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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-03-08 · 10 (8.3.1907) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
10 (8.3.1907)
Date
1907-03-08
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 10 Dr. Llocv's MlocbenscbrM Seite 177 abgewinnt, die wie Reflexe eines altvertrauten Urlichtes unsere Seele treffen. Hier ist das Rauschen des Waldes und der Steppe Raunen, Seeleneinsamkeit und schlichte Größe, aller Weltkultur so fern, so fern frivolem Witz und Wortspiel, die dem von Haus tiefernst gerichteten Juden als Geisteserbteil anzudichten, einen Raub an Stamm und Wesen eines Lichtenberg und Swift, eines Sterne und Voltaire bedeutet. Mit seinem Rabbi Nachman tritt B u b e r — vielleicht unbewußt — in die Schranken, für das Judentum den ihm gebührenden Anteil zu verfechten, an der Umkehr der modernen Menschheit vom Verzücken vor dem lärmvollen Götzen technischer Entfaltung zu dem wortlosen Lauschen auf die ewige Offenbarung der Menschenseele, jener Richtung, die in den Namen Emerson und Trine nur neue Etiketten gesunden für uralte Werte. Rein theosophisch gehalten sind R. Nachmans Weisheitssprüche. Wie die Hand, so lehrt er, vors Auge gehalten, den größten Berg verdeckt, so deckt das kleine irdische Leben den Blick, die Ungeheuern Lichter und Geheimnisse, deren die Welt voll ist, und wer es vor seinen Augen wegziehen kann, wie man eine Hand wegzieht, der schaut das große Leuchten des Weltinnern. Die Fabeln selbst, die R. Nachman uns erzählt, enthalten schlichte, tiefe geistige Wahrheit; aus einer jeden spricht eigentümliche Welterfassung. Am stärksten aus der Geschichte von dem Klugen und dem Einfältigen. Für diesen Rabbi Nachman gebührt Herrn Buber unser herzlicher Dank. Wir behalten uns vor, aus dem prächtigen Buche noch einige Proben zu bieten. Dr. M. Gr. Dr. B. Plaözek. Die Vogelwelt in ihren Beziehungen zu Insekten und verwandten Kleintieren. Veränderte, mit Zusätzen versehene Sonderausgabe der Aufsätze in der „Oesterr. Forst- und Jagdzeitung" 1905 und 1900. — Wien 1906, 8'’. 119 pp. Im „Ornithologischen Iahrbu ch", Organ für das palaearktische Faunengebiet, XVII. Jahrgang, letztes Heft, schreibt Viktor Ritter v. Tschusi zu Schnudhoffen, der bedeutendste, verdienstvollste Ornithologe Oesterreichs: „Vorstehende Broschüre bildet eine veränderte und mit Zusätzen versehene Sammlung von Aufsätzen, die Verf. in den Jahren 1905 und 1906 in der „Oesterr. Forst- und Jagdzeitung" veröffentlicht hat. Der von Monsignore Salvadori, dem bekannten Abgeordneten des Trentino, zur Zeit des I. internationalen ornith. Kongresses veröffentlichten Schrift: „Schützet die Insekten und gebet den Vogelfang frei", welche damals, weil paradox erscheinend, trotz des Aufsehens, das sie erregte, nicht die Beachtung fand, welche sie beanspruchte, erwuchs in Plaezek ein eben so gelehrter als logisch denkender, schlagfertiger Interpret, der dafür eintrat, Insekten nur durch Insekten zu bekämpfen, die Vögel aber nicht ihres vermeintlichen, meist sehr fragwürdigen Nutzens wegen, sondern nur aus ethischen und ästhetischen Gründen zu schützen. Verf. hat dieser seiner Anschauung vielfach Ausdruck gegeben (cfr. auch „Orn. Jahrb." 1901, pag. 121 bis 180), die sich ja langsam den Boden erobert wie jede Wahrheit, die gegen die bisher herrschende Meinung ankämpft. Daß es Verf. einerseits nicht an Angriffen fehlte, er anderseits Irrlehren bekämpfte, ist begreiflich. Auch vorliegende Schrift dient zum Teile polemisch gehaltenen Entgegnungen, die manche scharfe „Abfuhr" enthalten. Die Schrift, auf deren näheren Inhalt wir nicht eingehen können, bringt viel Interessantes, Belehrendes und manche neue Anregung. Wer sie aufmerksam liest und dem Gedankengange und den logischen Schlußfolgerungen des Autors folgt, wird sicherlich Nutzen aus ihr ziehen. Unsere Ansichten bezüglich der Bedeutung der Vogel- und Jnsektenwelt, denen wir oft gelegentlich verschiedener literarischer Besprechungen Ausdruck gaben, stimmen mit denen des Autors überein." Biblia Hebraica, Masjoretisch-kritischer Text des Alten Testaments. Genau durchgesehen nach der Mafforah und nach alten Drucken nebst Varianten und Randglossen aus alten Handschriften und Targumim von David Ginsburg. 1808 S. Mark 6.— (K 7.20). Kais. u. kön. Hof-Buchdruckerei und Hof-Verlagsbuchhandlung Karl Fromme, Wien und Leipzig. Kriefkafte«, Ch. Sp. in F. Das „christliche Evangelium" ist jüdischen Ursprunges, verfaßt von Juden, geschöpft aus jüdischen Quellen. In solchem Sinne hat Dr. Bloch die Redewendung gebraucht. In eine Polemik aber gegen das längstvergessene Feuilleton einzutreten, erachten wir nicht für angebracht. H. Ja. Besten Gruß. „Koscherküche" Wenden Sie sich an einen Rabbiner. W. R. Richten Sie und Ihre Freunde gefälligst eine Petition oder Anfrage betreffs der jüdischen Organisation für die Wahlen selbst an die Kultusgemeinde. Wir haben unsere publizistische Pflicht in dieser Beziehung schon erfüllt, hören aber mit großem Vergnügen, daß Sie mit uns einer Meinung sind. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebiihr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zn wollen. Die Administration. Notizen. Giselaverei«. Dieses unter dem Protektorate der Frau Erzherzogin Gisela stehende Lebensversicherungs-Institut hat im Jahre 1966 ebenso wie in allen Vorjahren bedeutsame Resultate erzielt. Produktion und Versicherungsstand, Prämieneinnahme und Reserven sind gegen das Vorjahr sehr wesentlich gestiegen. Durch eine Neuproduktion von 27 Millionen Kronen ist der Versicherungsstand auf 176 Millionen Kronen gestiegen, welche sich auf 140.000 Polizzen verteilen. Die im Jahre geleisteten Fälligkeitszahlungen betragen 4'26 Millionen Kronen. Die Prämien- und Zinseneinnahme belief sich auf 10-7 Millionen Kronen. Die versichernngstechnisch berechneten Rücklagen waren 61-9 Millionen Kronen, der Reingewinn 532.000 Kronen Aus dem Reingewinne erhalten die bezugsberechtigten Versicherten eine Dividende von 71/,% der Jahresbruttoprämie überwiesen. Aus den Mitteln des im Rahmen der Anstalt bestehenden Humanitären Fonds wurden 103 armen Bräuten Aussteuerstipendien zugeführt. Die Gesamtaktiven des Vereines betragen 66 Millionen Kronen und sind vorwiegend in erstklassigen Hypotheken und pupillarsicheren Effekten angelegt Die am 2. März stattgehabte Generalversammlung genehmigte den Rechnungsabschluß und votierte der Verwaltung den Dank für die erfolgreiche Tätigkeit im Jahre 1906. Wiener Bankverein. Die siebenunddreißigste ordentliche Generalversammlung findet am 4. April 1907, um 1 1 Uhr vormittags, in Wien, I., Herrengaffe 8, statt. Verhandlungsgegenstände: 1. Jahresbericht des Administrationsrates; 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1906 und Beschlußfassung über denselben; 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1906 (§ 58, lit. c der Statuten); 4. Wahlen in den Administrationsrat; 5. Wahlen in das Zensorenkollegium und den Aufsichtsrat für die Filialen. Nach § 46 der Statuten sind zur Stimmführung in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusammentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Kupons bei der Gesellschaftskasse oder den sonst hierzu vom Administrationsrate bestimmten Stellen erlegt haben Je fünfundzwanzig Aktien geben das Recht auf eine Stimme (§ 47 der Statuten). Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Kupons bis spätestens 21. März d. I. in Wien bei der Liquidatur des Wiener Bankverein (I., Herrengasse 8), in Aussig a. d. El., Bielitz-Biala, Brünn, Budapest, Czernowitz, Friedek- Mistek, Graz, Karlsbad, Klagenfurt, Konstantinopel, Lemberg, Marienbad, Pilsen, Prag, Proßnitz, St. Pölten, Teplitz, Villach und Wr.-Nenstadt bei den Zweigniederlaffungen des Wiener Bankverein, in Triest bei der öauea Oommsreials Triestina, in Berlin bei der Deutschen Bank und der Dresdner Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank, der Frankfurter Filiale der Deutschen Bank und der Dresdner Bank, in Stuttgart bei der Wiirttembergischen Vereinsbank, in München bei der Bayerischen Filiale der Deutschen Bank und der Filiale der Dresdner Bank, in Zürich bei der Schweiz Kreditanstalt und beim Schweiz. Bankverein, in Basel bei der Schweiz. Kreditanstalt, beim Schweiz. Bankverein und bei der Aktiengesellschaft von Speyr & Co. zu deponieren. Die Aktien sind, von arithmetisch geordneten und vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen (und zwar bei der Liquidatur in Wien in zwei, bei

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