Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 36 (6.9.1907)
- Date
- 1907-09-06
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 593 Nr. s« m. JBlocb’s Mocdenscvttn. photographische Aufnahmen von einigen ländlichen Häusern und yyn ländlichen Arbeitergruppen, ebenso von einigen Zerstörungszentren in Botosani. Bei der Rückkehr von Manolesti machte die Kommission einen Besuch bei dem Präfekten Herrn Maurocordatv. Andern Tags begab sich die Kommission nach Dorohoi. wo sie die nämlichen Untersuchungen wie in Botosani begann und wo sie feststellte, daß das Elend geringer sei als in Botosani. Vermischtes. Kranzablösungsspenden zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I., Seitenstettengaffe 3 für arme kranke Glaubensgenoffen. Anläßlich des Ablebens des sei. Heinrich Spitzer: Von Generaldirektor Max Hahn K 20.—, Verwaltungsrat Max Werthner 20.—, Louis Fischl und Frau K 10.—. Zusammen K 50.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Emilie Maybaum:Von Major Franz Grünebaum K 50,—. Anläßlich des Ablebens der sei. Hermine Fischer: Von Karl Hirsch K 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Otto Manksch: Von Richard Teweles K 20.—, Gustav Schlesinger 20.-, Simon Wachtl 20.—> Otto Hußerl K 20.—. Zusammen K 80.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ignaz Politzer: Von Primarius Dr. Wilhelm Latzko R 20.—, Rudolf Latzko 20.—, Familie Karpen L 80.—. Zusammen R 70.—. Anläßlich des Ablebens des sel. D. L. Kohn: Von Familie Leopold Stein R 50.—, Dr. S. Licht 10.—, M. Sonnenfeld 50.—, M. Kris K 50.—. Zusammen K 160.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ignaz Lustig: Von Frau M. L. K 10,-. Anläßlich des Ablebens des sel. Leopold Pollitzer: Von Ludwig Same! K 20 —, Familie Bamberger 30—, Julius Pellak R 20.—. Zusammen K 70.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ludwig Rosenfeld: Von Frieda Rosenfeld K 10 —, Selma und Albert Bruckmann K 5.—. Zusammen K 15;—. Anläßlich des Ablebens des sel. kaiserl. Rat Leopold Schostal: Emanuel Bauer K 20.—. - Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. ($ r n ft Rieß: Von Moriz und Jlka Breitner K 10.— , Adolf und Elise Kahn 10.— , David Kohn 20.—, Jakob Fleischer 20.—, Josef Kaufmann, Prag K 20.—. Zusammen K 80.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Betty Kalmus: Von Gustav Wottitz K 20.-, Dr. Emanuel Weits 10.—. Adolf Löwy 10.—, Ludwig Koch 10.—, Moriz Deutsch K 10.—. Zusom. K 60.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Eduard Frieden-st ein: Von Hermine Friedenstein K 20.—, Heinrich und Anna Ornstein 80.—, Hermine Lion und Dr. Karl Lion 20.—, Marie Lion 30.—, Franz Lion und Frau 20.—, Emil und Gertrud Goldschmidt 20.— . Jakob und Irene Garczak 20—, Josef Reisner, Graz 20—, Josef Wortmann 20.—, Karl Lemberger 20.—, Felix Pergcr 20.—. Mathilde Perger 20.—, Karl und Marie Adler 20.—, Josef und Emilie Schlesinger 50.—, Alice und Oskar Löwit 10.-, S. von Halle K 10.—. Zusammen R 350.—. Dr. Karl Kohn. Sonntag den 1. September ist in Döbling der städtische Bezirksarzt i. R. Dr. Karl Kohn im Alter von 71 Jahren gestorben. Obzwar er sich schon Früh sehr unwohl fühlte, nahm er dennoch im Laufe des Vormittags noch an 14 Personen die Impfung vor. Bald hernach mußte er aber das Bett aufsuchen und Abends um 8 Uhr verschied er. Die Nachricht hat in weiten Kreisen lebhafte Anteilnahme geweckt, denn, wie wenige seiner Berufsgenossen hat Dr. Karl Kohn in Döbling, seinem Amtssitze, die größte Popularität genossen, wo er nun seit mehr als drei Jahrzehnten lebte und wirkte. Am Krankenbette war er der rastlose, teilnehmende und mitfühlende Berater und Helfer, im Leben draußen ein warmherziger, selbstloser Mensch, der sein eigenes Jntereffe nie mitreden ließ, wenn es sich darum handelte, für eine gute Sache einzutreten. So stand er denn auch in der vordersten Reihe im Kampfe um die Standesinteressen seiner Kollegen. Die „Oesterreichische Aerzte-Vereins- Zeitung", die er vor dreißig Jahren gegründet und die mitunter an seine Opferwilligkeit die größten Ansprüche gestellt hat, war das Organ für die Organisation des ärztlichen Standes in Oesterreich; diese Zeitung, oder vielmehr — da er sie fast allein schrieb, so karg die Muße war, welche ihm Praxis und amtliche Verpflichtungen ließen — Dr. Karl Kohn hat einen Hauptanteil daran, wenn die Aerztekammern errichtet wurden, wen» durch engen Zusammenschluß die Wahrung der Standeswürde der Aerzte erzwungen wurde. Bei der parlamentarischen Behandlung des Gesetzes über die Aerztekammern wurde sein Verdienst im Abgeordnetenhause von den Rednern hervorgehoben. Er genoß die Liebe und Achtung seiner Mitbürger, die er sich redlich verdient hat. Dr. Karl Kohn, der ein Alter von 71 Jahren erreicht hat, ist in der Ausübung seines humanitäre» Berufes gestorben, in dem er bis in seine letzten Lebensstunden tätig war; vorgestern noch hat er eine große Anzahl von Impfungen vorgenommen. Er hinterläßt eine Witwe — seine zweite Frau —, drei Töchter, von denen zwei wieder an Aerzte, eine an einen Kaufmann in Brünn vermählt ist, und einen Sohn, der sich dem Eisenbahndienste gewidmet hat. Alle, die ihn kannten, werden ihm ein gutes Angedenken bewahren. Wien. (Spenden.) Dem Verein „Machfike hadath" sind laut Aufruf in Nummer 33 unseres Blattes folgende Spenden zugekommen: Von Herrn Bamberger, Heidingsfeld, Bayern R 11.75, von Herrn A. Schwadron, Zloczow, Galizien R 4.—, von Frau Theresia Heller, Altlengbach R 6.—. Wien. (Der Gottesdienst im großen Mufikvere i n s s a a l e.) Wie alljährlich, findet auch an den kommenden hohen Festtagen im großen Musikvereinssaale ein vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde veranstalteter Gottesdienst statt. ES dürfte vielleicht die Besucher dieses Gottesdienstes interessieren, daß Herr Alois K u l k a diesmal zum 25. Male mit den Funktionen eines Ersten Kantors vom oberwähnten Vorstande betraut wurde, welche derselbe mit einem fünffachen, gutgeschulten Männerquartett versehen wird. Gleichzeitig sind es aber auch 35 Jahre, seitdem Herr K u l k a die Funktionen stets zur vollsten Zufriedenheit des Vorstandes, wie nicht minder der zahlreichen Andächtigen versah. Wien. Um den religiösen Bedürfnissen der zahlreichen jüdischen Bevölkerung im XX. Wiener Bezirke Rechnung zu tragen, hat der Vorstand des Brigitteuauer Tempelvereines beschlossen, den Brigittasaal, XX., Wintergaffe 27 für die hohen Festtage “rsa nr rswn vnn in ein provisorisches Bethaus umzugestalten. Die gottesdienstlichen Funktionen wird der bewährte Kantor Herr Juda Roman mit einem geschulten Chor in alttraditioneller Weise verrichten. Wien. Der Verein zur Bekleidung armer israelitischer Mädchen und Frauen der Bezirke XII.—XV. gibt bekannt, daß Petenten, welche in den Bezirken XII.—XV. wohnhaft find, zur diesjährigen Bekleidung schriftlich in der Kanzlei der israelitischen Kultusgemeinde, X V.. Turnergaffe 22, fich melden mögen. Für die Vereinsleitung: Anton Stern, Obmann; Heinrich Weiß, Schriftführer. Israelitischer Humanitätsverein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen Wien, II., Große Sperlgasse 34. Obbenannter Verein hielt Sonntag den 1. September d. I. in Herlingers Saallokalitäten, II., Taborstraße 36 eine außerordentliche Generalversammlung ab. Dieselbe erfreute sich eines überaus zahlreichen Besi'ches seitens der Mitglieder und Gäste. Der Präsident des Vereines Herr I. Gelber eröffuete mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen die Versammlung und dankte den unterstützenden Mitgliedern für die gütigen Beiträge zur Förderung deS Vereines, insbesonders Herrn Dr. I. S. Bloch für die zur Förderung des Vereines in seinem Blatte („Oesterr. Wochenschrift") gebrachten Artikel. Der Präsident gibt in eurer längeren Ansprache den Tätigkeitsbericht der Vereinsleitung bekannt, worin er auch erwähnt, daß der Verein seit Bestand (Februar d. I.) bis heute bereits 548 wirkliche, sowie 852 unterstützende Mitglieder zählt, was mit Akklamation begrüßt wurde. Es beteiligten sich viele Mitglieder an den Debatten, welche, zum Schluffe gelangend, lauten: Der Verein eröffnet im Monat Jänner 1908 seine Benefizien für die Mitglieder und ist in der angenehmen Lage, jeder Braut einen Heiratsausstattungs-Beitrag bis R 1000.— zu gewähren. Ung.-Brod. (Ehrung.) Mit Ende des Schuljahres 1906/7 trat der Oberlehrer der deutschen Volksschule in der Jsraelitengemeinde, Herr Lazar Riesenfeld, nach verdienstvoller vierzigjähriger Tätigkeit an dieser Schule in den wohlverdienten dauernden Ruhestand. Um dem scheidenden Oberlehrer den Tribut dankbarer Anerkennung zu zollen, veranstalteten am 3. v. M. seine ehemaligen Scküler, einen Festabend, der sich eines äußerst zahlreichen Besuches erfreute. In dem