Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 48 (29.11.1907)
- Date
- 1907-11-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 48 Dr. JSlocb s Mocbenscdrlrr. Seite 799 sehr erschwerten Veranstaltungen und gewissen Gefahren, seine Natural-Vorräthe zu verlieren, auf jedem Punkte, wo ambulante oder andere Feldspitäler aufgestellt wurden, mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit, nicht nur für die zahlreichen diesseitigen, sondern auch für die russisch-kais. Spitäler alles Erforderliche herbeygeschafft hat, der allerhöchsten Gnade Eurer Majestät in vorzüglichem Grade würdig ist* Indem ich mich demnach lediglich auf dasjenige beziehe, was ich in Ansehung dieses Grosshändlers Eurer Majestät bereits einberichtet habe und nur noch beyfüge, dass er unter meinen Augen, und besonders in dem schwierigen Feldzuge 1812, wo es oft an allem gebrach, nicht nur zur Erhaltung der Kranken und Blessierten vieles beitrug, sondern auch über seine Kontrakts-Verbindlichkeiten in der dringendsten Noth zur Beschallung des Nöthigen für Gesunde seine Bereitwilligkeit bezeigte, unterfange ich mich, Eurer Majestät den allerunterthänigsten Antrag zu machen, diesem sowohl in moralischer, aissonstiger Hinsicht ganz empfehlungswürdigen Mann, zur Bezeugung der verdienten allerhöchsten Zufriedenheit, und zum Andenken der damaligen denkwürdigen Epoche den Adelstand und die Possessionsfähigkeit, welche schon mehrere seiner Nazion, namentlich dem Arnstein, Escalös und anderen für Verdienste zu Theil wurden, allergnädigst verleihen zu wollen. Hauptquartier St. Cloud am 20. Maj 1813. Schwarzenberg FM. Am Rand: Ich ertheile Meiner vereinigten Hofkanzlei unter einem den Antrag, Ihnen die Entschließung, welche Ich in dieser Angelegenheit geschöpft habe, mitzutheilen Wien, den 13. Mai 1815. Franz m. p. Attestat. Nachdem die Herren Leitesdorfler aus Wien die. Verpflegung sämmtlicher Hospitäler in Böhmen und Mähren, worin sich auch zum Theil russisch-kaiserliche Soldaten befunden haben, auf die rühmlichste Art und zur Zufriedenheit der Kranken besorgt haben, wie ich mich dessen bei öftermaligem Nachsehen mit Vergnügen überzeugt habe, so nehme ich keinen Anstand, denenselben auf ihr Verlangen hierüber diess Zeugniss, der vollkommenen Wahrheit gemäss, auszustellen und ihrem Verdienst in dieser Verwaltung in Hinsicht auf die russischen Kranken alle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Prag, am 3./15. März 1814. S. S. Der russisch-kaiserliche wirkliche Staats-Rath und General-Bevollmächtigte in Böhmen. Fr. Freyherr von Bühler. Zeugniss. In den gefahrvollen Tagen der Siegreichen Schlachten bei Leipzig war das bewegliche Aufnahms- Spital Nr. 1 mit allen den ermatteten und blessirten Kriegern erforderlichen Lebensmitteln durch die Leitesdorfferische Spitäler Entreprise hinlänglich versehen, so dass alle Verwundeten selbst unter den Augen Sr. Maj. unsere allergn. Monarchen mit aller Nahrung hinlänglich und vollkommen verpflegt wurden. In denen spätem vorgefaPenen Schlachten bei Brienne, Bar-sur-Aube, Arce-sur-dube, Ferre Champan-ise und Paris, wo die erforderlichen Victualien nur mit vieler Gefahr und äußersten grossen Kostenaufwand beygeschafft und durch Requisition nicht das Geringste aufgebracht werden konnte, war obbenanntes Spital durch die vortrefflichen Anstalten der Spitäler Entreprise immer mit solchen Vorräthen versehen und in dem Stande gesetzt, dass alle sehr zahlreichen Blessirten zu jeder Stunde mit Speise und Trank, selbst unter den Augen Sr. Durchlaucht des en chef commandierenden Feldmarschalls Fürst zu Schwarzenberg gelabet und gestärket wurden. Urkunde dessen unsre eigenhändige Unterschrift und bey gedrucktes Insiegel. Sever, am 22. April 1814. LS. Scherer Hptmann. Comdt. des beweglichen Aufnahms-Spital Nr. 1 L. S.Dr. Pettelenz Chef-Arzt vom. Ambulantenspital Nr.l. LS. Klan Rechnungsführer des beweglichen Aufnahms-Spitals Nr. 1. Dass dieser vortrefflichen Anstalt die gute Pflege und Bedienung nicht nur unsrer, sondern auch der alliirtenverwundeten Krieger zu danken ist, bezeuge anmit St. Cloud den 23 April 1814 Fr. v. Sax k. k. Rath. Dirig. F.-Staabsarzt, Ritter des k. k. Wladimir Ordens. 1815. KL In Zukunft sind galizianische Juden nach dem Massstab der jüdischen Gesamtpopulation zu assentieren. Juden, denen'1799, 6. Juli, das Heiraten verboten und ihr Weib in die Heimat zurückzusenden befohlen war, dort ihr Brot zu verdienen, wird es nun wie den Christen erlaubt. 13. Hornung 1815. Fanny von Arnstein. Wiener Zeitung, vom 19. Oktober 1813, S. 615. Fanny von Arnstein an den Feldmarschall Grafen von Bellegarde. Ew. Exeellenz! Ein ungenannter Wohlthäter der Dürftigen hat mir als Zeichen der Freude über den am 4. September bekannt gemachten Sieg unserer Armee hundert Dukaten in Gold überschickt, um sie zu löblichen Zwecken zu verwenden. Innig gerührt und dankbar für dieses mir geschenkte schmeichelhafte Zutrauen, glaube ich der Absicht des edlen Gebers am besten zu entsprechen, wenn ich Ew. Exeellenz als Vorsteher der obersten militärischen Behörde, ergebenst ersuche, diese Summe zu gleichen Theilen unter hundert Krieger unseres Heeres, vom Feldwebel abwärts, die in dem Gefechte vom 30. August verwundet worden sind, vertheilen zu lassen. Ich füge jener Summe noch 500 Gulden W. W. bey, welche die Herren J. und A. M[endelssohn] aus Berlin, beseelt von dem Geiste der Einigkeit, der alle Bürger der verbündeten Staaten erfüllen muss, auf gleiche Weise für hundert andere österreichische verwundete Soldaten bestimmt haben. Genehmigen Ew. Exeellenz bey dieser Gelegenheit die Versicherungen der ehrfurchtsvollen Hochachtung von Ew. Exeellenz gehorsamen Dienerin Fanny Freyinn v. Arnstein-Itzig. 8. 1013. Die durch ihre patriotischen Gesinnungen und mannigfaltige Handlungen der Wohlthätigkeit und Menschlichkeit rühmlich bekannte Frau Freyinn Franziska von Arnstein, welche 10 Invaliden mit einer Zulage monathlicher 5 Gulden für jeden Mann betheilt, hat den Gesammtbetrag dieser Zulage bis Ende Julius des Jahres 1816 zur Aushilfskassa des hiesigen Invaliden-Hauses mit 510 Gulden erlegt. Benedict Jeittetes. Job. Fr. v. Herrmann, Geschichte der Israeliten in Böhmen, Wien u. Prag, 1818, 8. 161, nach der „Prager-Zeitung“: Benedict Jeitteles fiel als Opfer *