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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-05-03 · 18 (3.5.1907) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
18 (3.5.1907)
Date
1907-05-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 304 Wv. Mocb's Mocbenscvrm. Nr. 18 der A u s st e l l u n g s k o m m i s s i o n für die im Jahre 1908 statt' findende Kaiser I u b i l ä u m s - A u s st e l l u n g übernommen. An den vielen im Jahre abgehaltenen Vorträgen und Disknssionen haben auch Fachautoritäten, Vertreter des k. k. Handelsministeriums (Gewerbeförderungsdienst) teilgenommen. — Am Schlüsse dankte der Präsident der Prcffe, den Tages- und Wochcnjournalen, rn erster Reihe dem Redakteur Herrn Dr. I. Bloch, welcher alle Nachrichten des Vereines in uneigennützigster Weite zum Abdrucke brachte. Nach erstattetem Kassabericht durch Vorstandsmitglied Herrn S. Steiner sprachen sich die Delegierten sehr lobend über die hervorragenden Leistungen des überdies allseitig gekannten Vereines ans. Nach längerer Debatte über den Bericht, an welcher sich die Herren Adolf und Hermann Beck. Friedmann, Heinrich Weiner, Baumeister G i e ß k a u n, K o! b e n, B n ch w a l d, L ö w y, Hoffman r. rc. teilnahmen, wurde Herr B r o d als Präsident per Akklamation wiedergetvählt. In den V o r ft a n d wurden mit Stimmzettel gewählt die Herren: Hermann Beck, Hermann Den es, S. F r i e d m a n n, Franz Frankl. Leopold G u t t m a u n. Ignatz Klein, Siegmund M a y e r, Josef R o s e n t b a l, Architekt Friedrich Schön, S. Steiner, Max Makler, I. Wert he im; zu Schiedsrichtern: die Herren Stadtbaumeister Adolf Ambor, Jakob Ko hn. Gabriel Singer, Max Springer; zu Revisoren: die Herren: I. I u e r und I. Sonnenschein. Nach Beantwortung mehrerer aus der Mitgliedschaft erfolgten Interpellationen wurde die Versammlung in später Stunde vom Präsidenten geschlosien. Wien. Der Jüdische Bildungs - und Geselligkeits-Verein für den XV I. und XVII. Bezirk veranstaltete Dienstag den 7. Mai im kleinen Musikvereinssaale einen Jüdischen Autoren-Abend, dessen Reinerträgnis verarmten jüdischen Autoren und Künstlern zufließt. Mitwirkende: Frl. Grete Forst, k. k. Hofopersängerin, Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Bach, die Herren Schriftsteller I o r k-S t e i n e r und Glücksmann. Herr Direktor W e i s s e vom Deutschen Volkstheater, Herr Professor I. S u l z e r, k. k. Hofmusiker, Herr Klaviervirtuose Rod. Baß und Herr Konzertsänger Don Fuchs. Karten von K 6.— bis K 1.— bei Kehlendorfer, I., Krugerstraße 3. Wie«. (S ch ü l e r ko n z e rt.) Das Sonntag den 28. v. M. von den bekannten Musikschulinhaber Prof. Max Adler und C. Kopal veranstaltete Schülerkoiuert hatte einen brillante» Erfolg zu verzeichnen. Nicht nur die wirklich sehr gut ausgeführten Solovorträge der Schüler des Prof. Adler, von denen wir allen voran erwähnen: Herrn B«la Sonnen selb, dessen Vortrag frenetischen Beifall hervorrief, Emmerich Schick, Josef G u t m a n n, Harry T o n eck l o, Adolar Wald n e r, Janos Palfi, und Adolf W a ch s m a n n, sondern vornehmlich das von ihm arrangierte und dirigierte Ensemble seiner Schüler hatte einen koloffalen Erfolg erzielt, dasselbe wurde mit großer Sicherheit und Verständnis von der begeisterten Schülerschar vo^getrageu. Pros. d l e r erhielt zum Zeichen des Dankes von den Schülern einen schönen, mit sinniger Widmung gestickten Lorbeerkranz. Nicht u icrmähnr dürfen wir lassen das gewissenhafte Akkompagnement der Frau Elsa Schick. Wien. Sonntag, den 28. v. M., wurde Herr T. Dörfler, der er erst vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag feierte, zu Grabe getragen. Bei dem Leichenbegängnisse waren alle Vereine und Bethäuser, deren Mitglied der Verstorbene war. vertreten. In der Zeremonienhalle des Zentralfriedhofes hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Doktor Grunwald eine tiefempfundene Rede, während im Namen der Vereine Herr Berlhold Rosen st ein am Grabe die Verdienste des Verblichenen in ergreifender Weise schilderte. Wien. (Spenden) Für die arme Mutter des Leopold H i l s v e r, Frau Marie Himmelreich, Grotz-Meseritsch, sind uns von Frau S. Reich in Wien K 10.—; von Herrn Leopold Mohr in Falkenau K 20.-; das Resultat einer Sammlung, zu der beigetragen haben: Herr Karl Pollak und Frau K 10. -, Herr Leopold M o b r mid Frau K 6.—, Frl. Frida Pollak K 2.-, Frau Marta Pick Li 1.—, Frau Marie Reich ler K 1.—; für unsere Glaubeusbrüder in Rumänien von Herrn Joief Bernstein in Jaroslau K 5.— zugekommen. M^istelbach. (Verlobung.) Die Tochter unseres Kultusvorstehers Herrn Ludwig A b e l e s, Fräulein F r i z z i A b e l e s, hat sich mit Herrn Sandor Geist, Firma Pollak u. Geist, Ledergroßhändler in Wien, verlobt. Bielitz. Dem Herrn Salomon Pollak, Großkaufmami und vielverdienten Präses der Jiraelrtenaemeinde, Stadtrat rc. rc., wurde vor kurzem von Sr. Majestät dem Kaiser der Titel „Kaiserlicher Rat" verliehen. Aus diesem Anlässe erhielt Herr Pollak aus allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung eine große Anzahl der schmeichelhaftesten Glückwunschschreiben und Telegramme, welche Zeugnis gaben, welcher Beliebtheit Herr Pollak sich bei Christ und Jud erfreut. Herr Pollak'erhielt die kaiserliche Auszeichnung während seines Aufenthaltes in Meran. Nach dessen Rückkehr versammelte sich der Gesamlvorstand im großen Saale des Gemeindehauses zu einer außerordentlichen Festsitzung. in welcher der Vizepräses Herr Sam. Tug e n d h a t in einer gediegenen und formvollendeten Ansprache Herrn Pollak zur allerhöchsten Auszeichnung namens des Vorstandes und der Gemeinde beglückwünschte. Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Steiner verdolmetschte in zu Herzen gehenden, schwungvollen Worten die Gefühle der Beamten der KultuSgemeinde. Auch Herr Oberlehrer Goldberg richtete im Namen des Lehrkörpers herzliche Worte an denselben, worauf Herr kaiserlicher Rat Pollak bewegten Herzens den Gefühlen des Dankes Ausdruck verlieh. Ueber Antrag des Herrn Tugendhat wurde dieser Akt der Ehrung protokollarisch festgehalten. G. Gablonz a. N. Herr Jakob und Frau Netti Rausnitz feierten Donnerstag am 2. Mai das Fest der silbernen Hochzeit. Czernowitz. (Jüd.- nat. akad. Verbindung „Zephirah".) Chargenwahlen für das laufende XX. Sommer- Semester: cand. jur. Salomon Stecher, Präses; eanä. Ml. Pinkas Hilferding, Vizepräses; eand. jur. Leonhard Ekstein, Schriftführer. Budapest. Der berühmte Orientalist Hermann Vambery hat einem Interviewer der jüdischen „Neuen Nationalzeitung" in Wien gegenüber die Gerüchte aufs entschiedenste dementiert, nach welchen er getauft sein sollte. Er erklärte, daß es sein größter Stolz sei, Jude zu sein, dem Volke anzugehören, das der Inbegriff alles Guten, alles Menschlichen, alles Erhabenen sei. Bekanntlich war es Vambery, der den Empfang Dr. Herzls beim Sultan erwirkte, wie er auch Zangwill aufs wärmste in seinen territorialistischen Bestrebungen unterstützt. B. Berlin Ein ungewöhnlicher Ausstellungsraum zur Vorführung seiner Gemälde ist dem Berliner Maler Lesser-Ury zur Verfügung gestellt worden. Mehrere Mitglieder der nationalliberalen Partei, die öfter im Ury-Atelier waren, sind nämlich soeben damit beschäftigt, eine Anzahl von Werken des Malers in ihrem Fraktionszimmer im Abgeordnetenhause unterbringen zu lassen, als eine Art privater Kunstausstellung für die Parteimitglieder und ihre Freunde. Paris. Am 9. April hielt die Jto-Sektion „Zentrale des Paris" ein großes Meeting ab, in welchem Dr. Slousch referierte. Dr. Nordau hatte sein Fortbleiben mit Krankheit entschuldigt und in einem Schreiben die Bestrebungen, die darauf gerichtet seien, unmittelbare Hilfe den verfolgten und flüchtigen Massen des jüdischen Volkes zu bringen, seiner wärmsten Anteilnahme versichert. Zangwill und seinen Mitstreitern, namentlich den Mitgliedern der geographischen Kommission, den Herren Lord Rothschild, Prof. Mandelstamm, Dr. Paul Nathan, James Simon und Oskar Strauß, wurde in enthusiastischer Weise der Dank der Versammlung ausgesprochen. Baku. Die Jahresversammlung der Territorialisten des Kaukasus, die hier tagte und über eine Reihe schwebender Fragen beriet, richtete auf Veranlassung der Herren Ingenieur Tropp und Dr. Georgenburger ein Danktelegramm an die Londoner Zentrale und Israel Zangwill, in dem der innige Wunsch einer glücklichen Durchführung der Ziele des Territorialismus ausgesprochen wurde. Budapest. Herr Dr. G. Adler, Oberrabbiner in Altofen, ist als Nachfolger des R. Eleasar Pollak trsri zum Rabbiner der hiesigen Gemeinde, speziell der Synagoge in der Rombachgasse, gewählt worüeu Brüssel. Baron Lambert ist zum Kommandeur, Herr Franz Phrlippson zum Offizier. Herr Eduard Wiener zum Ritter des Leopold-Ordens ernannt worden. Nom. Herr Leon Gaffel ist zum Generalkonsul Italiens in Brüssel ernannt worden. London. Der Gouverneur von Hongkonk Sir Mathew Nathan ist zum Gouverneur der Kolonie Natal ernannt worden. „Bezalel". Sehr geehrte Redaktion! Da ich von vielen unserer Brüder im Auslande Anfragen wegen dem „Bezalel" und seinen Zwecken erhalte und es mir unmöglich ist, einem Jeden ausführlich zu antworten, ersuche ich Sie höflichst, diese einige Zeilen in Ihrer werten Zeitung gütigst abdrucken zu wollen.. Im „Bezalel" bestehen zwei Hauptabteilungen, für Kunst und Kunstgewerbe.

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