Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 32 (9.8.1907)
- Date
- 1907-08-09
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seile 526 Dr. Llocv s Miocbensorttt. Nr. 32 Poflaczek 30.—, Alfred Pollaczek 20.-, Ernst Wolf 50.—, Olga und Gustav Steiner L 20.—. Zusammen K 400.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ignaz Lustig: Von M. A. K 10.-. Anläßlich des Ablebens des sel- Moriz Hahn: Von Familie Hahn K 60.—, Emil Kann 10. -, Dr. Schmelz K 10.—. Zusammen K 70.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Salomon Pollak: Von Familie Ignaz Oser K 10 —, Friedrich Pollak K 50.—. Zusammen K 60.-. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Spechter: Von Philipp Spechter K 5.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Alois Hofmann: Von Dr. Emil und Arnold Schmeichler K 20.—, Karl und Melaine Schmeichler K 20.—. Zusammen K 40.—. Anläßlich deS Ablebens der sel. Paula Schmied!: Von Anna Ritter K 10—, Sigmund Friedmann L 10.—. Zlssaw. L 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Kende: Von Jakob Langer K 10.—, Max und Wilhelm Hiller 30.-, K. F. 20. -, Dr. Heinrich Reumann 10.—, Leopold Langer )Oo.—, Therese Herzderg 6.—, Felix Pollak von Parnegg K 10.—. Zusam K 186.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob Braun: Von Paul Mandler L 20.—. Anläßlich des Ablebens deS sel. Karl Saborsky: Von Leopold Saborsky K 20.—, Marie Wolfsteiner 16.—, Heß und Wolfsteiner K 15.—. Zusammen K 50.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Julius Silber st ein: Von Hermann und Klara Bloch K 5.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Amalia König st ein: Von Jakob Adutt K 10.-. Anläßlich des Ablebens der sel Therese Beer: Von kais. Rat Sal. Kohnberger K 100.—, Janette Schuck K 50.—. Zusammen K 150.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ignaz Hirschen Hauser: Von Moriz Hirschenhauser K 5.—, Karoline Müller 5 —, Paul Müller 2.— N. Hirschenhauser 1 —, Josef Hirschenhauser K 1.—. Zusammen K 14.— Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Stadler: Von Antonie Popper L 10.—. Wie». (Berichtigung.) In Nr. 30 unseres Blattes vom 26. Juli 1907 ist die Notiz enthalten, daß Herr Doktor Arnold Frankfurter „Prediger des XIII. Bezirkes (Hietzing)" vom Vorstände des Tempelvereines des XIX. Bezirkes (Döbling). zum „Prediger für den XIX. Bezirk" gewählt wurde. Demgegenüber werden wir von zuständiger Stelle ersucht, zu konstatieren, „daß die Einrichtung, Prediger für einzelne Bezirke zu bestellen, in Wien nicht üblich ist, daß denrnach Herr Dr. Frankfurter weder „Prediger des Xlll." noch „Prediger des XIX. Bezirkes" ist, sondern daß es sich im vorliegenden Falle lediglich um die Betrauung des obgenannten Herrn mit der Abhaltung von Predigten im Vereinsbethause des XIH, bezw. XIX. Bezirkes handeln kann." Wien. (Beförderung.) Der k. k. Gerichtsadjunkt Herr Dr. Bettelheim, Sohn des Herrn Gottlieb B e t t e l h e i m, Präsidenten des Bethausvereines im IX. Bezirk, wurde zum k. k. Gerichtssekretär befördert. Wien. (Ehrung.) Der Männergesangverein „Liederkranz" (London) hat den Vorstand des Wiener kaufmännischen Gesangvereines. Herrn kaiserlichen Rat Wilhelm Pollak, zum Ehrenmitglied ernannt. Wie». (Trauung.) Dienstag den 13. d. M. um 3 Uhr nachmittags findet im Hotel „Vier Jahreszeiten" zu Berlin die Trauung des Herrn Max Hofbauer, Sohn des Herrn Bernhard H o f b a u e r, mit Fräulein Gertrud Knoller statt. Wien. (Beförderungen.) Der Unterrichtsminister Dr. Marchet hat die Professoren Dr. Heinrich Pollak am Maximilians-Gymnasium und Dr. Adolf Weiß am Akademischen Gymnasium in die achte Rangsklasse befördert. Die Genannten sind die ersten derzeit im Dienste stehenden Religionslehrer an Mittelschulen, denen diese Beförderung zuteil wurde. Trebttsch. (Rabbiner-Installation.) Am 4. August langte unser neugewählter Herr Rabbiner Dr. Johann Stößler aus Wien hier an, begleitet von seinen achtbaren Eltern, Geschwistern und mehreren Verwandten, und wurde von einer größeren Deputation der Gemeinde am Bahnhofe empfangen. Vor Beginn des Gottesdienstes fand im Sitzungssaale des Gemeindehauses eine feierliche Sitzung des Gefammtausschusses zu dem Zwecke statt, daß der in sein Amt einzuführende Herr Rabbiner vor dem Vorstande die Pflichtenangelobnng leiste, ein Akt. der nach einer herzlichen Ansprache seitens des Herrn Vorsitzenden Sigm. Grünberger 86uior an den sein Amt antretenden Herrn Rabbiner in würdigster Form sich vollzog. Herr Rabbiner Dr. Stößler sprach in seiner kurzen Erwiderung für diese herzliche Begrüßung seinen tiefempfundenen Dank aus. Von dem verstärkten Ausschüsse geleitet, begab sich Se. Ehrwürden durch ein von der Schuljugend längst der reichbeflaggten Straße gebildetes Spalier zur Synagoge, an deren Eingang eine Triumphpforte mit sinnigen Psalmsprüchen errichtet war. Orqelklang und Chorgesang ertönten und Oberkantor Herr Moritz Fuchs stimmte unter gefälliger Mitwirkung des deutschen Mannergesangvereines den Willkommen-Weihegesang an, unter dessen mächtigen Akkorden der neue Herr Rabbiner, vom Ausschüsse geleitet, in den in allen Räumen gefüllten, festlich geschmückten Tempel einzog und mit dem löblichen Vorstande die Estrade vor der Bundeslade betrat. Hier begrüßte Herr Präsident-Stellvertreter F. A. Ornstein in schönen, vom Herzen kommenden Worten den neuen Seelenhirten und übergab ihm Kanzel und Ehrensitz. Herr Oberkantor Fuchs trug unter Begleitung des Männergesangvereines das Ma- Towu, wie einzelne der Feier entsprechende Gesänge musterhaft vor, worauf nach dem Minchagebete Herr Dr. Stößler die Kanzel bestieg und seine Antrittsrede hielt. In pietätvollen Worten gedachte er seiner dahingeschiedenen Amtsvorgänger, die an dieser heiligen Stätte Gottes Wort verkündet. Herr Dr. Stößler legte seiner Antrittspredigt die Verse Ezechiel III., 17: „Menschensohn, zum Wächter habe ich dich gesetzt dem Hause Israel, du sollst aus meinem Munde das Wort hören und sie in meinem Namen warnen!" zugrunde. Er richtete einen Mahnruf an die Väter und Mütter, ihre Kinder im Geiste der Religion zu erziehen, damit sie getreu den Traditionen ihrer Vorfahren Gottesfurcht und Religiosität pflegen. Die mit oratorischem Schwünge vorgetragene Predigt machte einen tiefen Eindruck auf die Andächtigen. Nachhaltige Wirkung auf die Anwesenden übte auch die von der Schülerin Theresia Taussig an Se. Ehrwürden gerichtete Ansprache mit anschließendem Gebete. Sichtlich gerührt, sprach Dr Stößler für diese spontane Kundgebung der Schuljugend Dank. Mit der Verrichtung des Kaisergebetes, der Abssngung der Volkshymne und dem Schlußgebete schloß die imposante Feier. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß aus unserer Nachbarstadt Groß-Meseritsch eine ansehnliche Deputation der Feier beiwohnte. Das Festkomitee erachtet es noch als eine Pflicht, Dank zu sagen dem deutschen Männergesangvereine für dessen gütige Mitwirkung, Dank zu sagen jener Gruppe von jungen Herren, die unserem Stadtteile ein würdiges Festkleid anlegten, Dank zu sagen allen jenen, die zum Gelingen dieses für unsere altehrwürdige Gemeinde Trebitsch denkwürdigen Tages ihr Scherflein beitrugen. I. K. Holleschau. Freitag den 2. August starb hochbetagt im Alter von 87 Jahren der ausgezeichnete emeritierte Kantor Simon Nußbaum. Durch 32 Jahre wirkte er als Kantor und erwarb sich durch seine phänomenale Stimme und durch seinen erhebenden Gesang die allgemeine Wertschätzung in seiner Gemeinde. Diese Hochschätzung zeigte sich auch bei seinem Leichenbegängnisse am 4. August, das unter Beteiligung sämtlicher Vorstände und der ganzen Gemeinde stattfand. Herr Rabbiner Dr. Frei mann hielt eine ergreifende Leichenrede, in der er das pflichttreue Wirken und den biederen Charakter des Dahingeschiedenen schilderte. In die kantoralen Funktionen teilten sich die Kantoren Braunfeld und Michalovsky (Holleschau), R e i ch h a r d (Kremsier) und Meise! (Karlstadt). Sechs Söhne, darunter Rabbiner I. Nußbaum (Franzensbad), Kantor H. N u ß b a u m (Ung.-Brod), Vereinsvorsteher Ph. Nußbaum (Wien), und zwei Töchter betrauern den Heimgang eines liebevollen Vaters. . . . D. Luhatschowitz. Ueber Anregung des hiesigen Badearztes Herrn Doktor Frankl veranstalteten am 30. Juli l. I. einige jüdische Studenten der Verbindung „Achiwa" im geräumigen Lesesaale eine Wohltätigkeits-Akademie, deren Reinerträgnis zur Unterstützung armer, leidender jüdischer Kurgäste dienen sollte. Mit einer längeren, wohldurchdachten Begrüßungsrede des Herrn Jur. Felix W i n t e r st e r n, in welcher derselbe Zweck und Ziele der zionistischen Bewegung darlegte, wurde der Abend eröffnet. Hierauf trug Fräulein Frieda K o h n zwei Piecen auf dem Klavier vor, deren Leistungen reichen Beifall fanden. Die Deklamationen des Herrn stuä. ing. Albert Smetana, Sohn eines hierortigen Gastwirtes, „Bal Teschuba" von Chamiffo und „Namenlos" von Freiherrn v. Münchhausen, fanden lebhaften Beifall. Die Herren «tuä. Otto Brunn und E. Weil erzielten ebenfalls mit ihren Violinproduktionen einen großen Erfolg. Herr I. Wettstein. Chordirigent aus Ung.-Hradisch, erregte mit seinen im jüdischen Jargon vorgetragenen Liedern große Heiterkeit und wurde vielfach akklamiert. Mit einigen gut gewählten und mit richtigem Verständnisse gesprochenen humoristischen Vorträgen des Fräulein Melanie Reizer, schloß der gelungene Vergnügungs- Abend. Die zahlreichen Besucher waren von dem Gebotenen sehr befriedigt. Die Akademie warf ein respektables Reinerträgnis ab. Der Kurverwaltung, namentlich dem. Herrn Direktor, welcher in gewohnt liebenswürdiger Weise den Lesesaal unentgeltlich überließ, sei hier der beste Dank ausgesprochen. Ich. Friedl, Oberlehrer aus Wien. Neuhaus. Am 26. Juli d. I. fand die Installation unseres neuen Rabbiners Sr. Ehrwürden Herrn Phil. Dr. Heinrich Schweuger statt; im festlich geschmückten Tempel waren außer den Gemeindemitgliederr sämtliche Spitzen der Behörden erschienen. Nach feierlicher Begrüßung seitens des Kultusvorstandes bestieg Se. Ehr-