Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 13 (29.3.1907)
- Date
- 1907-03-29
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 226 Dr. Dlocb's Mlocbenscbrltt. Nr« 13 Anläßlich des Ablebens der sel. Klara Wiesel: Von Kais. Rat Leopold Sachs K 20.—, Blanche Hochsinger 10.—, Kom.- Rat Gottlieb Kantor L 10.—. Zusammen K 40.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ernst Cohn: Von Hermann wid Rosa Hochstnger K 10.—, Max und Emmy Stern 30.—, Ernst und Alice Klinger K 20.—. Zusammen K 60.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Bertha Neumann: Von Leopold Gottenberg L 10.—, Ignaz Gottenberg L 10.—. Zusammen K 20.-. Anläßlich des Ablebens des sel. Hugo Schick: Von Familie Bernhard Schick L 10.—, Bernhard und Kamilla Fischer 10.—, Charlotte Schmied! 3.—, B. Böhmer 5.—, Hermann Pollitzer 6.—, Adolf Kobler 3.—, Moriz Kodier 3.—, Brüder Eisert IO.—, Dr. Ernst Weil K 10.—. Zusammen K 59.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Nina Leitner: Von Marie Lion K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Heinrich Teltscher: Von I. Frank, Prag K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Max Nirenstein: Von seinen Geschwistern K 250.—, Felix von Pollak 50.—, Viktor Freiherrn von Schoßberger 50.-, Familie Wilhelm Engel 30.—, Familie Robert Kern 30.—, Leopold Laurie K 20.—. Zusavr. L 430.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Karl Weißmandl: Von Julius Lilly Löwenheim K IO.—, Hermann und Marie Goldzieher IO.—, Dr. Julius Heller und Frau K 10.—. Zusam. K 30.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Wilhelm Deutsch: Von Karl Wolfensberger K 10.—, Franz Pschirer K 10.—. Zusammen K 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob W i n t e r n i tz: Von Heinrich Dux K 10.—, Heinrich Winternitz K 20.—. Zus. K 30.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Hugo G log au: Von Alfred Lemberger K 5.—, Julius Friedländer und namens der Freunde in Trieft SO.—, Rosa Bernfeld 12.—, Heinrich Rosenberg 12.—, Wilhelm Löw, Ungarn K 10.—. Zusammen K 89.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Isidor Reicher: Von Wiener Taubstummenklub „Glückauf" L 10.—, Gustav Neugröschl K 2.—. Zusammen L 12.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Emanuel Kraus: Von Otto Weiner K 10.—, Jeanette Müller 20.—, Wilhelm Wicht 5.—, Hermann Kassowitz 20,—, Philipp Frank 20.—, Moritz Beck 10.—, Alfred Eisner K 10.—. Zusammen K 95.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Ludmilla Popper: Von Irene Zuckr K 10.—, Sigmund Strauß K 10.—. Zusam. K 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Nanette Lichten st adt: Von Karl Lichtenstadt K 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ignaz Beer: Von Emanuel Grünwald K 10.—, Salomon Beer 20.—. Familie Richter 10.—, Notar Dr. Albert Beer K 20.—. Zusammen K 60.—. Vierzigjähriges Doktorjubiläum. In den letzten Tagen beging im Kreise seiner Familie, in stiller und bescheidener Zurückgezogenheit der Universitäts- Dozent Herr Dr. Josef Grün selb sein vierzigjähriges Doktorjubiläum. Auf ein arbeitsreiches, der Wissenschaft und der Humanität gewidmetes, von schönen Erfolgen gekröntes Wirken kann der Jubilar, der sich ob seiner Herzensgüte und seines bescheidenen Wesens allseits größter Sympathien erfreut, zurückblicken. Schon als junger Arzt lenkte er durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten die Aufmerksamkeit auf sich und verschaffte sich als Erfinder des Endoskops und Begründer der endoskopischen Schule einen Weltruf. Im Jahre 1881 habilitierte er sich als Privatdozent an der Wiener Universität und ist seither Abteilungsvorstand der allgemeinen Poliklinik. Dr. Grünfeld hat sich jederzeit mit Hintansetzung persönlicher Vorteile stolz als Jude bekannt und ist immer mannhaft eingetreten für die Rechte seiner Glaubensbrüder. Das Dezennium, in welchem er als Präsident an der Spitze der „Israelitischen Union" iu Wien stand, war ein glanzvolles in der Geschichte dieses Vereines. Durch mehr als 14 Jahre hat Dr. G r ü n f e l d dem Wiener Kultusvorstande angehört, woselbst er sich hervorragend in den Sektionen für Kultus und Unterricht betätigte. Eine Reihe wohltätiger Stiftungen und Anstalten dankt seiner Initiative und Arbeitskraft teils ihr Entstehen, teils ihr Gedeihen. Ein Hauptaugenmerk wandte Dr. Grünfeld jederzeit der studierenden Jugend zu. Seit langen Jahren an der Spitze des von Mannheimer begründeten Vereines zur Unterstützung mittelloser israelitischer Studierender stehend, ist er Gründer und Präsident des Vereines für Arbeitsvermittlung an jüdische Hochschüler. Auf seine Anregung hin widmete eine ungenannt sein wollende Wohltäterin die Mittel zur Errichtung eines „jüdischen Studentenheims", das voraussichtlich im nächsten Semester seiner segensreichen Bestimmung übergeben wird. Möge es dem Jubilar noch viele Jahre gegönnt sein, im Dienste der Nächstenliebe zu wirken zum Heile unseres akademischen Nachwuchses, dem er stets ein wohlwollender Freund und Berater gewesen, und zur Freude seines Familienkreises, der wie zur Genüge bekannt, seinem edlen Beispiele nacheifert. Wien. Der verdienstvolle und bei jedermann vielfach beliebte Schriftsteller Herr Albert Löw feierte in stiller Zurükgezogenheit am 23. d. M. seinen 70. Geburtstag. Das humanitäre Streben, das segensreiche Schaffen dieses wackeren Mannes ist bestens bekannt. Als treuer und anhänglicher Sohn seiner Heimatsgemeiude Holleschau, woselbst der Jubilar schöne und dem Judentum zur Zierde gereichende Institutionen geschaffen, wurde demselben von der Gemeinde selbst eine besondere Ehre zuteil. Herr Albert Löw, dessen Herz warm fürs Judentum schlägt, wußte sich in allen Tagen seines Lebens bei seinem Volke und auch bei den Christen volle Achtung und Liebe zu verschaffen. Möge dieser wackere Mann seiner lieben Familie, seinen lieben Angehörigen viele Jahre in vollster Rüstigkeit erhalten bleiben. Wien. (Ehrung.) Mit Ende dieses Monats sind zehn Jahre verflossen, seit Herr Leopold P o l l a ck Edler von Parnegg als Präsident an der Spitze des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft steht. Die Gremialrepräsentanz hat aus diesem Anlasse in ihrer Plenarversammlung vom 20. d. M. den einstimmigen Beschluß gefaßt, den Präsidenten in Rücksicht auf die vielfachen hervorragenden Verdienste, welche sich dieser in der Zeit seiner Amtsführung erworben, zum Ehrenmitgliede des Gremiums zu ernennen. Wien. (Verlobung.) Fräulein Regine L ö w y, Tochter des Herrn Max Lö w y, hat sich mit Herrn Oskar Pisk, Lederhändler in Wien, verlobt. ■ Wien. (SilberneHochzeit.) Am 20. April feiert das allgemein geachtete Ehepaar Herr Jakob und Frau Anna G o l d n e r im engsten Familienkreise das Fest der Silbernen Hochzeit. Wien. (Spende.) Für die arme Mutter des Leopold Hilsner, Frau Maria Himmelreich, Groß-Meseritsch, Judengasse 7, erhielten wir von der „Organisation der Kaufmanns-Angestellten in Essek" als Ergebnis einer bei einem Purimfeste veranstalteten Sammlung K12.—. Für unsere unglücklichen rumänischen Glaubensbrüder sind uns von Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Josef Hoff in Bisenz K 2.— zugekommen. Verein zur Abwehr des Antisemitismus. Mittwoch den 3. April a. e. findet im Saale des wissenschaftlichen Klub, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag Sr. Ehrwürden des Herrn Dr. I. Taglicht statt über das Thema: „Sind die Wurzeln des Judenhasses religiöser oder wirtschaftlicher Natur?" Anfang halb 8 Uhr. Gäste willkommen. Holleschau. Ueber Anregung des Ausschußmitgliedes Herrn Josef Fall hat der Kultusausschuß in seiner heutigen Sitzung beschlossen, zugunsten der geplünderten Glaubensgenossen in Rumänien eine Hilfsaktion in der Gemeinde einzuleiten. Bei der vorgenommenen Sammlung haben die anwesenden Vorstandsmitglieder zirka 200 Kronen gezeichnet; die Sammlung wird fortgesetzt. Bei der heute stattgefundenen Wahl des Gemeindevorstandes der politischen Jsraelitengemeinde Holleschau wurde Herr Emanuel Knöpflmacher zum Bürgermeister, Herr Bernhard Ehrlich zum ersten und Herr David Strauß zum zweiten Gemeinderate gewählt. Der neugewählte Bürgermeister entstammt einer alten Patrizierfamilie; dessen Vater Herr Josef Knöpflmacher s. A. hat dieses Ehrenamt durch nahezu 30 Jahre in der Holleschauer Jsraelitengemeinde bekleidet. i