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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-07-26 · 30 (26.7.1907) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
30 (26.7.1907)
Date
1907-07-26
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 496 Dr. Bloch's WochenjchrM Nc. 30 Jansen den Auftrag erteilt, diese Emigranten mit besonderer Sorgfalt zu behandeln. Die ganze Gruppe wurde von einem Vertreter des „Lloyd" photographiert. Die liebevolle Behandlung der Emigranten und die Begleitung eines Vertreters der „Jüdischen Territorialistischen Organisation", des Herrn Doktor Jochelmann, haben auf die übrigen Paffagiere des Dampfers Vermischtes. Spendenverzeichnis der israel. Kultusgemeinde. Von den besten Eindruck gemacht. B e n d e r y (Rußlands Die hiesigen Territoralisten haben im großen Tempel eine Massenversammlung veranstaltet. Der Tempel war überfüllt. Der Referent Dr. Kotlar gab einen ausführlichen Ueberblick über die politische, soziale und ökonomische Lage der Juden in Rußland und wies nach, daß die einzig richtige Lösung der Judenfrage nur im Territorialismus gegeben ist. Die Ausführungen des Referenten wurden von der ganzen Versammlung mit einmütigem Beifall ausgenommen. Der dortige „Jto "-Verein hat durch diesen Vortrag eine bedeutende Stärkung erfahren. Breslau. Unsere Gemeinde, ja das ganze Judentum hat einen unersetzlichen Verlust erlitten: Am 7. d. M. ist hier der allgemein und rühmlichst bekannte Herr Theodor Oschin s^ky im 63. Lebensjahre verschieden. Der Verstorbene nahm im jüdischen Gemeindeleben unserer Stadt, in welchem er zahlreiche Ehrenämter bekleidete, eine hochangesehene Stellung ein. Von echter Religiosität erfüllt, von edelster Menschenliebe beseelt, galt er seit Jahrzehnten als der berufenste und erfolgreichste Vorkämpfer der humanitären Bestrebungen unserer Glaubensgemeinschaft, der in zahlreichen Vereinen, amtlich und außeramtliä , mit unermüdlicher Aufopferung im Dienste der Nächstenliebe gewirkt unv bewundernswerte Werke der Barmherzigkeit geschaffen hat. Wie er sich hierdurch allseitige Anerkennung und Hochschätzung erwarb, so hat er sich insbesondere ein unvergängliches Denkmal der Liebe in den Herzen der Armen errichtet, denen er mit nie versagender Güte und Freundlichkeit allzeit ein offenes Herz entgegenbrachte und ein stets bereiter Helfer in der Not war. Mit gleicher Hingebung hat er in den mannigfachsten Zweigen der Verwaltung, als Mitglied der Repräsentantenversammlung, der Armenkommission, der Kultuskommiffion und der Kommission der Alten Synagoge seine beste Kraft eingesetzt, um das Wohl und das Gedeihen unserer Gemeinde zu fördern, und uns vielfach durch Rat und Tat wertvolle Dienste geleistet. Nun hat der Tod seiner reichgesegneten Tätigkeit ein allzuftühes Ende bereitet, und trauernd empfinden Taufende in dankbarer Würdigung dessen, was er uns gewesen und was er für uns geleistet, sein Hinscheiden als einen unersetzlichen Verlust. Dies zeigte sich auch schon bei dem Leichenbegängnis am 9. d. M. Dem Leichenwagen voran schritten die Pfleglinge des Verbandes zur Erziehung hilfsbedürftiger israelitischer Kinder, dessen Mitbegründer und eifrigster Mitarbeiter der Verstorbene gewesen, und dem schlichten, einfachen Sarge, den nach dem ausdrücklichen Willen des Verblichenen kein einziger Kranz schmücken dürfte, folgten, in eorxora oder durch Abordnungen vertreten, die zahlreichen öffentlichen und privaten Korporationen und Vereine, denen Theodor Oschinsky angehört und die er zum großen Teile mit geleitet hatte. Rabbiner Dr. Nosenthal hielt eine ergreifende Trauerrede, in welcher er in großen Zügen ein Bild von dem Wirken des Entschlafenen entrollte. Er hob rühmend seine opferfteudige Tätigkeit im Vorstand der deutschen Konferenzgemeinschaft der „Alliance Israölite Universelle" und in dem Komitee zur Unterstützung der aus ihrer Heimat vertriebenen russischen und rumänischen Juden hervor und schilderte dann eingehend seine rastlose Arbeit an der Entwicklung der Synagogengemeinde Breslau und ihrer Wohltätigkeitsinstitute, von denen ihm die Anstalten für Kranken-, Armen- und Waisenpflege besonders am Herzen gelegen. Was er auf diesen Gebieten Bedeutendes geleistet, gehöre der Geschichte der Gemeinde an. Nachdem dann noch Rabbiner Dr. Berger-Krotoschin im Namen der Hinterbliebenen dem verstorbenen Schwiegervater warmherzige Worte des Nachrufes gewidmet, wurde der Sarg unter dem üblichen Zeremoniell zu Grabe getragen. Das Andenken des ausgezeichr 'ten Mannes aber wird in Ehren fortleben. Hcrrn Dr. D. Frankl noe. der Verlaffenschaft nach Philipp und Sofie Mayer zur Errichtung einer Philipp, Sofie und Karl Mayer'schen Grabcrhaltnngs-Widmung ..K 3700.— „ Dr. Adolf Stein noe. der Verlassenschaft nach der sel. Frau Therese Pfefferkorn für das Altersversorgungshaus.. 1724.80 „Anonymus": für die Armenanstalt . K 50 — für das Blindeninstitut „ 50.— für das Altersversorgungshaus . 50.— für das Ferienheim . X 80.— für den Mädchen-Unterftützungsverein ...» 50.— für die Spitals-Aushilfskassa.„?0.— für den Waisenverein „ 50.— für den Wöchnerinnenverband .. 50.— für den Mädchenhort. „50.— für den Ver. Brustl. auf dem Lande 60.— „ 500.— Entnahme aus den Sammelbüchsen im Stadttempel: für die Armenanstalt.K 72.55 für die Chewra-Kadischa.„ 77.20 für die Allianz zur Unterstützung armer jüdischen Auswanderer . . . „ 39.93 für die Armen der österr.-ungarischen Gemeinde im heiligen Lande. „ 40.15 für den israel. Waisenverein . . . „ 201.01 „ 4;0.84 „ Josef und Babette Wertheimer anläßlich ihrer goldenen Hochzeit je K 50.— für das Rothschildspital, Frauenverein, Versorgungshaus, Blindeninstitut, Waisenverein, Brigittenauer Schulküche.. 300.— Entnahme aus den Sammelbüchsen am Zentralfriedhofe: für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Waisen.. 184.80 Entnahme aus den Sammelbüchsen im Tempel, XV. Turnerg. für Arme im Bezirke Fünfhaus „ 171.40 Entnahme aus den Sammelbüchsen im Leopoldstädter Tempel: für die Armenanstalt.K 66.41 für die Chewra-Kadischa.„ 54.58 für die Armen der österr.-ung. Gemeinden in Jerusalem.. 25.76 „ 146.76 Entnahme aus der Sammelbüchse im Tempel, IX., Müllnerg. für den Waisenverein.... „ 127.40 „ Offizial Heinrich Engel: für die Chewra-Kadischa.K 50.— für den Waisenverein.„ 50.— „ 100.— „ Dr. Jakob Engel: für das Siechenhaus X 50.— für den Studentenunterstützungsverein „ 25.— für das Ferienheim.„ 25.— „ 100.— Herren A. Herrn. Frankl & Söhne für die - Talmnd-Thora-Schule.„ 100.— Herrn Präsidenten Dr. Alfred Stern für den Wöchnerinnen-Verband.„ 100.— Frau Fannv Schlesinger: für Chor und Tiener.K 20.— für den Israel. Frauenverein . . . „ 20.— für die Armenanstalt.. 20.— „ 60.— Entnahme aus den Sammelbüchsen in der Versorgungsanstalt.„ 56.16 Sammlungsergebnis des Herrn Heinrich Weiner für die Brigittenauer Schulküche .. 42.— Entnahme aus der Sammelbüchse im Tempel, XVI., Huberg. für Arme im Bezirke Ottakring „ 31.56 Herrn Alexander Fürst als Kranzablösungsspende für weiland Herrn Moriz Fürst für die Chewra- Kadischa .„ 20.— „ Gustav Holzer zur Verteilung an jüdische Arme „ 20.— „ Vitalis Ventura für das rsrael. Blindeninstitut „ 20.— „ Siegmund Geiduschek als Kranzablösungsspende „ 10.— „ Baurat Stiaßny für die Jahrzeit Lindenheim-Schwarz.. 10.— Frau Karoline Lichtenstern eine Tempeltischdccke und ein Thora-Mäntelchen für den Stadttempel. „ Goldgräber ein Krankenfahrstuhl für das Versorgung shaus.

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