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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1906-11-30 · 48 (30.11.1906) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
23 (1906)
Issue
48 (30.11.1906)
Date
1906-11-30
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 48 Sr. JBlocb s Mlocvenscvrm. Sette 823 Berger 8 12.—, Naftali Geftring K25.—. Bernhard Trnka8 25.—, Heinrich Aufricht 8 35.-, Hugo Augemahr 8 10.-. Heinrich Kaposi 8 60.—, Samuel Fischer 8 60 —, Dr. Adolf Wölfler 8 55.— Josef Frankl 8 30. , Gustav Hager 8 16.—, Moriz Edler v K u f fn e r 8 600. -, David Glück 8 220.-, Alois Winterstein 8 4.—, Lazar Leisten K 20.—, Arthur Unterberg K 9.—, Moriz Schmeier K 15.—, N. Hartstein K 8.—, Salomon Kohn 8 5.—, N. Freiberger 8 2.—, Kollmann K 3.-, Samuel Fischer K 12.—, Lampl jun. X 6.—, Wilhelm Mandl X 2.—, Jakob Kohn X 2 —, Gustav Feldsberg 8 15. , Markus Glücksmann X 45.—, Jakob Posamentier K 100.-, Max Mandl 8.16.—, Wilhelm Mandl 8 8.—, Adolf Buch X 55.—, Ignaz Deutsch K 10.—, Ignaz Kohn X 9.—, Sregmund Kohn K 15.—, Jakob Holzer 8 65.—, N. Liftschitz 8 45.—, Bernhard Mandelbaum 8 40.—, Siegfried Rosner 8 8., Berger jun. 8 23.—, Moriz Medak 8 50.-, Leopold Weiß 8 45.—, R. Gesund 8 19.—, Rudolf Pollatschek 8 30.—, Simon Kohn 8 2.—, Hirich sen 8 11.—, Alexande Goldblatt 8 35.—, Adolf Schmeier K 12.—, Hermann Geiringer 8 6.-, Jacques Hauser 8 9.—.Ignaz Koch 8 8. , Adolf Fischer 8 18.—, Ganz.sun. 8 15.—, Waltnch 8 5.—, Siegmund Wagner 8 40.—, Dr. Weiner 8 10 —, Nathan Rosenzweig 8 8. , Dr. Jakob Deutsch 8 70.-, Zucker 8 8. , Josef Fuchs 8 30.—, Ludwig Tritsch 8 30. . Markstein 8 20. -, Adolf Fischer 8 6.—, Moriz Pick 8 50. -, Ottomar Katz 8 80.—, Sregmund Weiler 8 20.—, S. Schwarz 8 9.-. Zusammen 8 2812.—. Wien. Der „Hebräisch - Klub" hat sich bereits konstituiert und beginnt Samstag den 1. Dezember vollständig zu funktionieren. Sonntag den 25. d. M., halb 3 Nachmittags, findet ein Vortrag des Herrn Tartakower statt. Konzert Don Fnchs. Don Fuchs hat für sein Konzert, welches unter Mitwirknng von Richard Pahlen Sonntag den 9. Dezember halb 8 Uhr abends im Saal Ehrbar stattfinden wird, folgendes Programm gewählt: I. 1. Giordano, Irnpruwiso äi Obenier ans der Oper „Andrea Eherner". 2. Halevy, Arie aus der Oper „Die Jüdin". 3. Puccini, 8 Ineevan le stelle aus der Oper „Tosca". 4. Klaviervortrag des Herrn Pahlen. II. 1. Schubert. Wanderers Nachtlied, Ihr Bild, Der Atlas. 2. Rubinstein, Die Träne. 3. Alfred Grünfeld. „So hast Du ganz nnd gar vergessen". 4. Sucher, „Liebesglück". III Richard Pahlen, Verdi-Romanza aus Ai'da. 1. Wagner, Lohengrins Herkunft. 2. Ponchielle, Romanza aus der Oper „Eioconda" Cielo e mar., Karten zu fl. 5, 3, 2, 1.50, 1 bei Kehlendorfer,' I. Bezirk. Krugerstraße 3. Hebräischer Klub des Zionistischen Zentralvereines in Wien. Montag den 3. Dezember findet um halb 8 Uhr abends im Lokale. IX., Türkenstraße 9, ein hebräischer Vortrag des Herrn Finkelstein über den hebräischen Dialekt und Mittwoch den 5. Dezember ein hebräischer Vortrag des Herrn Notenblatt über „Nationalismus und Sozialismus" ebendort statt. Samstag den 8. Dezember 7 Uhr abends Literarischer Abend. Verein „Jehudah Halevy". Bei der Sonntag den 25. d. M. stattgefundenen II. ordentlichen Generalversammlung wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: Präsident: Gersou Mack; Vizepräsident: stuä. pbil. I. B a r b a g; Kassier: Gustav Birken; I. Schriftführer: Leo Spandorf; II. Schriftführer: stud. ph:l. N. Kristianpoler; Bibliothekar : stucl. pbil. Samu'l Auerbach; Kulturreferent: Jsak Groß, ohne Funktion die Herren stuä. ing. Lazar B. und stucl tdevl. I. Menscher. Wien. Am 1. Dezember, dem Vorabende des patriotischesten Festtages für ganz Oesterreich, findet die Einweihung des ersten, jüdischen Vereinshauses in den westlichen Bezirken statt. Dem rührigen Ausspeisungsvereiae des XII.—XV. Bezirkes ist diese Schöpfung zu verdanken nnd werden schon jetzt täglich 110 Kinder ausgespeist und von dem Vereine „Kinderhort", dessen Lokalitäten sich ebenfalls im Vereinshause befinden, tagsüber beaufsichtigt und unterrichtet. Bei weiterer steter Förderung dieser Vereine ist eine größere Entfaltung deren segensreicher Tätigkeit vorauszusehen. Die Einweihung findet um 7 Uhr abends XV., Herklotzgasse 21, statt. Frau RegineL a nd e i s, Präsidentin des Ausspeisungsvereines, und Herr Dr. I. S a m u e l y, Obmann des Vereines zu Errichtung von Kinderhorten, find gerne bereit, Anfragen über ihre Vereine zu erledigen. Vortragszyklus aus jüdischer Geschichte. Donnerstag, den 6. Dezember 1906, präzise V28 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architekten- Bereines I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Kustos Dr. S. Frankfurter statt. Thema: „Die Wiener Judenstadt im Mittelalter und in der Neuzeit mit besonderer Berücksichtigung der Friedhöfe und ihre Denkmäler." Mit Vorführung von Lichtbildern. Eintritt frei. Wien. (Auszeichnung.) Herrn Gottlieb Lederer, Vizepräsidenten des „Hilfsvereines für die notleidenden Juden Galiziens", wurde vom Kaiser das Ritterkreuz des Franz Joseph- Ordens verliehen. Wien. (Auszeichnung.) Der Kaiser hat dem Industriellen Karl K a tz a u, einem Bruder des Kultusvorstehers und Vorstandsmitgliedes der „Israelitischen Allianz zu Wien" Herrn Dr. Katzau, den Titel eines kaiserlichen Rates verliehen. Wien. Dame n-K n e i p e mit nachfolgendem Tanzkränzchen veranstaltet die jüdisch-akademische Verbindung „Jvria" am 9. Dezember a. c. im Festsaal des Hotel „Zur Post" (I., Fleischmarkt 16). Dr. Wilhelm Mucker gestorben. Seinem Bruder, dem Hofrat Professor Alois Zucker ist bald auch Dr. Wilhelm Zucker, der Vizepräsident der Wiener Advokatenkammer gefolgt, der Samstag im 59. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Dr. Wilhelm Zucker hat seine erste Advokatenpraxis in der Kanzlei des Herrn Dr. Alfred Stern begonnen. Seine Eintragui g in die Advokatenliste erfolgte im Jahre 1876; schon sechs Jahre danach wurde er in den Ausschuß gewählt, ein Beweis, wie rasch er auch unter 'einen Kollegen zu Ansehen gelangt war. Im Jcn>re 1898 wurve er dann erster Vizepräsident, welche Würde er bis zu seinem Tode iunehatte. Der Verblichne war einer der hervorragendsten Anwälte Wiens Die Art seiner Prozeßiührung zeichnete sich insbesondere durch Scharfsinn und durch eine überaus geistvolle, den Dingen auf den Grund gehende Methode aus, eine dialektische Kunst, in welcher er von wenigen übertroffen wurde. Er war auch in der Arbeit unermüdlich. Die Haupttätigkert Dr. Zuckers umfaßte das zivilrechtliche Gebiet, das er nicht nur mit außerordentlicher Sachkenntnis beherrschte, sondern auf dem er sich auch drnch originelle Auffassung hervortat. Den Begriff einer kleinen Kausa kannte Tokwr Zucker nicht. Ihm war jede Sache, die er einmal übernommen, wicht'g und bedeutend; jeder Angelegenheit brachte er gleich großes Interesse entgegen, und so ergab es sich von selbst, daß er auch im Publikum sich der größten Wertschätzung erfreute und daß er eine ebenso zahlreiche als auch gewählte Klientel, insbesondere in der Finanzwelt, besaß. Keine juri rsche Affaire. die in seiner Kanzlei anhängig war, verließ diese, ohne daß Dr. Zucker sie selbst persönlich geführt hätte, und so kam es, daß er kaum jemals seine Kanzlei vor Mitternacht verließ. Neben seiner überaus umfassenden advokatorischen Tätigkeit fand Dr. Zucker noch Zeit, sich den Angelegenheiten der Kammer zu widmen, denen er. wiewohl nicht erst ausdrücklich bemerkt zu werden braucht, dieselbe Hingabe und denselben Elfer, wie man es sonst an ihm gewöhnt war, entgegenbrachte. Es gab wohl kaum einen ausdauernderen und überzeugu..gsvolleren Vertreter der Standesintereffen in der Kammer als ihn. -t on ihm rührt eine ganze Reihe von Eingaben her, die er im Aufträge des Kammerausschusses verfaßte. Eine seiner letzten Arbeiten war eine Petition betreffend das Prcßgesetz an das Abgeordnetenhaus, in welcher die Vorschläge der Kammer in dieser Frage formuliert waren. Was an Dr. Zucker stets von allen, die je mit ihm in Berührung gekommen waren, gerühmt wurde, war sein wirklich gutes Herz, das sich allen Schutzbedürftigen znwendete. Dr. Zucker war ungefähr seit einem Jahre schwer leidend. Damals befiel ihn, wohl die Folge von Ueberarbeitung. ein Nervenleiden, das seither immer mehr Fortschritte machte und ihn vollständig zerrüttete. Sein Geist verdüsterte sich auch immer mehr und schon vor einiger Zeit hatten die Aerzte die Hoffnung auf Wiedergenesung aufgegeben. Es ist ein wahrhaft tragisches Geschick, von dem die Familie des Verblichenen in der letzten Zeit betroffen wurde. Vor einigen Wochen starb, wie erwähnt, Hofrat Professor Dr. Zucker in Prag, der hervorragende Strafrechtslehrer, der ein Bruder des Tr. Wilhelm Zucker war. Vor kurzem verschied auch eine Schwester der beiden Brüder, Frau Generalrat Klein, und nun ist diesen beiden Dr. Wilhelm Zucker selbst im Tode nachgefolgt. Der Verstorbene war unvermählt. Das Leichenbegängnis fand am 27. unter zahlreicher Beteiligung statt. Außer den trauernden Angehörigen waren anwesend: der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern, der Vizepräsident Dr. Gustav Kohn, Vorstandsmitglied Dr. Felix Katzau und Sekretär kais. Rat Dr. Lieben, der Präsident der Advokatenkammer Dr. Ritter v. Feistmantel mit dem Vizepräsidenten Tr. Frerh. v. Mayer, der Präsident der Notariatskammer Dr. Franz Mayerhofer, der Präsident des Disziplinarrates Dr. Ritter v. Kovper, Herrenhausmitglied Hofrat Professor Ritter v. Hauffe, die Regierunosräte v. Winternitz, Profeffor Josef Bauer und Professor Tezner, Professor Dr. Josef

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