Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 14 (5.4.1907)
- Date
- 1907-04-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 2)1. jsiocd ö Mocdenscvrtrr. Seite 233 dem Bewusstsein erwachen werden, welches frevelhafte Spiel selbstsüchtige gewissenlose Menschen mit ihnen getrieben haben, — aber bis diese glückliche Wendung eingetreten sein wird, müssen wir leider in Wehr und Waffen unser heiligstes Gut, .unsere schwerbedrohte bürgerliche Ehre, standhaft verteidigen. Euer Hochwohlgeboren sind der Fahnenträger und stehen im Vordergründe des Kampfes, darum betrachten wir es als unsere heilige Pflicht, Sie in aufrichtiger Achtung zu begrüssen und Ihnen im Namen Israels und besonders im Namen unserer hiesigen Gemeinde den tiefgefühlten Dank auszusprechen. Möge Ihnen, hochgeehrter Herr, dieser schwache Ausdruck unserer Gefühle «einen kleinen Ersatz bieten für Ihre aufopfernde patriotische Tätigkeit und Sie ermuntern, auch fernerhin auszuharren in dem harten Kampfe, bis endlich Licht und Wahrheit gegen Heimtücke und Ruchlosigkeit obsiegen werden. Mit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. Lemberg den 18. Oktober 1898. Der Präses : Samuel Horowltz, Die Vorsteher: Dr. Simon Schaff. Salomon Buber. Dr. Heinrich Gottlieb. Lemberg, den 15. November 1894. Hochgeehrter Herr Doktor! In den traurigen Verirrungeu der Gegenwart, in dem Niedergang der Humanität, den wir alle b-klagen, ist Ihr Wirken ein tröstender und erhebender Lichtpunkt. Mit beispiellosem Mute pnd mit unermüdlicher Ausdauer treten Sie allen Anfeindungen unseres Glaubens und unserer Nation entge en und verhelfen der Wahrheit zum Siege über List und Tücke. So war Ihre letzte Rede im Reichsrat, in der Sie für Gewissensfreiheit und gegen finstern Glaubenshass kämpften, ein Meisterstück der Beredsamkeit, zugleich aber auch eine Emanation eines wahren Menschenfreundes gegenüber schinheili en und verlogenen Argumenten. Der Unterzeichnete Ausschuss ist Ihnen besonders für die lichtvollen Auseinandersetzungen über die Verhältnisse unseres Landes zu tiefem Danke verpflichtet und so hat denn derselbe in seiner Sitzung vom 14. d. M. beschlossen, Ihnen, hochgeehrter Herr Doktor, diesen herzlichen und aufrichtigen Dank durch gegenwärtige Kundgebung abzustatten. Gott erhalte Sie noch lauge Jahre als unentwegten Kämpfer für Wahrheit, Licht und bürgerliche Freiheit! Der Ausschuss des Handwerker-Vereines »lad Charuzim.« Jakob Schaff Simon Weicb Vorsteher. Vorsteher. Adolf ßbierer Administrator. E Schläfrig Kontrolor. Euer Ehrwürden i Leberzeugt von den Wohltaten und durchdrungen von Gefühlen der Dankbarkeit, die Euer Ehr würden bei jeder Gelegenheit für den Handwerkerstand unserer Glaubensgenossen an den Tag legen, fühlen wir uns verpflichtet, mit beifolgendem Diplome Euer Ehr würden zum Ehrenmitglied unseres Vereines zu ernennen. Wir knüpfen gleichzeitig unsere Bitte daran, Euer Ehrwürden mögen durch Zusendung Ihres hochgeschätzten Bildes erlauben, selbes in unserem Vereinslokale, gleich anderen unserer Ehrenmitglieder, anzubriugen. Für den Ausschuss des Lemberger israel. Handwerker-Unterstützungs- und Fortbildungs-Vereines »lad Charuzim«. Der Vorsteher: Adolf Sllbersteln. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Budweis an den Reichsratsabgeordneten Dr. Bloch: Ihre glänzende Rede am 11. Februar a. c. im Reichsrate, mit welcher Sie für die Moralität und Humanität unserer Religion so mannhaft eintraten und das Lügengewebe unserer Feinde blosslegten, hat alle Bekenner des Judentums mit hoher Freude erfüllt, denn das war ein wahrer und nachhaltiger DtPH!51Tp Gestatten Sie, hochgeehrter Herr, dass wir Unterzeichneten, Kreisrabbinat und Mitglieder der Kultusgemeinde Budweis, unsern innigsten Dank, unsere freudige Anerkennung aussprechen. Möge Sie Gott segnen und Sie noch recht lange in der Fülle der Gesundheit zum Heile unserer Religion und deren Bekenner erhalten! Für den Vorstand der Kultusgemeinde Dr. Bullaty, Kreisrabbiner Synagogenvorstand, Ad. WllDder (folgen weitere 57 Unterschriften). Budweis, 11. März 1890. Kultusgemeinde Hohenems an Herrn Dr. J. 8. Bloch, Reichsratsabgeordneter, Wien: Durch Ihren ebenso mannhaft als geistvoll geführten Kampf, welchen Sie im Abgeordnetenhause gegen die Antisemiten führen, haben Sie sich den Dank und die Anerkennung allfiF ÖStBi PBiCblSCben Juden erworben, und darum beehren sich die ergebenst Gefertigten, Ihnen aus einer der kleinsten und an der westlichsten Grenze unseres Vaterlandes gelegenen Kultusgemeinde den Ausdruck dieser Gefühle hiemit darzubringen. Hohenems am 6. Dezember 1892. Hochachtungsvoll Die Vorstellung der israel. Kultusgemeinde Hermann Hlrscb, Anton Rossntbal. Hochwürdiger und hochgeehrter Herr Doktor! Mit wahrer und ungeheuehelter Freude haben die Vertreter des israelitischen Kultusvereines in Freistadt den Tagesblättern entnommen, dass Sie, hochgeehrter Herr Doktor, in Ihrem alten Wahlbezirke abermals zum Reichsratsabgeordneten gewählt worden sind, trotz aller von Ihren Gegnern angewendeten Mittel und trotz aller von den gegen Sie und unseren altersgrauen Stamme Uebelwollenden ersonnener böser Anschläge. Wir begrüssen diese Ihre Wiederwahl um so froheren Herzens, als in allen jüdischen Kreisen unvergessen sind jene flammenden Worte, die Sie, hochwürdiger und hochgeehrter Herr Doktor, im Reichsrate in Vertretung des verlästerten jüdischen Stammes zur Widerlegung und Entkräftung der von unseren Feinden gegen uns vorgebrachten Schmähungen, unwahren Verdächtigungen und nichtswürdigen Verleumdungen mit feuriger Beredsamkeit unseren Feinden und lauen Freunden entgegenhielten, jenen zum Aergernis, diesen zur Beschämung. Möge Ihre Kraft, hochgeehrter Herr Doktor, ungebrochen bleiben, damit Sie den Kampf, den die Mächte der Finsternis den Söhnen Israels am Ausgange des 19. Jahrhunderts aufgezwungen haben, zum Segen für unser Volk zum glorreichen Ende zu führen in der Lage sind; mögen Sie, hochgeehrter Herr Doktor, das Bewusstsein haben, dass in jedem jüdischen Herzen, soweit Israels Söhne auf dem Erdenrunde weilen, Ihr Name gesegnet wird für und für und möge es Ihnen beschieden sein, jene hoffentlich nicht mehr ferne Zeit mitzuerleben, in welcher alle die Flüche, die die Feinde des jüdischen Stammes gleich dem alten Zauberer Bileam gegen Judas Söhne ausstossen, sich in eben so viele Segnungen verwandeln werden und mögen die Anschläge der modernen Hamaos, dank Ihrer ununterbrochenen Bemühungen, ebenso zunichte gemacht werden, wie vor Jahrtausenden jene des Urbildes derselben: s Dazu möge der Gott Israels seinen Segen geben.“ Von de n israelitischen Kultusverein in Frejstadi, k. k. Schlesien. Im März 1891. Korobiüli Dz. Vorsteher, Ignatz Deu'schberger, Julius Relk, J. Weinstein, Josef Spieler, Adolf Deutscb, Heinrich Lustig, Schriftführer. Euer Hoch wohl geboren! In seiner Sitzung vom 23. d. M. hat der hiesige Kultusgemeinde-Ausschuss den einstimmigen Beschluss gefasst, Euer Hochwohlgeboren für Ihre ausgezeichnete Rede anlässlich der Verhandlungen über das Gesetz zur Regelung der äusseren Rechtsverhältnisse der Israeliten im hohen Abgeordnetenhause seinen wärmsten und ergebensten Dank auszudrücken, wovon der hochachtungsvoll gefertigte Kultusgemeinde-Vorstand die höfliche Mitteilung zu machen sich beehrt. Hochachtungsvoll Vorstand der Israel. KultusgsmBindB Trebltsch, 24. Februar 1890. Der Präses: Max Subak. Euer Hochwohlgeboren! Die Plenarversammlung der israelitischen KultUSgBMBludB in Holle hat den einstimmigen Beschluss gefasst, Euer Hochwohlgeboren mit dem Ausdrucke der Anerkennung und Verehrung den wohlverdienten und tiefempfundenen Dank für Ihre hingebungsvolle und unermüdliche Tätigkeit im Dienste des Judentums zu überreichen. Indem ich mich dieser angenehmen Pflicht gerne unterziehe, spreche ich gleichzeitig das tiefste Bedauern aus, dass Euer Hochwohlgeboren durch ein selbstsüchtiges Aufdrängen eines — ich möchte sagen — jüdischen Antisemiten, dem vielbedeutenden Felde der Verteidigung der moralischen Reinheit unserer Religion im hohen Reichsrate entrissen wurden; es ist dies umso mehr zu beklagen, als selbst jüdische Wähler selbstvergessen dem Rufe ihrer ärgsten Feinde Folge leisteten.