Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 7 (15.2.1907)
- Date
- 1907-02-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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«Veite 112 Dr. Llocd's MocbenscvrlN. Nr. 7 30.768, Griechenland mit 8974 und die Türkei (europäische und asiatische) mit 5.164." Die Einwanderung von Oesterreich-Ungarn betrug 265.138. Von Italien einschließlich Sardinien und Sizilien 273.120, von Rußland und Finnland 215.665, von China 1544, von Japan 13.835 und von Westindien 13.656. Die Nord-Atlantischen und die nördlichen M i t t.e lstaaten erhielten 90 Perzent der gesamten Einwanderung von 1906, die Südstaaten 4 Perzent. Wie in den früheren Jahren, so ging auch diesmal der Hauptstrom der Einwanderung nach einigen der größten Bevölkerungszentren: 374.708 nach dem Staate New-Dork, 198.681 nach Penusylvanien (Philadelphia, Pittsburg). 86.539 nach Illinois (Chicago) und 73.863 nach Massachusetts (Boston). Vermischtes. KrauzavlSsungsspenderr zrrgunftenderChewra-Kadischa in Wien I., Seitenstettengaffe 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Michlup: Von Hermine Heller K 100.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Adolf Popper in Vag- Ujhely: Von Rudolf Kahler K 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Ern st Lang st ein: Von Dr. Robert Heller K 30.—, Max Eisenberger 20.—, Arnold Weishut 20.—. Zusammen K 70. —. Anläßlich des Ablebens der sel. Charlotte Schneider: Von Siegfried Engel K 20.—, Emil Goldberg 6.—, Moriz Kohn 10.—, Ernst Prager 10.—. Zusammen K 46.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Baruch Konrad: Von Anton Schneider, Baden K 5.—, Ludwig Bruckner 5.—, Clara Bruckner 6.—. Alfred Konrad 20.—. Zusammen K 36.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Rosenberg: Von Bernh. Berger, Ung -Hradisch K 10.—, Moriz Rosenzweig und Adolf Verag 20.—. Zusammen K 30.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Therese Deutsch: Von Josef Bloch und Frau K 20.—, Gabor und Clementine Bader 10.—. Zusammen K 30.—. Anläßlich des Ablebens der sel. E r n e st i n e Wessel: Von Emil Wiener K 10.-, Sigmund Glösingcr 20.—. Zusammen X 30.—. Wie». (Requiem.) Die C h e w r a-K a d i s ch a veranstaltet Mittwoch, den 20. d. M., um 7 Uhr abends, im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse, ein Requiem für ihre verstorbenen Mitglieder. Wie«. Der Verein Chewra-Kadischa für den XVI. und XVII. Bezirk veranstaltet am 7. Adar '0f das ist Mittwoch den 20. d. M., um 7 Uhr abends im Tempel, XVI., Hubergasse Nr. 8, für die verstorbenen Mitglieder ein Requiem. Vortragszyklus aus jüdischer Geschichte. Donnerstag den 21. Februar, präzise V28 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines I., Eschenbachgasse 9 ein Vortrag des Direktors Herrn Doktor Heinrich Brody aus Prag statt. Thema: „Der Gaon aus Fajjum." Eintritt frei. Wie». (Ein Jubiläum desJugendgottesdienstes in der Wiener Kultusgemeinde.) Vor 36 Jahren wurde im Wiener Stadttempel der erste Jugendgottesdienst — Mincha am Sabbath — eingerichtet, im Februar 1882 wurde diese Institution erweitert und zwar für Knaben und Mädchen in allen Wiener Bezirken und hat sich der Wiener Kultusvorstand um die Einrichtung und Pflege dieser so schönen Institution, die nach Wiener Muster seither in allen größeren Gemeinden eingeführt wurde, ein besonderes Verdienst erworben. Tausende von Schülern und Schülerinnen nehmen allsabbathlich während des Schuljahres am Jugendgottesdienste teil, der eine wesentliche Ergänzung des Religionsunterrichtes bildet. Der 25. Jahrestag der Einführung des Jugendgottesdienstes für beide Geschlechter und in allen Bezirken wurde am vergangenen Sabbath — am 9. d. M. — in allen Wiener Gotteshäusern, in denen der Jugendgottesdienst stattfindet, würdig begangen. A. Wien. Der Ausschuß des Verbandes der israelitischen Religionslehrer in den österr. Mittelschulen hielt am 6. Februar unter dem Vorsitze seines Obmannes Herrn Rabbiner Doktor Feuchtwang eine Sitzung ab, in welcher über die Schritte Bericht erstattet wurde, die zum Zwecke der Erhöhung der Remuneration für die nichtdefinitiven Religionslehrer und ihre Altersversorgung rc. unternommen wurden. Es wurde beschlossen, zu diesem Zwecke mit einer Petition an das hohe Ministerium für Kultus und Unterricht heranzutreten und dieselbe in der allernächsten Zeit zu überreichen. Hierauf erstattete Herr Rabbiner Dr. David, der auch zur Sitzung geladen wurde, die Fortsetzung seines Referates betreffs eines neu zu schaffenden Lehrplanes für Mittelschulen, woran sich eine eingehende Diskussion knüpfte. Einige Leitsätze wurden angenommen. Die Fortsetzung der Beratung wurde auf die nächste Sitzung im März vertagt. Wien. (Poale Zion, Cafe Stefanie.) Sonntag den 17. d. M., halb 8 Uhr abends, findet die ordentliche Generalversammlung statt. Wohltätigkeitsvorlesung, veranstaltet vom Zionistischen Frauenverein. Zu Gunsten der Erbauung eines Waisenhauses in Palästina für die Hinterbliebenen Kinder der in Rußland gemordeten Juden fand in dem dichtgefüllten Bösendorfer-Saale eine Vorlesung heimischer Schriftsteller statt. Ueber das „Los der Juden" selbst sprach Jakob Wassermann. Er streifte das Wesen des Judentums und des Proselytentums, er gab die Geschichte der Verfolgungen Judas und kam auf die Typen des modernen Juden, auf seine Gegenwart und auf seine Hoffnungen zu sprechen. Wassermanns dichterisch schöne, innig empfundene Darstellung eröffnete Ausblicke weiter Art. Ihm folgte Richard Beer-Hofmann mit schönen, tiefen, altgoetheisch anklingenden, in dem weiten Raum leider verhallenden Gedichten. Das Einfachste wertete auch hier am stärksten, das wundersam versonnene, traumversponnene „Schlummerlied für Mirjam". Dann kam Felix Salten mit einer Novelle: „Der Ernst des Lebens". Es handelt sich um eine — als solche sehr wirksame und sehr beifällig ausgenommene — Faschingspersiflage auf die gewissen Todeskandidaten in unserer Literatur von heute. Den Schluß bildete ein echter Meister, Arthur Schnitzler, mit seinem „Lieutenant Gustl", den er meisterlich las. Wien. Der Verein für Krankenpflege und Unterstützung Handlungsangehöriger Israeliten veranstaltet Donnerstag den 21. Februar d. I., abends 7 Uhr, im Gemeindetempel, I., Seitenstettengasse 4, die statutengemäße jährliche Gedächtnisfeier für die verstorbenen Ve r e i n s m i tglieder. Wien. Sonntag den 17. Februar 1907, halb 3 Uhr nachmittags, findet im k. k. priv. Carltheater eine Wohltätigkeit s-M a t i n e e (Konzert und Theater-Vorstellung) zu Gunsten des „Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchen- und Arbeiterinne n-H e i m s" statt. Mit Rücksicht auf die außerordentlich humanen Zwecke des Vereines haben ihre gefällige Mitwirkung zugesagt: Frau Bricht-Pyllemann, Konzertsängerin, Fräulein Stella Krüger (Violine); die Herren: Karl Frühling (am Klavier), Viktor Krüger (Orchesterleitung), Hofopernsänger Hans M e l m s, Mitglied der Volksoper, Theodor Weiß, Mitglied des Deutschen Volkstheaters (Vorträge). Dem Konzerte und den Vorträgen folgt die I. Offenbach'sche Operette „Salon P i tz e l b e r g e r" mit Herrn Karl Bläsel in der Hauptrolle. Karten sind zu haben: Bei der Vereinspräsidentin, Frau kais. Rat Bertha Krüger, II., Lilienbrunngasse 2, „zum roten Turm", bei allen Vorstandsmitgliedern, sowie im Bureau des Vereinshauses: II., Leopoldsgasse 15 (Eingang Malzgasse 7). Vom 10. d. M. nur an den Kassen des Carltheaters. Wien. (Trauungen.) Am 16. Februar l. I. findet die Trauung des Herrn Emil Katz, Liquidator der israel. Kultusgemeinde, mit Fräulein Rudi Stößler statt. — Sonntag den 17. Februar l. I. um halb 4 Uhr nachmittags