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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-04-19 · 16 (19.4.1907) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
16 (19.4.1907)
Date
1907-04-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 16 Dr. Mocb's MocdenscdrM, Seite 267 Von Herrn Philipp Frankl s. A. als dessen letztwillige Verfügung für Wohltätigkeits-Institute . . . . L 2000.— Von Herrn Leopold Landeis anläßlich des Ablebens seines Schwiegersohnes Herrn Albert Steiner für diverse Wohltätigkeitsvereine.. 720.— Von Herrn Dr. Josef Stern im eigenen und im Namen seiner Brüder behufs Ermöglichung der Beteilung von Bewerbern um die „Adolf und Therese Stern'sche Wohltätigkeits-Stiftung", welche aus den Stiftungsmitteln nicht beteilt werden konnten.„ 700.— Von Herrn Ernst Hirsch für diverse Wohltätigkeitsvereine „ 500.— Von Herrn Siegfried Friedrich Fleischer anläßlich der Vermählung seiner Tochter für diverse Wohltätigkeitsvereine. 500.— Von Herrn Konsul Arnold Marek, Wien, zum Andenken an seine verstorbene Gattin Elise Marek geb. Altmann für diverse wohltätige Zwecke. 300.— Von Herrn Moriz Edlen von Kuffner und im Namen seiner Schwester Frau Katharina Oppenheimer in Frankfurt a. M„ anläßlich des Sterbegedächtnistages ihres Vaters für Arme des Bezirkes XVI und XVII.„ 280.— VonZHerrn Dr. Otto Eckstein noe. der Erben nach Emanuel Podiebrad für jüdische Arme. 100.— Von Herrn Karl Figdor für den Spitalfonds.„ 100.— Von Herrn Dr. Jakob Engel für das Siechenbaus . . „ 100.— Von Herrn kais. Rat Beruh. von Pollack als Beitrag für die Verpflegung eines stummen Knaben behufs Erlangung der Sprachfähigkeit.„ 100.— Von Herrn Anton Winter anläßlich des Todestages seines Vaters zur Verteilung an Arme.. 100 — Von Herrn Moriz Gottlieb als Kranzablösungsspende für den sel. Hern Jakob Winternitz zur Ausspeisung armer Schulkinder.. „ 20.— Von „Anonymus" anläßlich des christlichen Osterfestes für israel. Arme.. 20.— Von Herrn und Frau Alexander Kallir für die Schulküche XX.„ 20.- Von Frau Sarah von Stern, Erlös aus dem Weiterverkäufe eines Betsitzes im Stadttempel für die israel. Kinderbewahranstalt .. 20.— Von „Anonymus" für den israel. Waisenverein . ... „ 10.— Von Herrn Josef Schostal für arme russische Juden . . „ 6.— Von Jenny und Fritzi zur Verteilung an Arme . ... „ 5.— Von Herrn Willy Reiner, Karlstadt, für rumänische Juden „ 20.— Von der human. „Tischrunde" als Kranzablösungsspende für weil. Herrn Leopold Königstein für einen Armen „ 10.— Kais. Rat Sachs richtet nachfolgende Interpellation an den Präsidenten: „Die „Dr. Bloch'sche Wochenschrift" hat in der Nr. 14 vom 5. April 1907 eine Zuschrift des Herrn Präsidenten Dr. Alfred Stern ddo. 1. April 1907 an den Vorstand des Synagogen-Vereines „Beth Israel" veröffentlicht. Ich erlaube mir an den geehrten Herrn Präsidenten die Anfrage, ob er geneigt wäre, bezüglich dieser seiner Zuschrift Aufklärung zu erteilen?" Dr. Stern: Auf die an mich gerichtete Interpellation habe ich Folgendes zu erwidern: Die in Rede stehende Zuschrift, an den Vorstand des Synagogen-Vereines „Beth Israel" gerichtet, enthielt die Bemerkung, daß der in der Generalversammlung des Synagogen-Vereines „Beth Israel" vom Obmann-Stellvertreter Herrn Max Rosenfeld erstattete Bericht, insoweit er einen Vorfall behandelt, welcher zur Zeit der Wahlen in den Kultusvorstand vielfach besprochen wurde und auch Anlaß zu einer Intervention von meiner Seite bot, den Tatsachen nicht entspreche. Zu dieser vollkommen richtigen Publikation haben mich folgende Umstände veranlaßt: In der Einleitung des in der Wochenschrift vom 24. März l. I. enthaltenen Berichtes über die Generalversammlung findet sich die Bemerkung, daß als Delegierter der israelitischen Kultusgemeinde Herr Baurat Stiaßny anwesend war. Nachdem nun im Verlaufe der Versammlung verschiedene Anwürse gegen den Kultusvorstand und gegen dessen Präsidenten vorgebracht worden sind, habe ich zunächst Herrn Baurat Stiaßny hierüber befragt und von ihm die Auskunft erhalten, daß er wohl zur Versammlung erschienen war, er dieselbe jedoch nachdem sie über eine Stunde lang'nicht beschlußfähig war, wieder verließ; offenbar sei die Beschlußfähigkeit erst nach seinem Weggehen eingetreten. Aus dem Berichte war dies nicht ersichtlich und es konnte unberechtigterweise daraus geschlossen werden, daß die vorgebrachten Anwürfe von dem Delegierten des Kultusvorstandes widerspruchslos angehört wurden. In der Einleitung bemerkte der Berichterstatter, daß er es vorziehe, seine Reden aus dem Manuskripte vorzulesen, weil er den Wortlaut seiner Ausführungen von dieser Stelle festlegen wolle. — In dem Berichte wird bemerkt, daß der Verein sofort nach Bekanntwerdung der fraglichen Kanzelrede durch Intervention seines Obmannes die Initiative ergriffen und bei dem Präsidenten der Kultusgemeinde Protest eingelegt habe. — Es ist kein Protest bei mir eingelegt worden, sondern mit meiner Zustimmung von den Kollegen Salo Landau und Oskar M a r m o r e k in der Plenarsitzung eine Interpellation eingebracht worden, welche von mir sofort und zwar in einer solchen Weise beantwortet wnrde, daß mir hierüber von der betreffenden Seite die vollste Befriedigung ausgesprochen worden ist. Es ist weiters nicht richtig, daß ich den Kanzelredner gebeten habe, seinen Ausdrücken eine andere Deutung zu geben, ich traf vielmehr nur Veranlaffung, daß die obwaltenden Mißverständnisse aufgeklärt werden. Es ist ein großer Unterschied zwischen der mir insinuierten Zumutung an einen Kanzelredner, seinen Worten eine andere Deutung zu geben, einer Zumutung, welche ich gewiß niemals gestellt hätte, und dem Bestreben, ein Mißverständnis aufzuklären. Ich hatte mich überzeugt, daß der Berichterstatter nicht mala, üäs gehandelt und nicht mit Absicht Unrichtiges vorgebracht hat; wenn jedoch ein Bericht, der den Tatsachen nicht entsprechende Mitteilungen enthält, veröffentlicht wird, so ist gewiß eine Richtigstellung desselben erforderlich. Nicht unerwähnt möchte ich es aber lassen, daß mich in diesem Berichte besonders unangenehm die Erwähnung der im Reichsrate eingebrachten Interpellation berührte, welche gegen den Kultusvorstand gerichtet war und die Aufforderung an den Minister enthielt, den Kultusvorstand zur Erfüllung seiner Pflicht zu verhalten. Eine solche Aufforderung war, wie die Tatsachen zeigten, ganz überflüssig und wenn nun der Bericht, der sonst so vielerlei bei den damaligen Vorgängen zu bemängeln fand, in einer so harmlosen Weise der Interpellation im Reichsrate erwähnt, so als ob er dieselbe vollständig billige, so muß ich bemerken, daß mich dieses Verhalten von jüdischer Seite sehr peinlich berührt hatte und daß dies auch für mich bestimmend war, jenem Berichte des Obmann-Stellvertreters Herrn Rosenfeld entgegenzutreten. In der vertraulichen Sitzung wurde der von Dr. Steiner und Genoffen gestellte Antrag auf Einsetzung einer Kommission zur Vorberatung von Wohltätigkeits-Angelegenheiten dem Vertreterkollegium zur Antragstellung an das Plenum zugewiesen. Die vom Vorstande der Chewra-Kadischa beantragte Aenderung des Vereinsstatutes wird mit einigen Modifikationen genehmigt. Zum Mitgliede des Bethausvorstandes für den XVI. und XVII. Bezirk wird Herr Alois Winterstein berufen. Nach Erledigung von Personalien wird die Sitzung um 2 Uhr nachmittags geschloffen. Kalo Kandan. Salo Landau, welcher Sonntag den 14. d. M. verschied, war eine der markantesten Persönlichkeiten des jüdischen Lebens, der jüdischen Gesellschaft in Wien. Er entstammte einer jüdischen Gelehrtenfamilie, welcher die Rabbinen der hervorragendsten Kulturstädte des jüdischen Lebens entnommen wurden. So war der Prager Rabbiner Rappaport sein Großvater. Er fiedelte sich in Wien an, erwarb sich durch seine ehrliche und rastlose Arbeit eine günstige materielle Position und genoß durch die Korrektheit seines Gebahrens und die Lauterkeit seines Charakters in seinen Berufskreisen das größte Ansehen. Dies äußerte sich auch darin, daß er durch das Vertrauen seiner Berufsg?.'offen zum Mitglied des Schiedsgerichtes der Effekten-

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