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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-04-12 · 15 (12.4.1907) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
15 (12.4.1907)
Date
1907-04-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 258 Dr. Dlocb's MocdenscbrlN. Nr. 15 Kranken-, Witwen- und Waisen-Unterstützungsverein„Chesed schel Ewes" (Wahre Wohltätigkeit) (Wien, I., Sterngasse 2). Sonntag den 24. März 1907 fand im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde unter dem Vorsitze des Präsidenten Herrn Adolf Popper bei zahlreicher Beteiligung der Vereinsmitglieder die 39. ordentliche Generalversammlung des Vereines statt. Vor Eingang in die Tagesordnung würdigte der Vorsitzende die Bedeutung des begonnenen Jahres als das 40. Vereinsjahr, gedachte der segensvollen Tätigkeit des Vereines auf humanitärem Gebiete und schloß unter allgemeinem Beifalle mit dem Wunsche für eine neue Aera der Entwicklung und Blüte des Vereines. Der Rechenschaftsbericht, sowie der Bericht der Revisoren wurden ohne Debatte genehmigt und dem Vorstande einstimmig das Abfolutorium erteilt. Bei der darauf folgenden Neuwahl wurde der abtretende Vorstand xer acclamationem wieder- und die Herren Alfred Abt, Jakob Felberbau m, Josef Fuchs, Josef N o s s i g und Leopold Winter neugewählt. Zu Revisoren wurden die Herren David Burstyn und Max Steiner bestimmt, lieber einstimmigen Beschluß des Vorstandes wurde der allseits verehrte Präsident des Vereines Herr Adolf Popper in Anerkennung seiner ausgezeichneten Verdienste um den Verein zum Ehrenmitgliede ernannt und demselben ein künstlerisch ausgeführtes Diplom deputativ überreicht. Et. H. Verein zur Hebung der Gewerbe. Am Samstag den 27. d. M. um halb 8 Uhr abends findet in Kuhners Restaurant I., Adlergasse 6, die XVII. ordentliche Generalversammlung des Vereines mit folgender Tagesordnung statt: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. K a s s a b e r i ch t. 3. Wahl des Präsidenten. 4. Wahl von 12 Vorstandsmitgliedern. 5. Wahl von 2 Revisoren. 6. Wahl des Schiedsgerichtes. 7. Aenderung der Statuten. 8. Anträge und Interpellationen. Prediger Mannheimer-Verein. Am 17. Oktober jedes Jahres gelangen die Zinsen des «Prediger Mannheimer-Vereines" zur Verteilung. Anspruch auf diese Unterstützung haben bedürftige Rabbinnen, Prediger und Lehrer in Oesterreich-Ungarn. welche dieustunfähig geworden sind, oder deren Witwen und Waisen. Die Bewerber müssen in einer Gemeinde, welche mindestens fünfzig Mitglieder zählt, wenigstens durch zehn Jahre das Amt in würdiger Weise verwaltet haben. Beamte großer, notorisch reicher Gemeinden sind ausgeschlossen. Die Würdigkeit der Bewerber, sowie die Dienstunfähigkeit sind nachzuweisen. Unbelegte oder mit Urkunden in fremden Sprachen belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Um gestempelte Gesuche sind längstens bis am 30. Juni jedes Jahres unter der Adresse: „Vor st and des PredigerMannheimer- Vereines" in Wien, I., Eßlinggasse 7, zu übersenden. Wien. (Sederfeier im Vereine zur Beförderung derHandwerke unter den inländischen Israeliten) Sehr feierlich, wie in den Vorjahren, gestaltete sich auch der diesjährige „Seder" im Saale zum „Goldenen Widder" in der Taborstraße. Die Herren Vorsteher Horner, Dr. Reis und Stern, der Sekretär und zweite Beamte leiteten das Arrangement des Festes, dem 400 Zöglinge in Festkleidung an großen, weißgedeckten Tafeln beiwohnten. Herr Kantor Pekarnik absolvierte trefflich den gesanglichen Teil, den Festvortrag hielt Professor Antscherl. Mit einer Huldigung für unseren allverehrten und geliebten Kaiser Franz Joseph I., dem Horte der Freiheit aller Bewohner unseres großen Vaterlandes — bei diesen Worten erhoben sich alle Anwesenden — schloß die Rede, die tiefen Eindruck machte. Seitens der „Tefillah haneorim“ übernahm Herr Lehrer Josef Pick die Funktion des Sedervortrages und wußte durch eine freundliche Ansprache sich den Weg zu den Kinderherzen zu bahnen. Ein fröhliches Mahl schloß die Feier. Wie«. Herr k. k. Rechnungs-Revident Albert Löwit begeht Samstag den 13. April l. I., 9 Uhr vormittags, im Tempel in Wien, IX., Mülluergasse, die Bar-Mizwah seines Sohnes Walter. Bildungsheim der Jüdischen Toynbee-Halle, XV., Herklotzgasse 21. Das Thema „Geld" hatte sich Herr Karl Land eis, der schon durch fernen ausgezeichneten Vortrag „Wer soll Kaufmann werden" ein hochgradiges Interesse für Fragen auf volkswirtschaftlichem Gebiete wachzurufen verstand, zum Thema seines, am 6. d. M. abgehaltenen Vortrages gewählt. Und auch diesmal wußte Herr Landeis dadurch, daß er das Wesen des Geldes, die Geldwirtschaft, den Geldwert in gemeinverständlicher Weise in den Kreis seiner geistreichen Erörterungen zog, dieses Interesse zu schaffen. Seine Anregung, Fragen der Volkswirtschaft öfter zum Gegenstände von Vorträgen im Bildungsheim zu machen und daran Diskusslonen zu knüpfen, fand ebenfalls den verdienten Beifall. Nächsten Samstag (am 13. d. M.) spricht Schriftsteller Herr Leopold Spitzer: „Ueber Ibsen und die Frauen". Dem Vortrage folgt ein Konzert der Pianistin Frl. Mizzi K a h a n e. Anfang 7l/2 Uhr abends. Eintritt frei. Jnd.-akad. FerialVerbindung „Zephira" in Wien, Universität oder Gasthaus Josefstädterstraße 91. Das Ergebnis der Chargenwahlen der neugegründeten jüdisch - akademischen Ferialverbindung für Niederösterreich „Zephyra" war folgendes: JUC. Karl Bondy, Präses; Med. Alfred Grünspan, Vizepräses; med. Bernhard Kohn, Schriftführer. Junerösterreich. Distrittskomitee des Verbandes „Zion" Wien IX/1, Türkenstraße 9. Löbliche Redaktion! In der Nummer Ihres geschätzten Blattes vom 29. März ist eine Zuschrift von Dr. Kahn abgedruckt. Wir ersuchen Sie höflichst, die tatsächliche Behauptung, daß die Schekelzahlungen im letzten Jahre zurückgegangen sind, freundlichst zu berichtigen. In unserem Distrikte, zu welchen Wien gehört, find im Schekeljahr 1906 um 50 Perzent mehr Schekel eingegangen, als 1905. Die Schekelsammlungen für 1907 sind erst im Zuge, daher noch keine Endziffer gegeben werden kann, doch ist es schon heute nahezu sicher, daß sie eine weitere Steigerung ergeben wird. Von einem „Rückgang" kann auf keinen Fall die Rede sein. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. M a r g u l i e s, med. Emil Stein, Obmann. Schriftführer. Wien.DerVereinzurUnterstützung israel. Handwerker und Kleingewerbetreibender, 1., Krugerstraße 8, ladet zur Teilnahme an der XVI11. ordentlichen Generalversammlung, welche Mittwoch, den 17. April 1907, 7 Uhr abends präzise, im Sitzungssaale der israel. Kultusgemeinde, 1., Seitenstettengasse 4, 2. Stock stattfinden wird, ein. Nach Erledigung der Tagesordnung findet ein Vortrag des Herrn kais. Rates Johann L i ch t e n st a d t: „Am ersten Mai in London" statt. Philipp Frankl. Donnerstag den 4. d. M. hat unter überaus zahlreicher Beteiligung aus Finanz-, Industriellen- und Kaufmannskreisen das Leichenbegängnis des Herrn Philipp Frankl, Seniorchefs der Eisengroßhandlungsfirma A. Hermann Frankl & Söhne in Wien und Budapest stattgefunden. Philipp Frankl war der Schöpfer des Budapester Hauses der Firma A. Hermann Frankl & Söhne, welche Niederlassung unter den Eisenfirmen der ungarischen Hauptstadt eine angesehene Stellung einnimmt. Im Trauerhause waren erschienen: Von der Kreditanstalt die Direktorenstellvertreter Regierungsrat Wismeyer und Löwy, sowie der industrielle Konsulent Neurath, von der Firma Schoeüer Generalkonsul Karl N e u f e l d t und Prokurist Alfons v. H u z e, von der Witkowitzer Gewerkschaft die Herren D i al i t t i und Langer, von der Alpinen Montangesellschaft der kommerzielle Direktor M u ch e und Prokurist Wilhelm, die Bauräte Theodor Ritter von Goldschmidt, Wilhelm Stiaßny, Hoftat Winternitz, die kaiserlichen Räte Meyer, Heit, Messinger, Stadtbaumeister Donat Zif-

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