ihre Gymnasialstudien aus reinem Wissensdrang vollendet und hatte andererseits das edelste Beispiel an Menschenliebe an ihrer hochherzigen Matter. Helene Neurath übte in aller Stille Wohltaten, beteiligte sich aber auch mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln bei gemeinnützigen Vereinen. Als vor mehreren Jahren Frau Henriette Weiß durch Vorträge, Broschüren und Geldsammlungen ein Heim, eine Schule für jüdische Krankenpflegerinnen, neu zu gründen versuchte, war Helene Neurath mit Feuereifer bemüht, diese große, leider noch immer unerfüllte Sache zu fördern. Nur schweres, physisches Leiden war dieser stets hilfsbereiten Frau hinderlich, all das zu leisten, wonach ihr edles Gemüt, ihre das Unglück mitempfindende Seele strebte. Allen, die Helene Neurath näher kannten, wird die seltene Frau unvergeßlich bleiben und Schreiberin dieses trauert umsomehr, als es nicht allzu viel solcher jüdischer Frauen gibt. Möge ihr die Erde leicht sein. L. W. Wien. (Todesfall.) Am 2. d. M. verschied hier der in weiten Kreisen bestbckannte Volksschullehrer an der Talmud-Thora- Schule Herr Emanuel Deutsch, der durch volle 36 Jahre seinen Pflichten als solcher mit der größten Gewissenhaftigkeit und Pflicht-