Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 5 (1.2.1907)
- Date
- 1907-02-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sette 82 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 8 Anläßlich des Ablebens der fei. Regine Mandl: Von Rudolf Kohn und Frau K5-, Beruh. Weiß und Frau X 3.—. Zusammen L 8.—. Anläßlich des Ablebens des sei. Moriz Adler: Von Kais. Rat Julius Stern K 20.—, Dr. Jerome Stern 20.—, Max und Emmy Stern 20.—, Stefan und Emmy Kriser 20.-, Dr. Camill und Bertha Kraus 20.—. Sofie Goldschmidt 30.- , H. Freistadtl 20.—, Rudolf Pichler K 20.—. Zusammen K 170.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Julius Weil: Von Gottfrieo Weil K 5.—. Spende»: Von den Herren Gebrüder Gutmann für den Bau der Talmud-Thoraschule. K 25.000.— Von Herrn Hans Reitzes für den Bau der Talmud- Thoraschule. „ 10.000.— " Baron Gustav Springer für den Bau der Talmud-Thoraschule. 4.000.— " " Karl von Auspitz für den Bau der Talmud- Thöraschule .. 3 000.— h Michel Benies für den Bau der Talmud- Thoraschule . 2.000.— „ Moriz Edler von Kuffner für den Bau der Talwud-Thoraschule. Wilhelm Kuffner für den Bau der Talmud- " 1.000.— Thoraschule. Präsidenten Dr. Alfred Stern dessen Präsenz- „ 1.000. - " 200. - Honorar von der Pollak von Rudin'schen Stiftung im Betrage von. " Dr. Alfred Berger als Sammelstelle für die Brigittenauer Schulküche, und zwar von Herrn Emil Weichsel. „ 10.— „ H. Ernst. 4.— „ Steindler und Hahn, Bürmoos . . . 11.— „ Redakteur S. Löwy. 5.— „ Dr. Knebel, Triest. „ 21. 21., Wien. „ 5.— 10.- „ R. S. & H. S., Jägerndorf .... 6.- „ kais. Rat L. Sachs. „ 50.— „ „ „ I. Weil. 10.— „ Jakob u. Louise Klein, Kranzablösung Ur weiland Anton Klein. „ 5.— Frls. Grete, Poldi, Mizzi, Ella Freiwillig „ 10 — Frau Julie Groag. 6.— „ Emma Wölker. 5.— „ Katharina Duschnitz. 5.— „ Deborah Rattinger, Brünn. „ - „ A. Prager, Budapest. „ 10.— » " M. Schlesinger & Comp., Budapest, für die Brigittenauer Schulküche. 100.- Moriz Edl. v. Kuffner anläßlich des Sterbegedächtnistages seiner seligen Mutter Frau Rosalie Edle von Kuffner für Arme der Bezirke XYI-XVH. 160.— „S. M." in Triest für arme Kinder der Brigittenau. 10.— " " Leopold Perl für die Insassen der Bersorqungsanstalt . 10.— " " „c. R ", Reichenberg, für die Brigittenauer Schulküche. 10.— „ Max Lenkes für die Brigittenauer Schulküche „ 5.— 1J M. Freund für die russischen Juden .... „ 2. - Bortrag von Dr. M. Grunwald. Donnerstag den 7. Februar l. I., präzise halb 8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Dr. Max Grün Wald statt. Thema: Zum 25. Todestage Berthold Auerbachs. Eintritt frei, ohne Karten. Bibliothekar Dr. B. Münz. Der Bibliothekar an der israelitischen Kultusgemeinde Herr Dr. Bernhard Münz vollendet am 1. Februar 1907 sein fünfzigstes Lebensjahr. Herr Dr. Bernhard Münz entfaltet nicht nur eine ersprießliche Tätigkeit in seiner amtlichen Stellung, er hat fich auch mit Recht als Schriftsteller einen geachteten Namen erworben. Er veröffentlichte u. a.: „Die Keime der Erkenntnistheorie in der griechischen Philosophie 1880; Die vorsokratische Ethik, Halle 1882; Lebens- und Weltfragen, Wien 1886; Jakob Froschhammer, der Philosoph der Weltphantafie, Breslau 1894; Moriz Lazarus. Berlin 1900; Hieronymus Lorm, Wien 1901; Literarische Physiognomen 1902—3; Hebbel als Denker, 1906." Schulfragen. Löbliche Redaktion! Gestüten Sie mir, bezugnehmend auf die in Ihrer geschätzten Zeitschrift von einem „alten Praktikus" vorgebrachten Zweifel über die Ersprießlichkeit und pädagogische Zulässigkeit der von mir vertretenen graphischen Methode zur Unterstützung und Förderung des hebräischen Leseunterrichtes an Volks- und Bürgerschulen Folgendes zu erwidern. Es war vorauszusehen, daß diese methodische Frage, wenn sie einmal flügge geworden, so manchen Lehrer aus dem Gleichgewicht bringen wird. Denn, wenn auch jeder bisher mehr oder weniger mit der Kreide gearbeitet hat, an ein selbsttätiges systematisches Eingreifen der Schüler hat doch niemand zu denken gewagt. Undurchführbar!? — Und doch ist diese Methode von einer Vorzüglichkeit, von der man sich nur dann eine Vorstellung machen kann, wenn man sich darin versucht und die zufriedenen Gesichter der Kinder dabei beobachtet hat. Es ist eine wahre Lust, zu sehen, mit welchem Eifer, mit welcher Präzision diese Buchstabenformen von den Schülern zu Papier gebracht werden und wie sie sich freuen, am hebräischen Leseunterricht auch einmal ein unschuldiges Vergnügen zu haben. Und das soll unpädagogisch sein!? Nein, bester Herr „Praktikus", erst probieren! Denn mit der bloßen Behauptung „die Kinder würden statt Buchstaben reine Karikaturen aufs Papier malen", haben Sie die Ersprießlichkeit meiner Methode wohl angezweifelt. aber nicht widerlegt. Und dann hat die Methode auch gar nicht den Zweck, den Kindern eine „zweite Schrift" beizubringen; ein Beweis mehr, daß unser „Praktikus" noch nicht Zeit gefunden hat, über diese Methode nachzudenken. Die graphischen Uebungen wollen nichts anderes, als zunächst das lästige, von Lehrer und Schüler gleich unangenehm empfundene Fehlerlesen aus der Welt schaffen, um endlich eine erhöhtere Lesefertigkeit zu erzielen. Und deshalb die Darstellung. Die graphischen Uebungen sollen nicht Zweck des Unterrichtes sein, sondern Mittel! Und was wäre geeigneter, das Gedächtnis zu unterstützen, als die Darstellung? Ich sagte diesbezüglich in meinem Referat: „Es ist eine für die Einsicht in das Wesen des Anschauungsvermögens wichtige Tatsache, daß die Eindrücke, die sich im Schüler zu Anschauungen gestalten, in der Regel durch mehrere gleichzeitige Sinnestätigkeiten vermittelt werden. Daraus folgt nun, daß eine Anschauung um so lebendiger und vollständiger wird, je mehr Sinne bei ihrer Gestaltung mitgewirkt haben. Wenn nun der Schüler sieht, hört, dann darüber nachdenkt, wie er das Buchstabenblld fertig bringt, sich endlich manuell betätigt und so ein Sinn den anderen unterstützt und durch die erhöhte Kraft des einen zugleich auch die Kraft des andern (Sinnes) gesteigert wird, so ist denn doch anzunehmen, daß die Schüler die Buchstabenformen besser im Gedächtnisse behalten werden, als dies durch ein bloßes mechanisches Lesen möglich war." Freilich eine Schreibstunde darf die Lesestunde niemals werden und der praktische Lehrer wird nur solche Formen üben, die ihrer Aehnlichkeit wegen von den Schülern fast leidenschaftlich verwechselt werden. Da hat mich der Herr Einsender aus Purgstall schon besser verstanden, weil er eben ähnliche Versuche schon angestellt und sich von der Güte dieser Methode überzeugt hat. Nur möchte ich dringend vor einem „Zuviel" warnen. Langsames Vorwärtsschreiten vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Zusammengesetzten ist hier mehr als notwendig, denn wenn die Kinder die Lust verlieren, ist Alles verloren. Ueber das „Wie" dieser Methode aber kann ich mich freilich hier nicht äußern; diese Darlegungen würden die Grenzen einer Entgegnung weit überschreiten. Nur so viel sei bemerkt, daß sich der Lehrer am Anfänge des Schuljahres das hebräische Alphabet ad hoc zurechtlegen und dasselbe in Eckformen, Rundformen und Schmalformen einteilen und üben muß. bevor er zur Fibel oder zum Siddur übergeht. Die übrigen kleinen Kunstgriffe stellen sich dann schon von selbst ein, und jeder Lehrer wird die Ueberzengung gewinnen, daß hier eine höchst dankbare Arbeit zu verrichten ist. Max R i n d s k o p f, Religionslehrer der israel. Knltusgemeinde in Wien. Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums. Montag den 4. Februar 1907, präzise 7‘/2 Uhr abends, findet im Festsaale des Oesterr. Ingenieur- und Architekten-Vereines, I., Eschenbachgasse 9 ein Vortrag des Herrn Dr. Gustav K a r p e l e s-Berlin statt. Thema: Heine und das Judentum. Jüdische Toynbee-Halle, XX., Othmargasse 4« (Eintritt frei für jeden Erwachsenen. — Beginn der Vorträge an Wochentagen halb 8 Uhr. Samstag sowie an Sonn« und Feiertagen 7 Uhr abends. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Dr. I. Samuely, I., Fischerstiege 6 gelangen lassen.) Wochen Programm: Samstag, 2. Februar 1907: Konzert. — Sonntag. 3. Februar: „Die Propheten als Erzieher." Rabbiner Dr. Mandl ans Neutitschein. — Montag, 4. Februar: „Die Tatsachen und Gesetze des sittlichen Lebens." Prof Dr. Wilhelm Jerusalem. — Dienstag, 5. Februar: „Der erste Schritt vom Wege/'