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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-04-12 · 15 (12.4.1907) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
15 (12.4.1907)
Date
1907-04-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 248 Dr. Llocb's Mlocvenscvrm, Nr. 15 Verfasser der berühmten Jahresberichte der Deutschen morgenländischen Gesellschaft, schreibt unter dem 28. Jänner 1883: „Sehr geehrter Herr Bezirksrabbiner! Ihre drei Streitschriften gegen Dr. Rohling habe ich von Anfang bis zu Ende sorgfältig und mit warmer Teilnahme und auch mit stets stellender Entrüstung Über Rohling durchgelesen. Genehmigen Sie meinen besten Dank! Durch Ihre und durch Dr. Delitzsch Streitschriften ist Rohling in ein Licht gestellt worden, dass er am besten täte, von der Bild fl Lebe ganz zu verschwinden. Ich sollte meinen, dass Gewissen müsste ihn doch endlich schlagen ob seiner Unredlichkeit und seines wilden Fanatismus. Es ist geradezu entsetzlich, dass dieser Mann sogar die hundertmal widerlegte Fabel von dem rituellen Christenmord sich erbietet zu beschwören. Mit einem Manne, der hiezu bereit ist, gibt es keine wissenschaftliche Verständigung mehr. Ich kann es daher nur billigen, dass Sie die Polemik gegen ihn jetzt abbrechen. In aufrichtiger Wertschätzung Ihr ergebenster Professor Dr. Köftinr. Frankfurt am Maiu: Der Direktor der Deutschen Handelsgesellschaft, Gustav Meyer: „Endlich ein Mann, ein aufrechter, ganzer, der mit der Fülle historischer Gelehrsamkeit eine Tapferkeit und einen Mannesmut bewährt hat, dass wir voll Stolz zu ihm aufblicken.“ Hannover: Geheimer Sauitätsrat Dr. Lohen: „Herzlichen und aufrichtigen Dank für Ihre so wertvollen Artikel, die für deren Verfasser, wie für das Judentum gleich ehrenvoll sind und jedes jüdische Herz erwärmen und erfreuen müssen.“ Aarosla«: Der Kultusrat der israelitischen Gemeinde — Präses Dr. M. Fränkel — spricht anknüpfend au die Worte Montesquieu's: „nie fehlt es an dem Manne der Zeit", seinen Glückwunsch „zu dem erfochtenen glänzenden Siege." Der gelehrte Alex. Lang bank: „Im Hamen vieler Gesinnungsgenossen sage ich Ihnen Dank. Wem nur die Würde des Judentums am Herzen liegt, wird Ihnen Anerkennung zollen, denn Sie haben den Namen Gottes Öffentlich geheiligt und sich um Ihr Volk überaus verdient gemacht.“ Laudau: Bezirksrabbiner Dr. Grünebaum: „Sie haben sich als ein Mann von Charakter und von Wissenschaft bewährt. Ich kenne Sie schon aus der trefflichen Arbeit über Esther. Als ich diese Schrift las, wollte ich Ihnen sofort schreiben “j^vn ^rP "MP Ihr Werk ist so überzeugend, hellt so viele Dunkelheiten auf, dass es jedem Forscher Freude machen muss: nx NX"L “pixa. Lemberg: Oberrabbiner O r n st e i n, Prediger Dr. Löwen st ein, Rabbinats-Assessor Karp, M. Neuwelt, Salomon Bub er: „Wir sind Ihnen zu Dank verpflichtet wegen dieser Artikel welche mit soviel Einsicht und Sachkenntnis abgefasst sind.“ Bernhard Rappaport: „Es ist unser Stolz und unser Trost in solch1 traurigen Zeiten: so lange Israel noch solche Männer im verschwiegenen Winkel hat, kann es nicht untergehen.“ Mährifch-Ostrau: Kultusvorsteher Berth. Schwarz: »Sie haben dem Judentum mehr gedient als mit hundert Predigten aut der Kanzel. Sie haben uns einen Liebesdienst erwiesen, mehr vielleicht, als Sie selber und die Männer ln der Residenz ahnen. In denhohen enggeschlossenen und geschütztenPalästen hört man nicht das Heulen des Sturmes und ahnt die Gefahr nicht, welcher die weit auseinanderliegenden zerstreuten Wohnungen auf dem Lande ein schwacherWindstoss preisgibt. Ihr Auftreten ist ein glückliches Ereignis. Möge der Gott Israels Ihnen lohnen.« Pilsen: Kultusvorsteher D. P o r g e s: »Wer nur Gelegenheit fand, Ihre Schrift zu lesen, ob Jude oder Christ, war von ihr begeistert. Hätte doch das Judentum solcher Männer viele, und der Antisemitismus würde wie Staub verfliegen.« Pohrlitz: Med. Dr. Adle r: »Es ist ein wahres Labsal für ein warm fühlendes Herz, Ihre goldenen Worte zu lesen und mitzuempfinden.« Proßnitz: Der Vorstand der israelitischen Kultus- (' gemeinde, Prinz, I. P o l l a k, D. G l a ß, in einem Dankschreiben: »Euer Ehrwürden haben durch Ihren formvollendeten, durch gründliches Wissen ausgezeichneten Artikel sich ein bleibendes Denkmal in den Herzen aller unserer Glaubensgenossen errichtet; dem Hasse gegen das Judentum seine haltlosen Stützen entzogen. Möge Hochwürden auch in Zukunft von den gleichen Gefühlen gegen das Judentum beseelt sein, mit gleichem Eifer, gleichen Waffen der Wissenschaft unsere Feinde beschämen.« Rauduitz: Die israelitische Kultusgemeinde sandte eine reichgeschmückte Adresse von kostbarer und kunstreicher Ausstattung mit folgendem Wortlaut: »Wenn das Volk in glücklichen Tagen dahinlebt, dann ist sich jeder der Klügste wie der Beste; zerrüttet die Not die gewöhnlichen Wege des Lebens, reisst das Gebäude nieder: Ach, da sieht man sich um, wer wohl der verständige Mann sei, und er redet nicht mehr die herrlichen Worte vergebens.« Diese Worte unseres Altmeisters Goethe können wir aus vollster Ueberzeugung auf Ew. Ehrwürden anwenden. Die lichtvolle Zeit der Aufklärung, der Glaubensfreiheit und der Gleichberechtigung aller Kulte, sie wird durch Finsterlinge zu verdunkeln gesucht, welche die Herbeiführung mittelalterlicher Zustände, Glaubenshass und Rassenkampf auf ihre Fahne schrieben. Gegen dieses wütende Beginnen sind Ew. Ehrwürden als mannhafter Kämpe, gerüstet mit der Uebermacht Ihres Wissens, Ihrer Geistesschärfe, Ihrer überzeugenden Redegewandtheit in die Schranken getreten und zur Ehre des Judentums, zum Ruhme der Wissenschaft von der gebildeten Welt als Sieger anerkannt worden! Die Judenschaft nennt Ew. Ehrwürden mit Stolz ihren Vorkämpfer, den Verteidiger der Reinheit und Wahrheit unserer Religion gegenüber jenen von Bosheit und Ignoranz erhobenen Verdächtigungen und falschen Anklagen, zollt Ihnen ihre unbegrenzte Verehrung und tiefste Dankbarkeit, in welcher auch zeichnet die Repräsentanz der israel. Kultusgemeinde in Rauduitz: Gottlieb Broflj, Kultusvorsteher; Gabriel Schiff, Tempelvorsteher; Ad. Pb. Brann, Med. Dr. Eisler, J. S. LevI, N. LObl, B. Beody, Karl Popper, Ignaz Pollak.“ Tarnow: Der Kultusvorstand der israelitischen Gemeinde spricht den Dank aus: »Dass Sie mit den 8chärl8tk0 und cpilzigctSL Waffen aus dem Arsenale Ihres reichen Wissens und fauersppüüenden Geistes des Judentums gefährlichsten und verlogensten Feind unheilbar getroffen haben. Wahrlich, Sie haben sich, verehrter Herr Rabbiner, in der gegenwärtigen trüben Zeit, da von allen Seiten gefahrvolle Stürme uns bedrohen, ein bleibendes Verdienst um uns erworben.« Hermann Merz, Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde: »In gespannter Erwartung haben wir Ihren heldenmütigen Kampf gegen Rohling verfolgt und nun die überaus freudige Genugtuung erlangt, Sie als Sieggekrönter aus dem jahrelangen Kampfe des »Lichtes mit der Finsternis« hervorgehen und Ihren nichtswürdigen Gegner als beseitigten Feigling zurückweichen zu sehen. Dieser so entschieden glänzende Sieg hat aber nicht bloss dem genannten Professor, sondern auch der ganzen Clique des obscuren Antisemitismus eine vernichtende Niederlage beigebracht, während Ihre Glaubensgenossen mit Jubel und Begeisterung Gottes Segen auf Ihr Haupt herabflehen. Von gleichen Gefühlen durchdrungen, hat Ihnen unser Kultusgemelnderat bei dessen Plenarsitzung am 8. d. M. mit grosser Akklamation den tiefgefühlten wärmsten Dank votiert, wovon ich als Präsident dieser Körperschaft Ihnen die Mitteilung zu machen mich hiermit beehre, indem ich Ihnen meinerseits viel Glück zu der mit rastlosen, aufopfernden Bemühungen vollbrachten, in der Jüdischen Geschichte fast beispiellos dastehenden GrOSStat vom Herzen wünsche, dass Sie einen der giftigsten Widersacher, welcher — wenn auch mit Ignoranz — unseren Volksstamm in unmenschlicher Weise anzugreifen, zu verleumden und zu verunglimpfen ünermüdet war, und mit ihm die ganze Meute seiner finsteren Gesinnungsgenossen unschädlich gemacht, wodurch Sie sich ein hohes Verdienst um das Judentum, ja einen Ehrenplatz in der Geschichte erworben haben. Möge es Ihnen gegönnt sein, noch lange, lange Zeiten für das Judentum und die Wahrheit siegreich zu wirken!« Triest: Filiale der israelitischen Allianz, Präsident der edelherzige G. Z e r k o w i tz, sandte folgendes Telegramm : »Dem mutigen Kämpfer für Recht und Wahrheit, dem unermüdlichen Forscher nach Quellen zum Beweise derselben, dem unverdrossenen Sucher nach über alle Zweifel erhabenen Autoritäten, welche die Behauptungen eines Plagiators als falsch und .

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