Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 14 (5.4.1907)
- Date
- 1907-04-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 234 Dr. Lwcv's Mycvenscbrttt. Nr. 14 Ich glaube, der neugewählte Abgeordnete Dr. Trachtenberg wird seinen richtigen Platz im Abgeordnetenhause zwischen seinen neuen Freunden Lueger und Schneider eiunehmen können. Mit dem Wunsche, dass Euer Hochwohlgeboren noch viele Jahre Ihrem Berufe auch in anderer Weise zum Wohle des Judentums folgen mögen, zeichnet mit vorzüglichster "Hochachtung Euer Hochwohlgeboren ergebener Josef Schulhof, Kultus - Vorsteher. HoliC (Böhmen), am 3. Dezember 1835. Euer Hochwohlgeboren und Ehrwürden! Dass ich beim Lesen Ihrer im Abgeordnetenhause gehaltenen Rede hocherfreut war, brauche ich es etwa erst zu sagen? Welcher Freund der Wahrheit war es nicht? Mit diesen Zeilen beabsichtige ich bloss Ihnen, wackerer Kämpfer, meine herzlichen Glückwünsche für die unseren grimmigen, Ekel und Verachtung erregenden Feinden beigebrachte Niederlage darzubringen. Wie David, der gesagt '2281 . . . N2N 2n*l DJ Y8N DK DJ nann muss£ n Ott» -pb« KO (I. Sam. 17), so konnten Sie den Antisemitenvertretern zurufen: Der Bekämpfer Rohling’s und Konsorten kommt über euch im Namen des Judentums und seiner Bekenner, die ihr frevelhaft verlästert. Ihr hochachtungsvoll ergebenster Czernowltz, 23. Februar 1890. Dr. Igel, Landesrabbiner. Budapest, den 12. Feber 1890 Landesadvokat Dr. Engel an Herrn Dr. Jos. 8. Bloch, Reichsratsabgeorgdneter etc. etc. Wien. Hochverehrter Herr Doktor! Mit Vergnügen, ja mit Entzücken habe ich heute im Morgenblatte des „Fester Lloyd“ in telegraphischem Auszuge hre gestrige Abgeordnetenhaus-Rede gelesen. Wenn alle unsere, als Abgeordnete fungierenden Glaubensgenossen mit solcher Mannhaftigkeit und würdevoller Ruhe, mit solch5 ausgezeichneter Beredsamkeit und mit einer solchen Fülle von ausschlaggebenden Daten die einzelnen Aufwiegler, wie Türk et consortes heimschicken würden und könnten, dann müsste der verabscheuungswürdige Antisemitismus endlich zum Verstummen gebracht werden. Ich finde Ihre vorzügliche Rede für würdig, dass sie in Separatabdruck in sämtlichen Landessprachen in Tausenden von Exemplaren verbreitet und aller Welt zugänglich gemacht werde. Ew. Hochwürden würden mich verbinden, wenn Sie mir Ihre Rede in vollem Texte zukommen Hessen. Empfangen Sie meine herzlichste Gratulation und den Ausdruck meiner Hochachtung, mit welcher ich verbleibe Ihr ganz ergebener Dr. Engel. Bucurescl, 18. März 1890. Hochgeehrter Herr Doktor! Ihre glänzende Verteidigungsrede vom 11. Februar d. J. hat auch bei unseren Glaubensgenossen in Rumänien den lebhaftesten Wiederhall gefunden. Die firossloge „Zion ‘ Nr. S für Rumänien des unabhängigen Orden B’nal B'rith hat einhellig beschlossen, dem Kämpfer, welcher mit soviel Geist und Talent für die höchsten Interessen unseres Volkes eintritt, ihre vollste und herzlichste Anerkennung auszusprechen. Indem wir diesen Beschluss zu Ihrer Kenntnis bringen, ersuchen wir Sie, hochgeehrter Herr Doktor, den Ausdruck unserer ergebensten Hochachtung entgegen nehmen zu wollen. Der Gr. Sekretär: Der Gr. Präsident: Josef Stora. Dr. Adolf Stern. Berlin 14. Februar. Hochgeehrter Herr Kollege! Es ist mir aufrichtiges Herzensbedürfnis, Ihnen zu dem grossartigen Erfolge Ihrer herrlichen Rede, die einen Dien tflYp in des Wortes ausgedehntestem Masse bedeutet, auf’s Herzlichste zu gratulieren. Sie haben sich durch Ihr mannhaftes Eintreten, durch die Kennzeichnung der Hetzsippe ein Verdienst nicht nur um unsere österreichischen, sondern um die Gesammtheit unserer Glaubensgenossen erworben, auf das Sie stolz sein dürfen. Mit freundschaftlichem Grusse Ihr treu ergebener Dr. Hirsch Hildesheimer. Empfangen Sie auch von mir den innigsten Dank für Ihren grossartigen DlvN ttHYp. Mögen Sie stets die ni'SI haben •ttttj? pp Dnnb Hochachtungsvoll Dr. Israel Hildesheimer. Breslau 20. Februar 18YY, Verehrtester Herr Doktor l Meinem Entzücken über Ihre wunderbare Rede, das übrigens hier von sehr Vielen geteilt wird, muss ich doch Ausdruck geben, indem ich Ihnen Dank, tausendfachen Dank für den grossen oivN ttfrYp sage, den Sie geleistet haben. Durch Sie hat doch endlich unsere Sache offiziell gesprochen und die Wahrheit konnte kaum würdiger vertreten werden. Gott erhalte Sie! Wir bedürfen Ihrer. Besten Gruss Ihr ergebener _ Dr. Rosenthal (Breslau). An die Redaktion der „Renen Fr. Presse kam nachstehendes Schreiben: New-York, 3. März 1890. Verehrliche Redaktion der „N. Fr. Pr.“, Wien. Die neueste Post hat uns Nachrichten unserer Heimat gebracht, unter diesen in erster Reihe, und was uns am meisten interessiert, die Österr. Parlaments Verhandlungen. So entnehmen , wir u. A. aus Ihrem geschätzten Journale die Debatte über die Gesetz es Vorlage betreffs der äusseren Rechtsverhältnisse der jüdischen Religionsgenossenschaften, welche dem Häuflein Antisemiten eine willkommene Gelegenheit bot, ihre alten, albernen und abgeschmackten Auslassungen wie nicht minder boshaften und willkürlichen Gemeinheiten gegen die Juden vorzubringen. Die entsprechende und wohlverdiente Abfertigung über diese verleumderischen Verdächtigungen ist von den jüdischen Abgeordneten prompt erfolgt. Namentlich der Abgeordnete Herr Dr. Bloch hat mit seiner trefflichen Rede den Herren Antisemiten „Türk und Genossen“ gehörig heimgeleuch? et und diese kernige Erwiderung ist es, welche auch hier im fernen Amerika unter freisinnigen Oesterreichern ihr Echo gefunden hat. Wollen Sie demnach freundlichst, verehrl. Redaktion, einer Anzahl Deutsch-Oesterreicher liberaler Gesinnung den Dienst erweisen und deren lebhaften Beifall und aufrichtige Anerkennung für die ausgezeichnete drastische Widerlegung Herrn Dr. Bloch in Ihrem geschätzten und weitverbreiteten Blatte öffentlichen Ausdruck geben. (Folgen, die Unterschriften.)" - Aus dem Stande der jüdischen Aerzte. Wien, den 21. Oktober 1891. Hochgeehrter Herr Doktor: Gar häufig fühlte ich das Bedürfnis, Ihnen, geehrter Herr Doktor, so oft Sie im Reichsrate unsere Gegner die Wucht Ihrer geistigen Ueberlegenheit wie Ihrer Dialektik fühlen Hessen, meine dankbare Verehrung für Ihre selbstlose und opfermütige Verteidigung unserer Menschenrechte auszudrücken, hielt mich jedoch in meiner bescheidenen Stellung nicht für berufen, einem Manne, der des Dankes und der Anerkennung von Millionen seiner Glaubensgenossen sicher ist, mit meinen persönlichen Gefühlsäusserunaen zu kommen. Nun Sie aber in der letzten denkwürdigen Debatte im Abgeordnetenhause so warm für die Interessen des ärztlichen Standes eintraten und insbesondere die jüdischen Aerzte in ebenso beredter, als geistvoller Weise in Schutz nahmen, fühle ich mich als Jude und Arzt verpflichtet, Ihnen meine ergebenste Dankbarkeit, sowie meine lange zurückgehaltene Bewunderung und Verehrung Ihres glänzenden Talentes, wie Ihres achtunggebietenden Mannesmutes zum Ausdrucke zu bringen. Wie anders wäre die Stellung unserer Glaubensgenossen im Staate wie in der Gesellschaft, wenn Sie, verehrter Herr Doktor, gleich mutige und opferfreudige Kampfgenossen hätten und im Kampfe gegen die vielköpfige Hydra des Antisemitismus nicht allein stehen müssten! Doch die Arbeit ist eines Herkules würdig und wie diesem, wird auch Ihnen der Dank und Segen der Mit- und Nachwelt nicht fehlen. Ihr ehemaliger Mitarbeiter bei der Gründung der „Union“ Dr. E. Pins. Görz, am 25. Oktober 1891. Hochgeehrter Heir Doktor! Ich erlaube mir, Ihnen, hochgeehrter Herr Doktor, meine innigste Dankbarkeit für die glänzende Art und Weise, mit welcher Sie den ärztlichen jüdischen Stand zu verteidigen wussten, auszusprechen. Wollen Euer Hochwohlgeboren den Ausdruck meiner aufrichtigsten Hochachtung entgegennehmen. Ihr ergebenster Dr. Aron Luzzatto, k. k. Landessanitätsrat, Stadtpbysikus ln Qörz.